Die amerikanische Musik- und Filmindustrie sperrt sich nicht gegen die Beteiligung von Kazaa-Betreiber Sharman Networks an Internet-Bezahldiensten. Eine entsprechende Klage gegen ein vermeintliches Kartell der Industrie-Verbände wies ein Gericht in Los Angeles Ende vergangener Woche ab.

Sharman Networks könne als Anbieter von Filesharing-Software nicht durch eine ablehnende Haltung der Industrie zu Schaden kommen, entschied Stephen Wilson. Der Kazaa-Betreiber hatte zuvor behauptet, von der Industrie aus Gesprächen über Modelle für den Online-Vertrieb von Musik ausgeschlossen worden zu sein. Diese Haltung hatten Sharman Networks und Altnet als Blockade gewertet.

Keine Entscheidung fällte Richter Wilson in der Frage, ob es auf dem Online-Musikmarkt mit einem Kartell vergleichbare Absprachen zwischen den Anbietern gibt. Seit Oktober 2001 ermittelt sowohl das US-Justizministerium als auch die Kartell-Behörden der EU gegen die Internet-Plattformen MusicNet und Pressplay.

Info: www.sharmannetworks.com


Gruß Wiggel