Boxenberatung

TBuktu

assimiliert
Für Basser sicher nicht erste Wahl :D

Aber ist doch schön, dass es nach vielen, vielen Jahren Orange (nun schon eine Weile) wieder gibt

Gruss
Tim
 

raumundzeit

bekommt Übersicht
Röhrenverstärker = viel Vodoo und Halbwissen
1. Transistorverstärker sind nicht Digital!
2. KEIN Verstärker ist digital, denn Nullen und Einsen kann deine Box nicht wiedergeben. Die Pappe vom Lautsprecher sollte schwingen und Schwingungen sind immer mit etwas analogem verbunden!
Es kann höchstens sein, dass Netzteile (Schaltnetzteile) oder Signaleingänge (SPDIF oder AES/EBU) als digitale Baugruppen im Verstärker sind. Die Signaleingänge benötigen danach aber einen D/A Wandler (digital/analog).

Grundsätzlich gilt, dass ein Röhrenverstärker technisch einem halbwegs modernen Transistorverstärker in Qualität und Leistung immer unterlegen ist!
Röhren machen viel Sinn im gestalterischen Bereich z.B. Bass/Gitarren Amps, oder Mikrofonvorverstärkern. Denn da will man ja einen bestimmten Sound erzielen.
Will man aber diesen Sound möglichst original wiedergeben, dann ist ein Transistorverstärker die bessere Wahl.
Der Röhrenverstärker erzeugt beim klirren Oberwellen 2. Ordnung, diese sind für das menschliche Ohr wesenlich angenehmer als die Oberwellen des Transistorverstärkers. Sprich, übersteuerst du deinen Verstärker, dann hört es sich bei einem Röhrenverstärker besser an ;)
Zudem kommt, dass es schwer ist bei einem Röhrenverstärker hohe Leistungen zu erzielen, oder zumindest kostspielig.
Darum werden an Röhrenverstärkern oft Hornlautsprecher betrieben, da die Bauweise einen sehr hohen Wirkungsgrad aufweist. Bei einem Gitarrenamp ist das Chassis und Box auf einen bestimmten Frequenzbereich optimiert, so das dort auch wieder ein guter Wirkungsgrad erreicht wird.
Für den Ottonormalverbraucher ist ein Röhrenverstärker nix. Es ist ein Verstärker für HiFi Freaks die viel Geld haben und sich an dem Glühen der Röhren ergötzen können.

Ich habe selbst schon Röhrenverstärker mit EL82 Vorstufe und EL84 Endstufe gebaut und auch heute noch ab und an in Betrieb. Sie klingen anders aufgrund ihrer Unzulänglichkeiten. Ob der Klang nun besser oder schlechter ist, das ist Geschmackssache.

Übrigens, Omnitonic und Röhrenverstärker würde ich in keinem Fall empfehlen ;)


zum Schluss noch ein Link:
Audio: HiFi-Verstärker - Infos zu Funktionsweise und Kauf
 

ZuluDC

assimiliert
...Vodoo und Halbwissen

Cool :) Das klingt irgendwie nach Getuschel in der Ecke, alten sagenumwobenen Legenden von welchen niemand mehr weiss ob sie wahr sind - oder nur wahr erscheinen, weil sie immer und immer wieder erzählt werden, obwohl der Ursprung schon längst verwischt ist. Irgendwas in der Art von Atlantis oder dem heiligen Gral *kicher*

Ich habe selbst schon Röhrenverstärker mit EL82 Vorstufe und EL84 Endstufe gebaut und auch heute noch ab und an in Betrieb. Sie klingen anders aufgrund ihrer Unzulänglichkeiten. Ob der Klang nun besser oder schlechter ist, das ist Geschmackssache.

*Daumen_in_die_Höhe* - ned schlecht Herr Specht (oder so).

Dann mal eine dumme Frage:"Würdest Du sagen es ist prinzipiell aufwändig/kompliziert einen Röhrenverstärker zu bauen oder wird es erst richtig aufwendig, wenn es an eine schlaue Klangregelung oder das Entbrummen geht?"
Ausserdem hab ich auch schon das Gefühl gehabt Röhrenverstärker haben ihre Tage *gg*. Manchmal klingen sie einfach nur ordentlich und an manchen Tagen...äehmm...voll Voodoo...da ging die Sonne auf oder so...hehe. Kann man das auch zu den Ammenmärchen von abgefahrenen Spinnern, die auf jegliche Wasserader im Boden überreagieren, zählen oder steckt da mehr Atlantis drin als man glauben mag?

*ZuluDC - der_gerade_mit_der_Wünschelrute_guckt_ob_eine_Wasserader_sein_Karma_beeinflusst* :ROFLMAO:
 

TBuktu

assimiliert
Zum Thema Halbwissen: ´Hohe Leistungen und Röhrenverstärker´

Einfach mal ansehen, was es mit Wanderfeldröhren auf sich hat


Das, was wirklich gegen eine Röhre spricht, ist doch etwas ganz anderes.
Sie werden langsam schlechter. Kann man zwar messen, aber das wiederum beansprucht die Röhre sehr stark.
In der Praxis werden Röhren viel zu spät getauscht.
Übrigens werden selbst in der Studiotechnik noch Röhren verwendet (Mikrofonvorstufe)
Jeder halt nach seiner Anschauung :D

Gruss
Tim
 

Theoden

treuer Stammgast
Röhrenverstärker hmm von Mark Levinson oder Burmester ein Traum.Sind sie notwendig ? Im High End Segment ja.
fetter aber auch mittenlastiger.
das bestätige ich für low End Röhren.Wenn du viel Lebendigkeit magst aber keine 8000€ für einen Amplifter hast empfehle ich Sugden mit einen guten Monitor auch NAD ist streckenweise krass gut.Oder Rogers uuaahh erschauere.
 

raumundzeit

bekommt Übersicht
Also, ich arbeite bei einer Anstalt des öffentlichen Rechts als Tontechniker und mache dort Sounddesign und Synchronton für Filme und Features usw...
Ich weiß was man in der Studiotechnik verwendet und was nicht.
Wie gesagt, ein Röhrenverstärker ist ein Gestalterisches Instrument und als solches auch sehr gut, geht es um Klangtreue, dann sind Röhren aussen vor. Stell ich einen Trompeter vor ein Neumann M149 und er ist laut genug, so dass die Röhre des Röhrenmikrofons richtig in die Sättigung kommt, dann kann das sehr geil klingen, aber möchte ich genau diesen klang Zuhause von CD reproduzieren, dann bin ich mit einem Transistorverstärker besser bedient, da der Röhrenamp Zuhause genau dieses Klangbild wieder verfälscht.
Will ich einen guten Mikpreamp und hab das nötige Kleingeld, also schon ein Vielfaches von den genannten 8000€ dann würde ich sicher etwas in der Art eines Stagetec True Match Micwandlers nehmen und da ist keine Röhre drin ;)
Natürlich kann man auch mit Röhrenverstärkern Leistung erzielen, aber zu welchem Preis? Alleine die Ausgangsübertrager kosten dann ein Vermögen. Für meinen Verstärker haben die jeweils knapp 120€ gekostet und das bei etwa 4Watt. Andererseits sollte man genau hier nicht sparen, denn der Ausgangsübertrager ist das qualitativ schwächste Glied beim Röhrenverstärker.
Ich sag ja nichts gegen Röhrenverstärker, aber sie sind eben nicht das Maß aller Dinge und oft sind Leute die Zuhause einen Röhrenverstärker von Burmester oder der Gleichen haben auch die Leute, die 2000€ für ein Chinchkaben ausgeben und Lautsprecherkabel aus Silber kaufen (4² oder 6² natürlich) dafür dann die nächsten paar tausend € auf den Tisch legen: "Jetzt wird ja der Skineffekt erst richtig zur Geltung kommen!"
Dabei wirkt sich der Skineffekt erst bei HF aus. Für Leute die wirklich den Skineffekt in ihre Geräte einkalkulieren müssen und auch die Kapazitäten, die angeblich bei billigen Kabeln auftreten, für diese HF-Techniker sind unsere 20 oder auch 40kHz (Hochgegriffen!!! aber manch ein Verstärker oder Hochtöner soll das ja können, ich höre es nicht, vielleicht kann man damit Fledermäuse erschrecken oder Heuschrecken zur Paarung anregen?) Musik oder Sprache sowas wie Gleichspannung ;)
Mich nervt diese ganze Verarsche die mit Röhren und dem ganzen HighEnd Geraffel gemacht wird einfach immer.
Vor kurzem habe ich mitbekommen, dass ein entfernter Bekannter seine Sicherungsautomaten hat ausbauen lassen und wieder Schmelzsicherungen im Netz hat, da die Automaten den Klang negativ beeinflussen.... Burmester Röhrenverstärkerbesitzer! ..... muss ich dazu noch was sagen? Vodoo und Halbwissen ;)
 
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TBuktu

assimiliert
Ha, genau der Richtige für den täglichen Ärger, der besonders älteren Menschen zu schaffen macht.
In einer Anstalt (RBB) des öffentlichen Rechts beeindruckt mich immer wieder die Tontechnik.
Bei der Abendschau stehen Mikrofone nicht entkoppelt auf dem Tisch und die Gäste klopfen zu ihrem Gerede den Takt.
Muss ja sicherlich keine Spinne an die Mikes und von der Decke hängen sieht nicht hybsch aus, aber ein Loch in den Tisch und auf den Boden gestellt wäre auch gut.
Schade auch, dass die Aussenaufnahmen in Pegel und Frequenzgang nun so gar nix mit der Studioeinstellung zu tun haben.
Kann man da nicht ein Normal anwenden?
Meine Mutter versteht wegen fehlender Höhen da gar nix mehr.

Gruss
Tim

PS: Noch in Nürnberg gelernt?
 

raumundzeit

bekommt Übersicht
Hi Tim,
Also, erstmal, ich bin nicht beim RBB, ich empfange ihn noch nicht mal. Darum will ich mir kein Urteil darüber bilden was und wie es die Kollegen dort machen.
Zu deinem Problem mit der Abendschau: es ist im allgemeinen nicht ungewöhnlich, dass die Tonkollegen gerade beim Fernsehen einen ewigen Kampf führen müssen um sich gegen Designer und Kameraleute durchzusetzen (Stichwort: Fernsehbegleitton ;), damit sie ihre Mikrofone halbwegs unter guten Bedingungen platzieren können. Ich kann dir nur empfehlen, eine Beschwerdemail zu schreiben. Auch wenn es nach außen hin oft so wirkt als werde das nicht ernst genommen, zumindest bei uns werden die Beschwerden schon weitergeleitet, ausgewertet und wenn genügend Beschwerden kommen(je nach Thema reichen da schon 5-10), dann wird auch reagiert und außerdem ist das auch Argumenationsfutter für die Tonkollegen dort.
Das Problem mit den Außenaufnahmen und dem Studioton kann ich nicht kommentieren, ich weiß nicht was die Kollegen dort machen. Vorstellbar wäre, dass der Studioton gut gefiltert und kompremiert wird, was bei den O-Tönen so ohne weiteres gerade im aktuellen Bereich oft aus Zeitmangel nicht möglich ist.
Lautstärkeunterschiede und Qualitätsunterschiede sind ein aktuelles Thema, was zumindest bei uns gerade mal wieder stark ins Blickfeld gerückt ist. Es ist aber gerade für einen großen Sender kein einfaches Thema, da gerade Lautstärke ja eine subjektive Wahrnehmung ist, die von vielen Faktoren abhängig ist (Pegel, Kompression, Umbebungs,-Hintergrundgeräusche usw..).

Mein Tip: Direkte Beschwerdemail.... wird ernster genommen als du denkst.

Ach und ja, ich war noch in Nürnberg, in einem der letzten kompletten Lehrgänge.

Gruß Jens
 
Zuletzt bearbeitet:

TBuktu

assimiliert
Danke für die ausführliche Antwort. Ich hatte wirklich angenommen, dass gerade eine Mail nicht unbedingt Beachtung fände.

Wenn ich Zeit finde mache ich mir mal den Spaß :D

Gruss
Tim
 

QuHno

Außer Betrieb
ZuluDC schrieb:
ot:
@QuHno:

Ich spiele momentan mit meinen E-Bässen über eine Röhrenvorstufe "Reussenzehn MK irgendwas". Der Hersteller bietet doch glatt auch HiFi Verstärker in Röhrentechnik an. Das ist doch Musik in den Ohren von alten Röhrensound-Freaks :)
ot:
@ZuluDC: Nicht nur der Hersteller "macht in Röhre". Ich hab hier ein paar nette Experience Endstufen, die klingen nicht nur gut, sondern sind auch messtechnisch ziemlich Top :)

Jetzt fehlt mir nur noch eine Playstation1 aus der ersten Auflage und auch CD mäßig kanns dann röhrig werden :D
 
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