Großbritanniens Regierung beteiligt sich am Government Security Program (GSP) von Microsoft und bekommt damit künftig Einblick in den Quellcode von Windows XP, Windows 2000, Windows CE und Server 2003 sowie entsprechende vertrauliche Microsoft-Dokumentationen. Nicht nur der Code ließe sich Zeile für Zeile nachvollziehen, teilt Microsoft mit, die teilnehmenden Staaten seien auch in der Lage, Angriffe zu simulieren und Schwachstellen ausfindig zu machen. Sie seien eingeladen, um bei der Weiterentwicklung der Software mit Sicherheitsexperten des Unternehmens zu kooperieren, um zum Beispiel eine bessere Verschlüsselung zu erreichen.

Microsoft hatte das Programm vor zwei Wochen aufgelegt, um Sicherheitsbedenken zu besänftigen und das Vertrauen der Regierungen in die Produkte des Redmonder Riesen zu stärken. Bisherige Unterzeichner sind die Russische Förderation und die NATO. Das GSP ist Bestandteil der 2001 von Microsoft gestarteten Shared Source Initiative und der seit dem vergangenen Jahr propagierten Initiative Trustworthy Computing, die das Thema Sicherheit in den Mittelpunkt der Redmonder Bemühungen stellt. (anw/c't)


Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/anw-03.02.03-001/