Vor dem Landgericht in Hamburg sollte heute eigentlich der Prozess gegen die Betreiber mehrere Internet-Abofallen beginnen.
Insgesamt acht Angeklagte - sieben Männer und eine Frau - stehen vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, von über 70.000 Opfern mehr als fünf Millionen Euro ergaunert zu haben, in dem diese auf vermeintlich kostenlosen Downloadseiten zur Anmeldung bewogen wurden, um den Geschädigten anschließend eine Rechnung über ein abgeschlossenes Abonnement zu präsentieren. Wer nicht sofort bezahlte, bekam mehrere Mahnung, in denen unter anderem mit Schufa-Einträgen und anderen negativen Folgen gedroht wurde.
Viele Opfer ließen sich davon einschüchtern und zahlten - die tatsächliche Anzahl der Geschädigten dürfte deshalb noch weitaus höher sein.

Heute sollte es also los gehen - doch der Prozessauftakt platzte, weil einer der Angeklagten nicht erschien. Bis auf den Kopf der Bande befinden sich alle Beschuldigten auf freiem Fuß.
Der nicht erschienene Angeklagte ließ durch seinen Anwalt erklären, er habe die Ladung nicht erhalten, weil er derzeit auf Norderney arbeite und seine Post nicht weitergeleitet werde.
Woran er arbeitet, wollen wir vermutlich gar nicht wissen...