Mein aktuelles Handy (ein Nokia C6) hat mittlerweile viele Jahre auf dem Buckel und so langsam
werden die Ermüdungserscheinungen doch recht deutlich, z. B. hält der Akku nur noch 3 Tage.
Da ich Anfang des Jahres den Arbeitgeber gewechselt habe, mein Firmen iPhone 6 abgegeben habe
und vom neuen Arbeitgeber kein Firmenhandy mehr bekomme (wir haben echte Telefone, mit Kabel dran ),
war ich kürzlich auf der Suche nach einem neuen Smartphone.

Meine Anforderungen waren recht klar:
* möglichst lange Akkulaufzeit (auch wenn ich von 3 Tagen künftig nur noch träumen darf)
* eine gute Kamera, die auch bei schlechtem Licht noch ansatzweise brauchbare Bilder macht
* ich brauche eventuell einen WLAN-Hotspot für mein Notebook, falls ich bei einem Kunden im Hotel
übernachten muss
* es sollte Systemupdates geben
* Telefonieren sollte man auch damit können

Mein erster Blick ging wieder in Richtung Apple, da ich mit der Bedienung vom iPhone 6 ganz gut
zurecht kam und die Kamera ziemlich gut war. Da die Akkuleistung mit jedem iOS Update deutlich
einbrach und das künftig eher schlimmer werden dürfte, sollte es aktuelleres Modell sein.
Uff, teuer. Aber ok, 750 Euro für ein iPhone 11 hätte ich mir noch leisten können - aber:
Sämtliche Berichte schreiben der Kamera nur noch Qualität im unteren Bereich zu, ganz schlecht wäre
es bei schlechtem Licht (da, wo das iPhone 6 richtig gut war).

Also durfte mein Geldbeutel aufatmen, er musste keine Diät machen. Oder zumindest keine so große,
dass er hinterher bei GNTM hätte mitmachen können.

Nächster Blick: Fairphone, Firefox OS, Sailfish OS und co.
Leider ebenfalls negativ: Entweder waren die Systeme bereits nicht mehr erhältlich, oder die
verbaute Kamera war unterste Schublade.

Also blieb doch nur: Android.
Einmal im Hinterkopf kramen: Updateproblematik, Sicherheitseinstellungen und co.

In irgendeinen sauren Apfel muss man ja beissen. Also habe ich mich erstmal schlau gemacht, welche
Geräte überhaupt in Frage kommen. Dabei war ich schnell ernüchtert: Unter 6 Zoll Displaygröße bekommt
man nichts mehr mit einer brauchbaren Kamera ...

Gelandet bin ich dann bei 3 in etwa vergleichbaren Modellen:
* OnePlus 7
* Honor 20
* Asus ZenFone 6

Entschieden habe ich mich dann für das ZenFone - im Mix zwischen Gesprächsqualität, Akkulaufzeit
und guter Kamera erschien es mir am Besten zu meinen Anforderungen zu passen.
Hier die technischen Details:
* 6,4 Zoll
* Dual-SIM (Nano)
* 48 MP Kamera / 13 MP Ultrawide
* Qualcomm Snapdragon 855 Mobile CPU (2,8 GHz)
* 6 GB RAM
* 128 GB interner Speicher
* MircoSD (blockiert keinen SIM-Slot)
* 5000 mAh Akku
* Bluetooth
* WLAN
* IPS-Display
* NFC

Ich gehöre mittlerweile "zum alten Schlag" (aber noch nicht "zum alten Eisen" ) - ich mag
kein Handy auf dem Tisch oder in der Hosentasche, sondern lieber am Gürtel. Das ist heute gar
nicht mehr so einfach, ich fand lediglich eine entsprechende Tasche. Die wurde dann auch gleich
mitbestellt.

Am Samstag kam alles an und ich begann mit dem Auspacken (ich wollte nicht warten, bis die neue
SIM-Karte ankommt, neue Technikspielereien werden immer gleich ausprobiert).
Als erstes kam ein kleines Kästchen aus dem Handykasten. Darin enthalten: Ein Asus-PIN (zum Öffnen
des SIM-Kartenslots), ein Plastikschale für das Handy (zum Glück stand das in der Beschreibung,
sonst hätte ich noch einen zusätzlichen gekauft) und das Handbuch.
Unter dem Kästchen befand sich das Handy. Schick, die 6,4 Zoll wirken gar nicht so riesig wie
befürchtet. Trotzdem immer noch groß, aber zumindest kein halbes Tablet.
Darunter - versteckt hinter einer Pappklappe - fand ich noch das Ladegerät, das Ladekabel und
ein kleines Headset (inEar).

Daneben lag noch die neue Gürteltasche. Oha, riesig. Sieht irgendwie viel größer aus als das Handy
an sich. Also gleich mal mit dem Plastikschale ausprobiert - sehr schmal, sollte aber noch passen.
Nur wenig größer als die Schale.
Aber irgendwie kam mir die Schale doch nicht sooo groß vor. Ein Test mit der Gürteltasche des
abgegebenen iPhone 6 zeigte: Passt auch. Sogar besser als die neue Tasche! Na gut, wird erstmal
die verwendet, an die Größe bin ich auch gewohnt, da bleibe ich nicht beim Aufstehen am Stuhl hängen.

Na gut, jetzt noch eine MicroSD (eine 16 GB Transcend Premium lag hier noch rum) einlegen, das
Handy Aufladen und die Ersteinrichtung des Systems machen (soweit das ohne SIM-Karte möglich ist).
Zum Glück hebe ich mir sämtliche Registrierdaten gut auf - daher hatte ich auch noch das Kennwort
zu meinem Google-Account, den ich seit meinem Tablettest nicht mehr benutzt habe.
Einschalten, WLAN konfigurieren (grmpf - alle wichtigen Daten inkl. beider IMEI lagen schriftlich
bei, aber die MAC-Adresse natürlich nicht, also musste ich mich auch noch kurz mit meinem Router
beschäftigen, damit das Handy auch zum Internet durch die Firewall durfte) und ein paar
Basiseinstellungen tätigen.
Soweit so gut, dann ging es schon los: "Update steht bereit"
Öhm, huch? Hey, hier werden tatsächlich Updates zeitnah angeboten (das 1. Update war gleich von
Android 9 auf 10). So mag ich das.
Danach also gleich nochmal an die Einstell... "Update steht bereit". Äh huch, was denn nun wieder?
Oh, Asus schiebt auch noch etwas nach. Ok, dann los, habe es ja nicht eilig.
Gut, dann nochmal an die Einstell... - das Spielchen ging noch ein paarmal so weiter.
Irgendwann habe ich es dann aber geschafft die Grundeinstellungen durchzugehen.

Mein Fazit soweit ohne Telefonfunktion zu Android:
Intuitiv bedienbar ist zwar immer noch etwas anderes, aber die Grundbedienung unterscheidet sich
nicht sehr im Vergleich zu Android 4. Das gefällt mir, da ich mich zumindest doch noch ein wenig
erinnern konnte, wie man wohin wischen muss um die gewünschte Aktion auszulösen.

Einen Test mit der Kamera habe ich auch gemacht und den eingebauten Lautsprecher kurz piepsen lassen.
Der Lautsprecher war ok, kam mit dem vom iPhone 6 mit. Die Kamera dagegen ... ist klasse. Selbst im
dunklen Arbeitszimmer gab es ein tolles Bild. Auf dem kleinen Display gut vergleichbar mit dem
iPhone, also drastisch besser als mit dem aktuellen C6. Bin mal gespannt, wie die Bilder auf dem
PC-Monitor wirken.

Was habe ich als letztes gemacht? Das Handy ausgeschaltet, das Gehäuse von meinen Fingertatschen
gereinigt und alles wieder weggepackt (erst wenn die neue SIM-Karte da ist, darf das Handy wieder
aus dem Kästchen raus, dann kann ich auch die Schale montieren).

Über zusätzliche Apps und das Testen der Telefonfunktionen berichte ich euch dann in Teil 2 - sobald
die neue SIM-Karte angekommen ist und die Rufnummer darauf portiert wurde - kann also noch etwas dauern.