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Thema: Ich versuche seit Tagen...

  1. #46
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Ne, keine Panik. Ich mag ja krank im Kopf sein, aber RL-Namen werde ich nirgendwo schreiben. (Auf anderen Seiten ganze Adressenlisten und Durchwahlnummern weiterleiten ist in meinen Augen was anderes!)

    Für die Reha-Abteilung der Argentur für Arbeit habe ich inzwischen meine Anwesenheit für den "arbeitspsychologischen Test" absolviert.
    Die Testbereiche waren Sprachverständnis, Logik, Mathe. Wie ich nun in deutsch (Sprachverständnis) abgeschnitten habe, weiß ich nicht, beim Logik-Test kam auf einmal ein blauer Bildschirm (ohne Text) auf meinem Bildschirm. Der olle "Kursleiter" hat dann bei mir zweimal und auch bei sich ein paar Mal nachgesehen um mir dann zu verkünden: "Der Test stürzt ab, wenn alle 40 Fragen richtig beantwortet werden innerhalb der vorgegebenen Zeit."
    Als dann Mathe dran kam, bin ich rausgewunken worden. (eigentlich ärgerlich.... ich hatte mich gerade für Mathe noch mal so richtig schlau gemacht die Tage vorher...)

    Wobei ich hier klar anmerken muss. Die Tests sind für Versager dieser Welt, für miinderbemittelte Indiviuen gemacht. Man will da ausloten ob eine Unterstützung auch nur im Ansatz Sinn macht.
    Das da ein kleiner Schpaik abräumt ist eher nicht verwunderlich. (Ich persönlich hab mich darüber riesig gefreut, meine Freundin sagte dazu jedoch schlicht:"ich habe nichts anderes erwartet!" - war ziemlich ernüchternd...)

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  3. #47
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Das mit dem Volldeppen aus dem Kostenstellenbereich der ARGE hängt noch immer. Die Bürokratie schreibt vor, das mein Widerspruch an die Widerspruchsabteilung geht und dort geprüft wir.
    Den Widerspruch habe ich am 1.November eingereicht. Am 28. Dezember hab ich eine Bestätigung erhalten.
    Zitat: "Ihr Widerspruch vom 1. November ist bei uns am 1. November eingegangen und wird von uns bearbeitet." Der Schrieb stammte vom 28. Dezember!!!

    Die brauchten Bitte schon alleine fast zwei Monate um meinen Widerspruch an die richtige Stelle weiterzuleiten????
    Wasn das für ein scheiß Staat????

    Ich hab es inzwischen mal geschafft, dort durchzukommen per Telefon. Der Mensch, der für meinen Widerspruch verantwortlich ist, steckt in Unterlagen von Anfang September. Bevor der auch nur Ansatzweise zu meinem Fall kommt, werden noch mindestens zwei Monate vergehen. Äh.. nochmal: Was ist denn bitte das für ein Scheiß Staat mit seiner verfluchten Bürokratie, der einem hilfsbedürftigen Menschen eine Zeitnahe Bearbeitung vorenthält?

    (Nix gegen Herrn Ö. - Wir haben uns Super verstanden, ein bisschen Büroalltag ausgetauscht und er hat mir indirekt (er hat hier und da laut Gedacht und ich habe nicht zugehört ) ein paar sehr schöne Gedankenansätze bekommen. Der Mensch in dieser Position darf keine Meinung, keine Ansicht, keine Empfehlung haben oder empfinden. Genauso wenig wie ich lauschen darf oder irgend einen Staatsbeamten ernst nehmen sollte. )

    Apropos ernst nehmen

    Es gibt über das SGB eine Regelung über die "Teilhabe am Arbeitsleben".

    Das ich noch keine 15 Jahre sozialversicherungspflichtig in den Staatsfond eingezahlt habe, falle ich unter die Verantwortung der Agentur für Arbeit. Und dort in die Reha-Abteilung der Agentur für Arbeit.

    Wenn ich bedenke, das ich die Info im Sommer letzten Jahres von nem Mitarbeiter aus Farmsen (bfw), den ich mir mal so zufällig gegriffen habe, erhielt, ich jedoch im Grunde genommen seit 97 auf der Suche nach solchen Hilfen bin..... vertraut keinen normalen ARGE-Mitarbeitern! - Vertraut schlicht niemandem vom Arbeitsamt, niemandem von der Agentur für Arbeit. Das sind alles Schweine! - -Wobei ich auch arg blauäugig war.
    Zur Ehrenrettung: Es gibt durchaus fitte und faire Leute dort. Ich war (und bin) jedoch immer schon ein schwerer Fall gewesen. Insofern hat man mir dann auch immer die miesen und die die alles-in-Arbeit-zwingen-können als "Arbeitsvermittler" zugeordnet.
    Hab ich jetzt schon wieder. Hörmann (tatsächlicher Name) Dieser hatte mich zwischendurch mal zur Rentenkasse geschickt um diverse Formulare (84, 85, 96, etc.) dort auszufüllen. Erst als ich dort anfragte nach Hilfe, weil ich völlig überfordert war, sagte man mir, "in ihrem Alter ist das mit dem Rentenantrag halt sehr kompliziert."
    Rente??? - Ich bin aus allen Wolken gefallen.
    Die (Hörmann) Ratte hat mich losgeschickt, Anträge für eine Rente auszufüllen ohne mir zu sagen, das es ein Rentenantrag ist.

    Die Menschen die dort sitzen, sind meiner Erfahrung nach eher dafür eingestellt, das Geld zu bewahren und nicht dem Gesetzt zu folgen. - Dem müssen sie folgen, die tun sie jedoch eher widerwillig. Wobei dies ne Direktive von oben ist. - Ich hab inzwischen von mehr als drei Mitarbeitern der Ämtern im privaten Bereich gehört (irgendwo getroffen durch Zufall), das die Ansage von oben ist: So schwer wie irgend möglich machen! Die sind nicht sozial aufgestellt, sondern wirtschaftlich effizient. Das nun Hörmann (wahrer Name) als Psychopath vom Dienst seit Jahren die Leiter immer weiter hinauf steigt, wundert die Leute nicht.
    Hörmann (wahrer Name) ist der harte Hund in der ARGE Farmsen. "Der bekommt jeden in Arbeit" - Zitat aus einem Kantinengespräch.

    Aber ich schweife ab... davon wollte ich gar nicht schreiben.

    Ich habe im Sommer 16 (August) den Antrag zum "Teilhabe am Arbeitsleben" bei der Reha-Abteilung der Agentur für Arbeit eingereicht.
    Anfang Oktober kam dann ein Fragenkatalog. Die Fragestellung der meisten Fragen hat mich eher verwirrt. Nach einigen versuchen hab ich alle Fragen in ein Textprogramm übertragen und dann darüber nach besten Wissen und Gewissen geantwortet. Abgegeben habe ich rund 30 DIN-A4 Seiten.
    Danach bekam ich eine Einladung, um "strittige" Punkte zu klären.
    Die an diesem Tag vorhandenen Personen waren Auszubildende, Praktikantinnen und Aushilfskräfte. Die waren mit den Anforderungen, die mir die Institution stellt, mehr als nur überfordert. Schlussendlich auch deswegen, weil sich die Fragen alle darauf beziehen, dass man erst kürzlich seinen Job verloren hat. - Das ist ja bei mir anders.

    Im Oktober kam es dann zu einem persönlichen Gespräch. Mitte November durfte ich dann diesen ominösen Test (siehe weiter oben) machen.

    Vor nun knapp zwei Wochen bin ich.... sagen wir mal winzig-trulla (wt) wieder begegnet. Das Angebot was sie mir Aufgrund meiner "Leistungen" und natürlich dem, was in ihrem Rechner steht.......Behindertenwerkstatt.
    Ich hab mir am nächsten Tag die nächsten drei Behindertenwerkstätten in meiner Umgebung angesehen. Von zwei hab ich es sogar schriftlich, das die mich schlicht nicht sinnvoll beschäftigten könnten. Meine Behinderung ist eine andere Form als sie diese dort betreuen.

    Da Misses wt nicht direkt, sondern nur über eine Service-Nummer zu erreichen ist - und nachdem ich da vorletzten Donnerstag dort sechs Mal hilflos in der Warteschlange fest saß für ....Minutenlang.. bin ich da einfach (einfach ist gut... das sind knapp eineinhalb Stunden von mir bis da) aufgekreuzt um mich eigentlich über die Schwaschtrulla zu beschweren. Verantwortliche Personen waren jedoch nicht anwesend.
    Ich hab dann notgedrungen ihr gegenüber zum Ausdruck gebracht, das ihr Vorschläge nicht meinen Fähigkeiten entsprechen.

    Das kam bei ihr nicht so gut an.

    Sie hat sich (was ich fair und fit finde) eine Woche Zeit erbeten um mir alternative Möglichkeiten anbieten zu können.
    Rausgekommen ist Grone (ein Verein bei dem ich in den letzten 20 Jahren inzwischen sechs mal war und fast alles was dort war höflich schlicht Dreck!
    Oder eben Hamburger Arroganz... oder so ähnlich. (ne, spaß.. die heißen anders.) Nach meinem Anruf dort wurde jedoch klar, das ich da völlig falsch war. Eine freundliche Person von dort, hat mir Anschluss-Adressen beschrieben, mir jedoch auch "selbstlos - sozusagen mit einem offenem Denken" (was sie nicht darf - und ich ich habe in KEINEM Fall zugehört) auf Behindertenvertretungen ....

    Seit letzten Mittwoch ist mir klar, das die kleine wt-Schlampfe auch nur ihren Job macht und eben nicht für die Menschen da ist, was eigentlich ihr Job sein sollte.

    Meine Zielsetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Das hab ich immer und überall angegeben. Die Leute wollen mich jedoch irgendwie immer auf irgendwas schieben, was damit überhaupt nix zu tun hat.

    Über eine "Klatschtante" bei der Hamburger Arroganz hab ich dann jedoch ne neue Option bekommen. Inklusion - schickes Wort, nicht?

    Seit jetzt rund 10 Tagen bin ich am rotieren und machen und tun. Ich habe rein telefonisch inzwischen mit knapp 100 Leuten Kontakt gehabt. Letzten Montag nen reinen Telefondienst geschoben.. weil viele Freitags nicht zu erreichen sind. Überhaupt Ämter... das ist ne Frechheit was mir da präsentiert wird.....

    Ich hab jedoch auch über diverse Querverbindungen ne Aufforderung erhalten, mich bei der Deutschen Bahn (Zweigstelle Kommunikation) zu bewerben. Ich hab da Kontakt zu den Behindertenbeauftragten aus Norddeutschland und Berlin. Beide sagen mir, das ich mich, selbst bei meinem Alter, schlicht bewerben soll.

    Tatsächlich habe ich die meisten meiner "relevanten" Unterlagen zusammen.

    Fortsetzung folgt

  4. #48
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Zitat Zitat von Amon Beitrag anzeigen
    ot:
    Bei so ein paar Beiträgen der letzten Tage die ich gerade von dir gelesen habe, habe ich den Eindruck sie entstanden in einer bestimmten Stimmung/
    Gefühlslage und in einer anderen solchen könntest du sie wieder bereuen.
    Ich dreh seit Wochen am Rad. Das Grundsicherungsamt hat jetzt schon seit fünf Monaten meine Unterlagen und kommt nicht in die Hufe. Der Ganze Scheiß mit meiner Bewerbung läuft seit vier Monaten und ich habe keine Ab- oder Zusage. Die Aktion meine BG aufzulösen läuft jetzt seit über acht Monaten. Der Staat kommt nicht in die Hufe und ich habe nix, mit dem ich arbeiten kann. Das macht mich Kirre ohne Ende.

    Mein Neurologe hat mir ganz klar gesagt, das ich unbedingt abschalten muss. ICH DARF NICHT ABSCHALTEN!!! Wenn ich jetzt aufhöre sind die ganzen Vorarbeiten in den letzten Jahren für die Katz und ich muss von vorne anfangen.

    Ganz klar bin ich geladen ohne Ende. Es gibt ohne Antwort keine Lösung, kein zielgerichtetes Ventil. Mein gesamtes Verhaltensmuster wird immer Chaotischer. Ich darf aber in keinem Fall ohne Antwort vorher aufhören zu funktionieren. (Wobei ich schon seit Wochen nicht mehr ordentlich funktioniere)

    Das Spiel heißt einfach: Bürokratie gegen Schpaik.
    Wenn ich wieder den Schwanz einziehe, bin ich raus und hab verloren. Kann ich mir nicht erlauben. Ich MUSS weitermachen. Dass mir das nicht gut tut (und eventuell euch nicht) ist mir klar, aber wenn ich jetzt wie in der Zeit vor diesem Forum anfange meinen geistigen Zustand an der Welt auszulassen.... kann keiner gebrauchen.

  5. #49
    Nun ist mir kalt Avatar von oxfort
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Ganz klar bin ich geladen ohne Ende.
    Und dann setzt Du evtl die falschen Signale bei den Behörden?

    Ich bin jetzt 2 Jahre krankheitsbedingt Zuhause und diese Situation gefällt mir absolut nicht.
    Aber! Ich hatte bisher noch nie Probleme mit der KK oder der AA. Zahlungen wurden/werden immer! pünktlich geleistet.

    Für mich ist das Problem das/dein eigene/s "Ich"!

    Das Spiel heißt einfach: Bürokratie gegen Schpaik.
    Also das kann ich mir nicht vorstellen, wie heisst es: Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück.

  6. #50
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Du warst noch nie in einem Wald, oder? - Die Schallwellen brechen sich dort und da "schallt" von der eigenen Stimme eigentlich nix unter 160 Megaphon zurück.

    Es geht nicht um pünktliche Zahlungen.

    Ich weiß seit "offiziell" 2010 das ich ne Macke ne Behinderung habe. Genetisch bedingt. Also seit meiner Zeugung.
    Jetzt versuche ich so etwas wie Erfolg durch Arbeit zu erreichen. Der Staat bietet mir jedoch eigentlich nur Grundsicherung oder Behindertenwerkstatt an.

    Zielsetzung für mich ist ein Job, bei dem ich mindestens (absolutes Minimum) 1050 Euro Netto im Monat verdiene. Ich mag nicht Arbeiten und immer noch auf den Staat angewiesen sein.

    Also ja, ohne staatliche Gelder wegen ASP und so, wird es nicht gehen, aber ich möchte von der ARGE weg kommen. - Mit Arbeit hab ich nie ein Problem gehabt. Wobei zwei Dinge erfüllt sein müssen. Zum einen: Es muss ne sinnvolle Arbeit sein und es bedarf für mich ein gewisses Maß an Abwechslung.
    Ich brauch schlicht Arbeit die ordentlich meinen Kopf beschäftigt. Bevorzugt mit anderen Menschen. Ich 'kann' auch alleine Arbeiten. Auf Dauer gehe ich jedoch an mir selbst Zugrunde. Etwas, was ich (gerade Letztens) hier im Forum sehen kann. Es gibt irgendeinen Satz, nen Bericht, ach irgend etwas was mich an ein traumatisches Erlebnis aus meinem Leben erinnert und ich tille wieder völlig aus.
    Das kann nicht meine Zielsetzung sein.. ist sie auch nicht.. aber ich kann dann schlicht nicht anders.

    Und komme mir bitte nicht mit "brauchst ne Therapie!" - Ja, weiß ich, aber Therapie ist darauf ausgelegt, das man sein Leben 'nebenbei' auf die Reihe bekommt. Mein Leben besteht aus Verdrängung meiner 'frühen Erfahrungen'. Wenn ich bei nem Therapeuten sitze und er mich danach fragt, dann greif ich auf Gefühlswelten zurück.... nach so einer Sitzung bin ich gelutscht. Nach so einer Sitzung bin ich manchmal zwei, drei Tage nicht mehr fähig irgendwas zu machen.
    Bei den drei Therapien war ich bei einer völlig falschen Person, bei einem krankhaften Jungsliebhaber und bei einer fitten Person. Beim letzteren hab ich ne Menge gelernt, da jedoch weder ich noch er wusste, was ich bin, ging die Therapie in vielen Aktionen in ne falsche Richtung.

    Die deutsche Sicherrungsautomatik würde/hätte bei mir längst gegriffen, wenn ich nur ein halbes Hirn oder stark körperlich eingeschränkt wäre. Beides ist nicht der Fall.
    Ich musste 2009 meine Diagnose noch selber zahlen, weil 'meine Macke' nicht staatlich anerkannt war.

  7. #51
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Der Text da oben ist, wie dem aufmerksamen Leser vielleicht auffällt, nicht zu Ende geschrieben. Hab ich auch jetzt nicht vor zu tun.
    Wobei... vielleicht noch als kleine Anmerkung: oxfort hat da gar nicht so unrecht. Ich stehe mir ganz grundsätzlich sehr häufig einfach selbst im Weg. Fehlende Grundsatzinformationen sind hin und wieder ein Teil des Problems. Da brauche ich dann Menschen, die mir die Dinge erklären können so, das ich sie auch verstehe.



    So. Kommen wir zu dem, weswegen ich hier dieses Mal schreibe.

    Es ist mal wieder passiert. Ich bin geplatzt. Eigentlich hatte ich mich Abends, nach einem recht erfreulichen Tag, nach dem Einkaufen gegen 20.30 Uhr nur hingesetzt um den ein oder anderen Beitrag hier im Forum zu verfassen oder zu beantworten. Bei der Beantwortung zum Thema Willkommen in der Hölle bin ich irgendwo/-wann in Hyperaktivität verfallen. In diesem Fall nicht mit Frust oder Wut oder Ärger... ich bin euphorisch geworden. Das mag zwar positiv klingen, ist jedoch auch nur eine Umschreibung für einen Zustand, der sich meiner bewussten und absichtlichen Kontrolle entzieht. Das Schreiben an sich hat Glückshormone freigesetzt ohne wenn und aber. Zu sich vermischenden Themen in Bereichen wo ich mich zumindest von meiner Seite aus her ein wenig auskenne, bzw. ich selbst teilweise sogar mit drin stecke.

    Wobei die Formulierung "der sich meiner bewussten und absichtlichen Kontrolle entzieht" nicht richtig ausgedrückt ist. (Sorry, hier stoße ich gerade an das Fehlen einer richtigeren Bezeichnung.)
    Würde ich nicht in Hyperaktivität sein, würden viele Dinge von meiner Seite aus ganz anders formuliert oder vielleicht auch gar nicht erwähnt werden. Zudem kürzer. Viel viel kürzer.

    Hier ein Auszug aus einer PN von mir an jemanden:

    Zitat Zitat von mir
    [...] Leider bin ich mal wieder geplatzt. Der Text, bzw. die Arbeit daran war in dem Moment einfach nur ein Ventil womit ich - für euch natürlich aus eurer Position nicht ersichtlich - meiner angespannten Situation einen Ausdruck gegeben habe. Das dem so ist bzw. so war, habe ich in dem Moment wo dies geschah jedoch selbst gar nicht wahrgenommen. Eigentlich wollte ich nur im Forum auf ein Thema antworten. Irgendwann zwischendrin habe ich dann wieder einmal die Kontrolle verloren.

    Wenn man sich die letzten 10 Jahre von mir hier im Forum ansieht, dann passiert mir das leider in erschreckender Regelmäßigkeit. Manchmal merke ich es sogar zwischendrin. Dann lösche ich meine Beiträge bevor ich sie abschicke komplett und ziehe mich einfach zurück. Meist merke ich jedoch erst viel später, das mein Kopf mal wieder zu viele Hormone ausgeschüttet hat. (in Ermangelung eines besseren Ausdruckes rede ich dann meist von explodiert oder geplatzt)

    Es ist so ähnlich wie nach einer durchzechten Nacht aufzuwachen. Das Gefühl im Kopf ist jedoch ein völlig anderes. Je nach Grundstimmung die davor zum tragen kam. In dem Fall war es Euphorie. Irgendwann beim Schreiben bin ich in Hyperaktivität verfallen, mein Körper/Kopf hat wie nix gutes Glückhormone ausgeschieden und ich hab in die Tasten gekloppt als gäbe es kein Morgen. In der Medizin redet man dann über Störung der Impulskontrolle.

    Finde ich nicht schön! Schon dreimal nicht, weil dieses Verhaltensmuster sich auf das SNF auswirkt. Was ich nicht will. Aber ich habe eben in diesen Momenten (meist) nicht mehr die vernünftige Einsicht dies zu verhindern. Tatsächlich ist sogar häufig von meiner Seite aus das Gefühl da, alles richtig und gut gemacht zu haben, bis ich dann wieder aufwache.

    Dabei ist es einfach nur eine Kompensation von meinen unterschiedlichen Lebenszuständen, wofür ihr nichts könnt.
    Diese Kontrollverluste wirken sich auf alle Bereiche meines Lebens aus. Da das SNF ein Teil von meinem Leben ist, leider eben auch hier. Und es ist nicht so, das ich mich mit Absicht hinsetze und plane "jetzt hau ich aber mal was raus, was sich gewaschen hat" oder so. Es geschieht mittendrin. Irgendwann. Manchmal fällt es nicht mal sonderlich auf und manchmal eben schon. [...]
    Ich hoffe mit diesem Auszug verständlicher auszudrücken, was an diesem Abend, in dieser Nacht passiert ist. Jemand umschrieb es mit "3-Stunden-Epos". Geschrieben habe ich daran etwas über 10 Stunden. Mit Unterbrechungen in anderen Foren wo ich über andere Dinge schrieb. Produktiv war ich in dieser Nacht ohne Ende. Teils mit aller Absicht Kontrovers und polemisch. In dem Momenten, wo ich dies so schrieb, war das für mich auch genauso eben gut und richtig so. Im Normalzustand würde ich mich selbst für solche Texte er- oder abmahnen.

    Wie ich sehen kann, sind meine Beiträge aus dieser Nacht entfernt worden. Im Nachhinein ganz klar mit meinem Einverständnis. Ich sollte überhaupt keine Kommunikation betreiben, wenn ich in welche Richtung auch immer gekippt bin. Das führt nur zu Missverständnissen. Das Grundsatzproblem liegt einfach darin, das ich es selbst gar nicht erkennen kann wenn ich mittendrin bin.

    Der (wahrscheinliche) Lösungsansatz ist der, meine Lebenssituation zu verbessern. Daran arbeite ich, seit dem ich weiß, was ich habe (Anfang 2010). Leider geht jedoch damit auch ne Menge Frust und Enttäuschung einher. Dinge die mich zurück werfen. Staatliche Angestellte, die wie Banken eine Absicherung verlangen, bevor sie zu Zahlungen bereit sind. Absicherung gibt es in meinem Fall nicht! Ich funktioniere häufig nicht so, wie es sein sollte oder auch nur, das ich es selbst verstehe. Und eigentlich bin ich ziemlich gut darin zu verstehen, wie Menschen funktionieren.

    Das sich Teile von meinen Verhaltensmustern auch hier im Forum Widerspiegeln, liegt schlicht daran, das ich hier noch sein darf und das SNF einfach ein Teil meines Lebens ist.

    Und nein! Ich finde es weder schön noch akzeptabel, das ich immer wieder austigger. Weder in meinem Leben noch hier im Forum. Sobald ich eine sichere Möglichkeit dagegen gefunden habe, seit ihr die Ersten, die es erfahren werden.

  8. #52
    fühlt sich hier wohl Avatar von Rosicante
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Hallo Schpaik, sei von mir gegrüßt.


    Ich war 2007 bis glaub' ich 2009 ein bißchen in diesem Forum und sehr kurz 2011.

    Leider bin ich sehr krank, so daß ich erst jetzt hier wieder auftauche. (siehe auch https://www.supernature-forum.de/boa...ml#post1142541 Beitrag #8)

    Du warst mir bis jetzt unbekannt, zumindest als bewußte Erinnerung, vielleicht aber in der Tat überhaupt.

    Ich finde großartig, daß SNF Dir ein so gutes Refugium ist, und wünsche Dir ein Auskommen, was die gravierenden Schwierigkeiten angeht, die Du schilderst.

    Im Strang gab es bis zum 4.6.16 im Beitrag #36 für mich persönlich einen roten Faden, der nach meiner eigenen Wahrnehmung dort abriß. Etwas scheint mir sich um jene Tage ereignet zu haben, das bis heute noch wie ein Erdbeben an Dir schüttelt.

    Im aller-ersten Augenblick, kaum hier zurück, und kaum etwas von Dir gelesen habend, kann ich lediglich einen Vorschlag machen: Wärst Du vielleicht bereit, eine Art Inneres-Zwiegespräch-Tagebuch in einer Fremdsprache zu führen?

    In meiner beruflichen Praxis habe ich häufig feststellen dürfen, wie hilfreich ein solcher Umweg für manchen in brenzligen Gewässern wurde!


    Herzlich
    Rosicante

  9. #53
    assimiliert Avatar von Amon
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Lustig dein Vorschlag. Ich führe zwar kein Tagebuch auch wenn ich es mir immer mal vorgenommen habe, aber ein inneres Zwiegespräch in einer Fremdsprache (Englisch) für ich sehr oft in Gedanken.

  10. #54
    fühlt sich hier wohl Avatar von Rosicante
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Es kann enorm helfen.

  11. #55
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Etwas scheint mir sich um jene Tage ereignet zu haben, das bis heute noch wie ein Erdbeben an Dir schüttelt.
    Im Grunde steht es schon in meinem Text unten. Ich hatte mehr oder weniger das Glück, das einer aus der Boardführung kurz nachdem ich mit dem Schreiben fertig war, bereits wach war, meinen Text las und diesen dann entfernte.

    Ich habe noch so grob eine Erinnerung was bzw. wie ich schrieb. Wie erwähnt bin ich eigentlich ganz dankbar, das es hier Aufpasser gibt. Nicht, das ich nicht dazu stehen würde, was ich schreibe, aber die Höflichkeit lässt doch häufig zu wünschen übrig, wenn ich mich aufrege bzw. in einen Rausch hinein steigere.

    Das "Erdbeben" welches an mir schüttelt ist einfach: Ich schäme mich! Sehr!
    Ich mag den Charakter in diesem Forum sehr. Mit meinem Beitrag hätte ich diesen Charakter gestört. Das will ich nicht!

    Meine Bereitschaft hier im Forum zu schreiben oder an anderen Themen mich wirklich zu beteiligen ist noch nicht wieder hergestellt. (Das ich hier Antworte, ist ein erster Schritt.)
    In den letzten Monaten war ich eigentlich nur im Comedy Bereich aktiv. Für sehr viel mehr reicht mein Selbstvertrauen einfach noch nicht.

    Wärst Du vielleicht bereit, eine Art Inneres-Zwiegespräch-Tagebuch in einer Fremdsprache zu führen?
    Für Ideen bin ich eigentlich immer zu haben. Ich kann leider keine Fremdsprachen. Meine beste Freundin kann so etwas. Dafür kann sie kein Mathe. Ich schon. Da ergänzen wir uns.

  12. #56
    fühlt sich hier wohl Avatar von Rosicante
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Hallo Schpaik.

    Ja, das mit den gelöschten Texten hatte ich gelesen. Auch das Wirken und Nachwirken der Scham konnte ich mir sehr lebhaft vorstellen.

    Mir ging es darum, daß etwas um die Zeit entweder in Dir oder um Dich, oder sowohl als auch stattgefunden hat, was noch heute für Dich womöglich erschütternd ist.

    Sei es drum, man muß nicht mutwillig Inventur machen. Im Gegenteil: Dein Versuch, dadurch hinwegzukommen, daß Du zunächst an dem teilnimmst, was Du Dir traust, ist wohl der sinnvollste Weg.

    Zu der Fremdsprache: Du könntest ja eventuell eine erlernen. Französisch, z.B., weil noch weiter weg vom Deutsch als Englisch, genug verbreitet, mit kaum ins Gewicht fallenden Nationalabweichungen (anders als Englisch) und tendenziell auf Klarheit ausgerichtet. Falls es Dich interessiert, erläutere ich Dir auch die Hintergründe meines Vorschlags, so daß es nachvollziehbar würde, warum ich bei Dir ausgerechnet damit komme, und warum ich mir vorstelle, daß es Dir recht hilfreich sein könnte.

    Ansonsten ist das Schützen/Bewahren existierender tragender Beziehungen genau das Richtige.

    Herzlich
    Abifiz

  13. #57
    ist wieder öfter hier Avatar von gisqua
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Zitat Zitat von Rosicante Beitrag anzeigen
    Wärst Du vielleicht bereit, eine Art Inneres-Zwiegespräch-Tagebuch in einer Fremdsprache zu führen?

    In meiner beruflichen Praxis habe ich häufig feststellen dürfen, wie hilfreich ein solcher Umweg für manchen in brenzligen Gewässern wurde!
    Verzeih mir Schpaik, wenn ich hier in Deinen Thread reinschreibe, aber ich würde von Rosicante gern wissen, warum ein Zwiegespräch-Tagebuch in fremder Sprache hilfreicher sein kann, als in der Muttersprache?!
    Vielleicht kann man dazu einen Extra-Thread aufmachen.
    Es interessiert mich wirklich sehr.

  14. #58
    fühlt sich hier wohl Avatar von Rosicante
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Hi Gisqua.

    Nicht immer mit Sicherheit. Manchmal jedoch schon und manchmal auch sehr stark.

    Hier hatte ich an die besondere persönliche seelische Belastung von Schpaik gedacht, wie auch an seine vorhandene Potentiale. Warten wir bitte ab, ob er selber das Thema in diesem Strang vertiefen möchte. Ich will ihn nicht überfahren.

    Sollte das nicht der Fall sein, werde ich mir überlegen, wie ich diesen Punkt, der Dein Interesse geweckt hat, anders und anderswo einbringe. Ich würde mir was einfallen lassen, versprochen. Ich komme darauf zurück.

    Herzlich
    Abifiz

  15. #59
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Mir ging es darum, daß etwas um die Zeit entweder in Dir oder um Dich, oder sowohl als auch stattgefunden hat, was noch heute für Dich womöglich erschütternd ist.
    Naja, es war G20 Zeit. Zudem kommt natürlich auch, das ich Aufgrund meiner genetischen Anomalie so ganz im Allgemeinen regelmäßig mit Gefühlen und Emotionen Konfrontiert werde, die über das eigentliche angebrachte Maß weit hinaus gehen.
    Das Wissen darüber, dass ich so etwas habe bringt diese 'Gefühlsaufwallungen' jedoch nicht unter Kontrolle. Die falsche bzw. vielleicht auch nur übertriebene Hormonauschschüttung in meinem Kopf lässt sich nicht mit Erkenntnis des Sachverhaltes bändigen.

  16. #60
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Zitat Zitat von Rosinante
    Falls es Dich interessiert, erläutere ich Dir auch die Hintergründe meines Vorschlags, so daß es nachvollziehbar würde, warum ich bei Dir ausgerechnet damit komme, und warum ich mir vorstelle, daß es Dir recht hilfreich sein könnte.
    Interessieren...ja! - Also mich würden die Hintergründe interessieren und inwiefern du dir vorstellen kannst, dass dies für mich hilfreich sein könnte. Ein Interesse an einer mir fremden Sprache habe ich (tut mir Leid) eher nicht.

    Tatsächlich bin ich nicht mal wirklich an den so absolut richtigen Rechtschreibung in der deutschen Sprache interessiert.
    Wobei ich Wortspielereien durchaus sehr Schick finde: Ein Beispiel. & noch ein Beispiel.

    Viele Feinheiten gerade in der deutschen Sprache oder einfach auch nur im deutschen Schriftbild (damit meine ich die Intelligenz und den Witz den man nur durch Buchstaben wahrnehmen kann) müssen noch entdeckt werden.

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