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Thema: Keine Indianer mehr

  1. #31
    Evolutionär Avatar von Desperado
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    AW: Keine Indianer mehr

    Volle Zustimmung, Keuchhusten Unter dem Text fehlt aber: Howgh, ich habe gesprochen

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  3. #32
    Offizieller SNF-Archivar Avatar von Keuchhusten
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    AW: Keine Indianer mehr

    Zitat Zitat von Desperado Beitrag anzeigen
    Volle Zustimmung, Keuchhusten Unter dem Text fehlt aber: Howgh, ich habe gesprochen
    Nein, das braucht es nicht. Amon nervt mich. Aber auch wenn er in diesem Forum den linken Rand darstellt, ist er nicht linksradikal.

    Seine Kommentare würden bei richtig harten Linken Wutschreie auslösen, da er dort gegen diversen Glaubenssätze verstößt. Allein die Gleichsetzung des Holocaust mit der Kolonisation Amerikas würde bei denen gegen den Glaubenssatz der "Historischen Singularität" verstoßen, wobei dieser Glaubenssatz nicht linksexklusiv ist. Auch im Europa-Thread hat er manche Sachen vom Stapel gelassen, für die er im Bereich Gesellschaftswissenschaften an der Uni Frankfurt seinerseits als alter weißer Mann gebrandmarkt worden wäre. Insofern ... was soll's. Ich versuche wieder in den Harmoniemodus zurückzukehren.

  4. #33
    Modeberater Avatar von Gamma-Ray
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    AW: Keine Indianer mehr

    ot:
    Harmoniemodus ist immer gut. Diskussionen können kontrovers sein, aber das schließt ja nicht den gegenseitigen Respekt aus.

    Weitermachen!

  5. #34
    assimiliert Avatar von Amon
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    AW: Keine Indianer mehr

    Zitat Zitat von Keuchhusten Beitrag anzeigen
    Die amerikanischen Ureinwohner haben seit Karl May ein weitestgehend positives Image.
    Das ist so, als würdest Du sagen: "Seit Winnie Puuh haben Bären in Deutschland ein weitestgehend positives Image."
    Kommt aber einer über die Grenze, wird er trotzdem abgeknallt.

  6. #35
    assimiliert Avatar von Duftie
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    AW: Keine Indianer mehr

    Die Frage war doch folgende:

    Dann erklär mir doch mal, wo genau der Unterschied ist, wenn ich mein Kind als Juden verkleide oder als Indianer, aus dem Blickwinkel eines Genozid-Überlebenden.
    Also ist es als Antwort völlig unerheblich, wie wir Indianer sehen, sondern wie Indianer diese Verkleidung sehen (oder eben ein Jude).

    Ich hatte am Dienstag gerade ein nettes Gespräch mit einem Vater, dessen Kinder diesen Kindergarten besuchen. Dabei kam eben auch das Thema "Blickwinkel" hoch. Wir waren uns, so habe ich es zumindest gedeutet, einig, dass es Grenzen bei der Auswahl eines Kostümes gibt. Und zwar sollte man umgebungsabhängig entscheiden, wen man eventuell verletzen könnte. Während man bei einem Kostümball in den USA als weißer Mann vielleicht auf das Indianerkostüm verzichten sollte, wäre es hier in Deutschland der gestreifte Schlafanzug mit Davidsstern und in Köln Mülheim die vor den Hosenschlitz gebundene Ziege ...

  7. #36
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Keine Indianer mehr

    Und zwar sollte man umgebungsabhängig entscheiden, wen man eventuell verletzen könnte.
    Ich weiß nicht, ob ich dieses Argument für so toll halten sollte. Also wenn wir schon darauf achten, wen was vielleicht verletzen würde, dürften wir zum einen überhaupt keine Waffen mehr zulassen - da alle Waffen mögliche Verletzungsinstrumente sind! - zum anderen müssten wir ständig auf dieses oder jenes Rücksicht nehmen, weil ja inzwischen eigentlich alles mit einer Meinung behaftet ist.
    (Als ich mir zu meinem 30. Geburtstag die Haare in Pink gefärbt habe, bin ich auf der Straße als 'Telekom-Schwuchtel' bezeichnet worden.
    Ich habe als schon alleine mit der Wahl meiner Farben irgendwelche Menschen beeinträchtigt.)

    Was mich nach meiner Schulzeit (die war lang.. rund 16 Jahre) so extremst angeödet hat, war diese Schuld, die man mir ständig im Unterricht unter die Augen gerieben hat von wegen ich bin eine Vergangenheit von Nazi und Hitler und dem ganzen Scheiß. Sobald mir also nach dieser Zeit irgend jemand kam mit Juden, Hitler, Österreichern oder Landeroberungen ging ganz zwangsweise mein Mittelfinger hoch. Ich hatte schlicht genug von vergangenen Zeiten gehört.
    Tatsächlich interessiere ich mich jedoch sehr für Geschichte. Von nix kommt nix. Woher kommen wir, wie sind wir entstanden, etc. pp, hat mich im Sinne der Selbstfindungsphase sehr interessiert.

    Nachdem ich mich so um das Jahr 2005 noch einmal mit genügend Abstand mit dem Thema sehr viel genauer befasst habe, bin ich heute sehr viel schlauer.
    Ganz klar waren unsere Vorfahren ziemlich Scheiße. Die amerikanischen Kontinente sind nicht von den heutigen Amerikanern erobert und teils ausgerottet worden, sondern von unseren europäischen Vorfahren.
    Diese seltsam geradlinigen Grenzverläufe auf der ganzen Welt (im vorderen Orient oder auch in Afrika) stammen von irgendwelchen europäischen Idioten, die dort Landmassen besetzt hielten. Völlig egal wer da wohnte, unsere Vorfahren machten da alles Platt.

    Zum Verständnis für die Welt halte ich das Wissen um die Vergangenheit unabdingbar. Von nix kommt nix. Das hat alles seine Geschichte worauf sich dann die derzeitige Realität aufbaut.

    Ich habe mich als Kind schuldig gefühlt, ein Deutscher zu sein. Als Teenager habe ich mich schuldig gefühlt, ein Europäer zu sein. Nach meiner recht langen Schulzeit war ich so angeödet ständig Schuld zu sein und bin es dennoch nicht losgeworden. Erst so mit 34 Jahren habe ich mich noch einmal ordentlich, im Versuch möglichst Wertneutral zu urteilen, an diese Themen mit der gefühlten Schuld heran gesetzt.

    Meine Erkenntnis ist: Ich bin ganz klar nicht sonderlich Stolz drauf, was meine Vorfahren im Laufe der Jahrhunderte angerichtet haben.

    Aber ich habe keine SCHULD! Ich bin für diesen Scheiß nicht verantwortlich! Ich habe mit dem ganzen DRECK von Damals NIX, aber auch so überhaupt NICHTS zu tun. Einfach weil ich schlicht nicht dabei war. Und eben auch nicht meine Neffen und Nichten (oder die anderen kleinen Gören, die mir hin und wieder in Obhut übergeben werden.)

    Und ja, es gibt Deppen auf der Welt, die rassistisch und antifeministisch und antisemitisch und was weiß ich nicht noch alles sind. Für mich leben die alle in einer alten Welt. Etwas, wofür ich nicht verantwortlich bin.
    Ganz klar bin ich NICHT stolz auf das deutsche Reich oder das deutsche Reich römischer Nation oder über vier (fünf?) Weltmeisterschaften im Fußball.

    Niemand von uns konnte sich aussuchen wo er geboren wird, mit welcher Hautfarbe, mit der Religion der Eltern, mit welchem Geschlecht oder was die Vorfahren irgendwann irgendwo angestellt haben.
    Sich darauf zu berufen, was irgendwelche Vorgänger erreicht haben, gemacht haben oder überhaupt waren, ist in meinen Augen obsolet. Hat mit der Realität auch nix mehr zu tun.

    Finde ich das, Aufgrund meines Wissens über die Geschichte schick, das es noch immer Cowboys und Indianers gibt in Kindergärten? - Nö! Schon dreimal nicht, weil ein Cowboy ohne Schusswaffe kein Cowboy ist. Wobei der Job des Cowboys meist ein echt Elendiger war. Schon da ist eigentlich ein genereller Irrtum im Begriff gegeben.

  8. #37
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Keine Indianer mehr

    Zitat Zitat von Schpaik Beitrag anzeigen
    Die amerikanischen Kontinente sind nicht von den heutigen Amerikanern erobert und teils ausgerottet worden, sondern von unseren europäischen Vorfahren.
    Neuere archäologische Funde lassen darauf schließen, dass die amerikanischen Ureinwohner ihrerseits wiederum eine Frühmenschenart vertrieben (oder ausgerottet oder assimiliert) haben. So wie es der Homo Sapiens in Europa mit dem Neandertaler gemacht hat.

    Geht man in der menschlichen Geschichte weit genug zurück, dann sitzen wir wohl alle auf Land, dass einmal jemand anderem gehört hat und dem es unsere Vorfahren geraubt haben. Oder man findet einen Vorfahren, der etwas wirklich schreckliches oder grauenhaftes begangen hat. Ich glaube, dass ist unvermeidlich.

    Die Frage ist, ob und wie lange man dafür Schuld empfinden sollte. Muss ich mich schuldig fühlen, weil möglicherweise einer meiner fernen Vorfahren vor 20.000 Jahren einen Neandertaler aus seiner Höhle vertrieb? Oder vielleicht einer meiner (nicht ganz so entfernten) Vorfahren Sklaven hatte? Oder eine antisemitische Gesinnung?
    Oder … (was weiß ich?)

    Um ehrlich zu sein: ich fühle mich nicht schuldig an den (potentiell vorhandenen) Untaten meiner Vorfahren, egal ob das jetzt 20.000 oder 200 oder 80 Jahre her ist, macht für mich keinen nennenswerten Unterschied aus.

    Tatsächlich muss ich eher darauf achten, dass die permanenten Versuche auch in den heutigen Generationen der Deutschen ein schlechtes Gewissen wegen der Untaten im Dritten Reich (die ich weder leugnen noch verharmlosen will) zu erzeugen, in mir keine Ermüdungserscheinungen hervorrufen.

    Aber manchmal kann auch ich es wirklich nicht mehr hören.

  9. #38
    assimiliert Avatar von Duftie
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    AW: Keine Indianer mehr

    Aber ich habe keine SCHULD! Ich bin für diesen Scheiß nicht verantwortlich! Ich habe mit dem ganzen DRECK von Damals NIX, aber auch so überhaupt NICHTS zu tun. Einfach weil ich schlicht nicht dabei war.
    Wo geht es um Schuld? Wenn man es derart ausweiten möchte, dann geht es maximal darum, aus der Vergangenheit und der Fehler unserer Vorfahren zu lernen.

    Im Falle des Kindergartens (den ich persönlich für am Ziel vorbeigeschossen erachte) geht es um Empathie und das Verständnis dafür, dass das, was für uns vielleicht Spaß bedeutet, für Menschen mit einem anderen Hintergrund vielleicht eine Beleidigung oder Verletzung ist. Als politisch inkorrekter Mensch habe ich ein persönliches Problem damit dem nachzukommen, kann aber die Intension verstehen. Allerdings fahre ich auch nicht mit einem Kettenfahrzeug mit Hakenkreuzflagge an der Antenne in den Urlaub in die Normandie ...


  10. #39
    Evolutionär Avatar von Desperado
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    AW: Keine Indianer mehr

    Zitat Zitat von Duftie Beitrag anzeigen
    ... Allerdings fahre ich auch nicht mit einem Kettenfahrzeug mit Hakenkreuzflagge an der Antenne in den Urlaub in die Normandie ...
    Feigling!

  11. #40
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Keine Indianer mehr

    Zitat Zitat von Duftie
    dass das, was für uns vielleicht Spaß bedeutet, für Menschen mit einem anderen Hintergrund vielleicht eine Beleidigung oder Verletzung ist.
    Na, dass Problem das daraus erwächst ist: Eigentlich kann man mit so ziemlich allem und jedem irgendjemanden auf die Füße treten. Ob das jetzt Witze über Nachnamen sind oder einfach Verkleidungen, Tätowierungen, Haarschnitten, Einstellungen, Grammatik usw. usf. Beispiele hat auch dieses Forum genug.

    Nur wo die Grenzen ziehen?

  12. #41
    B.Ohlsen der alte Schwede Avatar von SoKoBaN
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    AW: Keine Indianer mehr

    Ich hatte so ein schickes Plastikgewehr, mit Zündplättchen-Einzelschuss und Feuerstein-Dauerfeuersimulation.
    Es diente, selbstverfreilich auch zum Fasching den sadistischen kriegstreibenden Großkapitalisten jenseits des antifaschistischen Schutzwalls, gebührend zu begegnen. Natürlich auf eine spielerische Art.
    Ich hasse alle Ossis. Wenn ich mich als Wessi verkleide, ist das jetzt rassistisch gegenüber meinen Ossi-Kollegas?
    Merkt man es mir an, das mir Inhalte, dieses Thema betreffend irgendwie Latte sind und ich nur schreibe, um das sich jemand Anderes darüber ärgern muss es gelesen zu haben? Auch eine Form von Rassismus, wenn auch eine recht perfide, zugegebener Maßen...

  13. #42
    ist wieder öfter hier Avatar von gisqua
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    AW: Keine Indianer mehr

    Im Grunde genommen liegt das Problem bei denen, die ein Problem daraus machen;
    und das sind weder die, die sich auf harmlose Weise verkleiden -
    noch die, die das Vorbild für diese Verkleidung sind.

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