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Thema: Linux als Daten-Sicherung

  1. #1
    assimiliert Avatar von Palladin007
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    Linux als Daten-Sicherung

    Moinsens

    Kennt doch jeder, dass Viren nerven, besonders wenn die Daten dann weg sind.

    Ich hab da eine Idee:
    Und zwar können die meisten Viren nix mit Linux anfangen.

    Wäre es da irgendwie möglich, Linux auf einer externen Festplatte zu installieren und dann mit Linux auf der Festplatte zu speichern?

    Oder zur Not auch mit Linux in einem Format zu sichern, dass nur Linux kennt.


    Hat da jemand eine Idee, wie man das machen könnte?


    Kenne mich mit Linux leider kaum aus.

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  3. #2
    schläft auf dem Boardsofa Avatar von Pixel-Toast
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    AW: Linux als Daten-Sicherung

    Nabend Palladin007

    Joa, das mit dem installieren von Linux auf einer externen Platte und dem speichern, in einem Format, welches nur Linux (und wohl alle andern UNIX kennen), klingt dafür, dass du ein absoluter Neuling auf diesem Gebiet bist, sehr gut

    Die meisten Distributionen, also Zusammenstellungen von Linux mit Programmen, Treibern etc., bieten heute alle Live-DVDs an, welche das komplette System schon auf der DVD vorhanden haben, welche du aber wie eine Windows-CD einfach ins Laufwerk packen und ohne etwas zu installieren, dich damit vertraut machen kannst.

    In der Regel bieten dir alle, auf Einsteiger orientierten Distributionen die Möglichkeit, dass du den Ort der Installation aussuchen kannst, auch eine Parallele Installation, neben Windows auf der Platte wäre dir möglich.
    Also auch auf einer externen Festplatte.

    Da das Dateisystem die Dateisysteme von Linux andere, als die von Windows sind und selbiges für jene keine Treiber von Haus aus liefert, wirst du vom Fenster aus, auch nicht auf die Daten zugreifen können, welche du beim Pinguin auf der Platte gespeichert hast

    Ausnahmen bilden hier Fat-Dateisysteme und mittlerweile auch weitestgehend NTFS, worauf auch Linux zugreifen kann, doch aus Gründen der Sicherheit sollen deine Daten ja genau hier nicht drauf!

    Andere Benutzer haben unter Linux auch nicht die Möglichkeit, dass sie an deine Daten gelangen, mit Ausnahme vom Root, welcher so etwas, wie ein mächtigerer Administrator unter Windows, nur halt für Linux ist.

    Du kannst auch die Installation/Partition verschlüsseln lassen, pass aber auch darauf auf, ob und welche Daten du löschst.
    Denn sind sie einmal weg, war es das, in den aller meisten Fällen.

    Alternativ würde ich dir auch TrueCrypt vorschlagen, welches deine Dateien in stark verschlüsselte Container, welche wie Festplatten eingebunden werden können, packt.
    Diese kannst du dann überall einbinden, egal ob in Linux oder Windows, auch auf deine externe Platte kopieren und am andern Rechner nutzen, ohne, dass es Unterschiede gibt

    Wenn du dich aber weiter mit GNU/Linux vertraut machen willst, schau dir mal Knoppix, Ubuntu, Puppy oder OpenSuSE an.
    Alles sehr feine Distributionen, für Anfänger und Leute, welche nur mal schnuppern wollen, da alle Varianten, eine wie die andere, sowohl vom USB-Stick, externe Platte, CD oder DVD lauffähig ist und dazu noch, auf einer eingebauten Platte installierbar ist.

    Hoffentlich hab ich dich jetzt nicht verwirrt

    Noch etwas!
    Es mag zwar stimmen, UNIX-Systeme können nichts mit den Bedrohungen der Windows-Welt anfangen, doch auch für diese Systeme gibt es natürlich Viren, Keylogger und den ganzen andern Spaß.
    Gerade bei Webbrowsern, welche einfach für verschiedene Betriebssysteme angeboten werden, sind die Lücken überall gleich, auch wenn diese vielleicht nicht überall gleich ausgenutzt werden können.

    Doch mach dir jetzt keine Sorgen, gerade wenn du das System von DVD oder Stick laufen lässt und keine Anwendungen von Webseiten, sondern nur aus den, in der Distribution eingebundenen Quelle installierst, bei welcher alles vorher überprüft wird, bevor es raus geht, du dazu nicht noch mit Webserver-Geschichten und der gleichen experimentierst, bist du so ziemlich auf der sicheren Seite
    Geändert von Pixel-Toast (28.09.11 um 22:40 Uhr) Grund: Noch etwas

  4. #3
    assimiliert Avatar von Palladin007
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    AW: Linux als Daten-Sicherung

    Hoffentlich hab ich dich jetzt nicht verwirrt
    Naja, ein bisschen^^ Hab aber mehr kapiert, als ich erwartet habe^^


    Alternativ würde ich dir auch TrueCrypt vorschlagen, welches deine Dateien in stark verschlüsselte Container, welche wie Festplatten eingebunden werden können, packt.
    Das erinnert mich an einem Programm, was dazu in der Lage war, eine virtuelle Festplatte zu erstellen, die so aussah, als würde sie in einem Netzwerk hängen.
    Wenn man nicht angemeldet war, wurde sie nicht angezeigt.
    Wenn man das PW eingegeben hat, musste man eine Weile warten und hat dann alles angezeigt bekommen.

    Ist das sowas ähnliches?

    Ich persönlich kann damit zwar nichts anfangen, denn bis ich meine fast 600GB da drin habe, dauert es ewig. Aber eine ausgesprochen attraktive Freundin kann es sehr gut gebrauchen^^



    Was Linux angeht:
    Naja, eigentlich war das nur eine Idee, da ich weiß, dass es zwar Viren für Linux gibt, die sich aber stark in Grenzen halten, weil Windows einfach interessanter ist. Server sind zwar gerne mit Linux, aber da ich die Festplatte ja nicht öffentlich anzeigen lasse, ist die auch nicht als Server sichtbar^^

    Im Grunde war das eine Idee, mit der ich gehofft habe, den Viren, den man so beim harmlosen Surfen im Internet (du weist, was ich meine^^) begegnet, kein Futter zu bieten.
    Da ich alles auf der externen Platte habe, interessiert es mich nicht, wenn ich Windows einfach mal neu aufsetze, aber da auch z.B. die Downloads auf der externen Platte landen, muss ich mir da was einfallen lassen.
    Und da fand ich die Idee gut, dass man z.B. einmal pro Woche alles mit Linux abspeichert, dass die meisten Viren nichts erkennen.

    Und eine Live-CD kann man auch nehmen, das ist nochmal sicherer^^



    Edit:
    Joa, das mit dem installieren von Linux auf einer externen Platte und dem speichern, in einem Format, welches nur Linux (und wohl alle andern UNIX kennen), klingt dafür, dass du ein absoluter Neuling auf diesem Gebiet bist, sehr gut
    Wollte mal auf Linux umsteigen, aber Windows ist mein Gebiet. Bei Linux hab ich alles hin bekommen, aber meine Spiele gingen nicht und das lass ich nicht auf mir sitzen^^
    Außerdem hab ich so schon viel zu lange gebraucht, die Festplatte beschreibbar zu machen, da das bei mir vorher nicht erlaubt war.
    (PS: Hatte OpenSUSE 11.3)

  5. #4
    assimiliert Avatar von Amon
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    AW: Linux als Daten-Sicherung

    Zitat Zitat von Palladin007 Beitrag anzeigen
    Und da fand ich die Idee gut, dass man z.B. einmal pro Woche alles mit Linux abspeichert, dass die meisten Viren nichts erkennen.
    Irgendwie kapier ich nicht so richtig was du da vor hast und was das bringen soll. Willst du alle Daten deiner externen Platte auf einem Linux-Dateisystem speichern? Dann kannst du ja mit Windows nicht mehr drauf zugreifen. Oder willst du nur noch via Live-CD auf die externe Festplatte zugreifen?

  6. #5
    schläft auf dem Boardsofa Avatar von Pixel-Toast
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    AW: Linux als Daten-Sicherung

    Zitat Zitat von Palladin007 Beitrag anzeigen
    Ist das sowas ähnliches?
    Kann man so sagen.

    Das Programm ist völlig umsonst, auch das einzige, was du wirklich zum erstellen und einbinden dieser Container benötigst, der Rest funktioniert beim Fenster, genauso wie beim Pinguin und Apfel.

    Ich benötige es vielleicht so nicht, doch wenn man öfters eine externe Platte mit sich herum trägt, oder Daten in einer Wolke abspeichert, kann es schon mal von Nutzen sein, da die Container nicht bloß durch einfache Passwörter geschützt sind, womit der ganze Prozess, diese zu knacken, auch ewig dauern sollte (sofern man wiederum ein gutes PW hat, da dies die Grundvoraussetzung für die weitere, gute Verschlüsslung darstellt ).

    Zitat Zitat von Amon Beitrag anzeigen
    Irgendwie kapier ich nicht so richtig was du da vor hast und was das bringen soll. Willst du alle Daten deiner externen Platte auf einem Linux-Dateisystem speichern? Dann kannst du ja mit Windows nicht mehr drauf zugreifen. Oder willst du nur noch via Live-CD auf die externe Festplatte zugreifen?
    So wie ich es verstanden habe, möchte er alle Daten unter Linux speichern, wo sie vor den Viren, welche er sich in Windows einfängt, sicher sind und dann halt damit auch darauf zugreifen... also letzteres.

    Sollte kein Problem darstellen, wobei ich hier vielleicht zu einem Dualboot rate, wenn er gleich seine ganzen Daten schützen möchte.

    Das Linux-System könnte er neben Windows auf die Festplatte installieren, welche dafür natürlich neu partitioniert werden müsste, danach ginge es aber.
    Während er mit dem einen OS seine Musik hört, im Netz surft und seine Liebesbriefe an die Stadtverwaltung schreibt, kann er mit dem andern seine Spiele weiterhin genießen.

    Die Prozedur mag zwar ätzend sein, wenn man häufig mal kleinere Spielrunden einlegt, dann wieder surfen will, oder ähnliches, doch es funktioniert und man kann beide Seiten, der Medaille, vollkommen genießen

  7. #6
    Außer Betrieb Avatar von QuHno
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    AW: Linux als Daten-Sicherung

    Sobald Windows auf die Daten zugreifen kann, wird doch das Kind wieder mit dem Bad ausgeschüttet.

    Szenario 1:
    Man speichert sich die Virus.exe im Linux Dateisystem. Man zieht sie sich nach Windows um sie zu öffnen ...

    Szenario 2:
    Man speichert das verseuchte virus.pdf im Linux Dateisystem. Man zieht es sich nach Windows, um es zu öffnen (am besten mit Acrobat ) ...

    Will man sich vor Viren schützen, muss man die Datei unter Linux in ein anderes Format konvertieren, was die entsprechenden Exploits nicht kennt, z.B. ein MS Office Dokument in ein Open Office Dokument und dabei alle Makros weglassen und nicht mit konvertieren. Auch Bilddateien sollte man in ein anderes Format konvertieren (also JPG in PNG und umgekehrt), genau so wie Filme neu codieren, denn kein Virus überlebt eine solche Konvertierung.

    Das reine sichern auf einem anderen Dateisystem nutzt rein garnichts, wenn man auf die Dateien zugreift - und sei es auch nur lesend - das Dateiformat selbst muss geändert werden.

    EXEs sollte man eh ausschließlich aus wirklich vertrauenswürdigen Quellen installieren, alles andere ist sicherheitstechnisch gesehen Irrsinn, abgesehen davon, dass man wirklich nur das installieren sollte, was man wirklich braucht und alles wieder deinstallieren sollte, was man nicht mehr benötigt. "Och, das behalte ich mal, das könnte ich ja irgendwann gebrauchen" ist kein Argument. Deinstallieren und höchstens das Installationsprogramm aufbewahren ist angesagt - und wenn man schon etwas installiert hat, dann sollte man es auch aktuell halten.

  8. #7
    assimiliert Avatar von Palladin007
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    AW: Linux als Daten-Sicherung

    Was ich haben möchte, ist eine Möglichkeit, die Daten, die ich nicht immer nutze, zu schützen.
    Oder, dass ich regelmäßig ein Update erstellen kann.

    Als Beispiel: Ich habe eine schöne Film-Sammlung, aber bis ich meine alten Filme wieder angucke, dauert es erst mal wieder.
    Bis es soweit ist, will ich die Filme, die ich schon gesehen habe, erst mal sicher wissen.
    Und wenn ich sie dann anschauen will, hole ich das, was ich brauche, mit der Linux-Live-CD auf die interne Festplatte mit einem Format, das Windows versteht und öffne es dann dort.

    Klar, die Daten sind nicht sicher, da ich sie mit Windows verwende, aber wenn ich mir einen Virus einfange und der irgendwo hängt, kann er in der Zeit wo es nur da liegt, nicht aktiv sein, da es die ganzen Formate von Linux nicht kennt.


    Ich habe also alle Daten, die ich nicht rund um die Uhr brauche, unter Linux gesichert und hole sie nur dann wieder zu Windows, wenn ich sie auch brauche.


    Und für meine Musik kann ich dann einmal im Monat einen Sicherungs-Ordner unter Linux erstellen und wenn meine Musik zerstört ist, dann habe ich diesen Sicherungs-Ordner.


    @Pixel-Toast:

    - zensiert, weil totaler Blödsinn -



    Edit:

    Ok, hab nicht genau genug gelesen^^
    Dachte erst, dass TrueCrypt so etwas ist, wie der Name einer Programm-Gruppe, wo solche Programme zusammen gefasst sind^^
    Aber auf die Idee, dass das der Name eines Programms sein könnte, auf die bin ich eben erst gekommen^^
    Geändert von Palladin007 (29.09.11 um 16:00 Uhr)

  9. #8
    assimiliert Avatar von MaXg
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    AW: Linux als Daten-Sicherung

    Das kopieren auf Linux Dateisysteme zerstört mit hoher Wahrscheinlichkeit die NTFS-ACL der Datei, was beim Restore in Multiuser Umgebungen zum Kraftakt werden kann!

  10. #9
    assimiliert Avatar von Palladin007
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    AW: Linux als Daten-Sicherung

    Das heißt?

    Ist also nicht so günstig, seine Daten bei Linux zu sichern?


    Ich würde es zwar mit TruyCrypt machen, aber wenn es wirklich so ist, wie das, was ich kenne, dann dauert das viel länger, als normales Kopieren, was heißt, dass ich den PC ein paar Tagen laufen lassen muss.

  11. #10
    nicht mehr wegzudenken Avatar von codeguru
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    anderer Ansatz

    Es gab da tatsächlich mal was, z.B. einen Treiber, mit dem man eine Festplatte mit dem EXTFS3 unter Windows einhängen konnte, dort lesen und schreiben (in deinem Falle wohl eher schreiben) und später wieder aushängen konnte.

    Aber der Ansatz war wohl nicht ganz richtig, denn um wirklich sichergehen zu können, braucht man für eine Sicherung einen Eingriff von außen, beispielsweise mit Linux-basierten Cloning Lösungen wie dem Acronis 2011 oder einem

    dd if=/dev/sda bs=65536|gzip > /dev/sdb/backup.zip

    was für einem Linux Kenner halt klar ist, einem Windows User eher unklar, aber genau das macht ein Acronis im Hintergrund wenn man einen kompletten Datenträger sichert.

    Letztenendlich ist erstmal der richtige Virenschutz und das richtige Verhalten ausschlaggebend, wie oft und wie häufig man Opfer von einem Virus wird.

    Autostartviren gabs schon zu Dos Zeiten, auf Disketten, und mir ist genau einmal einer untergekommen...... und ein einziges Mal hatte ich mir über einen Tippfehler in einer Domain nen Trojaner eingefangen, dessen Keylogger aber so schlecht war daß er Akzente und Sonderzeichen gefressen hat, und so fiel mir das sofort auf daß die Kiste nicht mehr frisch ist. Als ich das gemerkt hab, hab ich sofort Reset gedrückt und das parallel installeirte und saubere XP gebootet.

    Der Scan hatte dann auch 4 Fundstellen, die Reparatur dauerte nur wenige Sekunden (und der Scan 2 Stunden) aber hätte ich das nicht bemerkt, dann wär wohl das Bankkonto schon leer und die Frau beim Scheidugnsanwalt.

    Allerdings - du wolltest Filme archivieren. Diese sind meist in .avi oder .mpg oder änlich gespeichert, wo das Risiko doch relativ gering ist daß mal eine Filmdatei infiziert werden könnte.

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