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Thema: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

  1. #1
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Nach der Pleite mit diesem Rezo-Video macht die CDU mal wieder das, was sie am besten kann.
    Sie zeigt, dass sie fern jeglicher Lebenswirklichkeit der Neuländer ist.
    Ohne Not kocht AKK das Thema wieder hoch.
    Nach dem Motto "Als wir noch vor Moskau lagen, haben wir das aber anders gemacht!"
    Ja, ist gut.
    So viel beleidigte Leberwurst und Unfähigkeit gegenüber den aktuellen Gegebenheiten ... .

    Man fragt sich, ob sich im Konrad-Adenauer-Haus auch nur einer mit dem Thema Soziale Medien beschäftigt.
    Sorry, spätestens seit dem US-Wahlkampf '08 sollte auch bei unseren Politikern angekommen sein, dass dieses Internetz nicht nur eine Modeerscheinung ist, die wieder weggeht.

    Liebes Annegret, guck mal in die Portokasse, ob da noch ein paar Groschen für einen Neulandbeauftragten drin sind. Kannst ja noch ein Ring Lyoner als Naturallohn oben drauf legen. Und immer, wenn du dich zum Thema Digitales äußern willst, lässt du dir das von dem erst genehmigen. Ansonsten gilt dieselbe Regel wie für Frauen in der katholischen Kirche ... Klappe halten!

    Mein Gott, man möchte sich gar nicht ausmalen, was passiert, wenn die mal an jemanden gerät, der tatsächlich Ahnung hat.
    Geändert von Keuchhusten (28.05.19 um 09:47 Uhr)

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  3. #2
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Ihre politische Rhetorik zeigt nun, dass sie im Karneval zwar ihre Phrasen und Witze herunter dreschen kann, aber das reicht nicht!

    Phrasendrescher entlarft man genau durch Provokation und wenn das auch noch "Erfolg" hat bei den Wahlen, was ja eigentlich
    nur minimal sein dürfte, dann merkt man ihre echte Klasse. Ja, da hat Mutti Merkel sich nicht provozieren lassen und lieber das
    Thema ausgesessen oder geschickt gekonntert.

    Aus der Nummer kommt AKK aber jetzt nicht so einfach heraus, indem sie sich falsch verstanden fühlt. Ihre Fähigkeit sich klar
    auszudrücken hat sie nicht das erste Mal verwirkt. Wenn sie das nächste Mal wieder mit einem Unsinn kontert, weil sie sich
    angegriffen fühlt, dann wird sie völlig unglaubwürdig, wozu sie schon jetzt längst den Boden bereitet hat.

    Statt den YouTuber einzuladen zu einer Diskussion mit ihrer Partei, haut sie drauf mit einer Maulkorbtaktik, die sich niemand
    mehr verbieten lässt. Und sie hätte durchaus sagen können, dass man die Ansätze sich mal konkreter anhören will, um dann
    weiteres Vorgehen zu besprechen. Aber mit "haltet die Fresse oder ich komme mit der Keule" erreicht sie genau das Gegenteil.
    Und warum so einen YouTuber nicht einfach mal mit einbinden und ihn beschäftigen?

    Ja der reale politische Alltag mag ein wenig anders aussehen und aus der zweiten Reihe kann man immer gut boxen.
    Aber der YouTuber will provozieren und er will verstehen, warum das so ist, wie es ist in der Politik. Und vielleicht kann er sich auch
    einbringen mit konkreten Lösungsvorschlägen. Die statische Haltung der Partei braucht mehr Dynamik, ohne dabei unberechenbar
    zu sein.

    Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dass ich F. Merz (nicht weil er ein Mann ist) für den besseren Kandidaten bei der Parteivorsitzwahl
    gehalten habe, eben weil er souveräner und erfahrener ist, dann bestätigt das nur mein Gefühl, dass AKK die falsche Wahl war.

    Sie setzt auch nicht wirklich eigene Akzente gegen Merkel durch ein eigenes Profil. In ihrem kleinen Bundesland mag sie damit
    durchgekommen sein, mit ein wenig Charme. Aber auf Bundesebene ist sie ein Desaster für die CDU.
    Nur wer einmal so aufgestiegen ist wie sie und dann noch beleidigte Leberwurst spielt, wenn jemand mal hart mit ihr und ihrer Partei
    zu Felde zieht, der fällt meist ziemlich tief und dagegen will sie sich mit allen Mitteln wehren.

    Das dürfte noch sehr schwer werden in den nächsten Wochen und das schlimmste erwartet sie imho aus den eigenen Reihen.

  4. #3
    treuer Stammgast Avatar von vadderloewe
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Ich bin in jedem Fall für eine freie Meinungsäußerung.
    Es sollten aber, wenn es um Fakten geht, die Quellen angegeben werden.
    Bloße Behauptungen sind sicher nicht hilfreich.
    Dann lassen sich auch Fakenews besser erkennen.
    Das ganze natürlich freiwillig, dann kann jeder die Hintergründe nachvollziehen.

    vadder

  5. #4
    evol. Naturalist Avatar von Desperado
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Zitat Zitat von Gamma-Ray Beitrag anzeigen
    ...
    Statt den YouTuber einzuladen zu einer Diskussion mit ihrer Partei, haut sie drauf mit einer Maulkorbtaktik, die sich niemand
    mehr verbieten lässt. ...
    Doch, die Blaulocke wurde eingeladen, bisher kam aber keine Antwort von ihm.

  6. #5
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Brrr! Der olle Fotzen-Fritz? Da wähl ich eher Grüne. *sichschüttel*

    Zumal die CDU mit Merz meilenweit von der Mitte entfernt wäre. Da hätte die CDU ihre letzten Wähler vor der 60er-Schallmauer an die Ökos verloren. AKK ist nun mal der Kompromiss.

    Sorry, aber die CDU braucht dringend jemanden, der Ahnung vom Thema Digitales hat. Und nein, es reicht nicht, einfach nur jemanden zu haben, der den Instagram- und Twitter-Account pflegt. Und ein Quoten Internet-Heinz reicht auch nicht, wenn der Rest ständig in irgendwelche Fettnäpfchen latscht.

    Es gäbe Möglichkeiten, aber die wären unkonventionell. Statt irgendwelcher feinen, Unternehmer-finanzierten, Kongresse, auf der sich Schlipsträger treffen, müsste die CDU mal wirklich Neuland betreten.

    Wieso nicht mit dem CCC Kontakt aufnehmen, einen regelmäßigen Kongress/ein Treffen organisieren und mit den Leuten ins Gespräch kommen? Gezielt mit der Aussage "Wir sind von verschiedenen Welten, vielleicht werden wir keine Freunde, aber wir (CDU) wollen zumindest eure Sichtweise kennenlernen." Diese Abgrenzung wäre sicherlich auch wichtig, damit der CCC da überhaupt Bock drauf hat. Denn als Marketing-Gag werden die sich auch nicht hergeben wollen. Notfalls müsste man, damit der Verdacht der Vereinnahmung wegfällt, auch andere Parteien mit einladen. Es wäre unkonventionell und gegen jede bisherige Strategie, aber anscheinend funktioniert das Althergebrachte ja nicht mehr so.

    Und was die Jugend angeht - die Konzepte sind da. Man stellt seine Ideen und Argumente in einem YouTube-Video vor und bittet um Kommentare. Wie man seriöse YouTube-Videos macht, kann man sich bei Lesch abschauen. Wie man den Inhalt entsprechend vereinfacht bei der Maus und logo. Schon hat man ein Frühwarnsystem. Gehen die negativen Kommentare mehr als üblich durch die Decke, forscht man lieber noch mal nach, ob man dort gerade auf einem Minenfeld tanzt.

    Ja, ich weiß. Es ist Arbeit und die Ergebnisse könnten den Auftraggebern aus der Wirtschaft nicht gefallen. Andererseits, da die westlichen Besatzungsmächte damals diese saudämmliche Idee mit der Demokratie hatten, muss man sich halt auch mal mit dem dummen Stimmvieh auseinandersetzen. Hat man in der Zone schon nicht gemacht und hat jetzt die Braunen am Hals.
    Geändert von Keuchhusten (28.05.19 um 14:44 Uhr)

  7. #6
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Zitat Zitat von Desperado Beitrag anzeigen
    Doch, die Blaulocke wurde eingeladen, bisher kam aber keine Antwort von ihm.
    So ein Treffen ist ohnehin unproduktiv. Für beide Seiten.
    Rezo würde in einer direkten Konfrontation gegen die Profis komplett zerstört.
    Gleichzeitig würde die CDU sich damit bei seinen Fans unsympathisch machen.
    Zumal die CDU niemanden hat, der ausreichend bei der Jugend ankommt. AKK? Die Frau taugt dafür beim Sommerfest des Kleintierzüchters am Schwenker zu stehen. Paul Ziemiak oder Tilman Kuban? Ähhm, nein. Die würden Rezo auseinandernehmen, aber halt auf die oben schon erwähnte unsympathische Art.

  8. #7
    assimiliert Avatar von Duftie
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Rezo würde in einer direkten Konfrontation gegen die Profis komplett zerstört.
    Wodurch? Durch Argumente? Ich habe mir das Video letztens mal in der Badewanne angetan. Auch wenn der Rezo da in einigen Fällen die falschen Schlüsse zieht oder auf den falschen Eindrischt, bzw. die Kritik nicht nur die CDU treffen sollte, hat er einfach mit der Pauschalkritik recht. Und das ist das eigentliche Problem der alten Volksparteien. Man versäumt es seit Jahren, die Politik und die Entscheidungen glaubhaft und verständlich zu erklären.

    Das man ein Problem damit hätte, die Nutzung der Ramstein Air Base zu limitieren, bzw. denen vorzuschreiben, was sie dort zu tun und zu lassen haben, ist für mich einleuchtend und nachvollziehbar. Sich aber offiziell so zu äußern, dass die Amis versichern, dass alles was dort geschieht, gemäß Völkerrecht abläuft und damit alles fein sein, zeigt doch für wie blöd das Volk gehalten wird.

    Das der Kohleausstieg immer weiter aufgeschoben wird statt endlich den Fokus auf erneuerbare Energien gelegt wird und dort auch zu investieren, mit der Begründung, es stünden 20000 Arbeitsplätze in der Kohleindustrie auf dem Spiel, zeigt doch, was da wichtiger ist als die Umwelt. Es geht um Kohle (im doppelten Wortsinn) und Wahlstimmen. Die gleiche Scheiße, die Trump abzieht, nur etwas subtiler.

    Ich neige nicht dazu, Korruption zu unterstellen, daher unterstelle ich einfach mal, dass da an vielen Stellen die Hausaufgaben nicht gemacht werden.

    Nun kann man sicherlich versuchen diesen ganzen Müll durchzukauen und kleinzureden, aber auch gequirlte Scheiße bleibt Scheiße!

  9. #8
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Zitat Zitat von Duftie Beitrag anzeigen
    Wodurch? Durch Argumente?
    Durch rhetorische Kampferfahrung und der Möglichkeit sich Antworten genau vorher zu überlegen.
    Genau das meine ich mit "auf unsympathische Art".
    Ja, sie wären ihm überlegen, aber was bringt es, wenn zum Schluss genau der Eindruck übrig bleibt, den du gerade verbalisierst?

    Ich behaupte, die Leute hungern nach einer Lichtgestalt.
    Nach einem Willy Brandt, einem Bruno Kreisky oder einem John F. Kennedy.
    Oder eben auch nach einem Adolf Hitler oder einem Benito Mussolini.
    Trump ist meiner Ansicht nach kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis einer Entwicklung in der westlichen Demokratie.
    Ich bin gespannt, wann wir unseren Trump kriegen werden.

  10. #9
    evol. Naturalist Avatar von Desperado
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Zitat Zitat von Duftie Beitrag anzeigen
    ...
    ... Das der Kohleausstieg immer weiter aufgeschoben wird statt endlich den Fokus auf erneuerbare Energien gelegt wird und dort auch zu investieren, mit der Begründung, es stünden 20000 Arbeitsplätze in der Kohleindustrie auf dem Spiel, zeigt doch, was da wichtiger ist als die Umwelt. Es geht um Kohle (im doppelten Wortsinn) und Wahlstimmen. ...
    Mir fällt gerade keine Partei ein, der ich als Regierungspartei zutrauen würde, unserem Land im globalen Wettbewerb die wirtschaftliche Stärke unter bestmöglichen Klimaschutzbedingungen und bei mindestens gleichbleibenden sozialen Lebensbedingungen zu erhalten. Die Grünen? Grüne können mittels starkem Wahlergebnis der Regierung, was Umwelt- und Klimaschutz betrifft, gewaltig Druck machen und sie machen das zu Recht, aber eine eierlegende Wollmilchsau würden auch sie als Regierungspartei nicht sein können.
    Während in Deutschland viele Wähler mit ihrem Wahlkreuz für Klima- und Umweltschutz stimmten und die Regierung damit ins Wackeln bringen, passiert weltweit folgendes:

    ... Die 120 größten Kohlekonzerne haben aktuell knapp 1.400 neue Kraftwerke in 59 Ländern in Planung oder sogar schon im Bau. ...
    Quelle: https://www.handelsblatt.com/unterne...UMMMEmRCvm-ap5

    Strom, gewonnen aus Sonnen- und Windkraft und erneuerbaren Energien würde für ein Industrieland wie Deutschland nicht ausreichen. Der fehlende Strom müßte aus umliegenden Ländern wie Polen und Tschechien bezogen werden und somit aus Kohlekraftwerken.
    Geändert von Desperado (28.05.19 um 13:24 Uhr)

  11. #10
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Zitat Zitat von Desperado Beitrag anzeigen
    Doch, die Blaulocke wurde eingeladen, bisher kam aber keine Antwort von ihm.
    Warum sollte er auch? - Wenn man sein Video angesehen hat, dann weiß man auch, dass er seine Beschreibungen und Vorwürfe auf Fakten stützt, die er alle einzeln aufgelistet hat. https://docs.google.com/document/d/1..._WCBOs/preview
    Soll er jetzt auf einem Treffen noch einmal die Fakten herunter beten oder was? Die CDU/CSU (aber auch die SPD, die FDP, die AfD und auch die Grünen, die ja durchaus in den letzten 35 Jahren zweimal in der Regierungskoalition waren) sind gerne dazu aufgefordert diese Fakten zu widerlegen.

    Tun sie das? - Nein!
    Tatsächlich hat sich nur die CDU bisher Mühe gegeben, dagegen anzustinken. Irgendwie scheint unter den Tisch zu fallen, das es auch gegen die anderen Parteien geht, die in den letzten 35 Jahren in den Regierungskoalitionen waren.

    Diese "offene PDF" der CDU strotzt nur so von Lobhudeleien auf die eigene Partei. - Ganz klar habe ich selbst nur einen kleinen Teil gelesen. Sehr schnell hatte ich das Gefühl, dass diese Partei eigentlich nicht wirklich auf die angegebenen Fakten eingeht, sondern inhaltlich nur versucht die Sätze von Rezo zu beantworten. Ein Video von inhaltlichen Fehlern aus dieser offenen PDF hatte ich bereits hier gepostet.

    Speziell was den Part "Klimaschutz" aus dem Video von Rezo angeht, habe ich zwei Artikel gefunden, die (auch) auf die Argumentation der CDU aus dem offenen Brief eingeht (bzw. dem Argument der AfD).

    - https://www.volker-quaschning.de/art...-CDU/index.php
    - https://scilogs.spektrum.de/klimalou...m-faktencheck/

    Fazit von Quaschning: "Gesamtfazit: In diesem Faktencheck wurden keine belastbaren Aussagen der CDU gefunden, welche die Inhalte in Bezug auf Klimaschutz des Videos von Rezo substanziell widerlegen."

    Fazit von mir: Die CDU blubbert rum, beweihräuchert sich mit Aussagen selbst, bringt krumme, teils sogar falsche Argumente, verdreht Tatsachen und hält sich schlicht nicht an Zusagen.

    Wozu sollte sich 'Blaulocke' mit denen abgeben? Die CDU (und eben auch die anderen Parteien aus den diversen Regierungskoalitionen) hat diverses versprochen und dies nicht eingehalten.

    Was akk da jetzt macht, ist in meinen Augen hilfloses Rudern mit schwammigen Ideen. Wer auch immer ihr das eingeflüstert hat (Politiker besitzen im Regelfall Berater und auch Textschreiber), sollte sie umgehend feuern.
    Journalistische Redaktionen mit persönlichen Meinungen von YouTubern zu vergleichen. Das ist so hohl.... dafür habe ich keine passenden Worte die im Forum hier zulässig wären.

    Zitat Zitat von Desperado
    Mir fällt gerade keine Partei ein, der ich als Regierungspartei zutrauen würde, unserem Land im globalen Wettbewerb die wirtschaftliche Stärke unter bestmöglichen Klimaschutzbedingungen und bei mindestens gleichbleibenden sozialen Lebensbedingungen zu erhalten.
    Die gleichbleibenden sozialen Lebensbedingungen sind weder in den letzten Jahrzehnten, noch werden diese in den nächsten Jahrzehnten bei der derzeitigen Politik erhalten werden.
    Wie das Video von Rezo auch aufzeigt, haben die reichsten 45 Familien in Deutschland soviel Vermögen wie die 50% der ärmeren Bevölkerung in Deutschland.
    Genauerer gesagt: 45 Familien in Deutschland haben mehr Vermögen als rund 50.000.000 Menschen zusammengenommen in diesem Land.
    Genauso wie aufgezeigt wird, das gerade in den letzten Jahrzehnten die Schere von Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Die CDU (und auch die anderen Regierungsparteien) haben diesen Trend nicht gestoppt oder umgekehrt, sondern noch gefördert.

    Und ich kann mich daran erinnern, das in meinem BWL-Unterricht vor jetzt fast 30 Jahren dies bereits ein Thema war. Da wurde auch schon aufgezeigt, das seit den 1960er Jahren dies bereits ein Problem der Gesellschaft ist.

    Zitat Zitat von Desperado
    Strom, gewonnen aus Sonnen- und Windkraft und erneuerbaren Energien würde für ein Industrieland wie Deutschland nicht ausreichen.
    Doch, würde sie! Sofern man die entsprechenden Gesetze für die Möglichkeiten schafft. Stattdessen ist zum Beispiel in Bayern durch die CSU 2014 die 10H-Regelung durchgesetzt worden. Eine sehr deutliche Absage an die Möglichkeiten der Stromerzeugung durch Windkraft.

    Zitat Zitat von Desperado
    Während in Deutschland viele Wähler mit ihrem Wahlkreuz für Klima- und Umweltschutz stimmten und die Regierung damit ins Wackeln bringen, passiert weltweit folgendes:...Fremdes Zitat: Die 120 größten Kohlekonzerne haben aktuell knapp 1.400 neue Kraftwerke in 59 Ländern in Planung oder sogar schon im Bau. ...
    Schön ist das nicht, ganz klar. Aber darum geht es nicht. Deutschland hat sich mit dem Kyoto- und später beim Pariser Abkommen VERPFLICHTET, die gemachten Zusagen einzuhalten.
    Oder wie es Stefan Rahmstorf so schön sagt:
    Die CDU hat auf Rezo geantwortet, man müsse Kompromisse machen. Dafür bin ich auch. Nur: mit dem Pariser Abkommen kann man keine Kompromisse machen; es ist bereits der Kompromiss! Alle Länder haben dem zugestimmt, auch der Bundestag. Einstimmig. Jetzt ist es Zeit für die Regierung, das Pariser Abkommen konsequent umzusetzen.

    Alle Länder müssen ihren fairen Anteil dazu beitragen, und dass die CDU tatsächlich argumentiert, Deutschland sei doch nur so klein, ist beschämend. Mit diesem Argument könnte die CDU den Menschen sagen, sie brauchen am Sonntag nicht zur Wahl zu gehen – denn wann hat eine einzelne Stimme je einen Unterschied gemacht? Zudem sind wir nach den aktuellen Emissionen auf Rang 6 aller Länder und stoßen pro Kopf das Doppelte des weltweiten Durchschnitts an CO2 aus. Das sind die Fakten.


    Zitat Zitat von Desperado
    Mir fällt gerade keine Partei ein, der ich als Regierungspartei zutrauen würde, unserem Land im globalen Wettbewerb die wirtschaftliche Stärke unter bestmöglichen Klimaschutzbedingungen und bei mindestens gleichbleibenden sozialen Lebensbedingungen zu erhalten.
    Mir auch nicht! - Aber darum geht es auch gar nicht. Es geht um die Verhinderung einer globalen Klimakatastrophe, die weder du noch ich wahrscheinlich noch erleben werden. Es geht nicht um den Staat Deutschland, es geht nicht mal um Europa, es geht um die ganze verfickte Welt.

    Selbst wenn die Umstellung von fossiler zu nachhaltiger Energie mehrere Millionen Arbeitsplätze in Deutschland kosten würde, wäre dies der Preis alle Mal wert.
    Die Erderwärmung und die eingehenden Folgen (Erhöhung des Meeresspiegel, Untergang von ganzen Landstrichen, massive Flüchtlingsströme, etc.) sind nicht mehr aufzuhalten. Es ist nur noch die Frage, ob wir dies in einem bewältigbaren Tempo haben wollen oder es drauf anlegen, bis zum letzten Moment zu warten um dann die Flüchtlingsboote mit unserer Marine persönlich abzuschießen.

    Deutschland ist im globalem Wettbewerb in mehreren Kategorien in den letzten zwei, drei, vier, wenn nicht mehr Jahrzehnten abgestiegen. Der Trend wird sich nicht aufhalten lassen, sofern nicht in vielen Bereichen teils radikale Änderungen durchgesetzt werden. Ich kann diese H20-Regelung aus Bayern durchaus verstehen. Kaum einer will so ein Windrad in seinem Hinterhof haben, aber darum geht es nicht. Diese (und andere) Teile sind zwingend notwendig für das Überleben der zukünftigen Generationen.
    Und ich habe schon Zwangsenteignungen für Straßen, Schienen und Flugplätze erlebt. "Für das höhere wohl der Menschen" - Aber erneuerbare Energien werden in Deutschland weniger gefördert und auch mehr rechtliche Hürden in den Weg gelegt. - Klimapolitisch gesehen der reine Schwachsinn.
    So ein Windrad gehört auf jedes verdammte Hausdach in Deutschland! So wie in jedem Haushalt Rauchmelder installiert werden müssen, so sollte überall die Kraft der Natur genutzt werden. Tatsächlich darf man Wetterfahnen bzw. Wetterhähne fast überall installieren. Windkrafträder unterliegen jedoch schwierigen Bestimmungen.

    Warum zur Hölle?

    Einer der kurzen Einspielungen im Video von Rezo zeigt einen Artikel von Spiegel Online. Darauf steht: "RWE sponsert über hundert Kommunalpolitiker" RWE steckt ganz tief in der Braunkohle. Ist zudem eine der größten Aktiengesellschaften der Welt. Und AGs sind zum Profitmachen verurteilt. Und die schmieren hunderte von Politikern. (Meistens CDU)
    Aber eben nicht nur FÜR KOHLE, sondern eben auch GEGEN andere Energiemethoden.

    Aber noch einmal: Darum geht es längst nicht mehr. Es geht nur noch darum, das WIR es schaffen so gut wie möglich den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Dazu hat sich die unsere Regierung verpflichtet und dies sollte auch unser aller persönlicher Einstellung sein.
    Unsere Regierung über die Jahrzehnte verhält sich dazu jedoch eher pffffff .... Keine Gesetze dazu, keine Regulierungen dazu, stattdessen werden Förderungen für Solar abgebaut, Aufbau von Windkraftanlagen wird erschwert, Stauanlagen seien zu teuer, etc.

    Jegliche Partei in Deutschland wird ihre Wähler (der gemeine Wähler will MEHR für sich) stark enttäuschen müssen. Anderseits ist dies Gang und Gäbe seit Jahrzehnten. Der Unterschied wäre in diesem Fall, das es einfach mal wirklich ALLE betrifft.

    ot:
    (ich muss hier aufhören.. ich ticker sonst aus. - Natürlich hängt da noch viel viel mehr zusammen, aber das würde nur zu Monster-Text führen und das da oben ist eh schon lang.)


    P.S. - Die Grünen haben fast überall in Deutschland zugelegt. Das stimmt mich traurig! Anscheinend ist fast niemandem bewusst, das zum Beispiel unter den Grünen (in der damaligen Regierungskoalition) die Waffenexporte aus Deutschland förmlich explodiert sind. Unter den Grünen sind deutsche Soldaten bis nach Afghanistan gekommen. Die Grünen sind Scheiße und haben ihre eigenen Ziele mehrfach Verraten.

  12. #11
    Moderator Avatar von chmul
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Warum sollte er?

    Um beispielsweise unter Beweis zu stellen, dass es nicht nur drum geht Show zu machen, sondern auch Lösungen zu finden. Man kann einen Dialog natürlich auch über Videobotschaften auf Youtube führen, aber ich glaube, dass dabei weniger rauskommt, als bei einem persönlichen Gespräch. Ein Gespräch, das auch keineswegs live gestreamt werden muss, vielleicht noch nicht einmal gestreamt werden sollte. Wenn beide Seiten sich einfach mal unterhalten könnten, ohne Angst, dass ein schwaches Argument oder ein Versprecher gleicht millionenfach geteilt wird, trüge das sicher zum Gelingen bei.

    In einem Dialog könnte die Politik (als Sammelbegriff auch für andere Parteien, die vermutlich ein ähnliches Problem hätten, wären sie das Ziel der "Zerstörung" gewesen) sich erklären lassen, was die jungen Menschen so umtreibt während Rezo unter Umständen Einblicke in die Gratwanderungen der Politik erhielte.

    Mal noch ein Kommentar von der Seite der Tagesschau. Durchaus auch bedenkenswert.

  13. #12
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Trotz freier Meinung ist auch klar, dass echte Politik nicht über das Internet ablaufen kann.
    Wenn Herr Trump täglich per Twitter alles raushaut, was ihm so gerade einfällt, dann ist das schlichtweg shice.

    Wir können ja auf der anderen Seite nicht mehr unterscheiden, ob es Manipulation ist oder eine ernsthaft konstruktive Diskussion.

    Von daher ist für den Wähler ganz klar die Realpolitik entscheidend, also das was umgesetzt wird.

    Das digitale Zeitalter hat seine Vorteile, aber wir müssen wissen, dass es nicht ungefährlich ist.
    Und wie wir aus der Geschichte wissen, hat es zu allen Zeiten Manipulationen gegeben, nur die Mittel waren anders.

    Der Grundsatz, dass man dem Netz nichts glauben darf und dass ein persönliches Gespräch 1000 Mal besser ist, sollte immer berücksichtigt werden.

    "Es ist alles gesagt, nur noch nicht von allen!" hilft mir bei der persönlichen Meinungsbildung sehr oft.
    Ich höre dann einfach nicht mehr auf das überflüssige Geplänkel.

  14. #13
    assimiliert Avatar von Duftie
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Um beispielsweise unter Beweis zu stellen, dass es nicht nur drum geht Show zu machen, sondern auch Lösungen zu finden. Man kann einen Dialog natürlich auch über Videobotschaften auf Youtube führen, aber ich glaube, dass dabei weniger rauskommt, als bei einem persönlichen Gespräch. Ein Gespräch, das auch keineswegs live gestreamt werden muss, vielleicht noch nicht einmal gestreamt werden sollte. Wenn beide Seiten sich einfach mal unterhalten könnten, ohne Angst, dass ein schwaches Argument oder ein Versprecher gleicht millionenfach geteilt wird, trüge das sicher zum Gelingen bei.
    Warum sollte ein persönliches Gespräch etwas bringen? Letztendlich ist es an der CDU zu zeigen (und nicht darüber zu reden), dass alles anders ist, als von Rezo dargestellt. Es geht nicht nur um den einen, der ein Video verbreitet hat, es geht um die vielen, die diesem Video gefolgt sind und ihre Schlüsse daraus gezogen haben, oder aufgrund dieses Videos vielleicht von einer möglichen CDU-Wahl abgebracht wurden. In allererster Linie sollte es aber darum gehen, dass die CDU ihre Kommunikationskompetenz überprüft und aus dieser Geschichte lernt.

  15. #14
    Moderator Avatar von chmul
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Der Politik wird allgemein unterstellt, dass sie den jungen Menschen nicht zuhört. Rezo hat Aufmerksamkeit erregt und über diese Gesprächseinladung die Chance erhalten für die Sache der Jugendlichen/jungen Erwachsenen mit "den Mächtigen" zu reden. Er hat sich dadurch in eine prominente Position gebracht, die aber eben auch die Bürde mit sich bringt, die sich bietende Chance zu nutzen.

    Tut er das nicht (und ich beziehe mich auf den Versuch, ob's was bringt ist ein anderes Thema), muss er sich fragen lassen, ob es ihm wirklich um die Sache der Jungen geht oder vielleicht doch nur um seine eigene.

    Es wäre naiv zu glauben, dass Rezo mit AKK über ein Käffchen unter den Linden die Probleme Deutschlands und der Welt löst. Aber ich kann mich nicht darüber beklagen, dass ich kein Gehör bekomme und mich dann verweigern, wenn ich die Chance hätte etwas zu tun. Er könnte durch sein Handeln andere seiner Generation dazu motivieren, selbst auch aktiv zu werden. Sei es durch Aktionen oder durch eigenes politisches Engagement.

    Ruht er sich auf seinen Millionen von Klicks aus, hat seinen Followern gezeigt, wie man dicke Backen macht, dann die Hände in den Schoß legt und schaut was andere daraus machen.

    Ich schreibe das aber allein auf Basis dessen, was ich aus verschiedenen Quellen gesehen und gehört habe. Ich habe das Video noch nicht angeschaut.

    Über das klägliche Versagen (nicht nur) der CDU in Sachen digitaler Medien/Kommunikation brauchen wir nicht zu diskutieren, die sind so weit hinterher, dass mir der Optimismus abgeht, daran könne sich kurzfristig etwas ändern.

  16. #15
    Langobarde Avatar von lango
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    AW: AKK fordert Wahlkampfregeln im Internet

    Zitat Zitat von chmul Beitrag anzeigen
    Der Politik wird allgemein unterstellt, dass sie den jungen Menschen nicht zuhört. Rezo hat Aufmerksamkeit erregt und über diese Gesprächseinladung die Chance erhalten für die Sache der Jugendlichen/jungen Erwachsenen mit "den Mächtigen" zu reden. Er hat sich dadurch in eine prominente Position gebracht, die aber eben auch die Bürde mit sich bringt, die sich bietende Chance zu nutzen.

    Tut er das nicht (und ich beziehe mich auf den Versuch, ob's was bringt ist ein anderes Thema), muss er sich fragen lassen, ob es ihm wirklich um die Sache der Jungen geht oder vielleicht doch nur um seine eigene.
    Er hat sich dazu schon auf Twitter geäußert:

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    Quelle: https://twitter.com/rezomusik/status...70009166135296

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