In der Vergangenheit hatte Facebook immer wieder für Ausfsehen und Proteste gesorgt, weil Änderungen mit Auswirkungen auf die Privatsphäre quasi über Nacht und ohne jeden Hinweis für den Benutzer umgesetzt wurden. Oft mussten die Nutzer von sich aus aktiv werden, um den ursprünglichen Zustand (sofern überhaupt möglich) wieder herzustellen.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat in Interviews kaum eine Gelegenheit ausgelassen, die Privatsphäre als überbewertetes und überholtes Relikt vergangener Zeiten zu bewerten, und so deutet nichts darauf hin, dass sich an den Praktiken des größten sozialen Netzwerks etwas ändern würde.

Doch Überraschung: In einem Blog-Beitrag gibt Zuckerberg zu, mit dem Thema falsch umgegangen zu sein, und gelobt Besserung.
Künftig will man auf derartige Veränderungen gezielt hinweisen, und ohne explizites Einverständnis des Anwenders sollen die Änderungen nicht greifen.
Derlei Zugeständnisse kommen nicht von ungefähr - die amerikanische Handelsbehörde FTC hatte Facebook diesbezüglich massiv unter Druck gesetzt, und auch in Europa und Deutschland liegt man mit den Datenschützern im Clinch.

Klingt in der Theorie zunächst gut - was es in der Praxis bedeutet, bliebt abzuwarten. Die FTC wird aber weiterhin ein wachsames Auge auf Facebook haben: "Facebook ist verpflichtet, die Versprechungen, die es seinen Nutzern hinsichtlich des Datenschutzes macht, auch zu halten", sagte der FTC-Vorsitzende Jon Leibovitz. "Facebooks Innovationsfortschritt muss nicht auf Kosten der Kundenprivatsphäre weiter laufen. Die FTC stellt sicher, dass dies nicht passiert."