CMS, Mambo oder Typo3

IceBein

kennt sich schon aus
Hallo,

hat einer von euch schon mal Erfahrungen mit der Implementierung eines CMS gemacht? Ich würde gerne eine Webseite mit Mambo (gefällt mir rein optisch sehr gut) oder Typo3 (sieht zwar nicht so nett aus, aber dafür gibt es wohl mehr detaillierte Anleitungen) ausrüsten.

Könnt ihr mir da einen Tipp geben?

Thx
 

Steve Urkel the REAL

Moderator
Teammitglied
Eindeutig TYPO3.

Die Einarbeitung ist zwar nicht gerade die Einfachste, aber mit viel, viel LESEN und probieren, kommt man schnell voran.

Für eine private HP mit ein paar Seiten 20 - 50 Stück, ist Typo3 deutlich zu mächtig und zu aufwendig.

Steve
 

IceBein

kennt sich schon aus
Hmh ... habe ich befürchtet ;). Werde wohl mal in die Buchhandlung tappern und mich schlau machen ... Danke ...
 

KOENICH

der Monarch
Wir haben seinerzeit die HP meines ehemaligen Studi-Cafés mit Mombo gemacht - ist echt ganz nett, und meiner Meinung nach ziemlich ausreichend. www.hanomacke.org

Mein Schwager wiederum ist ein Experte für TYPO3 - und davon gibts noch nicht so viele ;) www.unicef.de hat seine eigentlich recht kleine Internetagentur (www.i-gelb.de) vor Kurzem vollendet... da ich mir mal die Administration bei ihm zu Hause angeguckt habe weiß ich auch, TYPO3 ist einiges komplexer als Mambo!

Also ich würde meinen, für die meisten Bedürfnisse reicht Mambo vollkommen - gibts einfach auch schon ne Ecke länger als TYPO3.
Aber wenn du ein ziemlich zukunftsträchtiges CMS willst - viel Spaß beim Einarbeiten in TYPO ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

!|2o><

treuer Stammgast
Was hat es mit CMS,Mambo oder Typo3 auf sich sind das Editoren oder was sind dies?
Danke schon mal.
Greez
IROX
 

eschen

bekommt Übersicht
Ich beschäftige mich seit Mitte 2004 mit Mambo und habe hierzu eine Fallstudie verfaßt:

Webetiser.de - Eine Mambo 4.5 Fallstudie

Vielleicht noch eine generelle Anmerkung, die das vorher Gesagte noch etwas präzisiert:

PHPNuke ist leider so gut wie auf dem letzten Platz gelandet, da das Produkt unter dem schlechten Support seiner Entwickler leidet. Selbst gestandene Fans haben bereits zu Mambo gewechselt. Mambo ist (vor allem aus kommzieller Sicht) kein gutes, aber auch kein schlechtes Produkt. Leider ist das Core-Entwickler-Team sich nicht immer ganz einig, was sinnvoll ist und was nicht. Zwei wichtige Mitglieder haben das Team vor kurzem verlassen. Damit kommt frischer Wind in die Sache, aber leider auch eine gewisse Unruhe. Dafür gibt es einen recht detaillierten Meilensteinplan, der für die Zukunft hoffen läßt, daß Mambo endlich erwachsen wird.

Warum diese Einschätzung? Generell fehlt eine sauber im Kern verankerte Mehrsprachigkeit (die sich auch auf die vielen interessanten zusätzlichen Komponenten erstreckt) und eine ausgefeilte Benutzerverwaltung, die Benutzergruppen zuläßt (der Admin-Bereich ist dagegen sehr detailliert ausgelegt). An beiden Themen wird gearbeitet. Ich rechne mit deren Umsetzung für Anfang 2006. Die Mehrsprachigkeitsproblematik läßt sich mit einigen zusätzlichen Anpassungen, die ich entwickelt habe, akzeptabel ausgleichen. Wer eine ausgefeilte Benutzergruppenverwaltung braucht, der muß allerdings erst mal auf Typo 3 ausweichen.

Ich habe selbst noch keine Site mit Typo 3 umgesetzt, aber mit einem Bekannten sehr ausführlich über dessen Vor- und Nachteile reden können. Hierbei stellt sich die Sache so dar:

* Er hält den Einsatz von Typo 3 im kommerziellen Umfeld grundsätzlich für sinnvoll, wenn das Projekt einen größeren Umfang hat und Schwächen von Mambo ausgeglichen werden müssen
* Generell findet er Mambo wegen seiner einfachen Administration sehr interessant und dessen Einsatz zum jetzigen Zeitpunkt für kleine Projekte, die die Schwächen von Mambo nicht so stört, für empfehlenswert

Meine eigenen Erfahrungen mit Mambo:

* Die Dokumentation ist besser geworden, allerdings immer noch vorwiegend in Englisch
* Deutsprachige Tutorials haben gute Qualität, beschränken sich leider nur auf Standardfragestellungen
* Die Anzahl wichtiger und sinnvoller Komponenten, die das System erweitern, ist akzeptabel. Leider ist deren Programmierung nicht immer von der gewünschten Qualität. Die bekanntesten werden aber regelmäßig gefixt und weiterentwickelt (sehr wichtiges Argument gegen PHPNuke, wo die Leute wohl "Jahre" warten müssen).
* Ein Basissystem läßt sich in Stunden erstellen, individuelles kann Wochen und das wirklich gute leider Monate dauern (incl. Anfassen des PHP-Codes).
* Mambo läuft auf vielen Systemen sofort, ist ausreichend stabil und läßt sich gut erweitern.
* Mehrsprachigkeit läßt sich akzeptabel umsetzen, selbst mit nur einer Mambo-Instanz und "gemeinsamer" SQL-Datenbank

Beispiel: Webetiser.de (Sprachumschaltung oben rechts)

Wichtige Links:

Mamboserver.com (Basissystem, Dokumentation, internationales Forum)
MamboForge.net (Entwicklergemeinde, Download von Komponenten)
mamboportal.at (Deutsches Forum, meine Mambo-Heimat)
mamboportal.com (Englische Nachrichten rund um Mambo, zweite wichtige Quelle für Komponenten)
mambers.com (zweites wichtiges internationales Forum)

Noch ein Hinweis: Derzeit werden die Mambo 4.5 (Patch 1.0.9) und die Mambo 4.5.1a eingesetzt. Wer Mehrsprachigkeit sinnvoll implementieren will, der sollte von der 4.5.1a die Finger lassen. Es wird noch Monate dauern, bis die notwendige Komponente (MambelFish 1.5) sauber läuft und alle anderen Komponenten entsprechend angepaßt sein werden.

Gruß Rainer
 

eschen

bekommt Übersicht
Bin jetzt endgültig Richtung Typo3 unterwegs. Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, daß Mambo in Bezug auf Mehrsprachigkeit einfach ein einziges Generve ist. Wer mehr als 10 Seiten verwalten muß, der kriegt die Kriese.

MambelFish in der 1.1 ist jedenfalls nicht zu gebrauchen. Evtl. ist die 1.5 etwas besser, aber das letzte, was ich gehört habe, löst die Sache nicht wirklich. Wer letztendlich im Backend Übersetzungen verwalten muß, damit's geht, der wird keinen Spaß an der Sache entwickeln können. Bleibt abzuwarten, wie Mambo 5 die Sache löst, wen Mehrsprachigkeit wirklich im Core verankert ist.

Typo3 ist zwar etwas komplexer, aber das Backend ist deutlich übersichtlicher (auch wenn mehr Knöpfchen zum Einstellen zu finden sind).

Gibt's hier jemanden, der schon mal mit TemplaVoila gearbeitet hat? Ich brauche mal eine Aussage, ob das stabil genug für den produktiven Einsatz ist. Besonders im Zusammenhang mit mehrsprachigen Web-Sites, die über einen gemeinsamen Baum verwaltet werden.

Gruß Rainer
 

Steve Urkel the REAL

Moderator
Teammitglied
Die Version 3.8.0 ist jetzt knapp zwei Wochen draussen, da kann man sich nun schon auf die version 4.0.0 freuen.

TYPO3 4.0 in Entwicklung

Aus der neu veröffentlichten Roadmap geht hervor, dass derzeit fleissig an der TYPO3 4.0 entwickelt wird. Als voraussichtlicher Erscheinungstermin wird der Dezember 2005 genannt.

Die Version 4.0 wird PHP 4 & PHP 5 kompatibel sein und DBAL Version 1.0 (Database Abstraction Layer) enthalten. Außerdem soll die sehnsüchtig erwartete Version 1.0 der Extension Templa Voila erscheinen.

Ein weiterer Blick auf die Featureliste erfreut Programmierer sowie Redakteure zugleich, da zum einen der Extension Manager+ erscheinen soll und zum anderen Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit geplant sind.

Geplante Features:
  • PHP 4 & PHP 5 Kompatibilität
  • Workflow
  • Versionierung
  • Workspaces 1.0
  • Digital Asset Managment 1.0
  • Extension Manager +
  • New default RTE
  • Templa Voila 1.0
  • DBAL 1.0
  • Indexed Search 2.0
  • Datenintegrität Prüfung- und Bereinigungsmethoden
  • Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit

Des weiteren sind schon für das kommende Jahr 2006 die Versionen 4.5 und 5.0 geplant.

Quelle: www.typo3.net


Steve
 
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