Aufbauende Gedanken -Sammlung

Mohima

Bekennender Nacktspießer!
Das Leben....

Wenn ein Tag wie alle ist, so sind sie alle wie einer; und bei
vollkommener Einförmigkeit würde das längste Leben als ganz kurz erlebt
werden und unversehens verflogen sein.

(Thomas Mann)
 

Schpaik

jeder nach seiner Façon
Sie fragte ihn: Magst Du mich?

Er sagte: Nein

Sie fragte: Findest du mich hübsch?

Er sagte: Nein

Sie fragte: Bin ich in deinem Herzen?

Er sagte: Nein

Dann fragte sie: Wenn ich weg wäre, würdest du um mich weinen?

Er sagte: Nein



Sie ging traurig davon.



Er packte sie am Arm und sagte:

Ich mag dich nicht, ich Liebe dich!

Ich finde dich nicht hübsch, ich finde dich wunderschön!

Du bist nicht in meinem Herzen, du bist mein Herz!

Ich würde nicht um dich weinen, ich würde für dich sterben...!
 

gisqua

ist wieder öfter hier
Die drei Siebe

Zu Sokrates kam einmal ein Mann und sagte:
"Du, höre, ich muss dir etwas Wichtiges über deinen Freund sagen!"

"Warte ein wenig - ", unterbrach ihn der Weise, "hast du das, was du mir erzählen willst,
durch die drei Siebe hindurchgehen lassen?"

"Welche drei Siebe?"

"So höre gut zu: Das erste Sieb ist die Wahrheit.
Bist du überzeugt, dass alles, was du mir sagen willst, auch wahr ist?"

"Das nicht, ich habe es nur von anderen gehört."

"Aber dann hast du es wohl durch das zweite Sieb gesiebt, das der Güte?"

Der Mann errötete und antwortete: "Ich muss gestehen, nein."

"Und hast du an das dritte Sieb gedacht und dich gefragt, ob es nützlich sei,
mir das von meinem Freund zu erzählen?"

"Nützlich - eigentlich nicht."

"Siehst du", versetzte der Weise, "wenn das, was du mir erzählen willst,
weder wahr, noch gut, noch nützlich ist, dann behalte es lieber für dich."
 

gisqua

ist wieder öfter hier
Trost

Die Menschen werden vergessen, was du getan und was du gesagt hast,

aber sie werden nie vergessen, wie sie sich in dem Moment gefühlt haben,

als du ihnen begegnet bist.

von Maya Angelou
 

Mohima

Bekennender Nacktspießer!
Liebe

Liebe ist etwas, das sehr langsam wächst und das gut gepflegt werden muss
von beiden Seiten. Aber es lohnt sich.

(Hannelore Schmidt)
 

Schpaik

jeder nach seiner Façon
Statt zu klagen,

dass wir nicht alles haben was wir wollen,

sollten wir dankbar sein,

dass wir nicht alles bekommen,

was wir verdienen.

;)
 

gisqua

ist wieder öfter hier
Gedicht von Gedichten

von Rudolf Presber

Ein Gedicht
das nicht zu begreifen ist,
möchte vielleicht betastet sein -

ein Gedicht
das nicht zu betasten ist,
möchte vielleicht betreten sein -

ein Gedicht
das nicht zu betreten ist,
möchte vielleicht betrachtet sein -

ein Gedicht
das nicht zu betrachten ist,
möchte vielleicht begriffen sein.​
 

gisqua

ist wieder öfter hier
Indianer-Weisheit

Schweigend saß der alte Indianer mit seinem Enkel am Lagerfeuer.
Die Bäume standen wie dunkle Schatten, das Feuer knackte,
und die Flammen züngelten in den Himmel.

Nach einer langen Weile sagte der Alte:
"Manchmal fühle ich mich, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen.
Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam.
Der andere aber ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden wird den Kampf um Dein Herz gewinnen?" fragte der Junge.

Nachdenklich aber bestimmt antwortete der Alte:
"Der, den ich füttere!"
 

Schpaik

jeder nach seiner Façon
Größe allein ist nicht entscheidend.

Eine Biene sammelt an einem Tag mehr Honig

als ein Elefant

in seinem ganzen

Leben.​
 

oxfort

Geht bald.
Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier
Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen.

Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.
Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte, und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig: »Ja.«

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten. »Nun«, sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, »ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen.

Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden.

Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto.
Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten.« »Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben«, fuhr der Professor fort, »hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen.

Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.

Einer der Studenten hob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren solle. Der Professor schmunzelte: »Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dazu da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen.«
 

gisqua

ist wieder öfter hier
Alles hat seinen Sinn

Alles hat seinen Sinn


Es war einmal eine alte Frau, die hatte zwei Schüsseln, mit denen sie regelmäßig
zum Brunnen ging, um Wasser zu holen. Diese Schüsseln hingen von den Enden
einer Stange herab, die sie über ihren Schultern trug.
Eine der Schüsseln hatte bereits einen Sprung, weil sie schon etwas älter war.
Die andere hingegen war neu und makellos.

Am Ende jeder Wanderung vom Brunnen zum Haus war die neuere Schüssel voll
mit Wasser, während in der mit dem Sprung stets nur noch die halbe Portion
Wasser vorhanden war.

Lange Zeit geschah dies täglich: Die Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln
Wasser mit nach Hause.

Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme
Schüssel mit dem Sprung war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten
konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel
zu der Frau : "Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg
zu deinem Haus immer Wasser läuft."

Die Frau lächelte: "Ist dir eigentlich aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges
Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?
Ich habe auf deiner Seite des Pfades Samen ausgestreut, weil ich mir deines
Fehlers bewusst war. Daraus sind nun Blumen gewachsen, weil du sie jeden Tag gießt,
wenn wir nach Hause laufen. Seit einem Jahr kann ich deshalb wunderschöne Blumen
pflücken und mein Heim damit schmücken.

Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren
und mich glücklicher machen."
 

noctule

Zombie
Das ist ein schöner Thread!
Ich hab neulich meine Festplatte aufgeräumt und die Übersetzung des Folgenden Textes gefunden und jetzt auch das Original rausgesucht.
Die Übersetzung hab ich unten angefügt. Von wem sie ist, weiß ich leider nicht mehr.


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Desiderata

Go placidly amid the noise and haste,
and remember what peace there may be in silence.
As far as possible without surrender
be on good terms with all persons.
Speak your truth quietly and clearly;
and listen to others,
even the dull and the ignorant;
they too have their story.

Avoid loud and aggressive persons,
they are vexations to the spirit.
If you compare yourself with others,
you may become vain and bitter;
for always there will be greater and lesser persons than yourself.
Enjoy your achievements as well as your plans.

Keep interested in your own career, however humble;
it is a real possession in the changing fortunes of time.
Exercise caution in your business affairs;
for the world is full of trickery.
But let this not blind you to what virtue there is;
many persons strive for high ideals;
and everywhere life is full of heroism.

Be yourself.
Especially, do not feign affection.
Neither be cynical about love;
for in the face of all aridity and disenchantment
it is as perennial as the grass.

Take kindly the counsel of the years,
gracefully surrendering the things of youth.
Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune.
But do not distress yourself with dark imaginings.
Many fears are born of fatigue and loneliness.
Beyond a wholesome discipline,
be gentle with yourself.

You are a child of the universe,
no less than the trees and the stars;
you have a right to be here.
And whether or not it is clear to you,
no doubt the universe is unfolding as it should.

Therefore be at peace with God,
whatever you conceive Him to be,
and whatever your labors and aspirations,
in the noisy confusion of life keep peace with your soul.

With all its shame, drudgery, and broken dreams,
it is still a beautiful world.
Be cheerful.
Strive to be happy.

Max Ehrmann

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Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu den Menschen.
Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden - auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.
Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen, denn immer wird es jemand geben, größer als Du.
Freue Dich Deiner Pläne.

Bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer. Sie ist ein Besitz im Wechsel der Zeiten.
In Deinen geschäftlichen Beziehungen laß Vorsicht walten, denn die Welt ist voller Betrug. Aber das soll Dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale, und überall ist das Leben voller Heldentum.

Sei Du selbst und heuchle keine Zuneigung, noch sei zynisch in der Liebe, denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluß der Jahre und gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf.
Stärke die Kraft des Geistes, damit sie Dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selber.

Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und Sterne. Du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es Dir nun bewußt ist oder nicht: Zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.

Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung Du auch immer von ihm hast.
Was immer Dein Mühen und Sehnen ist, in der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte Dir den Frieden mit Deiner Seele.

Bei aller Heuchelei, Plackerei und zerstörten Träumen bleibt sie immer noch eine schöne Welt. Sei heiter und gelassen; strebe danach, glücklich zu sein.

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Schpaik

jeder nach seiner Façon
Aus: Realitätsflucht - für und wieder

Es zeugt nicht gerade von Wirklichkeitsnähe, mit 40.000 anderen Fanatikern 22 Mann zuzusehen, die eine runde Lederkugel mit Füßen treten, um nachher zu sagen:

Wir haben gewonnen!

Hadmar von Wieser August 2004
 

Desperado

Evolutionär
"Denn jene, die die Evolutionsbiologie ernst nehmen, empfinden es nicht als Kränkung, sondern als Bereicherung, sich als Tier zu begreifen - als Säugetier im Allgemeinen und als Menschenaffe im Besonderen."

Volker Sommer - Professor für evolutionäre Anthropologie
University College London
 
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