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Thema: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

  1. #331
    schläft auf dem Boardsofa Avatar von Jonn
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    AW: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

    Das mag sein aber mal abgesehen vom ökonomischen Schaden der dort verursacht wird provozieren die Engländer Mord- und Totschlag in Irland/Nordirland wenn dieser Johnson sich mit seinen komischen Visionen durchsetzt

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  3. #332
    evol. Naturalist Avatar von Desperado
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    AW: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

    Da gebe ich dir völlig Recht, Jonn, aber nicht damit, daß der Austritt von GB der EU am A... vorbei geht.

  4. #333
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

    Zitat Zitat von Desperado Beitrag anzeigen
    Nun, ganz so ist es nun auch nicht. Wer meinst du, wer den Teil der Beiträge, die GB an die EU-Nehmerländer geleistet hat, übernehmen muß? Doch nicht etwa Deutschland? Aber sicher doch, zumindest zum größten Teil.
    Klar werden wir das übernehmen, Deutschland und Frankreich sind die beiden Hauptfinanzierer der EU.
    Wenn der Kuchen kleiner wird könnte man natürlich auch die einzelnen Stücke für alle kleiner machen, aber die Bruttoeinzahler (allen voran natürlich diejenigen, die bisher die größten Stücke vom Kuchen erhalten haben) fangen schon jetzt vorsorglich mit dem Jammern an.
    Die EU könnte sich ja auch mal an einem sparsameren Umgang mit den Haushaltsmitteln versuchen, aber die Vorstellung ist ungefähr genau so realistisch wie die Idee der Briten, dass nach dem Brexit für sie alles besser wird.

    Die EU-Erweiterungsfanatiker können nicht genug Nehmerländer in die EU bekommen. Es ist nicht schmerzfrei, wenn das Geberland GB die EU verläßt.
    Das ist ein weiterer Aspekt. Die anstehenden EU-Erweiterungen werden ausschließlich weitere Agrarstaaten bzw. Bruttozahler in den Kreis der bereits existierenden Subventionsempfänger aufnehmen. Und auch die wollen ein Stück vom Kuchen, und alle anderen wollen natürlich das ihre Stücke dadurch nicht kleiner werden. Also sollen die Nettozahler noch mehr einzahlen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen.

    Aber da die EU ohnehin schon massive Überschüsse bei allen (meist massiv subventionierten) Agrarprodukten produziert, macht die Aufnahme weiterer Agrarstaaten auch besonders viel Sinn. Müssen in Zukunft eben noch ein paar Millionen Tonnen subventionierte Lebensmittel vernichtet werden um die Marktpreise stabil zu halten (und gleichzeitig predigen dann unsere deutschen Politiker uns vor, dass wir zu viele Lebensmittel wegwerfen ).

    Es sind weder bei den "alten" noch bei den "neuen" Bruttozahlern welche dabei, bei denen man realistischerweise davon ausgehen könnte, dass sie in den nächsten 100 Jahren zu Nettozahlern mutieren könnten. Im Gegenteil, Länder wie Griechenland und Polen richten sich eher behaglich darauf ein, jetzt und für alle Ewigkeiten Milliarden aus dem nie versiegenden Füllhorn der EU zu erhalten.

    Und nach dem Brexit von England bleiben nur sehr wenige effektive Nettozahler übrig, die meisten zahlen doch gearde mal ein paar Euro mehr ein als sie erhalten.
    Wie schon gesagt: Deutschland und Frankreich finanzieren ja schon offiziell mehr als 50% der EU und da die Zahlen mit Sicherheit schwer geschönt sind gehe ich eher von realen 75% aus.

  5. #334
    Und jetzt? Avatar von Supernature
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    AW: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

    Meine innere Stammtisch-Stimme sagt ebenfalls "sollen die Briten die EU doch ohne Deal verlassen, werden schon sehen, was sie davon haben". So ein kleines bisschen ist da auch Schadenvorfreude dabei.
    Und damit muss ich gestehen: Die Leute, die kreuz und quer Keile durch die Gesellschaft treiben, um diese zu spalten, damit sie ihre schmutzigen Spiele ungestört spielen können, haben wohl auch bei mir schon gewonnen.

  6. #335
    treuer Stammgast
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    AW: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

    Bzgl Netto (u.a. Polen)
    https://www.bpb.de/nachschlagen/zahl...ettoempfaenger
    (von 2016)
    Aber auch
    https://www.manager-magazin.de/polit...a-1188230.html
    Über die Jahre 2010 bis 2016 betrachtet, hat Polen demnach 4,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung als Kapitaleinkommen gen Westen geschickt - und zugleich nur 2,7 Prozent netto aus dem EU-Haushalt erhalten.
    Essenz
    Während die Ungleichheit innerhalb dieser Länder gering bleibe, entstehe ein kolonialähnliches Verhältnis zur ausländischen Oberschicht.

    Für die EU bzw Deutschland wird das Nachrichten nach nicht billig
    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...en-kosten.html

    Allerdings stehen die Briten immer noch mit etlichen Milliarden selbst in der Kreide bzw Pflicht
    https://www.faz.net/aktuell/brexit/b...931671-p3.html
    70 Mrd sollen es sein, ohne Thatcher-Rabatt.
    Also wenn man da 5Mrd/Jahr abstottert statt in der EU zu bleiben - so groß ist die aktuelle Summe, die GB in die EU zahlt, wäre man mit 14 Jahren schuldenfrei und gelöst. Oder alle lachen herzlich in 5 Jahren über den Zerfall der EU und gehen ihrer Wege.

    Und BJ weiss das
    Boris Johnson, Außenminister und Brexit-Hardliner, findet es ganz und gar „unvernünftig“, dass sein Land nach einem Austritt große Geldsummen an Brüssel überweisen soll. Es sei „völlig okay“, ohne einen Deal zu gehen, sagte er gerade. Klar, dann hätte sich die Austrittsrechnung sowieso erledigt. Denn selbst wenn die Europäische Union vor einem internationalen Gericht recht bekäme, wie sollte sie an ihr Geld kommen?
    Wo nix ist, kannste nix holen.

  7. #336
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

    Es mag sein, dass Polen im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt prozentual mehr einzahlt als Deutschland, aber unterm Strich sind und bleiben sie Nettoempfänger.
    Laut der Zahlen aus Deinem ersten Link haben sie 8,6 Milliarden Euro mehr empfangen als eingezahlt.

    Die Zahlen kann man natürlich ein paar mal hin und her schieben und dies und jenes relativieren, aber 8,6 Milliarden Euro netto bleiben dennoch 8,6 Milliarden netto, die auf jeden Fall erst einmal jemand anders aufbringen muss. Und das sind überwiegend die Deutschen und die Franzosen.

    Und etwas zu fordern ist natürlich auch leichter als Forderungen zu erfüllen.
    Aber: Beggars can't be choosers!


    Man kann natürlich immer versuchen sich alles schön zu rechnen.

  8. #337
    evol. Naturalist Avatar von Desperado
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    AW: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

    Boris Johnson ist in Berlin und will das Brexit-Abkommen nachverhandeln.. ... "Wir schaffen das", sagte Johnson auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel – auf Deutsch und in Anlehnung an Merkels berühmt gewordenen Ausspruch in der Migrationspolitik. ...
    Ob ihm deutscher Populismus helfen kann?
    Boris Johnson hat übrigens deutsche Vorfahren - wie George W. Bush, wie Donald Trump, ...

  9. #338
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Der Brexit, das Desaster darf seinen Lauf nehmen

    ot:
    Keine genaue Recherche diesmal, sorry! Eher so Randwissen aus dem Kopf.


    Zitat Zitat von Desperado
    Nun, ganz so ist es nun auch nicht. Wer meinst du, wer den Teil der Beiträge, die GB an die EU-Nehmerländer geleistet hat, übernehmen muß? Doch nicht etwa Deutschland? Aber sicher doch, zumindest zum größten Teil. Die EU-Erweiterungsfanatiker können nicht genug Nehmerländer in die EU bekommen. Es ist nicht schmerzfrei, wenn das Geberland GB die EU verläßt.
    Soviel ist das gar nicht, was die Engländer tatsächlich in den EU-Topf geworfen haben. Wird auch schon einmal erwähnt. Thatcher hat damals nen Sonderdeal ausgehandelt.
    Zwar zahlen die "eigentlich" ziemlich viel ein, aber durch irgendwelche obskuren Regelungen erhalten sie auch wieder eine Menge zurück.

    Zitat Zitat von Grainger
    Das ist ein weiterer Aspekt. Die anstehenden EU-Erweiterungen werden ausschließlich weitere Agrarstaaten bzw. Bruttozahler in den Kreis der bereits existierenden Subventionsempfänger aufnehmen. Und auch die wollen ein Stück vom Kuchen, und alle anderen wollen natürlich das ihre Stücke dadurch nicht kleiner werden. Also sollen die Nettozahler noch mehr einzahlen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen.

    Aber da die EU ohnehin schon massive Überschüsse bei allen (meist massiv subventionierten) Agrarprodukten produziert, macht die Aufnahme weiterer Agrarstaaten auch besonders viel Sinn. Müssen in Zukunft eben noch ein paar Millionen Tonnen subventionierte Lebensmittel vernichtet werden um die Marktpreise stabil zu halten (und gleichzeitig predigen dann unsere deutschen Politiker uns vor, dass wir zu viele Lebensmittel wegwerfen ).

    Es sind weder bei den "alten" noch bei den "neuen" Bruttozahlern welche dabei, bei denen man realistischerweise davon ausgehen könnte, dass sie in den nächsten 100 Jahren zu Nettozahlern mutieren könnten. Im Gegenteil, Länder wie Griechenland und Polen richten sich eher behaglich darauf ein, jetzt und für alle Ewigkeiten Milliarden aus dem nie versiegenden Füllhorn der EU zu erhalten.
    Deine Beispiele hinken!
    Ich hatte mich vor rund eineinhalb Jahren mal so grob rudimentär damit befasst. DejaVu gibt dazu auch schon ein paar nette Beispiele. Wobei: Ganz klar, die Länder in der Mitte von Europa bringen sehr viel Geld für Europa auf. Jedoch sollte man nicht vergessen, das fast die Hälfte der Staatseinnahmen Deutschlands durch den Zoll erfolgen.
    Innerhalb der EU ist der Zoll niedriger, alles was von außerhalb kommt wird höher verzollt. Wenn jemand aus Panama ne Lieferung nach Polen hat, dies über den Hamburger Hafen abwickelt, dann wird der Zoll hier in Hamburg verlangt und nicht erst in Polen.

    Eine sehr genaue Auseinanderklabüsterung habe ich damals nicht gefunden. - Ganz klar führt Deutschland ganz viele Gelder in die EU und in andere Länder ab, das ist jedoch einfach unser Job. Dafür sind wir, unter anderem, eine Zollunion.
    Auch deswegen ist Österreich, die so Landtechnisch eher wenig Kontakt mit der Nordsee oder dem Mittelmeer haben, so gar nicht auf eine LKW-Maut.
    Und nicht vergessen. Die Schweizer haben Container-Schiffe und eine Kriegsmarine.

    Desperados Mimimi-Beitrag, was wer übernehmen muss ist im Sinne vom Steuerzahler eher unwichtig.

    Gefährlich für Deutschland ist eigentlich wenig zur Zeit auf der Welt. Für die Geringverdiener in diesem Land wird es jedoch wahrscheinlich schwieriger werden.
    Wenn das Johnson-England auf Konfrontationskurs gehen will, dann erhöht die EU eventuell einfach die Zölle, bis die Knete wieder drin ist.
    Schauen wir uns um... Die Strände und Häfen in der Nähe von Johnson-England gehören fast ausschließlich der EU.

    Diese (oder ähnlich gearteten Streitereien) gehen jedoch IMMER auf Kosten der Bevölkerung, die am unteren Ende der Einkommensschiene leben. Hüben wie drüben wie hier.

    Vermutlich (meine Vermutung) werden wir in einiger Zeit mal wieder eine Währungsunion haben mit neuen Geldscheinen. Damit das irgendwie wichtig erscheint.
    Jeder BWLer mit nem vernünftigen Prof weiß, das Geld fiktiv ist. Funktioniert nur, weil jeder daran glaubt. Ist der Glaube an den Kapitalismus. Diese Münzen und Scheinchen sind völlig witzlos, wenn man dafür nix eintauschen kann.

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