Alter Gegner, neue Pläne: Ralf Schumacher wird sich sehr wahrscheinlich auch in der kommenden Saison sportlich mit dem starken Juan Pablo Montoya auseinander setzen müssen. Teamchef Frank Williams möchte den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Kolumbianer offenbar verlängern, auch wenn das Team offiziell noch keine Entscheidung bekannt gegeben hat.

"Aber wir haben großes Vertrauen in Juan. Es ist unwahrscheinlich, dass wir etwas ändern", sagte Williams vor dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring. Ralf Schumachers Vertrag mit Williams-BMW läuft bis 2004. Montoya gilt als der stärkste Teamkollege und damit als bisher härtester interner Rivale des Kerpeners.

Zu Änderungen kann es bei dem Team, das sich derzeit als Nummer zwei hinter Ferrari etabliert hat, aber womöglich langfristig und auf höherer Ebene kommen. Branchen-Spekulationen zufolge gibt es bei BMW Überlegungen, in der weiteren Zukunft entweder ein Auto in Eigenregie zu bauen oder finanziell verstärkt bei Williams einzusteigen. Frank Williams, der als "dienstältester" Teamchef demnächst das 25-jährige Bestehen seiner Firma in der Formel 1 feiert, könnte sich mit einer Beteiligung der Bayern wohl durchaus anfreunden. "Wenn BMW oder ein anderer großer Autohersteller einen größeren Anteil an Williams kaufen wollte, wäre prinzipiell der größte Nutzen daraus, dass es die langfristige Zukunft einer Firma garantiert", erklärte der Brite. BMW bestätigt interne Grundsatzgespräche zum Jahresende. "Der Vorstand will alle Optionen sehen", sagte BMW-Technikdirektor Mario Theissen.