Der DAU

BöhseKleene

Senior Member
Der DAU


In der psychologischen Fachliteratur findet man zwar zahlreiche Versuche zur Typlogisierungen des Menschen (vgl. Kretschmer), doch interessanterweise wird nirgends der Typus des DAU erwähnt.
Interessant ist dies vor allem deshalb, da der DAU mit Sicherheit der am häufigsten vorkommende Typus ist.

Um dieses Defizit der Forschung zu schliessen, soll an dieser Stelle der Versuch der Typlogisierung (bzw. DAUpologisierung) vorgenommen werden.

Der DAU scheint an keine Gesellschaftsschicht, Einkommensschicht, Religionszugehörigkeit, Region oder Hautfarbe gebunden zu sein. Man kann von einer gewissen Gleichverteilung innerhalb der gesamten Weltbevölkerung ausgehen.
Vorsichtige Schätzungen (an dieser Stelle ist das Fehlen genauerer Zählungen zu beklagen) gehen von einem ungefähren Anteil von 10 - 20% an der Gesamtbevölkerung aus.

Übereinstimmend werden von DAU-Forschern folgende Charakterzüge als prägend beschrieben:

Absolute technische Unbegabung, gepaart mit dem Drang die neuesten, komplizierten Geräte besitzen zu wollen.
Extreme Schwankungen zwischen cholerischischen Ausbrüchen ("So eine Scheisse, das geht einfach nicht!!!!") einerseits und Melancholie ("Drei Stunden versuch ich es jetzt schon") andererseits.
Zwanghafte Ängste, nicht als Experte auf bestimmten Fachgebieten erkannt zu werden. Geht im Normalfall Hand in Hand mit einer absoluten Ahnungslosigkeit in ebendiesen Fachgebieten.
Besondere Begabung im Fremdsprachen-Bereich. Vermischt sämtliche Sprachen zu einer Art Einheitssprache und - Ausprache, die von keinem Sprachkundigen mehr verstanden werden kann. Diese Kunstsprache weist auffällige Ähnlichkeiten mit einem mittlerweile ausgestorbenen Dialekt der Tlapa-Indianer in Süd-Mexiko auf.
Ausgeprägtes Neugierde-Verhalten in Zusammenhang mit rebellischer Grundhaltung gegen autoritäre Ansätze. Aussagen wie "Diese Einstellungen sollten nur von erfahrenen Benutzern verändert werden" wirken durch diesen Hintergrund als unwiderstehliche Aufforderung.
Besonders kritische Grundhaltung gegenüber Bildungseinrichtungen ("Das muss ich nicht studiert haben, um das zu können").

Körperliche Auffälligkeiten:

Defekt der audiovisuellen Übertragung. Erklärungen scheinen zwar die Sinnesorgane zu erreichen, die Verarbeitung
im Gehirn findet jedoch augenscheinlich nicht statt.
Besonders aktives, dezibel-intensives Sprechwerkzeug
Leseschwierigkeiten (sogenannter Bedienungsanleitungs-Analphabetismus). Werden häufig durch Schreibanfälle (Beschwerden, Leserbriefe, ...) kompensiert.
Vehementer Einsatz einer (selbstständig erweiterten) Version der Ebbinghausschen sinnlosen Silben ('RAM','VPS,'MCI','CPU', ....). Interssanterweise (anders als bei Formen der Schizophrenie, die ein ähnliches Krankheitsbild aufweisen) ergeben diese Silben für den DAU selbst keinerlei Sinn.
Massiv gestörte Verarbeitungsgeschwindigkeit des Kurzzeitgedächtnisses (KZG). Während im Normalfall 7 Informationseinheiten (+/- 2) vom KZG aufgenommen werden können, erfasst der DAU im besten Fall eine einzige. Möglicherweise in Zusammenhang mit Störeinflüssen des Langzeitgedächtnisses zu sehen ("Aber damals hab ich das ganz anders gemacht").
Chirurgen Syndrom: technische Geräte müssen nach dem Kauf sofort geöffnet werden, um unnötige Komponenten aus dem Innenleben zu identifizieren und zu entfernen.


:D
 
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