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Thema: Ich glaube ich bin alt!

  1. #16
    assimiliert Avatar von Duftie
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    AW: Ich glaube ich bin alt!

    Wobei mich die Masse nicht stört, sondern die Menschen die Reden. Also die Masse die dann redet.
    Wobei ich mir hier nicht sicher bin, ob dass durch mein Alter oder durch meine Anomalie bedingt ist.
    Das Problem habe ich aber auch. Auch auf Feiern oder sonstigen Veranstaltungen. Ich kann es aber etwas abfedern, wenn ich als einer der ersten da bin. Komme ich später in einen Raum, in dem viele Menschen reden, ist es für mich eine echte Belastung. Egal ob es sich um Freunde oder Fremde handelt.

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  3. #17
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich glaube ich bin alt!

    ot:
    Ist schon recht spät (oder eben früh). Hoffentlich kann ich verständlich ausdrücken, was ich erklären will.


    Viele Primatenvölker, insbesondere der Mensch, zeigen in ihrer Lebensentwicklung ein immer wiederkehrendes Muster. Die Jugend erfindet sich immer wieder neu.

    Grob gesagt glauben die Kiddies irgendwann das Muster ihrer Betreuer (Eltern, Erziehungsberechtigten, etc.) geblickt zu haben, finden dieses unbefriedigend und machen sich dann auf ihre (aus ihrer Sicht viel besseren) Ideen und Vorstellungen selbst umzusetzen.

    Dämpfen kann man das mit einer strengen Erziehung, mit Religion oder eben Patriotismus (in dem Sinne, wenn der Bereich in dem man wohnt, in den Krieg zieht).

    Nun löst sich die Religion hierzulande immer mehr auf. Laut Gesetz darf man auch seine Kinder nicht mehr schlagen. Zudem wurde die Wehrpflicht abgeschafft und wir haben seit jetzt rund fast 2000 Jahren noch niemals eine so lange Phase des Friedens (bzw. der nicht kriegerischen Auseinandersetzung) im Bereich von Mitteleuropa gehabt.

    Die Folge ist: Es gibt Haufenweise Jungs die zu Männern werden und unter dem allgemeinen sexuellen Selektionsverfahren leiden und Haufenweise Frauen, die Wählerisch sein können und fordern können. Zudem lässt der Staat zu, das sie überhaupt wählen können, falls sie überhaupt Lust dazu haben.

    Oder andersherum gesagt: Die Jungs dieser Welt versuchen Alles und Jedes um irgendwie toll rüber zu kommen. Mit altbackenden Verhaltensweisen kommt man(n) im Regelfall nicht weit. Zudem muss man(n) sich auch noch gegenseitig behaupten, weil die meisten Weibchen auf den Ranghöheren stehen und eben nicht auf den Looser. Also die tollen Weibchen.

    Dieses Verhaltensmuster ist, nach allem was ich weiß, in uns abgelegt. So sind wir einfach.
    In einer Studie aus den 90ern, in der die Hamburger Uni damalige Partnerschaftsbörsen um ihre Daten gefragt hat, kam heraus: Die allermeisten Frauen schauen nach dem Lebenslauf der Männer, die allermeisten Männer schauen sich das/die Bilder der Frau an. Deren Lebenslauf ist für die Männers eher von sekundärer Natur.

    Nun haben wir seit einigen Jahrzehnten nen klaren Mangel an Religion, zudem fehlt die natürliche Selektion durch den Krieg, bei dem eigentlich immer relativ viele junge, alte und auch mal ganz junge Männer abgeknallt werden.
    Oder so gesagt: Wir sind zu viele Jungs hier!

    Diesen Mangel an Zusammenhalt, Nachbarschaft oder eben einfach Gemeinschaft kommt eben daher. Zu viele alleinstehende Männers, die mit sich selbst genug zu tun haben, weil sie einsam sind. Deren erste Aufgabe ist es, ein Weibchen für sich zu beschaffen. Die althergebrachten Methoden (z.B. der Raub der Sabinerinnen) ist nicht mehr erlaubt. Der Staat lässt da einen auch völlig alleine.

    Gemeinschaften halten zusammen. Einzelne Männers nicht.

    Zur Entschuldigung meines Geschlechts kann ich eigentlich nur vorbringen, das diese es meist nicht mit Vorsatz tun. Die wenigsten denken darüber nach. Es ist meist eine Instinkthandlung. Zudem kommt dann auch noch, das 'Schwäche' zeigen häufig als völlig unmännlich betrachtet wird. Also selbst wenn ihnen klar ist, das sie sich furchtbar einsam fühlen, wird dies auf Teufel komm raus nicht zugegeben.
    Der ein oder andere mag die Kurve kriegen und mit dem Denken anfangen, aber viele Männers sind in ihrem Wesen und in ihrer Welt gefangen und können nur sehen, wie die Mädels mit den Fellen davonschwimmen.

    Was meist kommt ist der verzweifelte Versuch sich von der Masse abzuheben oder Asozial zu werden. Nach dem Motto: Mach kaputt, was euch kaputt macht.

    Also nicht, dass ich das sonderlich schön finde, wie sich die Gesellschaft zur Zeit entwickelt. Aber wirklich wundern tut mich das nun auch nicht.

    ot:
    Ganz klar spielen hier und da auch noch sehr viel mehr und andere Komponenten mit. Meine Ausführung oben ist eine grobe statistische Erhebung. Mehr nicht. Aber dieser Trend wurde bereits in den 70ger Jahren vorausgeahnt und ich sehe diesen in unserer heutigen Zeit bestätigt.

  4. #18
    kennt sich schon aus Avatar von Zerba
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    AW: Ich glaube ich bin alt!

    Zitat Zitat von Schpaik Beitrag anzeigen
    Also nicht, dass ich das sonderlich schön finde, wie sich die Gesellschaft zur Zeit entwickelt. Aber wirklich wundern tut mich das nun auch nicht.
    Grund für mich weil man eben die Zügel zu sehr schleifen lässt. Liberal, schön und gut, aber irgendwo muss man mal Grenzen aufzeigen. Das waren früher eben Eltern, spätestens bei Gesetzen hat man gesehen woran man ist.
    Heute erzieht ein Großteil der Eltern ihre Kinder doch gar nicht mehr. Im Sinne von Grenzen zeigen. Auch die Gesellschaft macht nichts um das im Rahmen zu halten. Wann wird man schon bestraft und in welchem Ausmaß?
    Dazu noch viele Menschen, die Regeln gar nicht kennen. Kommen aus anomischen Gesellschaften und anstatt ihnen jetzt beizubringen was Regeln, Normen und Gesetze sind, lässt man sie einfach machen. Das kann so nicht gut gehen.

  5. #19
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    AW: Ich glaube ich bin alt!

    Zitat Zitat von Zerba Beitrag anzeigen
    Dazu noch viele Menschen, die Regeln gar nicht kennen. Kommen aus anomischen Gesellschaften und anstatt ihnen jetzt beizubringen was Regeln, Normen und Gesetze sind, lässt man sie einfach machen. Das kann so nicht gut gehen.
    In deren Herkunftsländern gab bzw. gibt es durchaus Gesetze. Geschriebene und ungeschriebene. Sie haben bloß geblickt, dass in diesem Land die geltenden Gesetze oft nicht durchgesetzt werden.

  6. #20
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich glaube ich bin alt!

    Zitat Zitat von Zerba Beitrag anzeigen
    Grund für mich weil man eben die Zügel zu sehr schleifen lässt. Liberal, schön und gut, aber irgendwo muss man mal Grenzen aufzeigen. Das waren früher eben Eltern, spätestens bei Gesetzen hat man gesehen woran man ist.
    Heute erzieht ein Großteil der Eltern ihre Kinder doch gar nicht mehr. Im Sinne von Grenzen zeigen. Auch die Gesellschaft macht nichts um das im Rahmen zu halten. Wann wird man schon bestraft und in welchem Ausmaß?
    Dazu noch viele Menschen, die Regeln gar nicht kennen. Kommen aus anomischen Gesellschaften und anstatt ihnen jetzt beizubringen was Regeln, Normen und Gesetze sind, lässt man sie einfach machen. Das kann so nicht gut gehen.
    Na, selbst die Menschen hier, die die Regeln kennen, halten sich oft genug selbst nicht daran.

    Wenn ich zum Beispiel an die Steuer-CDs denke. Uli Hoeneß und Alice Schwarzer sind hier nun wohl die bekanntesten Beispiele. Aber wir sollten nicht vergessen, das es mehrere Millionen Selbstanzeigen gab.
    Oder letztens im Videotext. Im Rahmen der Laufbahnvorbereitung für den Polizeidienst hat man die Anwärter im ersten Jahrgang Polizeikontrollen vornehmen lassen. Mehrere Dutzend mit dem Handy am Ohr, Reihenweise Fahrer ohne angelegten Sicherheitsgurt. Diverse waren ohne Führerschein unterwegs.

    Ganz klar haben wir überall einen Mangel an Bundesbeamten und Gesetzeshütern.
    Zudem ist das gar nicht so einfach sein Kind zu erziehen, wenn man den ganzen Tag arbeiten gehen muss. Um halbwegs in diesem Land leben zu können, müssen beide Elternteile arbeiten gehen. Bei alleinerziehenden Müttern ist das sogar noch schwieriger.

    Das was du ansprichst Zerba, ist vom System gemacht.

    Oder wie ich letztens in einem anderen Zusammenhang gelesen habe: Die Bevölkerung glaubt dem Staat auch einfach nicht mehr.
    Da werden jahrelang Erklärungen abgegeben, das überall gespart werden muss, die Sozialleistungen und die Gelder für öffentliche Einrichtungen (Bücherhallen, Schwimmbäder, etc.) müssen gekürzt werden, "Jeder muss kürzer treten!" - und dann aber ZACK - Bei der Bankenrettung ist auf einmal ein Kredit von 105 Milliarden Euro drin.

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