Aufbauende Gedanken -Sammlung

gisqua

ist wieder öfter hier


Vergesslichkeit, Vergesslichkeit
was bist du für ein Laster.
Die Schranke für die Wichtigkeit,
ist ein recht großes Raster.

Das Hirn entscheidet ganz spontan: "Das behalt' ich - brauch ich noch."
Das restliche ist ohne Wert, das fällt durch - ins schwarze Loch.
Meist fallen Kleinigkeiten durch, doch auch mal große Sachen;
wenn die nun aber wichtig sind, ist das nicht mehr zum lachen.

Vergesslichkeit, Vergesslichkeit -
was bist du für ein Trichter.
Der Schleier der Vergangenheit
wird selten wieder lichter.

Doch manchmal braucht's dann nur ein Wort, ein Lächeln, ein Besinnen,
dann rattert es in einem fort, und klingelt ganz tief drinnen;
schwups, ist der Schleier wieder fort, mit Wucht kommt das Erinnern.
Wie gut, dass es dies Raster gibt, es macht uns zu Gewinnern.

Vergesslichkeit, Vergesslichkeit -
ich glaub' ich kann dich lieben.
es zeigt mit aller Deutlichkeit:
das Leben muss man sieben.

Manchmal gibt es schlimme Dinge, die wir nicht gut verkraften.
Sie machen krank, bedrücken uns, sie bleiben einfach haften.
Da kommt das Raster nun ins Spiel mit einem Schiebestopfen,
man kommt nur dran, wenn man es will, nach intensivem Klopfen.

Vergesslichkeit, Vergesslichkeit -
es liegt in dein’m Ermessen,
verhindere mit Gründlichkeit,
dass wir all das vergessen.
 

gisqua

ist wieder öfter hier
Kann man eine lange, also eine ellenlange, ich meine eine noch längere Ehe mit einem einzigen Wort beschreiben?

Ich glaube, es gibt ein Wort - und das heißt: JA

Es ist nicht ein einfaches JA, sondern ein ganz besonderes.

Es ist ein schwingendes, ein klingendes, ein duftendes und ein enorm wandlungsfähiges JA.

Es ist ein liebevolles, ein manchmal auch leicht ungehaltenes, ein versöhnliches, ein nachdenkliches, ein neugieriges und auch ein unternehmungslustiges JA.

Es kann seine Lautstärke, seine Form und auch seine Größe verändern, aber es wird immer ein positives JA bleiben.

Es deckt alle erdenklichen Facetten ab.

Es ist ein JA, das Freiraum lässt, das nicht fordert sondern fördert;

ein JA das Toleranz braucht, um Harmonie zu erzeugen.

Es ist ein JA, das aus uns Überlegende und nicht Überlegene macht;

ein JA das uns lehrt, keine unausgesprochenen Erwartungen zu haben,

sondern genaue An- und Aussagen zu machen, damit wir die Enttäuschungen einschränken oder ganz verschwinden lassen können.

Es ist ein JA, den Menschen, den wir lieben, so anzunehmen wie er ist,

so wie wir ihn uns ausgewählt haben, ohne seine Angewohnheiten und Eigenarten ändern zu wollen.

Es ist ein JA, innere Verbundenheit zu schaffen, sodass man auch ohne Worte versteht, wie der andere sich fühlt, oder was er gerade braucht.

Es ist ein JA, Gemeinsamkeiten zu suchen und zu finden, gemeinsam zu lachen oder auch zu weinen.


Fazit:
Eine Ehe ist sozusagen ein rundes JA mit Ecken und Kanten
 
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gisqua

ist wieder öfter hier
Neulich fragte mich eine Freundin nach der Geschichte "Steine und Sand".
Bei meiner Suche habe ich mehrere Variationen gefunden. Zwei davon stelle ich mal hier rein.


Steine und Sand

Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Er begann seine Vorlesung damit, ein großes leeres Gurkenglas bis zum Rand mit großen Steinen zu füllen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten dies.

Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten natürlich in die Räume zwischen den größeren Steinen. Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten.

Der Professor lächelte ebenfalls, nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Natürlich füllte der Sand nun die letzten Zwischenräume im Glas aus.

"Nun", sagte er dann, an seine Studenten gewandt, "Ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie ihr Leben ist! Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Freunde, Ihre Kinder, Ihre Berufung, Ihre Gesundheit - Dinge, die - wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben - ihr Leben immer noch erfüllen würden.

Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z.B. Ihr Job, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto. Und der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine.

So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden, haben Sie für die großen keine mehr. Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für die Dinge, die Ihnen am meisten am Herzen liegen. Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt, Partys usw. Achten Sie zuerst auf die großen Steine - sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand."
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Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier


Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich.
Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen.
Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.

Dann nahm der Professor ein Behältnis mit kleinen Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf.
Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen.
Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als Nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf.
Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum.
Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig "ja".

Da holte der Professor zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

"Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, "ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen.

"Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr leben trotzdem noch ausgefüllt wäre.

Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto.

Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben, hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle.
Dasselbe gilt für Ihr Leben.
Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden.
Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen.
Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind.
Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand."

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte:
"Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen."

++++++++++
 

oxfort

Geht bald.
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten.
Achte auf deine Taten, denn sie werden deine Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
(Talmud)

Glaube, ich habe heute eine gute Tat, bzw gute Worte gefunden. :unsure:

Im Rahmen meines Rentenantrages, musste ich heute bei einer IHK anrufen.
Die Damen am Telefon waren ALLE sehr nett!

Aber als ich der letzten Damen am Tel sagte: Sie sind lieb!
Merkte man, sie hatte sich wirklich gefreut.:);)

Also nicht immer über die behördlichen Stellen schimpfen, sondern ein freundliches Wort vermacht vieles.
 
G

Gelöschtes Mitglied 73250

Gast
Früher war nicht alles besser, aber einiges schon :D

Quelle(n) - Facebook, Whatsapp usw
Friday for Future?

Alle, die wie, ich in den 50er oder 60er 70er Jahren geboren wurden, müssen uns heute anhören, wir ruinieren der Jugend das Leben.
Ich muss Euch enttäuschen, denn in meiner Jugend wurde nachhaltig gelebt.

Strümpfe und Strumpfhosen wurden gestopft. An Pullover wurden längere Bündchen gestrickt. Hosen wurden mit bunten Borten verlängert. Zum Einkaufen und zur Schule musste ich mehrere Kilometer zu Fuß laufen, transportiert wurden die Einkäufe in einem Netz.

Wenn Kleidung nicht mehr brauchbar war, wurden alle noch verwertbaren Dinge wie Knöpfe oder Reißverschlüsse abgetrennt und der Rest für Flicken oder als Putzlappen genutzt. Geschenkpapier wurde vorsichtig geöffnet um es wieder zu verwenden.

Wir sammelten Altpapier und Flaschen mit der Schule und halfen bei der Kartoffelernte.

Ich könnte noch mehr dieser Art der Nachhaltigkeit aufzählen, stattdessen muss man sich von Rotzlöffeln die sich mit dem SUV zu Schule kutschieren lassen, alleine wahrscheinlich einen 20 mal höheren Stromverbrauch haben als wir in unserer gesamten Jugend, sagen lassen, wir ruinieren Ihr Leben. Wir hatten keine elektronischen Spiele, unser WhatsApp waren Zettel unter der Bank in der Schule verteilt, wir verabredeten uns mündlich, Telefon gab es keins - das war für Notfälle gedacht.

Diese dämlichen Gören wollen mir etwas über Umweltschutz erzählen, werfen ihre Kleidung nach zweimal tragen weg, produzieren Müll ohne Ende, verbrauchen seltene Erden und müssen immer die neuesten Geräte besitzen.

Auf euren Demos lasst Ihr EUREN Müll von Euren erwachsenen Sklaven wegräumen und am Wochenende geht es zum nächsten Open Air Konzert zum Koma-Saufen, auch euer Koma-Saufen gab es früher nicht. So und wenn ihr dann einmal so nachhaltig lebt wie meine Generation gelebt hat, dann dürft IHR gerne streiken.

Darf gerne geteilt & kopiert werden
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Dummes Scheißgelaber ist das, und sonst gar nichts.
Kommt von Leuten, die nichts tun und sich nicht stören lassen wollen.
In meiner Kindheit gab's zum Beispiel nicht mal Mülltrennung und wir fuhren mit bleibetankten Autos ohne Katalysator in den Urlaub.
Es mag sein, dass vielen Kids gar nicht bewusst ist, wo sie selbst Umweltsünden begehen, weil sie da einfach hineingeboren wurden und es nicht besser wissen können. Dann könnte man sie ja an die Hand nehmen und es ihnen erklären.
Mit einer Anhäufung von Scheißhausparolen wie im obigen Text aber verfolgt man nur ein Ziel: Die Verteidigung der eigenen Komfortzone, innerhalb derer man denken kann "Was interessiert mich Klimawandel? Wenn das wirklich passiert, bin ich sowieso schon tot". Man kann wirklich nur hoffen, dass diese Generation so bald als möglich biologisch abgebaut wird. Vielleicht sollte man alle über 50jährigen einfach erschießen. Wenn ich sehe, wie viel Unheil aktuell in der Welt durch alte Menschen angerichtet wird, dann bin ich gerne bereit, mein eigenes Ableben als Kollateralschaden hinzunehmen, wenn die Welt dadurch ein besserer Ort wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

SoKoBaN

B.Ohlsen der alte Schwede
Teammitglied
Puh da ist aber einer angepisst... ;)

Scheißgelaber? Nein. Einseitig / Polemisch? Ja.
Das man früher Nachhaltiger gelebt hat, hatte sicher andere Gründe, als Klimaschutz, aber man kanns auch nicht abstreiten. Und Falsch war daran auch nichts. Und mit verbleitem Sprit ohne Kat ist man alternativlos unterwegs gewesen.

Das das Klima sich ändert ist unbestreitbar. Selbst für mich, der im trockensten, wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen die 14 Tage mit Regenwetter verurlaubt hat. Ist der Klimawandel Menschgemacht? Darüber bin ich mir nicht im 100% im klaren. Die letzte Eiszeit war jedenfalls ohne Einfluss des Menschen.
Davon abgesehen ist es selbstredend ein bescheidener Plan, den Planeten ohne Sinn und Verstand zu vermüllen.
Der der momentan zelebrierte Ökowahn ist der Sache aber auch maximal hinderlich. Es wird viel zu sehr übertrieben, und das in jeder Hinsicht. Der vernunftbegabte Mensch nimmt das Wesentliche in der Brühe von unsinnigen Parolen fast kaum noch Wahr. Chantal, Kevin und Ronny sind schon vor längerer Zeit aus dem Rennen gewesen.

Kann sein das ich zu beschränkt bin, um zu verstehen, das ich irgendeine neue Steuer bezahlen soll und sich damit das Klima verbessert. Aber für mich ist das eine Scheißidee.
Den letzten brocken Kohle aus Mittel und Ostdeutschland zu verheizen ist auch sehr dumm. Die Kohle nach Polen und Böhmen exportieren und da verheizen ist hingegen kernbehindert. Potenziert wird das in dem Augenblick, in welchem man den Strom dann importiert.

Und nun mal meine ganz persönlichen, engstirnigen Gedanken.
Wir haben in Deutschland nicht wirklich so furchtbar viel Alternativen Strom zu generieren. Und da lasse ich gern auch mal den Polemiker raushängen, wenn das Smartphone nicht zu laden geht, weil der Strom nicht aus der Steckdose kriecht, sind 95% der Klimaretter in einem Augenblick geläutert.
Momentan hängen tausende Megawatt an Windenergie in Genehmigungsverfahren fest, nur weil es natürlich den Betroffenen so überhaupt nicht in den Kram passt, wenn sich so ein Windrad mal ganz in der Nähe dreht. Und da ist auch dem noch so grünen Ökofaschisten das Klima, die Umwelt und die Zukunft des Planeten plötzlich Scheißegal. Gegen das Windrad wird geklagt, bis zum letzen Hemd.
Und das ist der Punkt, an dem ich mich Kevin, Chantal und Ronny anschließe. Ich verabschiede mich aus der Diskussion und lass den lieben Gott nen guten Mann sein.
 

Supernature

Und jetzt?
Teammitglied
Wie bist du denn heute drauf? :eek: Also ich habe das als Satire betrachtet.
Vielleicht bin ich gerade auf Facebook zu oft über diesen Text gestolpert, wo der Kontext in den meisten Fällen nicht satirisch, sondern todernst ist.
Ich glaube auch nicht irgendwelchen Kindern. Ich glaube eher Leuten, die aufgrund ihrer Ausbildung die Expertise haben, darüber zu sprechen. Und die erzählen ja nicht erst seit gestern, dass der menschengemachte Klimawandel eine Tatsache ist. Das erzählen die seit 30 Jahren. Spätestens jetzt, wo die Vorhersagen einzutreten beginnen, könnte man ja mal aufhören zu diskutieren, sondern es einfach anerkennen und fragen: Was müssen wir tun?

Dass es völliger Humbug ist, den CO2-Ausstoß zu verteuern, darüber muss man nicht diskutieren. Wenn eine Ressource auf dieser Welt unendlich ist, dann ist es Geld. Damit regelt man also gar nichts, man macht nur andere Leute reicher.

Im Grunde könnte man es aber tatsächlich entspannt sehen: Wenn die schlimmsten Vorhersagemodelle tatsächlich stimmen sollten, dann sind wir sowieso schon am Arsch. Also nicht wir, aber die nach uns. Dann könnte man die Welt nämlich in der Tat nur mit einer "Öko-Diktatur" retten, die beispielsweise genau regelt, wer wann und wofür Strom verbrauchen oder sich ein neues Smartphone kaufen darf.

Ich meine, wer würde schon freiwillig seinen Lebensstandard senken, um etwas zu verhindern, was er selbst nicht mehr erlebt?
 
G

Gelöschtes Mitglied 73250

Gast
Ich!? Ich kaufe mir nicht alle lang neue Hardware, auch wenn ich hier drei Rechner stehen habe verschiedenen Alters, die auch abwechselnd oder mal gleichzeitig nutze. Ich nutze Ökostrom, auch wenn es geringfügig mehr kostet. Natürlich das Satire, ich hatte ja schon das Vorwort dazu geschrieben. Vor 40 Jahren hab es dieses Forum nicht, hätte wohl auch keiner vermisst :p
Das Internet kostet uns 4% CO², neue Hardware hat so eine miese CO²-Bilanz, die ich innerhalb meiner Lebenspanne nicht mehr erleben werde, trotz Recycling.

Aber man muss den demonstrierenden Jungs und Mädels auch die Frage(n) stellen dürfen, ob sie konsequent auf das eine oder andere verzichten oder extrem reduzieren würden, um sich wirklich mal als Vorbild zu sehen? Die werden zuletzt nicht umsonst auf die Schippe genommen, "Radeln für den Laptop- bzw Smartphone-Akku" (Nuhr bzw Johann König).

Öff-Öff ist nun auch keine echte Alternative, die AfD auf der Linken Seite im grünen Anstrich (Grünen) habe alle keine Patentrezepte, die tun grad nur radikal und sind dadurch keinen Deut besser als die rechte Ecke. Die Grünen-Ministerin von Sachsen hat für mich eh nen leichten Schaden, was die Reaktivierung der grünen Zone um die Grenze BRD/DDR angeht - das ist knapp an DDR 2.0 dran. Und dann gibts noch die ewigen Betonköpfe, die sich nicht mit geringfügigen Abweichungen dabei anfreunden wollen "Hier war die Grenze, hier muss das sein, Volkes Wille!" Fehlte nur das "Heil..." :stupid

Ich finde die Demonstrationen bedingt gut und nützlich, ich bin nur kein Freund von der Heuchelei, die damit verbunden ist.

Aber einen Gedanken hatte ich eh dazu. Wenn Freitag eh demonstriert wird, die Schüler woanders wirbeln statt auf der Schulbank, könnt man nach Samstag ja auch den Freitag als Schultag streichen, man müsste nicht mehr den fehlenden Unterricht auf 5 Tage verteilen, sondern nur noch auf 4, die Ausfälle wären weniger, alle haben mehr freie Zeit, Lehrer bei vollem Lohnausgleich natürlich :D
 

Schpaik

jeder nach seiner Façon
Teammitglied
Die Vermutungen, das der Mensch das Klima beeinflusst, wurden schon vor über 100 Jahren gemacht. Die ersten seriösen Wissenschaftler konnten diese Vermutungen jedoch erst in den 1970er nachweisen. Aber das waren damals halt nur so ein paar 'nicht weiter wichtig' Wissenschaftler.

Jetzt nach rund 50 Jahren ist die Wissenschaft wesentlich weiter, hat bessere Messergebnisse, genauere Messergebnisse und versteht auch die Zusammenhänge des Klima besser. Vor fünfzig Jahren war das allerhöchstens eine vage Vermutung, das unser Wetter und die Polkappen irgendwie zusammenhängen.

Mal einen Beispielsatz aus DeJaVus (Satire-) Text:
Diese dämlichen Gören wollen mir etwas über Umweltschutz erzählen, werfen ihre Kleidung nach zweimal tragen weg, produzieren Müll ohne Ende, verbrauchen seltene Erden und müssen immer die neuesten Geräte besitzen.
Es gibt diese Menschen. Diese gehen jedoch nicht demonstrieren. In dem Text werden 'umgangssprachlich' Äpfel mit Birnen verglichen.
Und natürlich hat die Nachkriegsgeneration möglichst viel wieder verwendet, weil es einfach nicht genug Angebot gab. Das machen die in Kuba auch heute noch genauso. Anders geht es nicht.

Schwierig sehe ich es für die Zwischengeneration. Die die Welt und die Freiheit noch erleben wollen, aber eigentlich im Sinne der CO2-Einsparung dies gar nicht mehr dürften.
Ich nehme mal als grobes Beispiel mich:
Meine CO2 Bilanz ist eigentlich ziemlich gut. Ich bin in meinem Leben bisher zweimal geflogen. 2011. Einmal zum Boardjubiläum und dann wieder zurück. Ansonsten habe ich Konsequent öffentliche Verkehrsmittel benutzt, mein Fahrrad oder ich bin zu Fuß gegangen. Längere Strecken habe ich ansonsten mit der Bahn oder als Tramper zurückgelegt, selten auch mal in einer Fahrgemeinschaft. - Jedoch nicht aus umweltbewusster Überzeugung, sondern weil ich mir schlicht nix anderes leisten konnte. Ich war auch noch nie so richtig im Urlaub. Also so für ein paar Wochen.

Nun bekomme ich jedoch seit September - nach langem, hartem Kampf mit den Behörden - rund zwei Drittel mehr an Geld im Monat als vorher. Noch bin ich dabei meine Schulden abzuzahlen. Wenn ich jedoch sparsam bleibe und nur 100 Euro im Monat mehr ausgebe als ich vorher hatte, dann kann ich etwas über 200 Euro im Monat sparen. Bis zum Ende des Jahres müsste ich dann durch sein mit etwaigen Rückzahlungen.

Ich hätte gern ein Auto!

VW will ein günstiges Modell (sozusagen ein Elektro-Volkswagen) auf den Markt bringen. Soll 20.000 Euro kosten. Fänd ich schön, dafür müsste ich jedoch (bei 200€ im Monat) 8,3 Jahre lang sparen. Dann wäre ich 56 Jahre alt.

Ich würde jedoch auch gerne mal nach Windhoek. (Namibia) Von dort kommen 75% meiner Großeltern. Weitere Verwandte hab ich in Brasilien, Australien, Chile, Hongkong, etc. Da komme ich jedoch nicht mit dem Auto hin.

Wenn ich wirklich Umweltbewusst leben möchte, müsste ich all diese Wünsche komplett streichen.
Ich habe aber nur dieses eine Leben. Und ich kann auch nix in die Totenwelt mitnehmen.

Insofern werde ich wohl mir ein altes günstiges Auto, welches die Umwelt mehr verschmutzt als ein neues Teures, zulegen und auch wohl mehr fliegen als vorher.

Und ich bin da leider nicht alleine auf der Welt. Wir Menschen wollen unser Leben auskosten und genießen. Etwas sehen von der Welt. Nicht mit einer drei Zonen-Karte auf zwei Bezirke von Hamburg beschränkt sein, sondern auch mal die umliegenden Städte besuchen.

Und ja, ich habe jetzt schon ein schlechtes Gewissen. Zudem bin ich nicht so blöd zu glauben, das eine CO2-Steuer irgend einen Sinn macht. Der Fehler liegt im System. Die größten Klimakiller sind die Container- und Kreuzfahrtschiffe. Und gerade bei Letzterem haben wir einen unglaublich boomenden Markt. (Steht diese Woche im Focus.)
Nach einer groben Berechnung des NABU produziert ein Container- bzw. Kreuzfahrtschiff soviel CO2 wie rund 84.000 Autos am Tag. Bei rund 90.000 aktiven Schiffen weltweit ist dies eine Belastung des Klimas pro Tag durch diese Schiffe wie 7.560.000.000 (also siebeneinhalb Milliarden) Autos die gleichzeitig am Tag fahren.

verborgener Text:
das diese Berechnungen krum und schief sind. Es fehlen viel zu viele Elemente, zudem ist nicht jedes Schiff gleich groß. Anderseits werden auch diverse Binnenschiffe nicht erfasst.
Nichts desto trotz..


Der Fehler liegt im System. Die größten Dreckschleudern die wir Weltweit haben sind Container- und Kreuzfahrtschiffe. Danach kommen Flugzeuge. An dritter Stelle Kohlekraftwerke.
Nur wie wollen wir, bei einer globalisierten Welt, die ersten drei und damit die größten Belaster für unser Klima zurückfahren? Jeder Mensch möchte mehr. Der Mensch ist darauf programmiert, mehr haben zu wollen.

Können wir die Kurve für nachkommende Generationen kriegen? JA - bin ich fest davon überzeugt!
Bekommen wir eine klare Reduzierung innerhalb kürzester Zeit in den Bereichen Kohle, Containerschiff und Kreuzfahrt hin? NEIN - Das machen die Mächtigen, die Aktiengesellschaften und schlicht der normale Bürger nicht mit. Das bekommt keine Partei der Welt durch.
Auch wenn Deutschland 'eigentlich' ein Exportland ist, so ist doch zum Beispiel so gut wie FAST JEDES Souvenir, welches man an den Küsten von Deutschland erhält, aus chinesischer Produktion. Das ganze Zeug wird mit Containerschiffen transportiert.

So Leid es mir tut, aber ich sehe keine Hoffnung. Vor 50 Jahren vielleicht. Das System Kapitalismus ist auf eine ständige Steigerung ausgelegt. Theoretisch funktioniert das auch, aber nicht bei einem endlichen Planeten und endlichen Ressourcen.
Wir müssten das System kippen. - Halte ich für möglich, aber für sehr sehr unwahrscheinlich.

Wie gesagt: Ich habe ein schlechtes Gewissen dabei, das ich für andere Menschen das Problem mit dem Klima verschärfen werde. Anderseits werde ich Aufgrund meiner Zeugungsunfähigkeit keine Nachkommen haben, habe nur dieses eine Leben und will eben auch ein wenig von den Möglichkeiten nutzen dürfen, die mir diese Zeit bietet. Das andere Menschen unter meinem Verhalten leiden werden, finde ich nicht schön.
 

gisqua

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"Wiedervorkram"

Eines unser Familiengesprächsthema ist immer wieder mal :
"Wie man in den Wald reinruft, so schallt es wieder heraus!"
Anders gesagt:
Wie gelingt es mir, mürrisch aussehende Menschen zum lächeln zu bringen.
Noch anders gesagt:
Wie gelingt es mir, andere mit meiner guten Laune anzustecken, damit sie dieses Gefühl weiter geben möchten.
Oder noch ganz anders gesagt:
Wie kann ich meine schlechte Laune bei anderen abladen und sie dadurch wütend machen! (Das kommt allerdings sehr, sehr selten vor.)

Vor einigen Wochen hat meine Tochter uns eine schöne Erzählung mitgebracht, die hier gut reinpasst:

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Die mächtige Wirkung der Gedanken

Wir leben in einem Universum, in dem alles aus Energie besteht.
Die geringste Bewegung erfordert Kraft.
Aber die stärkste Energie von allen ist der Gedanke, denn er lässt alles Übrige entstehen.
Man könnte sagen, dass Gedanken auf der geistigen Ebene wie Bumerange sind.
Wir müssen darauf achten, was für Gedanken wir ins Universum hinaussenden.
Früher oder später werden sie zu uns zurückkehren - und zwar mit verstärkter negativer oder positiver Energie.

Die Lehren des afrikanischen Weisen Tierno Bokar, die der Philosoph Amadou Hampaté Bâ als Mali weitergibt, veranschaulichen dies in einer glänzenden Metapher.

Bokar erklärte einer Gruppe von Schülern, dass das Gebet für den Feind die gute Tat ist, bei der man am meisten gewinnt. Wie Bokar sagte, schadet man sich selbst weitaus mehr, wenn man seine Feinde verflucht, als wenn man sie segnet.
Einer seiner Schüler konnte damit nichts anfangen, da ein mächtiger und zielgerichteter Fluch einen Feind doch zerstören könnte.
(Dies lässt sich im Zusammenhang mit der traditionellen afrikanischen Denkweise verstehen, die häufig auf schwarzer Magie, Voodoo und ähnlichen Dingen beruht.)

Bokar antwortete dem Schüler mit der Parabel von den schwarzen und weißen Vögeln:

In ihren Beziehungen zueinander sind die Menschen wie zwei Wände, die sich gegenüberstehen.
Jede Wand ist voller kleiner Nischen, in denen schwarze und weiße Vögel leben.
Die schwarzen Vögel sind unsere schlechten Gedanken oder Worte.
Die weißen Vögel sind unsere guten Gedanken oder Worte.
Die weißen Vögel passen durch ihre Form nur in die Schlupflöcher für weiße Vögel. Dasselbe gilt für die schwarzen Vögel, die nur in den Schlupflöchern für schwarze Vögel ihre Nester bauen können.

Dann wies Bokar seinen Schüler an, sich zwei Männer vorzustellen, die sich für Feinde halten. Er nannte sie Ali und Youssuf.
Youssuf ist überzeugt, dass Ali etwas Böses gegen ihn im Schilde führt. Daher schickt Youssuf ihm eines Tages einen schlechten Gedanken.
Dadurch lässt er einen schwarzen Vogel fliegen und macht eine schwarze Nische frei.
Auf der Suche nach einer unbewohnten schwarzen Nische fliegt Youssufs Gedankenvogel auf Alis Wand zu.
Wir wollen uns vorstellen, Ali würde nicht mit dem Verschicken eines schädlichen Gedankens (eines schwarzen Vogels) reagieren. Also findet Youssufs Vogel keine leere schwarze Nische vor. Er fliegt daher zu seiner ursprünglichen Nische in Youssufs Wand zurück - beladen mit der schlechten Last, die er trägt. Da sie es nicht geschafft hat, Ali zu schaden, wird sie Youssuf schaden.
Denn, wie Bokar erklärte, bleibt das Böse nie passiv, sogar (und vor allem) nicht dem gegenüber, der es hervorgebracht hat.

Wenn Ali jedoch auf seinen vermeintlichen Feind (denn das alles geschieht auf der subjektiven Vorstellungsebene der beiden Männer) reagiert und auch einen schwarzen Gedankenvogel aussendet, wird er dadurch sofort eine schwarze Nische freimachen, in die Youssufs schwarzer Vogel hineinschlüpfen kann. Der Vogel kann dadurch einen Teil der bösen Last abladen, die er trägt.
In der Zwischenzeit wird auch Alis negativer Kurier seine Hass in der Nische deponieren, die Youssufs schwarzer Vogel verlassen hat. So erreichen beide schwarzen Vögel ihr Ziel und schaden den Personen, auf die man sie angesetzt hat.

“Aber,” fügte Brokat hinzu, “sobald sie ihre Aufgabe vollendet haben, werden beide Vögel in ihr ursprüngliches Nest zurückkehren, denn es heißt:
“Alles kehrt zu seinem Ursprung zurück!”
Das Böse, mit dem sie beladen waren und das sie nicht abgeladen haben, dieses Böse wird zu seinem jeweiligen Schöpfer zurückkehren und ihn zerstören.
Der Schöpfer eines bösen Gedankens, eines schlechten Wunsches oder eines Fluchs wird dadurch vom schwarzen Vogel seines Feindes UND von seinem eigenen schwarzen Vogel verletzt, wenn dieser zu ihm zurückfliegt.”
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Es gibt da noch eine ähnliche Geschichte, ich finde sie nur im Moment nicht: Hunde in der Spiegelhöhle
Wenn ich sie hab, dann schreibe ich sie Euch noch dazu.
 

gisqua

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Ich hab sie gefunden:

Der Tempel der tausend Spiegel

Burkhard Heidenberger schreibt zum Thema „Geschichten & Weisheiten“:

Vor vielen Jahren gab es in Indien den Tempel der tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages erklomm ein Hund den Berg, stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.

Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er erschrak, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und auch die tausend Hunde knurrten furchtbar und fletschten ihre Zähne.

Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.

Einige Zeit später kam ein anderer Hund in den Tempel. Auch er kam in den Saal mit den tausend Spiegeln, und auch er sah tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.

Dieser Hund verließ den Tempel in der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohlgesonnen sind.



Und was will uns diese Geschichte sagen?

Wenn wir auf andere Menschen freundlich und herzlich zugehen, werden wir auch Freundlichkeit und Herzlichkeit zurückbekommen. Die Welt erscheint uns wohlgesonnen. Gehen wir auf andere missmutig und unfreundlich zu, wird uns die ganze Welt so erscheinen.
 

gisqua

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Zu schnell gefahren - eine Geschichte zum Nachdenken

Jack schaute kurz noch einmal auf seinen Tachometer, bevor er langsamer wurde: 73 in einer 50er Zone. Mist, das war das vierte Mal in gleicher Anzahl von Monaten.
Er fuhr rechts an den Straßenrand und dachte: "Lass den Polizisten doch wieder einmal herummosern über meinen Fahrstil. Mit etwas Glück würde ein noch schnellerer Autofahrer an ihnen vorbeiflitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hätte."
Der Polizist stieg aus seinem Auto, mit einem dicken Notizbuch in der Hand. War das etwa Bob? Bob aus der Kirche?
Jack sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der Strafzettel: Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Er stieg aus dem Auto um Bob zu begrüßen.

"Hi Bob. Komisch, dass wir uns so wieder sehen !"

"Hallo Jack."

"Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen."

"Ja, so ist das."

"Ich bin erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Diane erwähnte etwas von Roastbeef und Kartoffeln heute Abend. Verstehst du, was ich meine?"

"Ich weiß, was du meinst. Und ich weiß auch, dass du soeben ein Gesetz gebrochen hast."

Aua, dachte Jack. Das ging in die falsche Richtung. Zeit, die Taktik zu ändern.

"Bei wieviel hast du mich erwischt?"

"Siebzig. Würdest du dich bitte wieder in dein Auto setzen?"

"Ach Bob, warte bitte einen Moment. Ich habe den Tacho sofort gecheckt, als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf höchstens 65 km/h geschätzt!"

"Bitte Jack, setz dich wieder in dein Auto."

Genervt quetschte Jack sich wieder ins Auto. Ein Knall. Türe zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett.
Bob war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Bob nicht seinen Führerschein und die Papiere sehen?
Dann klopfte Bob an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Jack öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Bob reichte ihm den Zettel und ging dann zu seinem Auto, ohne ein weiteres Wort zu verlieren.
Jack faltete den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten? Doch, Moment: War das ein Witz? Das war gar kein Strafzettel!
Jack las:

Lieber Jack,
ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten; der Typ ist zu schnell gefahren.
Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben.
Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausend Mal habe ich versucht, diesem Mann zu vergeben. Tausend Mal habe ich gedacht ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich.
Und sei bitte vorsichtig, Jack. Mein Sohn Ist alles was ich noch habe.
Bob

Jack drehte sich um und sah Bob wegfahren, bis er nicht mehr zu sehen war. Langsam fuhr auch er nach Hause. Zu Hause angekommen, nahm er seine überraschte Frau und die Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest.
Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt.
+++


Verfasser: Dr. Bob Moorehead
 

gisqua

ist wieder öfter hier
Wieder einmal etwas Nachdenkliches:

Ein Platz am Fenster...

Zwei Männer, beide schwer krank, lagen in einem gemeinsamen Krankenzimmer. Der eine durfte sich jeden Tag in seinem Bett eine Stunde lang aufsetzen, um die Flüssigkeit aus seiner Lunge zu entleeren. Sein Bett stand direkt am Fenster. Der andere Mann musste den ganzen Tag flach auf seinem Rücken liegen.
Die Männer plauderten stundenlang, ohne Ende. Sie sprachen über ihre Frauen, ihre Familien, ihre Berufe, was sie während des Militärdienstes gemacht hatten und wo sie in ihren Ferien waren.

Jeden Nachmittag, wenn der Mann in dem Bett beim Fenster sich aufsetzen durfte, verbrachte er seine Zeit indem er dem Zimmerkameraden alle Dinge beschrieb, die er außerhalb des Fensters sehen konnte. Der Mann in dem anderen Bett begann geradezu, für diese Ein-Stunden-Intervalle zu leben, in denen seine Welt erweitert und belebt wurde durch Vorgänge und Farben der Welt da draußen!

Der Mann am Fenster sprach von dem Park mit einem reizvollen See. Enten und Schwäne spielten auf dem Wasser und Kinder ließen ihre Modellbote segeln. Junge Verliebte spazierten Arm in Arm zwischen den Blumen aller Farben und eine tolle Silhouette der Stadt war in der Ferne zu sehen. Als der Mann am Fenster all diese Dinge in wunderbaren Einzelheiten schilderte, schloss der Mann auf der anderen Seite des Zimmers seine Augen und stellte sich das malerische Bild vor.

An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster eine Parade einer Blaskapelle, die gerade vorbeimarschierte. Obwohl der andere Mann die Kapelle nicht hören konnte, konnte er sie richtiggehend sehen - mit seinem geistigen Auge, da der Mann am Fenster sie mit solch eindrucksvollen Worten beschrieb.

Tage und Wochen vergingen. Eines Morgens, als die Schwester gerade kam, um die beiden Männer zu waschen, fand sie den Mann am Fenster leblos vor - er war friedlich im Schlaf gestorben. Sie war traurig und holte den Spitalsdiener, damit er den Toten wegbringen würde.

Sobald es passend erschien, fragte der andere Mann, ob er jetzt in das Bett am Fenster wechseln könnte. Die Schwester erlaubte das gerne und sobald er bequem schien, ließ sie ihn allein.
Langsam und schmerzvoll stützte er sich mühevoll auf seinen Ellbogen um einen ersten Blick auf die Welt da draußen zu werfen. Er strengte sich an und drehte sich zur Seite um aus dem Fenster neben dem Bett zu sehen.
Gegenüber dem Fenster war eine nackte Wand.
Der Mann rief die Schwester und fragte sie, was seinen Zimmerkameraden dazu bewegt haben könnte, so wunderbare Dinge außerhalb des Fensters zu beschreiben?

Die Schwester antwortete, dass der Mann blind war und nicht einmal die Wand gegenüber sehen konnte. Sie sagte: "Vielleicht wollte er sie aufmuntern."

Nachwort:
Man kann großes Glück fühlen, wenn man andere glücklich macht, sogar wenn es einem selber nicht gut geht. Geteiltes Leid ist halbes Leid, aber geteiltes Glück wird verdoppelt! Wenn du dich gut fühlen willst, dann zähle alle Dinge, die du hast, die du nicht kaufen kannst. Jeder Tag ist ein Geschenk, deswegen nennt man die Gegenwart auch "Präsent". ;)
 
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