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Thema: Umfrage zum Thema Religion

  1. #16
    Nun ist mir kalt Avatar von oxfort
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Ich habe vor rund 40 Jahren im Reli-Unterricht die provokante Frage gestellt: War Jesus ein Demagoge?

    Die Reli-Lehrerin war dermaßen erbost, das ich den Unterricht vorzeitig verlassen hatte.

    Demagogie

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  3. #17
    UnBunt. Avatar von Threepwood
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Candyman2012 Beitrag anzeigen
    [...]
    +) Wenn Jesus der Sohn von Maria war, die Jungfrau gewesen sein soll[...]
    Allein für diese Frage sollte man schon die diversen Übersetzungen der Bibel in Frage stellen. Im Original (den Rollen) ist mWn nämlich gar nicht von einer "Jungfrau" im deutschen Sinne die Rede.

    "Die Vorstellung der jungfräulichen Empfängnis kommt mit der Septuaginta in die Welt. Denn die "junge Frau" im Hebräischen wird in griechischer Übersetzung zu "Jungfrau" (welt.de)

  4. #18
    assimiliert Avatar von Palladin007
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von ditto Beitrag anzeigen
    Ich ziehe es vor, meine Beiträge nach meinem Gusto zu ändern, nicht nach deinem! Ansonsten könnte ich deinen Gedanken nachvollziehen, bislang war davon aber nichts zu lesen.
    Hei, ganz ruhig. ^^

    Allerdings bin ich jetzt schon neugierig, was ditto geschrieben und wieder gelöscht hat. ^^


    Und ja, der Hinweis, dass das eher christlich ausgelegt ist, ist gut, habe ich selber nicht bemerkt und auch nicht dran gedacht.
    Wir haben keinen christlichen Unterricht. Den hatte ich mal, aber heute behandeln wir jede Religion (oder haben es getan). Klar, ist das mehr christlich orientiert, allerdings haben wir dennoch die Freiheit, darüber hinaus zu fragen und das finde ich auch gut so.
    Ich werde dies bezüglich mit meiner Partnerin (um Fehlinterpretationen zu vermeiden: Partnerin im Sinne der Gruppen-Arbeit ^^) darüber sprechen.


    @Antti:

    Das Problem ist, dass so Fragen, warum Menschen im Rahmen ihrer Religion so viel Grausamkeiten rechtfertigen, schon sehr zerkaut wurden und eigentlich in jedem Religions-Unterricht schon einmal erwähnt wurden.
    Ich hatte auf weniger breit getretene Fragen gehofft. Klar, ich denke, sowas werden wir schon mit aufnehmen, einfach wegen der Vollständigkeit, aber etwas neues sollte schon dabei sein.



    Zitat Zitat von Threepwood Beitrag anzeigen
    Allein für diese Frage sollte man schon die diversen Übersetzungen der Bibel in Frage stellen. Im Original (den Rollen) ist mWn nämlich gar nicht von einer "Jungfrau" im deutschen Sinne die Rede.

    "Die Vorstellung der jungfräulichen Empfängnis kommt mit der Septuaginta in die Welt. Denn die "junge Frau" im Hebräischen wird in griechischer Übersetzung zu "Jungfrau" (welt.de)
    Das ist ja spannend.
    Soll heißen, dass Jesus also einfach nur ein ganz normales Kind von irgend einem Mann ist?
    Na das wird meine Lehrerin aber interessieren. ^^

  5. #19
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Übersetzungsfehler in den Buchreligionen sind ein Thema für sich, die ältesten Texte sind überwiegend in heute toten Sprachen geschrieben.
    Überlieferungsfehler auch (schließlich kann man davon ausgehen, dass so manches einige Generationen lang von einem Ziegenhirten zum nächsten Ziegenhirten mündlich überliefert wurde, bevor es überhaupt zum ersten Mal schriftlich fixiert wurde).

    Dazu kommen absichtliche Fehlinterpretationen oder Falschübersetzungen, die vielerlei Gründe haben.

    Außerdem haben die diversen Religionen auch voneinander und ihren Vorgängerreligionen geklaut, was ihnen gerade in den Kram passte.

    Beispiele dafür gibt es genug:

    • einfach mal den Gilgamesh-Epos lesen, da haben sich Judentum, Christentum und Islam kräftig bedient.
    • Luzifer heißt übersetzt Lichtbringer (Luciferin ist auch die Bezeichnung für verschiedene biolumineszente Naturstoffe) und die Vorlage für Luzifer war eindeutig der Titan Prometheus (der in der griechischen Mythologie auch häufig als Feuerbringer, Lichtbringer, usw. bezeichnet wird).
    Prometheus brachte den Menschen das Feuer, Luzifer als Schlange im Paradies die Erkenntnis.
    • wortgetreu übersetzt lautet das fünfte Gebot nicht "Du sollst nicht töten!" sonder "Du sollst nicht morden!". Was einen beträchtlichen interpretatorischen Unterschied ausmacht.

    Im Gegensatz zum Judentum und Islam ist das Christentum imho auch keine monotheistische Religion, die Dreifaltigkeit ist eindeutig ein pantheistischer Aspekt. Und eigentlich ist das Christentum sowieso nur eine jüdische Sekte, unbestreitbar ist Jesus (falls es ihn jemals gab) als Sohn jüdischer Eltern geboren.

    Glaubt man an die unbefleckte Empfängnis ist er zumindest das Produkt einer Jüdin und des jüdischen Gottes. Vor der Existenz des Christentums war er heutige christliche Gott also zwangsläufig ein jüdischer Gott. Ist Gott konvertiert?

    Ich habe mit allen Religionen so meine Probleme, die jeweiligen Glaubensthesen weisen einfach zu viele logische Lücken auf und basieren auf haarsträubenden Annahmen. So weit kann ich meinen Intellekt gar nicht herunter schrauben, um das alles kritiklos zu schlucken.

    Die "neuen" Religionen wie Scientology erscheinen mir keinen Deut besser, denn ob ich nun an den allmächtigen Vater glauben soll, der über den Wolken schwebt oder daran, dass irgendwelche Aliens mit ihren UFOs die Gläubigen abholen unterscheidet sich im Grad des Schwachsinns nur minimal.

  6. #20
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen
    Ist Gott konvertiert?

  7. #21
    assimiliert Avatar von Palladin007
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Von deinen drei Punkten, der Letzte, ich glaube, diese Interpretations-Möglichkeiten, die bieten eine gute Vorlage für eine spannende Frage, die es so noch nicht sonderlich oft gab. ^^
    Allerdings ist sie wieder christlich fixiert. :/


    Ich habe mit allen Religionen so meine Probleme, die jeweiligen Glaubensthesen weisen einfach zu viele logische Lücken auf und basieren auf haarsträubenden Annahmen. So weit kann ich meinen Intellekt gar nicht herunter schrauben, um das alles kritiklos zu schlucken.
    Ja, da stört mich auch am meisten.
    Ich denke zu viel nach, als dass ich irgendeine derartige Religion akzeptieren könnte.
    Die wenigsten Lücken hat am Ende eben immer noch die Wissenschaft.

  8. #22
    UnBunt. Avatar von Threepwood
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Hmm.. die Wissenschafft hat nicht unbedingt weniger Lücken, aber sie kennt Toleranz, Selbstkritik und ihre Maxime ist:
    Eine Hypothese ist solange richtig, bis sie widerlegt wird.

    Versuch das mal bei irgendeiner Religion. Und mehr: Rein logisch betrachtet müsste jeder Theologie Student, der ernsthaft seine Religion studiert, nach dem Examen Agnostiker werden, denn dann sollte er soviel wissen, dass es ihm wie Schuppen von den Augen fällt.

    Wasn Graingers Anspielung betrifft, gibt es sogar noch ganz andere Theorien. Demnach war die Welt durchzogen vom Dunklen, erst der Lichtbringer schied das Gute vom Bösen, brachte Licht in die Dunkelheit: Luzifer.
    Zu Gott als Demiurgen sagt Wiki: Der Demiurg ist ursprünglich der in Platons naturphilosophischem Werk Timaios beschriebene Schöpfergott, der als eine Art Baumeister den Kosmos erschuf, indem er ihn als Abbild der kategorialen platonischen Ideen ordnete.

    Im Endeffekt ist jede Religion ein von Menschen geschaffenes Konstrukt. Dass sie Eingebungen von Allah bekamen und wirklich ein Dornbusch vor ihnen brannte, war sicherlich ein Effekt der heissen Wüstenregionen.

  9. #23
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Threepwood Beitrag anzeigen
    Dass sie Eingebungen von Allah bekamen und wirklich ein Dornbusch vor ihnen brannte, war sicherlich ein Effekt der heissen Wüstenregionen.
    Lebe Du mal 40 Tage lang in der Wüste und ernähre Dich nur von Kaktusfrüchten und wildem Honig, dann hast Du auch Visionen.

    Gerade diese ganze Geschichte von Visionen oder Menschen, denen Erzengel irgendwas diktiert haben, usw. sind für mich ein weiteres Indiz dafür, dass die meisten Religionen auf Schwachsinn beruhen. Erzähle heute doch mal öffentlich herum, dass Dir Engel (die natürlich nur Du sehen und hören kannst) permanent einflüstern, was richtig und falsch ist und Dich außerdem damit beauftragen, alle Deine Mitmenschen auf den rechten Pfad zu bringen. Da befindest Du Dich ganz schnell (zu Recht) in der Psychiatrie.

    Und wenn wir derartige angebliche Einflüsterungen heute als Zeichen der Unzurechnungsfähigkeit interpretieren, warum sollte ich die schwachsinnigen Visionen der Propheten für echt und richtig halten? Nur weil das eine 2000 Jahre her ist und das andere nicht?

  10. #24
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Hach, wie es mich freut, hier ein paar seelenverwandte zu haben

    Ich diskutiere auch mit Leib und Seele darüber, dass Religion nur eine Erfindung ist und nicht stimmt ^^
    Leider kann man das bei den gläubigen Menschen ziemlich schnell auf geben. :/
    Naja, was schlechtes ist das ja eigentlich auch nicht, es sorgt für Zusammenhalt und Frieden, aber wer jetzt meint, ich habe das nicht, weil ich nicht gläubig bin, meine Religion heißt Musik. ^^ Der gleiche Musik-Geschmack verbindet und Musik hilft durch schwere Zeiten, indem sie für gute Laune sorgt ^^

    Auch klären die Religionen nicht das, was sie ja ursprünglich klären sollten: Unbeantwortete Fragen
    Wie z.B. will man mit dem Christentum diese Frage vollständig beantworten: "Was war am Anfang?"




    Zum Thema zurück:

    Uns bleiben leider nur noch zwei Tage (heute und morgen).
    Ich denke mal, ich werde die Fragen jetzt etwas allgemeiner formulieren und dann schauen, welche zwei Fragen ich noch dazu nehme.
    Ich muss ja auch noch 20 Leute fragen

  11. #25
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    "Wie geht man damit um, das man bei der heutigen, glaubensorientierten* Religion niemals herausfinden kann, dass man falsch liegt?"

    *Das war früher weniger ein Problem, als die Religion noch die einzige Erklärung für vieles bietete - da brauchte es weniger Glauben.

    Denn im Gegensatz zu einem weltlichen Thema, bei dem man in den häufigsten Fällen durch Argumentation und gegensätzliche Beweise/Daten seine Meinung ändern kann, ist in religiösen Fragen so etwas kaum möglich - der Glaube, das Ausschließen des Hinterfragens verhindert jede Chance darauf, seine Weltsicht zu verbessern. Und das man als fehltbarer Mensch kaum die perfekte hat, daran zweifelt hoffentlich keiner.

    Folgefrage also: "Warum wird der Glauben im religiösen Sinne überhaupt als etwas positives gesehen?"

  12. #26
    assimiliert Avatar von Palladin007
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Die erste Frage gefällt mir sehr gut. Wenn es nur nach mir ginge, wäre die jetzt schon aufgenommen

    Deine zweite Frage muss ich innerlich noch durchdenken
    Ist etwas spät dazu, glaube ich.

    Aber die erste Frage, top, danke dafür ^^

  13. #27
    ist wieder öfter hier Avatar von gisqua
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Ich hätte da auch noch einen Punkt für Deinen Fragen-Katalog:

    - Ist Glauben nur etwas für den "einfachen" Menschen;
    - bzw.: hat der Glaube für wissenschaftlich Gebildete einen anderen Stellenwert?
    - oder noch etwas anders gefragt: ist Religiosität bei einem Naturwissenschaftler überhaupt möglich?

  14. #28
    assimiliert Avatar von Palladin007
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Super

    Besonders in der letzten Formulierung würde mich da echt die Antwort meiner vorherigen Reli-Lehrerin interessieren
    Weil die macht Religion und Physik, was in meinen Augen irgendwie ein Widerspruch ist ^^

    Ich schreib mir die gleich auf, danke



    Also die beiden Fragen, eine von Feroxx und die andere von gisqua, das ist die Art Frage, die ich gesucht habe. ^^
    Ich wusste doch, hier findet man sogar beim Thema Religion Hilfe


    Ich werde jetzt also noch die anderen Fragen allgemeiner formulieren oder auch die eine oder andere Frage von hier mit übernehmen und die beiden Fragen von den Beiden sind dann Nummer 9 und 10.


    Vielen Dank ^^

  15. #29
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von gisqua Beitrag anzeigen
    … ist Religiosität bei einem Naturwissenschaftler überhaupt möglich?
    Isaac Newton war sehr gläubig, fast schon fanatisch.

    Blaire Pascal ist das ganz wissenschaftlich bzw. logisch angegangen:
    1. In diesem Spiel, das wir Leben nennen, muss jeder Mensch eine Wette eingehen. Bei jeder Wette gilt ein Einsatz. Der Mensch muss sein Leben entweder auf die Behauptung setzen , dass die christliche Lehre wahr ist, oder auf der Behauptung , dass sie nicht wahr ist. Wenn ein Mensch diese Wette nicht eingeht, setzt er automatisch auf die Möglichkeit, dass sie nicht wahr ist.
    2. Angenommen, ein Mensch entscheidet sich für den christlichen Glauben: Liegt er richtig mit seiner Annahme, hat er alles zu gewinnen, liegt er falsch, hat er nichts zu verlieren.
    3. Nehmen wir an, ein Mensch entscheidet sich gegen den christlichen Glauben: Liegt er damit richtig, hat er nichts gewonnen. Sollte er aber falsch liegen, hat er alles verloren und verbringt seine Ewigkeit in der Hölle.
    Seiner These nach ist es im Kontext einer Gewinn-/Verlustrechnung einfach sicherer, an Gott zu glauben (wobei Pascal rein christlich orientiert war), da man so nie "verlieren" kann.

    Da ich meinen Glauben aber nicht einfach an- und abschalten kann und ein (allwissender) christlicher Gott es sicher wüsste, falls ich meinen Glauben nur vortäusche um sicher zu gehen, kann ich es auch bleiben lassen.

    Die angebliche Allwissenheit des christlichen Gottes ist - wenn man es mal konsequent durchdenkt - eines der Hauptprobleme des Christentums.
    Wozu braucht es z.B. einen freien Willen, wenn der allwissende Gott ohnehin schon weiß, wie das Resultat aussehen wird?
    Warum gibt es in der Bibel ständig Stellen, in denen Gott den Glauben und die Standhaftigkeit seiner Gläubigen prüft, wenn er sowieso allwissend ist und das Ergebnis schon kennen muss?

    Ob ich in den Himmel oder in die Hölle kommen werde, muss ein allwissender Gott doch schon vor meiner Geburt wissen. Was ich tue oder lasse kann darin nichts ändern, denn Gott hat auch das schon gewusst. Eigentlich ist das schon Calvinismus.

  16. #30
    ist wieder öfter hier Avatar von gisqua
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen
    Blaire Pascal ist das ganz wissenschaftlich bzw. logisch angegangen. . .
    Ich kenne dieses Zitat; ich hatte es mal in dem Buch "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins gefunden.

    Der Autor des Buches sagt dazu:

    Diese Argumentation hat eindeutig etwas Seltsames. Über den Glauben entscheidet man nicht wie über eine taktische Frage. Zumindest ich kann darüber nicht mit meinem Willen entscheiden. Ich kann mich entschließen, in die Kirche zu gehen und das Glaubensbekenntnis zu sprechen, und ich kann mich entscheiden, auf einen Stapel Bibeln zu schwören, von deren Inhalt ich jedes Wort glaube. Aber das alles führt nicht dazu, dass ich wirklich glaube, obwohl ich eigentlich ungläubig bin. Pascals Wette kann höchstens ein Argument dafür sein, dass man SO TUT als glaubte man an Gott. Dann ist aber der Gott, an den zu glauben man vorgibt, besser nicht einer von der allwissenden Sorte, denn sonst durchschaut er die Täuschung.

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