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Bericht: Microsoft erwägt Aufgabe seiner Klimaziele wegen des KI-Booms
Bis zum Jahr 2030 wollte Microsoft klimaneutral sein und anschließend sogar alle vom Unternehmen jemals verursachten Emissionen ausgleichen. Doch daraus wird wohl nichts: Angeblich erwägen die Redmonder mindestens eine Verschiebung des Zeitpunkts. Aber auch eine völlige Aufgabe der Klimaziele steht im Raum.
Vor sechs Jahren hatte sich Microsoft das ambitionierte Ziel gesetzt. Durch eigene Maßnahmen und Förderung von Umweltprojekten wollte man bis zum Jahr 2030 Klimaneutralität erreichen. Bis zum Jahr 2050 wollte man alle Emissionen, die Microsoft seit seiner Gründung im Jahr 1975 direkt oder indirekt verursacht hat, ausgleichen.
Viele Kritiker sahen darin einen Marketing-Stunt. Der Begriff „Greenwashing“ kommt bei derartigen Ankündigungen oft reflexartig. Wie ernst oder nicht das seinerzeit gemeint gewesen sein mag, den KI-Boom hatte Microsoft damals wohl noch nicht auf dem Schirm. Der massive Ausbau der Rechenzentren lässt die Emissionen weltweit durch die Decke schießen. Schon vor zwei Jahren zeichnete sich ab, dass Microsoft diese Ziele nicht erreichen kann, wenn die Entwicklung so weitergeht.
Wie wir wissen, hat sich das alles noch einmal massiv beschleunigt. Dennoch verkündete Microsoft im Februar 2026, einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität erreicht zu haben. Im Jahr 2025 hat man seinen Energiebedarf erstmals vollständig mit erneuerbaren Energien gedeckt.
Doch jetzt berichtet Bloomberg (Paywall, via WindowsReport), dass bei Microsoft heftig darüber diskutiert wird, ob das Ziel der Klimaneutralität überhaupt noch erreichbar ist. Dass dies im Jahr 2030 gelingt, scheint inzwischen völlig ausgeschlossen. Weil noch nicht absehbar ist, wann das Wettrüsten beendet ist, steht auch eine völlige Aufgabe der Klimaziele im Raum.
Gegenüber Seeking Alpha gab Microsoft ein Statement ab, welches recht kleinlaut klingt. „Man suche weiterhin nach Möglichkeiten, seine jährlichen Ziele zu erreichen“ heißt es. Ein Dementi klingt anders.
Überraschen kann diese Entwicklung niemanden mehr. Dass sich Microsoft hierbei in bester Gesellschaft mit Amazon, Meta, Google und Co. befindet, ist keinesfalls ein Trost, sondern macht einfach nur noch traurig und fassungslos.
Der Beitrag Bericht: Microsoft erwägt Aufgabe seiner Klimaziele wegen des KI-Booms erschien zuerst auf Dr. Windows.
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Bis zum Jahr 2030 wollte Microsoft klimaneutral sein und anschließend sogar alle vom Unternehmen jemals verursachten Emissionen ausgleichen. Doch daraus wird wohl nichts: Angeblich erwägen die Redmonder mindestens eine Verschiebung des Zeitpunkts. Aber auch eine völlige Aufgabe der Klimaziele steht im Raum.
Vor sechs Jahren hatte sich Microsoft das ambitionierte Ziel gesetzt. Durch eigene Maßnahmen und Förderung von Umweltprojekten wollte man bis zum Jahr 2030 Klimaneutralität erreichen. Bis zum Jahr 2050 wollte man alle Emissionen, die Microsoft seit seiner Gründung im Jahr 1975 direkt oder indirekt verursacht hat, ausgleichen.
Viele Kritiker sahen darin einen Marketing-Stunt. Der Begriff „Greenwashing“ kommt bei derartigen Ankündigungen oft reflexartig. Wie ernst oder nicht das seinerzeit gemeint gewesen sein mag, den KI-Boom hatte Microsoft damals wohl noch nicht auf dem Schirm. Der massive Ausbau der Rechenzentren lässt die Emissionen weltweit durch die Decke schießen. Schon vor zwei Jahren zeichnete sich ab, dass Microsoft diese Ziele nicht erreichen kann, wenn die Entwicklung so weitergeht.
Wie wir wissen, hat sich das alles noch einmal massiv beschleunigt. Dennoch verkündete Microsoft im Februar 2026, einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität erreicht zu haben. Im Jahr 2025 hat man seinen Energiebedarf erstmals vollständig mit erneuerbaren Energien gedeckt.
Doch jetzt berichtet Bloomberg (Paywall, via WindowsReport), dass bei Microsoft heftig darüber diskutiert wird, ob das Ziel der Klimaneutralität überhaupt noch erreichbar ist. Dass dies im Jahr 2030 gelingt, scheint inzwischen völlig ausgeschlossen. Weil noch nicht absehbar ist, wann das Wettrüsten beendet ist, steht auch eine völlige Aufgabe der Klimaziele im Raum.
Gegenüber Seeking Alpha gab Microsoft ein Statement ab, welches recht kleinlaut klingt. „Man suche weiterhin nach Möglichkeiten, seine jährlichen Ziele zu erreichen“ heißt es. Ein Dementi klingt anders.
Überraschen kann diese Entwicklung niemanden mehr. Dass sich Microsoft hierbei in bester Gesellschaft mit Amazon, Meta, Google und Co. befindet, ist keinesfalls ein Trost, sondern macht einfach nur noch traurig und fassungslos.
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