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Bericht: OpenAI droht bereits Mitte 2027 die Pleite – ChatGPT soll Zenith erreicht haben
Die Zeichen scheinen sich zu mehren, dass 2026 zum entscheidenden Jahr für Sam Altman und sein Unternehmen OpenAI werden könnte. Ein aktueller Bericht von Windows Central verweist auf einen prognostizierten Verlust von 14 Milliarden USD alleine in diesem Jahr, der sich auf bis zu 40 Milliarden USD in 2028 steigern könnte. Doch bereits Mitte 2027 könnte dem einstigen Hoffnungsträger, der weiterhin eine führende Rolle spielt, das Geld ausgehen.
Zu dieser Prognose kommt Sebastian Mallaby, ein Ökonom beim Council on Foreign Relations, in einem Essay für die New York Times. Tatsächlich scheint sich der Wind für ChatGPT auch unabhängig von den Kostenexplosionen mittlerweile ins Negative zu drehen. Bereits im vergangenen Oktober berichtete das Portal Futurism von einer Auswertung der Deutschen Bank, wonach die Umsätze von ChatGPT in Europa zu stagnieren begannen und die Kollegen bei TechCrunch griffen im gleichen Monat auf, dass sich die Begeisterung für ChatGPT weltweit abgekühlt hat.
Wachwechsel
Konkreter wurden unsere Kollegen bei Windows Latest. Gegenüber dem Januar 2025 hat ChatGPT im Web seinen Marktanteil von 86,7 % auf 64,5 % verringert (- 22,2 %), während der Marktanteil von Google Gemini von 5,7 % auf mittlerweile 21,5 % zulegen konnte (+ 15,8 %). Zum Vergleich: Microsoft Copilot liegt mit mageren 1,1 % abgeschlagen noch hinter DeepSeek, Grok, Perplexity AI und Claude auf dem 7. Rang.
Dass Gemini der große Gewinner der aktuellen Entwicklungen ist, dürfte niemanden überraschen, denn Größen der Industrie wechseln zunehmend zu den KI-Modellen von Google und wenden sich von OpenAI ab. Zunächst tauschte Opera seine auf ChatGPT basierende KI-Assistentin Aria gegen das auf Gemini basierende Opera AI ein, ehe auch Apple zur Bekämpfung von Siris Leistungsschwäche einen mehrjährigen Vertrag mit Google eingegangen ist. So wird Microsoft Copilot zunehmend zum einzigen Aushängeschild, was Drittkunden angeht – neben wenigen anderen wie Leo von Brave ist kaum noch wer übrig.
Die Consumer an sich scheinen das Problem nicht auffangen zu können, auch wenn OpenAI mittlerweile mit Werbung experimentiert und mit dem Go-Tarif eine kostengünstige Einstiegsvariante angekündigt hat. Laut Futurism ist ChatGPT zwar für 70 % der Gesamteinnahmen von OpenAI verantwortlich, aber nur 5 % seiner Nutzer sind zahlende Abonnenten.
Geldverbrennung
So oder so: OpenAI ist weiterhin eine aufgeblähte Geldverbrennungsanlage. Bisher ist man Verpflichtungen von über 1 Billion USD eingegangen, wovon alleine an Microsoft 250 Milliarden USD zugesagt wurden. Für AI Slop werden laut einem Bericht von Windows Central aus dem November 15 Millionen USD pro Tag verfeuert. Zwischen OpenAI, Oracle und Nvidia werden Investitionen im Kreis verschoben, was auch hunderte Milliarden USD ausmacht. Rechtsstreits wie der jüngst von Elon Musk angezettelte über 134 Milliarden USD gegen OpenAI und Microsoft kommen noch dazu.
Nicht alle aktuellen Nachrichten rund um OpenAI sind negativer Natur, es gibt auch positive Entwicklungen. Für Microsoft könnte die Abhängigkeit von OpenAI aber noch zu einem Problem werden. Zwar sagte Microsoft-Chef Satya Nadella heute in einer Gesprächsrunde mit BlackRock-Chef Larry Fink beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass man nicht mit einer dominanten KI rechne und Microsoft deswegen auch mit anderen Unternehmen wie Anthropic und xAI zusammenarbeitet.
Dennoch: An dem neuen kommerziellen Unternehmen von OpenAI ist man mit 27 % beteiligt, was zum Zeitpunkt der Bekanntgabe immerhin einem Wert von 135 Milliarden USD entsprach. Obendrein läuft es für die eigenen KI-Ambitionen aktuell nicht gerade gut und abseits des demonstrativen Schulterzuckens von OEMs wie Dell scheint auch der kleine Lichtblick mit GitHub Copilot zunehmend zu verblassen.
Und jetzt?
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Eine sündhaft teure Übernahme von OpenAI, um damit im Zweifelsfall OpenAI und schlussendlich Copilot zu retten, wäre typisch Microsoft – hier würde sich das Szenario von Skype oder den Lumias wiederholen. Diese Option dürfte neben Microsoft-CEO Satya Nadella und Microsoft AI-Chef Mustafa Suleyman aber vor allem bei bei Finanzchefin Amy Hood auf wenig Gegenliebe stoßen. Selbst wenn es Mitte 2027 „nur“ eine Finanzspritze sein müsste, um OpenAI zu halten, dürften wir mindestens eine Dimension wie bei der Übernahme von Activision Blizzard, was etwa 70 Milliarden USD waren, nicht ausschließen. Dafür sind die Verbindlichkeiten von OpenAI einfach zu hoch.
Gute Optionen hätte man in Redmond wohl nicht. Selbst hat man genug Herausforderungen, die Shareholder wollen viel eher Ergebnisse als zusätzliche Ausgaben für einen digitalen Hochofen sehen und wie die Äquivalente mit Skype und den Lumias nach den Übernahmen ausgegangen sind, wissen wir ja mittlerweile. Momentan wirkt es jedenfalls wie eine zusätzliche Sackgasse, wo man vergessen hat, den Rückwärtsgang wieder einzubauen.
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Die Zeichen scheinen sich zu mehren, dass 2026 zum entscheidenden Jahr für Sam Altman und sein Unternehmen OpenAI werden könnte. Ein aktueller Bericht von Windows Central verweist auf einen prognostizierten Verlust von 14 Milliarden USD alleine in diesem Jahr, der sich auf bis zu 40 Milliarden USD in 2028 steigern könnte. Doch bereits Mitte 2027 könnte dem einstigen Hoffnungsträger, der weiterhin eine führende Rolle spielt, das Geld ausgehen.
Zu dieser Prognose kommt Sebastian Mallaby, ein Ökonom beim Council on Foreign Relations, in einem Essay für die New York Times. Tatsächlich scheint sich der Wind für ChatGPT auch unabhängig von den Kostenexplosionen mittlerweile ins Negative zu drehen. Bereits im vergangenen Oktober berichtete das Portal Futurism von einer Auswertung der Deutschen Bank, wonach die Umsätze von ChatGPT in Europa zu stagnieren begannen und die Kollegen bei TechCrunch griffen im gleichen Monat auf, dass sich die Begeisterung für ChatGPT weltweit abgekühlt hat.
Wachwechsel
Konkreter wurden unsere Kollegen bei Windows Latest. Gegenüber dem Januar 2025 hat ChatGPT im Web seinen Marktanteil von 86,7 % auf 64,5 % verringert (- 22,2 %), während der Marktanteil von Google Gemini von 5,7 % auf mittlerweile 21,5 % zulegen konnte (+ 15,8 %). Zum Vergleich: Microsoft Copilot liegt mit mageren 1,1 % abgeschlagen noch hinter DeepSeek, Grok, Perplexity AI und Claude auf dem 7. Rang.
Dass Gemini der große Gewinner der aktuellen Entwicklungen ist, dürfte niemanden überraschen, denn Größen der Industrie wechseln zunehmend zu den KI-Modellen von Google und wenden sich von OpenAI ab. Zunächst tauschte Opera seine auf ChatGPT basierende KI-Assistentin Aria gegen das auf Gemini basierende Opera AI ein, ehe auch Apple zur Bekämpfung von Siris Leistungsschwäche einen mehrjährigen Vertrag mit Google eingegangen ist. So wird Microsoft Copilot zunehmend zum einzigen Aushängeschild, was Drittkunden angeht – neben wenigen anderen wie Leo von Brave ist kaum noch wer übrig.
Die Consumer an sich scheinen das Problem nicht auffangen zu können, auch wenn OpenAI mittlerweile mit Werbung experimentiert und mit dem Go-Tarif eine kostengünstige Einstiegsvariante angekündigt hat. Laut Futurism ist ChatGPT zwar für 70 % der Gesamteinnahmen von OpenAI verantwortlich, aber nur 5 % seiner Nutzer sind zahlende Abonnenten.
Geldverbrennung
So oder so: OpenAI ist weiterhin eine aufgeblähte Geldverbrennungsanlage. Bisher ist man Verpflichtungen von über 1 Billion USD eingegangen, wovon alleine an Microsoft 250 Milliarden USD zugesagt wurden. Für AI Slop werden laut einem Bericht von Windows Central aus dem November 15 Millionen USD pro Tag verfeuert. Zwischen OpenAI, Oracle und Nvidia werden Investitionen im Kreis verschoben, was auch hunderte Milliarden USD ausmacht. Rechtsstreits wie der jüngst von Elon Musk angezettelte über 134 Milliarden USD gegen OpenAI und Microsoft kommen noch dazu.
Nicht alle aktuellen Nachrichten rund um OpenAI sind negativer Natur, es gibt auch positive Entwicklungen. Für Microsoft könnte die Abhängigkeit von OpenAI aber noch zu einem Problem werden. Zwar sagte Microsoft-Chef Satya Nadella heute in einer Gesprächsrunde mit BlackRock-Chef Larry Fink beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass man nicht mit einer dominanten KI rechne und Microsoft deswegen auch mit anderen Unternehmen wie Anthropic und xAI zusammenarbeitet.
Dennoch: An dem neuen kommerziellen Unternehmen von OpenAI ist man mit 27 % beteiligt, was zum Zeitpunkt der Bekanntgabe immerhin einem Wert von 135 Milliarden USD entsprach. Obendrein läuft es für die eigenen KI-Ambitionen aktuell nicht gerade gut und abseits des demonstrativen Schulterzuckens von OEMs wie Dell scheint auch der kleine Lichtblick mit GitHub Copilot zunehmend zu verblassen.
Und jetzt?
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Eine sündhaft teure Übernahme von OpenAI, um damit im Zweifelsfall OpenAI und schlussendlich Copilot zu retten, wäre typisch Microsoft – hier würde sich das Szenario von Skype oder den Lumias wiederholen. Diese Option dürfte neben Microsoft-CEO Satya Nadella und Microsoft AI-Chef Mustafa Suleyman aber vor allem bei bei Finanzchefin Amy Hood auf wenig Gegenliebe stoßen. Selbst wenn es Mitte 2027 „nur“ eine Finanzspritze sein müsste, um OpenAI zu halten, dürften wir mindestens eine Dimension wie bei der Übernahme von Activision Blizzard, was etwa 70 Milliarden USD waren, nicht ausschließen. Dafür sind die Verbindlichkeiten von OpenAI einfach zu hoch.
Gute Optionen hätte man in Redmond wohl nicht. Selbst hat man genug Herausforderungen, die Shareholder wollen viel eher Ergebnisse als zusätzliche Ausgaben für einen digitalen Hochofen sehen und wie die Äquivalente mit Skype und den Lumias nach den Übernahmen ausgegangen sind, wissen wir ja mittlerweile. Momentan wirkt es jedenfalls wie eine zusätzliche Sackgasse, wo man vergessen hat, den Rückwärtsgang wieder einzubauen.
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