Jugendliche Autofahrer in den USA bekommen jetzt ständige Begleiter: Anhand einer im Fahrzeug montierten "Black Box" können besorgte Eltern das Fahrverhalten ihrer Kinder genau überwachen.

Das von Road Safety International hergestellte Gerät zeichnet sämtliche Daten auf - etwa wie schnell der Jugendliche fährt, wie scharf er durch Kurven braust, ob er angeschnallt ist und ob er beim Abbiegen den Blinker setzt.

"Es ist als säße jede Sekunde ein Elternteil neben ihnen. Die Kids mögen das nicht", weiß Larry Selditz, Präsident von Road Safety. "Aber ihre Eltern lieben es."

Ihnen verspricht Selditz auch, dass sie das "SafeForce" genannte Gerät binnen Minuten im Fahrzeug einbauen können. Ab dann zeichnet das Gerät Fahrdaten auf. Eltern können diese dann auf ihren PC laden und zuhause auswerten.

Anti-Limp-Bizkit-Funktion

Aber nicht erst die Eltern schimpfen mit ihren Kindern über schlechte Fahrweise: Bei Fehlverhalten wie Geschwindigkeitsüberschreitungen oder nicht angelegten Sicherheitsgurten gibt die Box einen unangenehmen Ton von sich.

Reaktionen der Jugendlichen sind dabei einkalkuliert: Wird das Radio als Gegenmaßnahme lauter aufgedreht, wird im gleichen Maße auch der Warnton lauter. "Wir haben eine Anti-Limp-Bizkit-Funktion eingebaut", erklärt Selditz, dass laute Rock-Gruppen nicht helfen.

Das System befindet sich derzeit noch in der ersten Ausbaustufe: In Zukunft soll das Gerät an GPS-Empfänger (Global Positioning System) angeschlossen werden können. Eltern können dann über Satellit die Wege ihrer Sprösslinge live am Computer verfolgen. Aus dem Nebeneffekt macht Larry Selditz kein Geheimnis: "Wenn sie nicht wollen, dass ihre Kinder irgendwohin fahren und sie machen es trotzdem, werden sie davon wissen."

Road Safety International