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Thema: Zufälle gibt's

  1. #1
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    Zufälle gibt's

    Heute auf Konstablerwache, Frankfurt am Main:

    Zuerst flimmerte die Pleite-Meldung von Thomas Cook über die Leinwand, um dann von einer Werbung für Condor (deutsche Cook-Tochter) abgelöst zu werden.

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  3. #2
    evol. Naturalist Avatar von Desperado
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    AW: Zufälle gibt's

    Condor wird, wenn die Meldung stimmt, die ich heute gelesen habe, mittels Steuergeldern gerettet. Ja, dann ist doch Werbung für Condor äußerst wichtig, damit der deutsche Steuerzahler versteht, was für eine Prachtfirma mit seinem Geld unbedingt gerettet werden muß.

  4. #3
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Zufälle gibt's

    Zitat Zitat von Desperado Beitrag anzeigen
    Condor wird, wenn die Meldung stimmt, die ich heute gelesen habe, mittels Steuergeldern gerettet. Ja, dann ist doch Werbung für Condor äußerst wichtig, damit der deutsche Steuerzahler versteht, was für eine Prachtfirma mit seinem Geld unbedingt gerettet werden muß.
    England rettet Thomas Cook nicht mit Steuergeldern, und das ist imho auch richtig so.
    Ich bin daher der Meinung, dass der deutsche Staat von Condor die Finger lassen sollte. Zumindest sollte die Rettung (anders als die Bankenrettung) mit entsprechenden verbindlichen Auflagen versehen sein (absolut keine Prämienzahlungen an das Management, usw.).

  5. #4
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    AW: Zufälle gibt's

    Wiesbaden hat schon ja gesagt.
    Die Hilfen werden kommen.
    Der Flugverkehrsbereich ist für das RheinMain-Gebiet zentral.
    Und was für das RheinMain-Gebiet zentral ist, ist auch für Hessen und damit Wiesbaden zentral.

  6. #5
    Schlichtgesicht Avatar von Carhith
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    Der Postillon hat es mal wieder auf den Punkt gebracht!

  7. #6
    evol. Naturalist Avatar von Desperado
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    Der Umweltschutznobelpreis gebührt demnach in diesem Jahr zweifellos Thomas Cook. Greta wird den Preis überreichen

  8. #7
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    Zitat Zitat von Keuchhusten Beitrag anzeigen
    Wiesbaden hat schon ja gesagt.
    Und das vermutlich bedingungslos. Hat man ja schon bei der Bankenrettung gesehen, dass bedingungslose Zusagen das Management ganz besonders erfreuen, ist ja quasi geschenktes Geld.

  9. #8
    evol. Naturalist Avatar von Desperado
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    Thomas Cook erhält doch nicht den Umweltschutz-Nobelpreis, sondern Greta selbst. Er nennt sich übrigens Alternativer Nobelpreis. Ein weiterer großer Schritt auf Gretas Karriereleiter.

  10. #9
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    AW: Zufälle gibt's

    Desperado: Du magst Gretas Ziele vielleicht nicht. Das ist ok. Du magst den Hype um sie nicht. Kann ich sogar gut nachvollziehen. Sie selbst sollte man allerdings nicht verurteilen. 1) Sie ist 16. 2) Sie ist Asperger. Sprich: Sie kann sich nicht verstellen. Und sie neigt zu Spezialinteressen, denen sie alles unterordnet. In ihrem Fall eben der Klimawandel. Entsprechend fanatisch, aus unserer Sicht, geht sie vor.

    Zumal sie nicht Unrecht, aus meiner Sicht, hat. Es ist nicht fünf vor zwölf. Das war es vielleicht irgendwann mal in den 90ern. Es ist nach zwölf und wir sollten irgendwie den Arsch hochkriegen. Und da es auf den bisherigen Wegen nicht funktioniert hat, müssen eben andere Wege gegangen werden. Auch wenn ich nicht glaube, dass Gretas Weg hilft. Es erscheint mir eher wie eine Religion. Auf der Demo/im Gottesdienst versprechen wir gute Menschen zu sein. Und dann kommt der Alltag. Die Grünen fliegen weiterhin in den Urlaub, die Schulschwänzer wollen das nächste Smartphone und auch ich werde mir hin und wieder ein Rindersteak gönnen.

  11. #10
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Zufälle gibt's

    Auch die Art, wie Greta das Ganze vertritt, muss bei kritikfähigen Menschen durchaus Zweifle hervor rufen.

    Dieses
    Wie konntet Ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit Euren leeren Worten?
    aus dem Munde eines sehr privilegierten Mädchens der Ersten Welt muss den in unserem Wohlstandsmüll lebenden Kindern der Dritten Welt doch wie blanker Hohn vorkommen (wenn sie überhaupt etwas von Greta Thunberg wüssten).

    Den Umweltschutz-Nobelpreis an sie zu verleihen kommt mir vor wie damals die Verleihung des Friedens-Nobelpreises an Präsident Obama.
    Außer vielen Worten und einer gewissen öffentlichen Aufmerksamkeit noch gar nichts Reales erreicht, aber halt schon mal einen Preis bekommen.

    Davon mal abgesehen bin ich sehr skeptisch, ob die Menschheit den Klimawandel noch irgend wie in großem Maßstab positiv beeinflussen kann (und überhaupt will).
    Es herrscht ein dermaßen blinder Fortschrittsglaube, das die Technologie alles auch ohne größere "Komforteinbußen" irgendwie wieder richten kann, dass man sich weitgehend auf kosmetische Maßnahmen beschränken wird. Die CO2-Steuer ist z.B. so eine Maßnahme.

    Und selbst wenn man sich (zumindest in der EU) auf irgendwelche handfesten Maßnahmen einigen könnte, wird die Zeitschiene für die Umsetzung dann wieder mal ~20 Jahre betragen (und einige EU-Staaten werden nicht mitmachen oder die Ziele zumindest indirekt boykottieren).

    Die afrikanische Bevölkerung wird sich bis zum Jahr 2050 erneut verdoppelt haben, ob wir da hier in Deutschland ein paar Tonnen weniger Treibhausgase in die Atmosphäre blasen ist da vollkommen irrelevant.
    Alles was wir an CO2-Ausstoß einsparen wird durch den globalen Bevölkerungszuwachs doch schon ausgeatmet.

    Machen wir uns nichts vor: wir werden das Ruder nicht mehr herum reisen, der Zug ist längst abgefahren.

  12. #11
    assimiliert Avatar von Duftie
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    AW: Zufälle gibt's

    Sorry Grainger,

    wenn ich Deinen Beitrag lese, bekomme ich Brechdurchfall ...

    Eine Jugendliche, die vermutlich noch ein paar Jahre zu leben hat und die Ergebnisse unseres Handels live erleben wird, hat auch das Recht sich deutlich zu äußern. Und natürlich hat sie etwas erreicht, nämlich das Menschen, die sich bisher keinerlei Gedanken über Umweltschutz gemacht haben, anfangen nachzudenken. Nicht jeder hat beim Denken Glück, aber ein paar Treffer wird es da sicherlich geben.

    Natürlich können wir uns auch alle zurücklehnen und uns Deiner Meinung anschließen: Die Karre steckt im Dreck, lasst sie da stecken, den kurzen Weg zum Ziel schaffen wir zu Fuß. Und wer noch weiter laufen muss, hat eben Pech gehabt.

    Es geht nicht mehr darum, die fortgeschrittene Umweltverschmutzung und den Klimawandel rückgängig zu machen. Das funktioniert nicht (zumindest zur Zeit nicht, wer weiß, was die Zukunft bringt), aber man sollte alles tun, um die negativen so gering wie möglich zu halten und die Entwicklung zumindest auszubremsen.

    Ich persönlich finde es eher befremdlich, das erwachsene Menschen lieber über das Auftreten und die möglichen Hintergründe einer 16-jährigen Klimaaktivistin diskutieren, sie beleidigen und versuchen zu diskreditieren, als auf die Worte zu hören und das eigene Handeln zu überdenken.

    Die afrikanische Bevölkerung wird sich bis zum Jahr 2050 erneut verdoppelt haben, ob wir da hier in Deutschland ein paar Tonnen weniger Treibhausgase in die Atmosphäre blasen ist da vollkommen irrelevant.
    Tatsächlich eines der Probleme, die zu lösen sind. Aber verschließen wir uns deswegen jetzt vor dem, was wir als Bevölkerung einer Industrienation (die maßgeblich an der Umweltverschmutzung beteiligt ist) tun können? Eine sehr intelligente Sichtweise. Beim Auto des Nachbarn geht das Rücklicht nicht, also lasse ich meine Bremsen auch nicht reparieren ...

    Umweltpolischer Whataboutism bringt niemandem etwas und wird auch in Zukunft nichts bringen. Irgendwer muss anfangen. Das war bei bleifreiem Benzin der Fall und ist es auch bei alternativen Energien. Und wenn die reichen Industrienationen nicht in der Lage sind, umweltfreundliche (oder zumindest weniger umweltfeindliche) Technologien zu entwickeln und so günstig zu machen, dass sie auch in Schwellen- und Entwicklungsländern genutzt werden können, kacken wir uns echt auf die Hacken. Damit werden nämlich nicht nur die Grundlagen für ein Überleben auf diesem Planeten geschaffen, sondern auch die Zeit bis zum Ende erträglicher gestaltet.

  13. #12
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    AW: Zufälle gibt's

    Inhaltlich kann ich Greta T. voll zustimmen!
    Ihre zwei Handicaps (Alter 16 + ihre Krankheit) ebenso.
    In ihrem Alter ist sie erstaunlich weit gekommen mit ihrer berechtigen Forderung. RESPEKT!
    In ihrem Alter darf man das durchaus so drastisch sehen und vortragen.
    All die Mumien um sie herum werden das alles nicht mehr ertragen müssen, vor allem so ein verantwortungsloser Präsident nicht.
    Das Verhalten von Trump war unter aller Sau.
    Unsere Politiker wie Lindner & Co. kein bißchen besser.
    Sie solle nicht die Schule schwänzen ist die inszenierte Verhöhnung eines arroganten Politikers, der in dem Thema selbst geschwänzt hat.
    Greta T. geht es ganz sicher nicht um Titel oder um Schule schwänzen.

    All die Maulhelden die sich jetzt über sie aufregen, werden irgendwann kleinlaut, oder sie haben das Glück es nicht zu überleben.

  14. #13
    evol. Naturalist Avatar von Desperado
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    Zitat Zitat von Keuchhusten Beitrag anzeigen
    Desperado: Du magst Gretas Ziele vielleicht nicht. Das ist ok. Du magst den Hype um sie nicht. ...
    Gretas Ziele? Was sollte ich gegen Klimaschutzmaßnahmen haben. Ihrer des öfteren geäußerten Forderung nach panischen Reaktionen der Regierungen und der Wirtschaft auf die drohende Klimakatastrophe z.B., stehe ich allerdings ablehnend gegenüber. Panik und Hysterie sind kontraproduktiv. Die Jugend hat ein Recht darauf zu rebellieren, wenn es um ihre Gegenwart und Zukunft geht, aber Lösungen werden die Alten finden (müssen), schnellstmöglich und konsequent, mit Vernunft und Augenmaß und nicht hysterisch und populistisch (wie z.B. nach dem Super-Gau in Tschernobyl die Abschaltung der Atomkraftwerke).
    Was den Hype um Greta betrifft, nun, ich glaube, daß sie später mal schwer bereuen wird, daß sie sich so weltweit ins Rampenlicht gestellt hat. Sie wird ihr Leben lang tagtäglich weltweit unter Beobachtung durch die Medien stehen.

  15. #14
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    AW: Zufälle gibt's

    ...aber Lösungen werden die Alten finden (müssen)
    Das tun die Alten aber nicht unbedingt, weil sie unterschiedliche Meinungen haben und das ganze eher an ihrem Opportunimus scheitert.
    Sie machen Parteipolitik und versuchen mit ihrer Politik möglichst viel Stimmen beim Wähler einzufangen, egal ob das sinnvoll ist oder nicht.
    Ich kann mindestens 20 wichtige Staatsoberhäupter aufzählen, die mit dem Thema überhaupt nichts an der Mütze haben und denen das scheißegal ist.

    Den alten Wissenschaftlern hörten im übrigen die Politiker bisher auch nicht zu. Das was "jetzt immer mehr bekannt wird" ist seit vielen Jahren schon in der Wissenschaft ein Thema.
    Aber die Prioritäten werden nun mal anders gesetzt.
    Jetzt wirkt das ganze vielleicht wie eine Hysterie, aber wann reagieren die Politiker überhaupt, wenn sie die Expertisen der Wissenschaftler schon ignorieren und immer wieder reflektionsartig ihre abgedroschenen Parolen raushauen.

    Man muss nicht das wie von Greta T. bewerten sondern das warum. Sie haut das mit all ihren Emotionen raus und man kann von einer 16-jährigen nicht verlangen, dass sie es auch noch auf einem diplomatischen Silbertablett liefert.

  16. #15
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Zufälle gibt's

    Zitat Zitat von Duftie Beitrag anzeigen
    Sorry Grainger,

    wenn ich Deinen Beitrag lese, bekomme ich Brechdurchfall ...
    Da gibt es sicher was von Ratiopharm …
    Eine Jugendliche, die vermutlich noch ein paar Jahre zu leben hat und die Ergebnisse unseres Handels live erleben wird, hat auch das Recht sich deutlich zu äußern.
    Sicher hat sie dieses Recht. Trump, BoJo, alle anderen (einschließlich meiner Person) aber auch.
    Ich muss mit ihr ja nicht einer Meinung sein, aber um mal Voltaire zu zitieren:
    Zitat Zitat von Voltair
    Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    Wobei ich nicht soweit gehen würde für die Meinungsfreiheit Dritter mein Leben zu opfern.
    Natürlich können wir uns auch alle zurücklehnen und uns Deiner Meinung anschließen: Die Karre steckt im Dreck, lasst sie da stecken, den kurzen Weg zum Ziel schaffen wir zu Fuß. Und wer noch weiter laufen muss, hat eben Pech gehabt.
    Habe ich aber nicht so geschrieben und auch nicht so gemeint. Aber blinder Aktionismus, der im Wesentlichen die großen und wichtigen Ziele alle verfehlt, wird auch nicht helfen.

    Selbst wenn wir in Europa beispielsweise den Schadstoffausstoss aller Verbrennungsmotoren auf Null reduzieren werden schon 10 neue Kreuzfahrtschiffe das vollkommen negieren.
    Auch der immer noch steigende Ferntourismus bringt mehr Umweltbelastung mit sich als wir durch kleinkarierte Maßnahmen kompensieren können.

    Dazu kommt noch, dass Schiffe und Flugzeuge auf eine Nutzungsdauer von 30 (und mehr) Jahren ausgelegt sind. Jedes Kreuzfahrtschiff und jeder Jet, die heute vom Band laufen werden die Umwelt sicher noch mindestens die nächsten >30 Jahre belasten.

    Man muss bei den großen Brocken anfangen, damit das was bringt, viele kleine Maßnahmen mögen natürlich auch ihr Scherflein beitragen, aber sind in Summe dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Momentan ist der Schadstoffausstoß von ungefähr 10 Kreuzfahrtschiffen genau so groß wie der der gesamten europäischen Automobilflotte, was bringt denn da eine Reduzierung der Autoabgase um 50%?

    Eine Reduzierung der globalen Kreuzfahrt- und Flugzeugflotte um 50% würde hingegen alle unsere Klimaziele für die nächsten 30 Jahre auf einen Schlag erfüllen.
    Und wäre ziemlich schmerzfrei, da man nur auf den absoluten Luxus des Tourismus verzichten müsste.
    Es geht nicht mehr darum, die fortgeschrittene Umweltverschmutzung und den Klimawandel rückgängig zu machen. Das funktioniert nicht (zumindest zur Zeit nicht, wer weiß, was die Zukunft bringt), aber man sollte alles tun, um die negativen so gering wie möglich zu halten und die Entwicklung zumindest auszubremsen.
    Rückgängig machen können wir das so oder so nicht, zumal auch zweifelhaft ist ob der Klimawandel überhaupt zum größeren Teil vom Menschen verursacht wird.
    Selbst wenn es ein auf natürlichen Ursachen beruhender Klimawandel sein sollte gehe ich aber ganz sicher davon aus, dass die Menschheit diesen Prozess beschleunigt und verstärkt.

    Aber vor wenigen tausend Jahren waren die Durchschnittstemperaturen auch viel höher als heute, das Rhein-Main-Gebiet war zur Römerzeit eine Malaria-Hochburg.
    Und Hannibal konnte die Alpen nur deswegen mit seinen Kriegselefanten überqueren, weil diese fast vollkommen eis- und gletscherfrei waren.
    Ich persönlich finde es eher befremdlich, das erwachsene Menschen lieber über das Auftreten und die möglichen Hintergründe einer 16-jährigen Klimaaktivistin diskutieren, sie beleidigen und versuchen zu diskreditieren, als auf die Worte zu hören und das eigene Handeln zu überdenken.
    Ich persönlich finde ihr Auftreten eben teilweise befremdlich. Das trifft aber auch auf das von Trump oder BoJo zu (was ich hier in verschiedenen Threads übrigens auch schon erwähnt habe ).
    Ist mir etwas entgangen und wurde Greta inzwischen heilig gesprochen?
    Tatsächlich eines der Probleme, die zu lösen sind. Aber verschließen wir uns deswegen jetzt vor dem, was wir als Bevölkerung einer Industrienation (die maßgeblich an der Umweltverschmutzung beteiligt ist) tun können? Eine sehr intelligente Sichtweise. Beim Auto des Nachbarn geht das Rücklicht nicht, also lasse ich meine Bremsen auch nicht reparieren ...
    Auch das habe ich nicht geschrieben.
    Aber um in deinem Beispiel zu bleiben: wenn bei meinem Auto die Bremsen nicht funktionieren bringt es auch nichts, wenn ich statt dessen die Rücklichter am Auto meines Nachbarn repariere.
    Umweltpolischer Whataboutism bringt niemandem etwas und wird auch in Zukunft nichts bringen. Irgendwer muss anfangen. Das war bei bleifreiem Benzin der Fall und ist es auch bei alternativen Energien. Und wenn die reichen Industrienationen nicht in der Lage sind, umweltfreundliche (oder zumindest weniger umweltfeindliche) Technologien zu entwickeln und so günstig zu machen, dass sie auch in Schwellen- und Entwicklungsländern genutzt werden können, kacken wir uns echt auf die Hacken. Damit werden nämlich nicht nur die Grundlagen für ein Überleben auf diesem Planeten geschaffen, sondern auch die Zeit bis zum Ende erträglicher gestaltet.
    Natürlich müssen wir Technologien entwickeln, um unsere Umwelt weniger (im Idealfall gar nicht mehr) zu belasten. Und natürlich werden wir diese Technologien den Ländern der Dritten Welt irgendwie zur Verfügung stellen müssen, was realistisch betrachtet darauf hinauslaufen wird, dass wir sie ihnen schenken müssen (denn sie werden sie sich nicht leisten können oder wollen).

    Aber um das zu machen müssen die Industrienationen auch genug Ressourcen haben um sich solche Geschenke leisten zu können. Uns durch blinden Aktionismus selbst dermaßen zu entreichern, dass wir uns weder die Entwicklung noch die anschließende (wahrscheinlich kostenfreie) Zur-Verfügung-Stellung dieser Technologien leisten können ist auch nicht zielführend.

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