Ausprobiert: Arbeitsbereiche in Microsoft Edge bringen Ordnung ins Tab-Chaos

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Ausprobiert: Arbeitsbereiche in Microsoft Edge bringen Ordnung ins Tab-Chaos

Microsoft Edge Canary


Die neue Funktion „Arbeitsbereiche“ für Microsoft Edge soll Nutzern helfen, mehr Ordnung in ihre geöffneten und regelmäßig besuchten Seiten zu bringen. Es handelt sich um eine Art „virtuelle Desktops“ für den Browser. Berücksichtig man den Umstand, dass mehr und mehr Arbeit im Web erledigt wird, ist diese Bezeichnung auch durchaus zutreffend.

Die Funktion wird derzeit im Canary-Entwicklungszweig von Microsoft Edge getestet und steht auch dort nicht allen Nutzern zur Verfügung, lässt sich aber „erzwingen“. Bis wir die Arbeitsbereiche in der stabilen Version von Microsoft Edge sehen, werden also noch ein paar Monate vergehen.

Ich habe mir die noch unfertige Funktion angeschaut und war dennoch vom Fleck weg begeistert. Nutzer, die regelmäßig viele Tabs geöffnet haben, werden die Arbeitsbereiche lieben. Wer bisher sparsam mit offenen Tabs umgegangen ist, um nicht die Übersicht zu verlieren, kann dank der Arbeitsbereiche in Zukunft etwas „großzügiger“ werden.

Das Icon für die Arbeitsbereiche, das derzeit noch ein Platzhalter ist, sitzt links oben im Browserfenster. Klickt man es an, werden bereits zuvor angelegte Arbeitsbereiche aufgelistet, außerdem kann mit dem Klick auf das Pluszeichen einen neuen Bereich anlegen.

Arbeitsbereiche in Microsoft Edge

Dem neuen Arbeitsbereich kann ein Name frei zugewiesen werden, außerdem kann man eine Akzentfarbe wählen. Diese Auswahl legt derzeit nur den Hintergrund des Icons fest. Wie gesagt, alles noch rudimentär, aber es geht ja auch nur darum, ein Gefühl zu bekommen, was diese Arbeitsbereiche leisten können. Diese Einstellungen lassen sich auch nachträglich verändern.

Arbeitsbereiche in Microsoft Edge

Hat man einen Arbeitsbereich angelegt, befindet man sich auch ganz automatisch in diesem. Alle aktuell geöffneten Tabs werden dem neuen Arbeitsbereich automatisch zugeordnet. Weitere Tabs, die man öffnet, werden hinzugefügt, geschlossene Tabs werden aus dem Arbeitsbereich entfernt. Es handelt sich also um eine dynamische Tab-Gruppierung, die sich immer den letzten Zustand merkt, und nicht um eine statische Liste, die man in einem bestimmten Zustand abspeichert. Auch das kann sich möglicherweise noch ändern bzw. ergänzt werden.

Zwischen den Arbeitsbereichen wechselt man durch einen Klick auf den entsprechenden Eintrag der Liste. Sofort geladen wird aber nur die zuletzt aktive Seite, alle anderen Tabs des Arbeitsbereiches werden erst nach und nach im Hintergrund geladen. Die Entwickler scheinen hier nach dem idealen Kompromiss zwischen einem schnellen Laden des Arbeitsbereiches dem flüssigen Seitenwechsel zu suchen, um Wartezeiten zu vermeiden und gleichzeitig sparsam mit Ressourcen umzugehen. Das wirkt bereits zum jetzigen Zeitpunkt gut umgesetzt.

Ich gehöre nicht zu den „Tab-Messies“. Ich bin eher das Gegenteil, ständig „räume ich auf“ und schließe Tabs, um die Übersicht zu behalten, was wiederum dazu führt, dass ich manche Seiten ein dutzend Mal am Tag öffne, was auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Die Arbeitsbereiche werden mir helfen, für mehr Ordnung zu sorgen und verschiedene Online-Tätigkeiten besser gegeneinander abzugrenzen.

Wer es selbst testen möchte, muss sich zunächst die Canary-Version von Microsoft Edge herunterladen und diese installieren. Anschließend muss man sich eine Verknüpfung zur Canary-Version auf den Desktop legen und in den Eigenschaften den Parameter „Ziel“ um folgende Option ergänzen: „–enable-features=msWorkspaces“ (Danke an WindowsLatest).

Arbeitsbereiche in Microsoft Edge

Die Neuerfindung des Rades sind die Arbeitsgruppen nicht. Firefox, Opera oder Vivaldi haben ähnliche Features, aber es ist erfreulich zu sehen, dass sich Microsoft dem Thema mit einem eigenen Ansatz widmet.

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