ASUS VivoBook S 14 OLED im Test: Hingucker mit tollem Bildschirm, feiner Tastatur und wenig Schwächen

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ASUS VivoBook S 14 OLED im Test: Hingucker mit tollem Bildschirm, feiner Tastatur und wenig Schwächen

ASUS VivoBook S14 OLED im Test


Mit dem ASUS VivoBook S 14 OLED hatte ich in den vergangenen Wochen wieder mal einen wirklich gut aussehenden Gast auf meinem Schreibtisch. Man schaut das Laptop aber nicht nur gerne an, man schaut auch gerne rein, weil es ein wirklich hervorragendes Display hat. Was mir sonst noch gefallen hat und was nicht, könnt Ihr nachfolgend lesen.

ASUS VivoBook S14 OLED - Frontalansicht

Beginnen wir wie üblich mit dem Steckbrief:

Technische Daten des ASUS VivoBook S 14 OLED (S5406M)​

Display14 Zoll OLED-Display
2.880 × 1.800 Pixel, 120 Hz
Seitenverhältnis 16:10
kein Touch
max. Helligkeit 600cd/m²
100% DCI-P3 Farbabdeckung
CPUIntel Core Ultra 7 155H
NPUIntel AI Boost (34 TOPS)
GrafikIntel Arc Grafik
RAM16 GB DDR5 (fest)
Speicher1 TB M.2 PCIe 4.0
Anschlüsse2xUSB-C mit Thunderbolt 4
2xUSB-A 3.2
HDMI 2.1
3,5 mm Klinke
microSD Cardreader
AudioStereo-Lautsprecher
Dual-Mikrofon mit Geräuschunterdrückung
DrahtlosWi-Fi 6E
Bluetooth 5.3
WebcamFHD Webcam mit mechanischem Shutter
SicherheitTPM 2.0
Windows Hello per Gesichtserkennung
Akku75 Wh, 90 W Netzteil mit USB-C
BetriebssystemWindows 11 Home
Maße310,5 x 221,9 x 15,9 mm (BxTxH)
Gewicht1.300 Gramm
Preis (UVP)ca. 1.400 € (in dieser Konfiguration)

Design, Verarbeitung, Anschlüsse​


Das ASUS VivoBook S 14 OLED kommt in der Farbe “Nebelblau”. Tatsächlich ist es eher ein Nebelgrau mit einem angedeuteten Blaustich, das genügt aber bereits, um das Aluminium-Gehäuse edel aussehen zu lassen und sich vom “Einheits-Silbergrau” abzuheben. Leider ist es mir nicht gelungen, das auf den Bildern gut einzufangen.

Eine Design-Besonderheit ist der “Ausschnitt” im Deckel, den man von vorn betrachtet allerdings nicht sieht. Das ist nicht nur ein Eyecatcher oder eine Spielerei, sondern hat einen praktischen Hintergrund: Das Gerät bläst die Abluft nach hinten, ohne den Ausschnitt würden die Öffnungen verdeckt (zu den Lüftern kommen wir im Abschnitt “Leistung” noch).

ASUS VivoBook S14 OLED - Rueckseite

Den Einhand-Öffnungstest meistert das VivoBook S14 ohne den geringsten Hang zum Abheben, der Bildschirm lässt sich bis 180 Grad umklappen, also flach auf den Tisch legen.



Über zehn Schrauben an der Unterseite kann das Gerät geöffnet werden, ich vermag allerdings nicht zu sagen, welche Komponenten man auf eigene Faust austauschen kann.

Die Verarbeitung ist, wie man das von einem Gerät dieser Preisklasse erwarten darf, tadellos. Die vordere Kante des Unterteils – also jene, mit der man während der Arbeit am häufigsten in Berührung kommt – dürfte für meinen Geschmack weniger kantig und etwas “runder” sein, das fühlte sich bei längerer Benutzung mitunter fast unangenehm an.

Anschlüsse gibt es mit 2 x USB-C (links), 2 x USB-A (rechts), HDMI, Klinke und microSD Slot (alle links) reichlich.

ASUS VivoBook S14 OLED - rechte Seite mit Anschlüssen ASUS VivoBook S14 OLED - linke Seite mit Anschlüssen

Display​


Der Bildschirm mit der Marketing-Bezeichnung “ASUS Lumina OLED” ist eine Wucht, um das salopp zu formulieren. Die Darstellung sowohl von Bildern als auch Texten ist einwandfrei und die 120 Hz sorgen dafür, dass auch lange Dokumente und Webseiten flüssig über den Bildschirm gleiten.

ASUS wirbt mit einer 100% DCI-P3 Farbabdeckung sowie einer Farbabweichung von Delta E <1.

Die hervorragende Bildqualität wird teilweise mit dem besonders hochglänzenden und daher stark spiegelnden Bildschirm erkauft. Beim Arbeiten fällt das glücklicherweise nicht besonders auf, bei Videos oder anderen Inhalten mit dunklem Hintergrund kann das aber durchaus störend wirken.

Um ein Einbrennen des OLED-Bildschirms zu verhindern, ist Pixel Shift dauerhaft aktiviert, zudem wird nach 30 Minuten Inaktivität ein spezieller Bildschirmschoner aktiviert, der für eine Aktualisierung der Pixel sorgt. Letzteres kann in der MyASUS App an- und ausgeschaltet werden. Inwieweit das zur Langlebigkeit des Bildschirms beiträgt, kann nach ein paar Wochen Testbetrieb freilich nicht beantwortet werden.

Eine Bedienung per Touch ist nicht möglich. Bei einem Laptop für mich zwar kein K.O.-Kriterium, dennoch verzichte ich darauf wirklich nur ungern.

Tastatur und Touchpad​


Auf der Tastatur des ASUS VivoBook S14 tippt es sich traumhaft. Die Tasten haben einen straffen und dennoch sehr komfortablen Druckpunkt, eine prima Haptik sowie einen für Laptops großzügigen Tastenhub. Zudem ist das Arbeitsgeräusch der Tastatur angenehm leise. Das gehört in dieser Form sicherlich zur absoluten Oberklasse.

ASUS VivoBook S14 OLED - Tastatur und Touchpad

Das Touchpad ist mit 13 mal 8,5 Zentimetern großzügig dimensioniert und arbeitet präzise. Der “Klickwiderstand” ist vergleichsweise hoch und erfordert etwas Eingewöhnung. Das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich seit mehr als einem halben Jahr nur noch das haptische Touchpad meines Surface Laptop Studio 2 gewohnt bin.

Eine Tastenbeleuchtung ist vorhanden, sie lässt sich in drei Helligkeitsstufen einstellen und unterstützt sogar RGB-Effekte, die entweder über eine mitgelieferte App oder über die Windows 11 Einstellungen gesteuert werden können. Leider ist die Beleuchtung der einzelnen Tasten sehr ungleichmäßig, was die Lesbarkeit beeinträchtigt und sie nur in der maximalen Helligkeitsstufe nutzbar macht.

Leistung​


Wer regelmäßig meine Laptop-Reviews liest, der weiß, dass ich die Leistung meiner Testgeräte nach dem subjektiven Empfinden beurteile und in aller Regel keine Benchmarks mache. In diesem Fall gibt es eine Ausnahme, weil ich den Intel Core Ultra 7 155H mit dem Snapdragon X Elite im Surface Pro 11 vergleichen wollte, das ich zeitgleich auf dem Tisch hatte.

In Cinebench erzielte das VivoBook S 14 100 Punkte im Single Core und 725 Punkte im Multi Core Test. Dabei wurden jeweils die Standardeinstellungen unverändert übernommen.

ASUS hat das VivoBook S 14 mit einem leistungsstarken Doppellüfter ausgestattet, um die wärmebedingte Drosselung der CPU zu minimieren. Die wichtigste Nachricht hierzu: Im Normalbetrieb merkt man davon nichts, im Office-Alltag bleibt das Gerät vollkommen lautlos.

Aktiviert man in der MyASUS App die volle Leistung, dreht der Lüfter beim Cinebench-Benchmark auf und ein lautes Zischen ist aus den hinteren Schlitzen zu hören. Die Leistung steigt auf 105 bzw. 923 Punkte.

In Geekbench, wiederum mit Standardeinstellungen, wurden 2373 (Single Core) bzw. 11.362 Punkte (Multi Core) erzielt.

Weil ich das Surface Pro 11 ebenfalls erwähnt habe, werdet Ihr sicher wissen wollen, wer den Vergleich gewonnen hat. Kurze Antwort: Niemand. Lange Antwort hier: Surface Pro 11: Schwuppdizität in Theorie und Praxis

ASUS VivoBook S14 OLED von oben

Akkulaufzeit​


Im typischen Büro-Alltag, der bei mir aus Microsoft Office, Teams und Edge im Dauerbetrieb sowie gelegentlicher Bildbearbeitung und ein wenig Medienkonsum in den Arbeitspausen besteht, erreichte das VivoBook 14 S OLED bei mittlerer Helligkeit eine Laufzeit zwischen sechseinhalb und acht Stunden. Für ein Gerät mit OLED-Bildschirm ist das ein ordentlicher Wert.

Geladen wird der 75Wh große Akku via USB-C über das mitgelieferte 90W-Netzteil.

Webcam​


Die Webcam bietet eine Auflösung von 1080p und liefert eine gute bis sehr gute Bildqualität. Windows Studio Effects werden teilweise unterstützt, es gibt Hintergrundunschärfe, automatische Zentrierung und virtuellen Blickkontakt. Die neueren Funktionen wie Portraitlicht und kreative Filter sind den Geräten mit einer leistungsfähigeren NPU vorbehalten, die es Stand Juli 2024 nur in den PCs mit Snapdragon X Prozessor gibt.

Webcam des ASUS VivoBook S 14

Die Anmeldung per Gesichtserkennung mit Windows Hello ist möglich. Zudem gibt es einen mechanischen Shutter zum Schutz der Privatsphäre.

Fazit​


Das ASUS VivoBook 14 S überzeugt mit einem hervorragenden Display und einer Tastatur, auf der man gerne längere Texte schreibt. Echte Schwachpunkte habe ich an dem Gerät nicht gefunden, die fehlende Toucheingabe würde mich persönlich vom Kauf abhalten, aber das ist eine subjektive Sache.

Grundsätzlich muss man allerdings bedenken, dass in den kommenden Monaten viele Programme auf lokale KI-Funktionen setzen werden und die NPU in diesem Gerät zu den schwächeren gehört. Die neuen Laptops mit Snapdragon X bieten da deutlich mehr Leistung und auch Intel und AMD stehen mit neuen Chips in den Startlöchern.

Ich gehe davon aus, dass ASUS bald ein Refresh dieses Modells auf den Markt bringen wird, für das alle anderen Erkenntnisse in diesem Artikel weiterhin gelten.



Disclaimer: Das hier besprochene Gerät wurde uns von ASUS leihweise überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

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