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Thema: Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

  1. #1
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

    Ja da ist sie wieder, die völlig überflüssige Sommerlochdiskussion.
    Bernd Riexinger will bei der Bahn im Regionaverkehr die erste Klasse abschaffen.
    Also Nachfrage interessiert nicht mehr, das Angebot wird vereinheitlicht.
    Ach warum nicht auch bei Fernreisen per Bahn oder bei Inlandsflugpreisen?

    Die Bezeichnung nach Klassen kann man bei der Bahn natürlich auch ändern, dann fühlt sich niemand mehr diffamiert, der nur in der zweiten Klasse sitzt. Businessclass und Economyclass hören sich ja auch gleich besser an.
    Man könnte auch die zweite Klasse abschaffen und dann können alle mit der ersten Klasse fahren.
    Geht nicht? Wieso, die Bahn hat doch auch in den Fünfziger Jahren die dritte Klasse abgeschafft, warum nicht jetzt fortschrittlich sein und die zweite rasieren?
    Was das ganze soll? Ich weiß es auch nicht.

    Und es war Sommer... hmmhmmmm

    https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-16334335.html

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  3. #2
    Moderator Avatar von chmul
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    AW: Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

    Ich fahre wenig mit der Bahn, sehe aber hier in der Schweiz immer mal wieder die Pendlerzüge vorbeifahren, weil ich auf dem Weg zum Büro oft an einem Bahnübergang in der Nähe eines Bahnhofs warten muss. Und dort ist es tatsächlich so, dass in den Wagen der ersten Klasse praktisch kaum jemand unterwegs ist, während es in den anderen Wagons schon recht voll aussieht.

    Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass es eine Nachfrage gibt. Wohl eher, dass die Tickets so teuer sind, dass sich auch eine 30%ige Auslastung lohnt.

  4. #3
    Und jetzt? Avatar von Supernature
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    AW: Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

    Das ist wohl im wahrsten Sinne eine Klassen-Diskussion.
    Wegen mir kann die weg, ich sehe schlicht den Mehrwert nicht. Ich gönne mir gerne mal ein bisschen Luxus, z.B. ein teures Hotel oder dergleichen. Nach dem Motto "gönn dir" haben meine Frau und ich auch mal für eine Bahnfahrt die 1. Klasse gebucht, kamen aber überein, dass es keinen echten Mehrwert bietet.
    Ein wenig befremdlich ist es schon, dass sich in der zweiten Klasse teilweise die Leute stapeln (gilt nicht nur für Pendlerzüge, sondern auch für ICEs), dafür aber vorne zwei leere Waggons rollen.

  5. #4
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    AW: Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

    In der Woche sind viele Geschäftsreisende im Fernverkehr unterwegs und da ist in der Regel die erste Klasse auch schon mal total überfüllt.
    Am Wochenende ist das deutlich weniger und die Plätze sind sehr oft überhaupt nicht ausgenutzt.
    Es kommt auch auf die Strecke an, Rhein/Main ist jedenfalls gut belegt.

  6. #5
    Langobarde Avatar von lango
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    AW: Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

    Ich kannte mal eine leitende Führungskraft, die ihren Anspruch auf 1. Klasse Bahnfahrten mit der Begründung ablehnte, sie wäre damit auch nicht schneller am Ziel. Das war charakteristisch für ihren Führungsstil und hat ihr Anerkennung gebracht.

  7. #6
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    AW: Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

    Man muss aber auch davon ausgehen, dass viele Menschen in der 1.Klasse noch arbeiten.
    Ich kenne einige Leute, die jede Minute ausnutzen dafür, einfach nur aus dem Grund, weil sie ständig unter Zeitdruck stehen.
    Da werden zum Beispiel nach einer Tagung noch die Protokolle geschrieben, Mails beantwortet, Rückrufe getätigt und was sonst noch.

    Wenn es jemand schafft, ohne da auszukommen, dann ist das schön und es gibt weniger Gründe dafür, unbedingt in die 1.Klasse zu gehen.
    Aber die o.g. Menschen gehen am wenigsten aus Klassenunterschieden in die 1.Klasse.

  8. #7
    Und jetzt? Avatar von Supernature
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    AW: Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

    Ich bevorzuge die Bahn gegenüber dem Auto, eben weil ich die Zeit immer produktiv zu nutzen versuche. Mit Platzreservierung und Noice Cancelling Kopfhörern kann man auch in der zweiten Klasse prima arbeiten. Einen "Schutz" vor Familien mit lärmenden Kindern hat man auch in der ersten Klasse nicht.
    (Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich hab den Schutz in Anführungszeichen gesetzt, weil Kinderlärm das Geräusch von Leben ist. Damit hat man immer und überall klar zu kommen)

  9. #8
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Diskussion über die Klassengesellschaft bei der Bahn

    Die Verbindungsbahn hier in Rahlstedt zum Hamburger Hauptbahnhof ist die RB81. Hier fährt auch nix anderes dorthin. Allerhöchstens über Umwege.
    Ist die direkteste Verbindung. Im Idealfall dauert das 17 Minuten.

    Dieser RB fährt alle halbe Stunde.
    In der Zeit zwischen 05:56 und 06:56 ist die ÄUSSERST zuverlässig. Vor ein paar Jahren haben nämlich die Firmen gegen die regelmäßigen Zuspätkommer geklagt.

    Alles außerhalb dieser Zeitspanne ist eher spekulativer Natur.
    Die Bahn bemüht sich, über diese Gleise hier fahren jedoch auch die Züge aus Dänemark, aus Lübeck und Bad Oldeslohe. Also die ohne Zwischenhalt.

    Wie ich inzwischen weiß haben diese unterschiedlichen Züge unterschiedliche Wertigkeiten. Wenn die Züge aus Dänemark Verspätung haben, wird dann eben die Lok aus Rahlstedt mal eben gerne zurück gestellt, damit dieser Schnellzug durchfahrt hat. Wer immer in diesen Zügen sitzt, ist wesentlich pünktlicher als der Mensch, der auf die Bahn seiner Nichtwahlmöglichkeit vertraut.

    Wer gegen 05:56 die Waggons betritt hat eine gute Chance, einen Sitzplatz zu ergattern.
    Jeder Kontrolleur, der sich wegen Fahrkarten ab etwa sechs Uhr Morgens in die 1. Klasse wagt, muss mit Nasenbeinbruch rechnen.
    Für die nächsten zwei Stunden gilt für alle möglichen Fahrgäste schwitzendes, stöhnendes aneinanderreiben, wie bei einem Gang-Bang nur ohne Finale. Und wenn sich das Scheiß-Ding irgendwie bewegt okay. Aber dann heißt es regelmäßig, das noch kein Gleis frei ist und dann stehen wir dann da. Zehn Minuten, 15 Minuten... manchmal mehr bevor am Hauptbahnhof ankommen und umsteigen können. Die S-Bahnen und die Busse fahren ziemlich pünktlich. Wenn die RB nicht pünktlich ist, darf ich laufen. Sind ja auch nur mal eben fast zwei Kilometer.

    Kann ich das einklagen? - Nö!
    Alles unter 20 (?) oder eben 30 Minuten gilt nicht. Das ich meine Verbindungen nicht erreichen kann, gilt irgendwie nicht mehr.
    Ich muss für meinen Job in ein Industriegebiet. Da fährt der Bus jeweils pro Stunde. Komme ich zu spät, dann darf ich knapp drei Kilometer zu meiner Arbeitsstätte laufen.

    Das Problem ist nicht die imaginäre Bereitschaft der Bahn von wegen 1.Klasse, sondern deren Fähigkeit sich mal endlich an ordentliche Zeiten zu gewöhnen und dafür auch ordentlich Platz zu bieten.
    Kann doch nicht sein, das ich innerhalb von drei Tagen ab 09:30 in den letzten drei Tagen mehr Sex hatte durch erzwungende Reibung, als im letzten halben Jahr. Sardinen in Öl sind tote Fische.. ich lebe doch noch, oder nicht?
    Jeder tote Fisch in der Dose hat mehr Platz als diese verzweifelten Menschen die Krampfhaft daran glauben, das diese Bahn pünktlich sein kann.

    Aber wie so oft... jeder fühlt sich belästigt, jeder ist genervt, aber getan dagegen wird nix. - Die Schläger werden erhöht in der Bahn und du bekommst schon wegen dem geringsten Hinweis ne Sonderbehandlung.
    Anstatt dem eigentlichen Problem auf den Zahn zu fühlen.

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