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Thema: [Musik] Das Rock- und Pop ABC Index: # 3 Doors Down 4 Heroes 50 Cent A Aaliyah ABBA Accept AC / DC Air Alanis Morissette Alvin ...
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    Das Rock- und Pop ABC

    Heute:

    ABBA






    1972 in Stockholm gegründet, machten mit zeitlosen Popschlagern schnell Karriere. Björn Ulvaeus (g), Benny Andersson (kb) bastelten einprägsame, pfiffig arrangierte Ohrwürmer, die ihre (zeitweiligen) Ehefrauen Agnetha Fältskog (voc) und Annifried "Frida" Lyngstad (voc) zum besten gaben. Erste Abba Tonkonserven (People Need Love, 1972) brachten nur wenige Pop-Fans auf den Geschmack; bei der schwedischen Vorentscheidung zum Grand Prix fiel dasuartett 1973 mit Ring Ring gar durch, ehe 1974 der Durchbruch mit Waterloo beim Grand Prix gelang. Vor einem potentiellen Publikum von 500 Millionen Zuschauern gewannen sie mit Abstand. Mit einem Schlag löste Popmusik die Rockmusik ab (New Musical Express). Niemals in den Annalen der modernen Popmusik hatte eine Gruppe so wenig von literarischen Interesse zu sagen (Mamma Mia, S.O.S., I Do I Do I Do I Do I Do I Do, Money Money Money, Honey Honey etc.) und war dennoch so einflußreich. In vier Jahren verkauften ABBA 53 Millionen Platten und avancierten zur erfolgreichsten Popgruppe seit den Beatles. Mit ansteigendem Erfolgsdruck und zunehmenden privaten Problemen wurden ihre LP's düsterer - der frivole, spielerische Singsang der Waterlo Jahre war vorbei und machte mehr und mehr introspektiven Balladen und Chansons Platz. Nach The Visitors trennten sich die vier 1982. Trotzdem blieb ihnen der Verkaufserfolg treu - allerdings nur der Abba Alben. Soloprojecte insbesondere von Agnetha und Frida flopten.

    Diskographie:

    1973 - Ring Ring
    1974 - Waterloo
    1974 - Mamma Mia
    1975 - ABBA
    1975 - The Best Of ABBA
    1976 - Arrival
    1976 - The Very Best Of ABBA
    1977 - The Album
    1979 - Voulez-Vous
    1979 - Greatest Hits Vol. 2
    1980 - Super Trouper
    1980 - Gracias Por La Musica
    1981 - The Visitors
    1982 - The Singles - The Ten First Ten Years
    1986 - Live
    1992 - ABBA Gold
    1993 - More ABBA Gold
    1994 - The Definitive Collection
    1999 - The Complete Single Collection
    2001 - Thank You For The Music (4CD-BOX)
    2004 - The Abba Story
    Geändert von rsjuergen (06.05.04 um 15:14 Uhr)

  5. #4
    treuer Stammgast Avatar von l°zildjian°l
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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    ok, dann machen wir mal mit 'B' weiter... vielleicht nicht die berühmteste band der welt, aber zumindest schon mal mit dem album 'state of the world adress' in rs jürgens top-alben-liste vertreten und vielleicht allein deshalb einen näheren blick wert:

    biohazard


    Bandinfo:
    Die vierköpfige Combo Biohazard wird 1988 in New York/Brooklyn gegründet, bestehend aus Billy Graziadei (voc,g), Evan Seinfeld (voc,b), Danny Schuler (dr) und Bobby Hambel (g). Schon zwei Jahre nach ihrem Debutalbum finden sie sich bei Roadrunner Records wieder. 1992 bringen sie sich mit der brandheißen Scheibe "Urban Discipline" in das Musikgeschehen ein. Ihre Mischung aus Heavy Metal, Rap und Hardcore ist der breiten Masse zugänglich und findet von Anfang an ihre Anhänger. Die erste Scheibe, schlicht "Biohazard" betitelt, wird ohne Promotion 40.000 Mal verkauft, "Urban Discipline" geht über eine Million Mal über die Ladentheke!Ihre musikalischen Einflüsse gehen von Metal Acts wie Maiden und Sabbath, über Hardcore Truppen wie Agnostic Front und den Cro Mags, bis hin zu Rappern wie Run DMC oder Public Enemy. Von den Rap Gangs übernehmen sie den Drang ständig darauf hinzuweisen, was tough guys drauf haben müssen, vom Metal und Hardcore kommt ihre intensive/aggressive Bühnenshow. Dass Billy mit einem Salto ins Publikum springt, dabei Gitarre spielt und anschließend noch ausgelassen crowd-surft, ist keine Seltenheit.
    1994 starten sie ein Projekt mit den NY-Rappern "Onyx" und bingen den Titeltrack zu dem gleichnamigen Film "Judgement Night" ans Tageslicht. Kurze Zeit später unterschreiben sie bei Warner und veröffentlichen im Winter 1994 die dritte Scheibe: "State Of The World Address" schlägt ein wie eine Bombe! Man merkt, dass die Jungs ihre Werkzeuge verdammt gut beherrschen und trotz der fetten Gitarrenriffs wird die Melodie nicht vernachlässigt. Dummerweise ist Evan der Meinung, er müsse sich den Titel der Scheibe von einem deutschen Tätowierer in den Huf stechen lassen. Da dieser keine Ahnung hat, dass man "address" mit zwei "d" schreibt, denkt man an diesen Tag nicht gern zurück. Bobby verlässt nach "SOTWA" die Band bzw. wird rausgeschmissen - je nach Interpretation - und die Band macht zunächst als Trio weiter.
    Es folgen unzählige Konzerte mit Napalm Death, Machine Head, Sepultura, Slayer und Cypress Hill. Sie spielen auf den wichtigsten Open Airs, z.B. Bizarre Festival (Köln), Rock Am Ring und Dynamo (Eindhoven). Evan Seinfelds Aussage: "I hate the idea of music being labeled: hiphop, metal, rap, hardcore... who cares?", nennt nun genau die wesentlichen Elemente ihres außergewöhnlichen Crossovers. 1996 erscheint "Meta Leao", ihre vierte Platte, die nicht direkt floppt, aber lange nicht mehr das Potential der Vorgänger besitzt. Mit Rob Echevarria, der ursprünglich bei Helmet die Sechsaitige bedient, finden sie dann einen zweiten Gitarristen. Ein Jahr später schieben sie mit "No Hold's Barred: Live in Europe" ihre bis dato einzige Live Scheibe hinterher.
    "New World Disorder" wird von den einen hoch gelobt, von anderen als lauer Aufguss von Altbekanntem kritisiert. Natürlich schreckt das die Jungs aus Brooklyn überhaupt nicht und sie beackern weiterhin fleißig sowohl kleine Clubs als auch große Hallen. 2001 erscheint "Tales From The B-Side", vollgepackt mit Material, das nicht auf regulären Alben zu haben ist. Anfang September bringt die Hardcore-Truppe dann ihr sechstes Studioalbum auf den Markt, das prompt auf Rang 53 der Charts einsteigt.

    Diskografie:
    Kill or be Killed

    (2003)
    Uncivilization
    (2001)
    Tales From The B-Side
    (2001)
    New World Disorder
    (2000)
    No Hold's Barred: Live in Europe
    (1997)
    Mata Leão
    (1996)
    State Of The World Address
    (1994)
    Urban Discipline

    (1992)
    Biohazard
    (1990)

    Offizielle Homepage:
    http://www.biohazard.com

  6. #5
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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    AC / DC





    AC / DC (englisch für Wechsel- und Gleichstrom) machten Molotow-Cocktailmusik "für heranwachsende junge Weiße, die vielleicht die Biker von morgen sind" (Varity). Angus Young (g); Malcolm Young (g); Ronald "Bon" Scott (voc); Phil Rudd (dr - 1983 ersetzt durch Simon Wright) und Mark Evans (Bg - 1977 ersetzt durch Cliff Williams)machen seit 1973/74 gemeinsam in Sydney, Australien ihre Musik. Nach eigenen Worten "weil die Kids dort nichts hatten - außer Linda Ronstadt" (Angus Young). Diesem Notstand halfen sie mit rüden Songs über Sex, Suff und Sünde ab, "laut, schnell und elektrisierend, wie Rock Nummern eben sein sollen" (Sounds). In der schiern Verschwendung von Jungmänner-Energie konnte kaum eine andere Rock Band der achtziger Jahre der Sturmtruppe mit dem Wechselstrom/Gleichstrom Namen gleichkommen. Als Bon Scott am 20 Februar 1980 nach einer durchzechten Nacht in London an Erbrochenem erstickte schlachtete die Band in Pressetexten den Tod als gloriosen Macho-Abgang aus und legte mit dem neuen Sänger Brian Johnson, ein Memorial Album (Back in Black) vor, das "als groteske Perversion der frühen Led zeppelin geschmacklose Anspielungen auf Scotts unappetitliches Ende, frauenverachtende Texte und musikalisch inferiore Selbstzitate enthielt. Auch auf neueren Produktionen liessen die Rock'n'Roll-Nervtöter die Metal-Klischees rasseln, die durchaus vorhandene Ansätze zu musikalisch substantielleren Beiträgen übertönten. Mit der Zeit wuchsen sie in die Rolle der Hard Rock-Klassiker hinein. 1990 wurde Drummer Simon Wright durch Chris Slade ersetzt. Trotz vielfältiger Kritiken in der musikalischen Fachwelt erhielt die Band viel Beifall von ihren Fans, die zwischenzeitlich mehr als 80 Millionen Alben ihrer Lieblinge kauften. Zwischenzeitlich liegen fast alle Alben in einer überarbeiteten (Remasterten) Version vor.

    Diskographie:

    1974 - High Voltage (Australien)
    1975 - T.N.T. (Australien)
    1976 - High Voltage (enthielt die Titel der ersten beiden Alben - nun weltweit)
    1976 - Dirty Deeds Done Dirt Cheap
    1977 - Let There Be Rock
    1978 - Powerage
    1978 - If You Want Blood You've Got It
    1979 - Highway To Hell
    1980 - Back In Black
    1981 - For Those About To Rock We Salute You
    1983 - Flick Of The Switch
    1985 - Fly On The Wall
    1986 - Who Made Who
    1987 - Box Set I
    1987 - Box Set II
    1988 - Blow Up Your Video
    1990 - The Razor's Edge
    1992 - Live
    1995 - Ballbreaker
    1996 - Best
    1997 - Live From Atlantic Studios
    1997 - Volts
    2001 - Rare & Greatest
    2001 - Stiff Upper Lip
    Geändert von rsjuergen (21.11.03 um 12:40 Uhr)

  7. #6
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    Aaliyah








    Bei uns erst durch das Action-Drama "Romeo Must Die" so richtig ins Rampenlicht getreten, war Aaliyah in den USA bereits seit Jahren eine der schillerndsten Figuren des R'n'B. Geboren am 16. Januar 1979 in Brooklyn/New York, aufgewachsen in Detroit, beginnt Aaliyah Dani Haughton bereits als 14-Jährige ihre musikalische Karriere.
    Kein geringerer als R. Kelly produziert 1994 Aaliyahs Debut-Album "Age Ain't Nothing But A Number". Hilfreich dabei war, dass Kellys Manager, ein gewisser Barry Hankerson, Aaliyahs Onkel ist. Familienbande. Die erste Single "Back and Forth" gerät zum Top10-Hit, das Album wird mit Platin veredelt. Nicht zuletzt Aaliyahs angebliche Hochzeit mit R. Kelly und die daraufhin ausufernden Spekulationen über ihr Alter - der Albumtitel ist Programm - sorgen für die entsprechende Aufmerksamkeit.

    1996 erscheint "One In A Million", erneut unterstützt von einem Produzenten-Genie des R'n'B: Tim Mosley aka Timbaland sorgt dafür, dass der kommerzielle Erfolg den des Debuts noch übertrifft. Es passt in das Good Girl/Bad Girl-Image von Aaliyah (Swahili für "die Erhabene"), dass sie trotz dieser Triumphe ihr Studium an der High School for the Fine and Performing Arts in Detroit weiterführt und 1997 mit exzellentem Notendurchschnitt abschließt.

    Anschließend wendet sie sich dem Filmbiz zu. Auf den Soundtracks der Hollywood-Streifen "Dr. Doolittle" und "Anastasia" ist sie mit Beiträgen vertreten, für letzteren erhält sie eine Oscar-Nominierung. Der Einstieg in eine Schauspielkarriere ist somit der logische nächste Schritt. In Andrzej Bartkowiak's Shakespeare-Adaption "Romeo Must Die" gibt sie ihr Debut und beliefert gleichzeitig den Soundtrack, unter anderem mit der Hitsingle "Try Again".

    Der Spagat zwischen den Professionen gelingt ihr scheinbar mühelos: Für die Fortsetzung des Blockbusters "Matrix" wird ihr eine Hauptrolle angeboten und fast nebenbei bringt sie im Juli 2001 auch noch ihr drittes Album Aaliyah auf den Markt.

    Nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung findet ihre traumhafte Karriere jedoch ein jähes Ende: Bei einem Flugzeugabsturz auf den Bahamas kommt die 23-Jährige auf dem Rückweg von einem Videodreh ums Leben.


    Diskographie:

    1994 - Age Ain't nothing But A Number

    1996 - One In A Million

    2001 - Aaliyah

    2003 - I Care 4 You

  8. #7
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    Beggars Opera



    Die 1969 im schottischen Glasgow gegründeten Beggars Opera debütierten ein Jahr später bei Vertigo. Das ambitionierte Label hatte sich auf keyboardlastigen Rock spezialisiert und vertrieb u.a. die Produktionen von Black Sabbath, Uriah Heep und May Blitz. Schwere Orgelriffs, weitläufige Kompositionen und Arrangements, sowie eine starke Sängerpersönlichkeit waren zu Beginn der 70er Jahre in England gefragt. "Act One" erfüllte diese Anforderungen. Die Band nutzte Elemente der klassischen Unterhaltung und bearbeitete z.B. die Ouvertüre zu "Dichter und Bauer" oder die "Leichte Kavallerie" von Franz von Suppé.
    "Waters Of Change" transportierte einen veränderten Stil. Gordon Sellar (b, g, voc) und Virginia Scott (key, voc) ergänzten 1971 Beggars Opera. Der Sound wurde härter, dramatischer und mit dem achtminütigen "Time Machine" gelang vor allem in Deutschland ein Diskothekenhit. Fortan war die Gruppe ein gern gesehener Gast bei den großen europäischen Festivals. Besonders gute Kritiken erhielt ihre Präsentation beim British Rock Meeting und beim Pfingstfestival in der Berliner Waldbühne.

    1972 verkleinerte sich die Besetzung wieder. Erskine tauchte 1979 in der Gruppe um den Rockclown Jango Edwards auf. Virginia Scott verließ die Band mit unbekanntem Ziel. "Pathfinder", mit einer gelungenen Version von "MacArthur Park", war die letzte, überdurchschnittliche Produktion von Beggars Opera. Und weil der Erfolg sich nicht einstellte, kam Ende 1973 Unruhe in die Formation, die nach der Pop-LP "Get Your Dog Off Me" fast komplett umbesetzt wurde. Park wechselte zu Tiger, dann zur Bliss Band und spielte zu Beginn der 80er Jahre für Cliff Richard, Simon F. und Strawberry Switchblade. Sellar gehörte 1979 zur Alex Harvey Band und wirkte bei drei Alben von Denny Laine mit.

    Die zweite Generation von Beggars Opera bestand bei dem schwachen Album "Sagittary" aus dem Drummer Colin Fairley, der zurückgekehrten Virginia Scott und dem letzten Gründungsmitglied Ricky Gardiner, der 1975 Virgina Scott heiratete. Das Trio blieb nur wenige Monate zusammen, dann zog es Fairley zu String Driven Thing. Das Ehepaar Gardiner versuchte mit Clem Cattini, Ex-Sideman von Joe Cocker, den Bee Gees und Roy Harper, und dem Sänger Pete Scott einen neuen Anlauf. "Beggars Can't Be Choosers" fand überhaupt keine Beachtung. Und auch die Reunion von 1980 interessierte weder die Fachwelt, noch die früheren Anhänger von Beggars Opera. An den letzten Aufnahmen der Gruppe, die zwischen 1980 und 1991 entstanden und 1996 unter dem Titel "The Final Curtain" veröffentlicht wurden, waren Park, Sellar, Patterson, Gordon Neville (voc), Colin Pattenden (b), John Hollywood (dr) und Lyndsay Bridgewater (key) beteiligt.

    Diskographie:

    1970 - Act One

    1971 - Waters of Change

    1972 - Pathfinder

    1973 - Get Your Dog Of Me

    1974 - Saggitary

    1979 - Beggars Can't Be Choosers

    1980 - Lifeline

    1996 - The Final Curtain
    Geändert von Astrominus (21.11.03 um 20:35 Uhr)

  9. #8
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    BAP






    In der Besetzung Wolfgang "Fuzz" Niedecken (voc); Manfred "Schmal" Boecker (perc), Klaus "Major" Heuser (g), Stefan "Steve" Borg (cello, bg), Wolfgang "Wolli" Boecker (dr) (abgelöst 1983 bis 87 von Jan Dix, dann Pete King, dannach Jürgen "Jürgens" Zöller), Alexander "Effendi" Büchel (kb seit 1981), Hans "Fonz" Wollrath (Mischpult), konnten sie allerdings mit der breitarschigen Gemütlichkeit ihrer biederen Rockbegleitung den Texten qualitativ nicht gleichkommen.
    BAP entwickelten sich 1976 aus einem Probenclan Kölner Gelegenheitsmusiker um den Kunststudenten Wolfgang "Fuzz" Niedecken. Beeinflußt von Bob Dylan den Rolling Stones und anderen Rock-Größen der sechsziger Jahre, trugen sie "Elendslieder der Wohlfahrtsgesellschaft" (Wolf Biermann) vor, die vom Leben, Lieben und Leiden der kleinen Leute "zwischen Kneipe, Glotze und Arbeitsamt" berichteten und deren "armselige Träume vom schöneren Leben in einer häßlichen Welt" kolportierten. Dabei bediente sich der Songschreiber und Vorsänger Niedecken eines industriellen Slangs aus Altkölsch und Neudeutsch ("Tankstellen-Kölsch"), dessen bodenständiges Vokabular, biegsamer, weicher und schmiegsamer als Hochdeutsch" (FAZ), "ideal für Rock" (Stern) zu sein schien. Der Bap (Vater) des Mundart-Trupps rettete mit phantasievollen Bildern seine Stücke vor der platten Vordergründigkeit abgestandenen Politrocks.
    Willy Brandt meinte 1986 "Aufklärung braucht Künstler, die durchdringen. Wie diese BAP aus Köln". Trotz immer wieder aufklingender Querelen in der band, insbesondere in den Jahren ab 1988 fanden sich die Msuiker aber immer wieder zusammen und produzierten kraftvolle Alben, die nie angestrent oder gekünstelt wirkten. 1996 verließen Borg und Boecker nach 16 Jahren die Band.
    1995 bringen BAP eine "Best of"-CD: "Wahnsinn" heraus, danach folgt ein Umbruch innerhalb der Band: Die beiden Urgesteine "Schmal" Boecker und Steve Borg verlassen die Gruppe. Beim 1996 erschienenen Album "Amerika" sind erstmals die "Neuen" Werner Kopal, Jens Streifling und Mario Argandona mit im Studio. Ungewöhnlich auch die Auswahl der Gastmusiker - neben Nina Hagen wirkt auch der Clan der Kelly-Family mit.
    1999 feiern BAP ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Platte (Comics & Pin-Ups), die sich zwar gut verkauft, aber erstmals richtig böse Kritiken erntet: Die Texte "zementieren nur noch Klischees, weit und breit ist keine lebendige Wendung mehr zu entdecken. Und die Musik? Routiniert, chorgesangs- und schunkeltauglich stampft sie einher, Rummelplatzrock für große Hallen", schreibt die renommierte Neue Züricher Zeitung. Da zudem Klaus "Major" Heuser, Alexander "Effendi" Büchel und Hans "Fonz" Wollrath im Sommer aufhören wollen, wird die Jubiläumstour von April bis Juni womöglich so etwas wie eine Abschiedstour. Denn "Major", seit 1980 dabei, war das musikalische Herz der Band.
    Für echte Fans ist der Verlust von "Major" vergleichbar mit dem "Ausstieg von Keith Richards bei den Stones". Niedecken aber will BAP auch ohne "Major" am Leben erhalten. Als Ersatz hat er Helmut Krumminga (Ex-Gitarrist von Wolf Maahn) und Michael Nass (Keyboard in Gundermanns Seilschaft) verpflichtet.
    Im September '99 zeigt das erste Album nach 'Major' ganz offen, dass der Mann, der aus BAP erst eine Rockband machte, kaum zu ersetzen ist. "Tonfilm" ist eine Mischung aus Konzeptalbum und Hörspiel, 16 Titel, 8 alte und 8 neue, die mal melancholisch, mal ironisch die Geschichte verschiedener Figuren einer Rockband erzählen. Dem trägt die Tonfilm-Tour, die am 20. November beginnt, Rechnung: Zum ersten Mal in der Bandgeschichte spielen BAP vor sitzendem (!) Publikum.
    Das erste Live-Album, ein Mitschnitt des Konzerts vom 17. Dezember 2001 in der Kölnarena, erscheint 2002 und präsentiert Altes in neuer Frische, um über den Verlust von Major hinwegzutrösten


    Diskographie:

    1979 - Rockt andere kölsche Leeder
    1980 - Affjetaut
    1981 - Für usszeschnigge
    1982 - Vun drinne noh drusse
    1983 - Live
    1984 - Zwesche Salzjebäck un Bier
    1986 - Ahl Männer, aalglatt
    1990 - X für'e U
    1991 - Affrocke - Live
    1993 - Pik Sibbe
    1995 - Wahnsinn - Die Hits von 79 - 95
    1996 - Amerika
    1999 - Comic & Pin-Ups
    1999 - Tonfilm
    2001 - Aff Un Zo

    Soloalben Wolfgang Niedecken:

    1987 - Schlagzeiten
    1988 - Da Capo
    1994 - Leopardenfell
    Geändert von rsjuergen (29.11.03 um 10:54 Uhr)

  10. #9
    Senior Member Avatar von Killerkuno
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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    Accept


    Zugegeben, bei Accept handelt es sich zweifelsohne mehr um eine Metal- als um eine Hard Rock- Kapelle, aber trotzdem ist diese Band ein echter Klassiker, deren Musik auch bei vielen traditionellen Hard Rockern sehr gut ankommen dürfte.

    Die Anfänge von Accept gehen zurück ins Jahr 1971. Damals wurde in Solingen von Udo Dirkschneider und Michael Wagener, dem späteren Top Producer, eine Band mit dem Namen Accept ins Leben gerufen, deren erste Jahre von häufigen Besetzungswechseln geprägt waren.


    Im Jahr 1976 bestand das erste konstante Line-Up aus Udo Dirkschneider (voc.), Wolf Hoffmann und Jörg Fischer (guit)., Peter Baltes (bass.) und Frank Friedrich (drums). In dieser Besetzung wird nach einem sehr guten Auftritt beim „Rock am Rhein“- Festival die erste Platte, die schlicht den Namen „Accept“ trägt und eine Dame mit Kettensäge auf dem Cover zeigt, eingespielt. Diese Platte bekommt aber nicht die erhofften positiven Kritiken und wird kein Erfolg. Man versucht erfolglos Accept mehr auf „Neue Deutsche Welle“ zu trimmen.

    Nach einem Besetzungswechsel am Schlagzeug, Stefan Kaufmann ersetzt Frank Friedrich, erscheint 1980 „I´m A Rebel“, auf der bereits die Accept-Trademarks, fette, scharfe Riffs und Udos aggressives „Gekreische“ zu erkennen sind. 1981 gelingt endlich der Durchbruch: Die LP „Breaker“ wird zum Kult und die folgende Tournee mit Judas Priest zu einem großen Erfolg für die Jungs.
    Accept - Metal Heart
    Optisch fallen Accept vor allem durch ihre synchronen Bewegungen auf der Bühne und Udos neuem Bühnenoutfit, einem Kampfanzug, auf.

    Es folgt „Restless And Wild“, bei der Wolf Hoffmann alle Gitarrenspuren aufgrund Jörg Fischers Ausstieg alleine einspielt. Legendär ist das „Heidi“- Intro beim Opener „Fast As A Shark“, des bis dato wahrscheinlich schnellsten Songs weltweit. Für die folgende Tour wird Hermann Frank für die zweite Gitarre engagiert, der aber nicht auf dem nachfolgenden Album „Balls To The Wall“ zu hören ist. Wolf Hoffmann spielt auch hier alle Spuren alleine ein. Dieses ohne Zweifel beste Accept Album bekommt sogar in Amerika eine Goldauszeichnung.


    Aufgrund Problemen bei der Zusammenarbeit mit Hermann Frank kommt Jörg Fischer zur ersten US- Tour zurück zur Band. Doch innerhalb der Band gibt es Unstimmigkeiten: Während Udo Dirkschneider und Stefan Kaufmann den bisherigen Sound beibehalten wollen, will der Rest Accept melodiöser und massentauglicher machen. Daher fällt das 1985er Album „Metal Heart“ auch deutlich weicher und melodiöser aus als seine Vorgänger. Bei der folgenden Deutschlandtour spielt Accept jeden Abend vor über 10.000 Leuten. Außerdem spielt man mehrere Konzerte in Japan, wobei die EP „Kaizoku- Ban“ mitgeschnitten wird.

    Der Nachfolger von „Metal Heart“ trägt den Namen „Russian Roulette“ und ist wesentlich härter als das Vorgängeralbum. Accept thematisieren in diesem Album den Militarismus und das mit diesem getriebne Geschäft. Bei der folgenden Worldtour tritt man in Phantasieuniformen mit Karnevalsorden auf. Nach dieser erfolgreichsten Accept- Tournee kommt es wegen schon lange andauernden Konflikts innerhalb der Band zum ersten Split.

    Discography:
    1979 Accept
    1980 I´m A Rebel
    1981 Breaker
    1982 Restless And Wild
    1983 Balls To The Wall
    1985 Metal Heart
    1986 Kaizoku- Ban (EP)
    1986 Russian Roulette
    1989 Eat The Heat
    1990 Staying A Life
    1993 Objection Overruled
    1994 Death Row
    1996 Predator
    1997 All Areas Worldwide
    2002 A Metalblast From The Past (DVD)

    Udo Dirkschneider gründet sein Solo- Projekt „U.D.O.“ und bleibt musikalisch auf der alten Linie. Der Rest versucht zusammen mit David Reece als Sänger radiotaugliche Musik zu machen. Das Ergebnis heißt „Eat The Heat“, bekommt zwar gute Kritiken, der Name Accept wirkt aber irgendwo fehl am Platz. Das ganze scheitert aber, weil der neue Sänger das neue Image von „sauberen“ Accept ohne Alkohol und Drogenexzesse nicht mitträgt.

    1993 kommt es zur Reunion : Im original Line-Up wird die sehr gute Scheibe „Objection Overruled“ eingespielt. Doch das alte Problem des richtigen Sounds besteht noch immer. „Death Row“ wirkt teilweise etwas experimentell und der typische Accept-Stil dadurch verfremdet. „Predator“ lautet der Titel des letzten Accept Studioalbums. Peter Baltes singt, wie bereits auf „Breaker“, auf „Predator“ bei mehreren Nummern, was bei Udo auf großen Unwillen stößt. Daher ist das erneute Auseinanderbrechen der Band bereits vor der folgenden Tournee beschlossen.

    Aufgrund von Planungsproblemen kam es leider nicht zur geplanten Reunion-Show beim diesjährigen Rock Hard Jubiläumsfestival, obwohl die Bandmitglieder nicht abgeneigt wären. We´ll see...


    Homepage: www.acceptarchive.com
    Geändert von Killerkuno (23.11.03 um 01:12 Uhr)

  11. #10
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    Jethro Tull





    Jethro Tull, das waren Ian Anderson (fl, voc. harm, g), Glenn Cornick (bg), Mick Abraham (g), Clive Bunker (dr), die sich 1967 in London zusammenfanden. Dabei dominierte Anderson sein Unternehmen Jethro Tull als Komponist, Texter, Arrangeur, Produzent, Sänger und Flötist. Da stand er auf der Bühne - ein schmächtiger kauziger Mann mit spindeldürren Beinen und seiner Querflöte in den feingliedrigen Fingern und löst seit über 35 Jahren im beständigen Wechsel frenetischen Jubel und barsche Ablehnung unter den Fans und Fachmedien aus.

    "Too Old To Rock'n Roll: Too Young To Die", nannte Jethro Tull-Bandleader Ian Anderson eine seiner besseren Platten. Nicht mehr lange, möchte man hinzufügen, denn mittlerweile ist der Mann mit der Flöte deutlich über fünfzig Jahre, was für einen Rockstar ja ein ganz respektables Alter ist. Unverwüstlich scheint indessen seine Musik: Die Mischung aus britischer Folklore, Klassik- und Rock'n'Roll kommt auch gut 35 Jahre nach der Gründung von Jethro Tull beim Publikum an.
    Der erste (bekannte) Träger des seltsamen Namens war ein englischer Landwirt und Schriftsteller. 1731 erschien Tulls Buch "Wie man Pferde richtig beschlägt und anderes Wissenswertes aus der Landwirtschaft". Skurriler Eigensinn prägt auch die Musik des Briten, der 1968 seine erste Single "Sunshine Day" unter dem Namen "Jethro Toe" veröffentlicht, weil er fürchtet, dass man Jethro Tull für eine Einzelperson halten könnte. Andersons markante Stimme und die unvermeidliche Flöte finden bald eine feste Fangemeinde. Bereits 1976 kann Jethro Tull 25 Millionen verkaufte Platten vorweisen.

    Im Verlaufe der Jahre wechselten die Besetzungen es kamen u. a. Martin Lancelot Barre (g), John Evans (p, org, mellotron), Jeffrey Hammond Hammond (bg), dazu. Konnten den Sound aber nicht nachhaltig verändern, sondern lediglich Anderson unterstützen.

    Der Durchbruch gelingt Jethro Tull Anfang der 70er mit "Aqualung", vor allem der stürmische "Locomotive Breath" überzeugt sogar die Hardrockfraktion, die sonst eher auf Flöten pfeift. Als späte Anerkennung erhalten Jethro Tull 1988 den Grammy in der Kategorie "Best Heavy Metal Band". Da ist sogar Ian Anderson überrascht und erst recht die ebenfalls nominierten (und eigentlich favorisierten) Metallica.

    Kritiker mäkeln, dass die Musik von Jethro Tull sich seit "Aqualung" nicht mehr entwickelt habe, die Fans finden wahrscheinlich genau das ganz toll. Aber Totgesagte leben länger, und 1999 veröffentlichen Jethro Tull nach langer Pause wieder ein Studioalbum. Mit "J-Tull Dot Com" beweist Anderson erneut seinen melodischen Einfallsreichtum und lässt sogar behutsam modernisierte Arrangements zu.

    Wie bei vielen Kollegen aus der selben Zeit beginnt eine neue produktive Phase. Neben ausgedehnten Tourneen findet Anderson Zeit fürs Studio. Neben den Soloalben "The Secret Language Of Birds" (2000) und "Rupi's Dance" (2003) kommt pünktlich zur Weihnachtszeit 2003 ein "Jethro Tull Christmas Album" auf den Markt.

    Diskographie:

    1968 - This Was
    1969 - Stand Up
    1970 - Benefit
    1971 - Aqualung
    1972 - Thick As A Brick
    1972 - Living In The Past
    1973 - A Passion Play
    1974 - War Child
    1975 - Minstrel In The Gallery
    1976 - M.U. - The Best Of
    1976 - Too Old To Rock 'N' Roll, Too Young To Die
    1977 - Songs From The Wood
    1977 - Repeat - The Best Vol. 2
    1978 - Heavy Horses
    1978 - Bursting Out - Live
    1979 - Stormwatch
    1980 - A
    1982 - The Broadsword And The Beast
    1984 - Under Wraps
    1985 - Original Masters
    1987 - Crest Of A Knave
    1988 - 20 Years Of Jethro Tull
    1989 - Rock Island
    1991 - Live At Hammersmith
    1991 - Catfish Rising
    1991 - Nightcap - The Unreleased Masters
    1992 - A Little Light Music
    1993 - 25 Anniversary Box Set
    1993 - The Other Box Set
    1995 - Roots To Branches
    1999 - J-Tull Dot Com
    2000 - The Secret Language Of Birds
    2003 - Rupi's Dance
    2003 - The Jethro Tull Christmas Album

  12. #11
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    sicherlich nicht die beliebteste, aber wahrscheinlich doch die bekannteste band mit 'c':

    cannibal corpse




    biografie:
    Cannibal Corpse wurde 1988 in Buffalo, New York von den Herren Chris Barnes (voc), Bob Rusay and Jack Owen (g), Alex Webster (b) and Paul Mazurkiewicz (dr) gegründet. Alle fünf hatten schon einschlägige Erfahrungen in anderen Bands gesammelt, waren aber mit dem Endresultat nicht unbedingt zufrieden gewesen. Nachdem CC 1989 ein Demo eingespielt hatten, wurde Metal Blade Records auf die Band aufmerksam und brachte ein Jahr später die Debutscheibe "Eaten Back To Life" auf den Markt.
    Das Cover, das einen gezeichneten Zombie zeigte, der sich fröhlich selbst verspeiste, wurde umgehend zensiert. Ebenso erging es dem Nachfolgealbum "Butcherd At Birth", das eine Zeichnung zweier Zombies zeigte, die Neugeborene an Fleischerhaken hängen.
    Solcherlei "Spassigkeiten" brachten ihnen schnell den Ruf von Gehirnamputierten ein, denn auch die nachfolgenden Cover waren nicht ohne.
    In den USA machte es sich der damalige republikanische Präsidentschaftskandidat Bob Dole zur Aufgabe, gegen die Band zu hetzen. In Deutschland übernahm dies lange Zeit eine rührige Dame names Christa Jenal, die in Metal-Kreisen keine Unbekannte ist.
    Sieht man von CCs Vorliebe für Splattermotive einmal ab, kommt man nicht umhin, ihnen ausgezeichnete technische Fähigkeiten an ihren Instrumenten zu attestieren. blastspeedartige Geschwindigkeiten und komplizierte Breaks machten die Mucke von Beginn an aus und sicherten dem Fünfer eine treue und beachtliche Fanschar.
    Bob Rusay wurde 1993 gefeuert und durch Rob Barrett von Malevolant Creation erstetzt, der 1999 wiederum seinen Platz für Pat O'Brien von Nevermore räumte. Als Jim Carrey 1993 im Film "Ace Ventura: Pet Detective" einen Club besucht, um Nachforschungen anzustellen, stehen CC als Liveband auf der Bühne.
    Chris Barnes nahm mit "Bleeding" sein letztes Album mit CC auf, er wurde danach durch George "Corpsegrinder" Fisher von Monstrosity mehr als adäquat vertreten. 2002 erscheint "Gore Obsessed", das stilistisch in dieselbe Kerbe haut wie die Vorgänger auch.

    diskografie:
    1999 - Bloodthirst
    1998 - Gallery Of Suicide
    1996 - Vile
    1994 - The Bleeding
    1992 - Tomb Of The Mutilated
    1991 - Butchered At Birth
    1990 - Eaten Back To Live

    2002 - Gore Obsessed

    offizielle homepage:
    http://www.<a href="http://www.canni...orpse.net/</a>
    Geändert von l°zildjian°l (25.11.03 um 08:50 Uhr)

  13. #12
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    Alanis Morissette





    Alanis Nadine Morrissette (voc, g, harm) 1974 in Ottawa (Kanada) geboren, begann bereits zeitig, im zarten Alter von 9 Jahren ihre ersten Songs zu schreiben, mit 14 war sie bereits TV-Star. Das Wunderkind verwendete das erste selbstverdiente Honorar für die Produktion ihrer ersten Single 1985 (You Can't Do That On Television). Derartige Geradlinigkeit konnte nur in einer Karriere enden. 1991 veröffentlichte sie ihr erstes Album - eine Dance Platte, die in Kanada mehr als 100 000 mal verkauft wurde, ein bemerkenswerter Erfolg, für den sie in Kanada als "vielversprechende weibliche Künstlerin" den Plattenpreis "Juno" erhielt. Mit dem ein Jahr später folgenden Album "Now Is The Time" konnte sie diesen Erfolg aber nicht fortsetzen.

    Sie ging nach Los Angelas und liess sich nun von Glen Ballard produzieren, der schon für Michael Jackson, Aretha Franklin und Barbra Streisand gearbeitet hatte. Ballard wurde zur treibenden Kraft. Für Plattenaufnahmen angagierte er Musiker der ersten Garnitur. Die im April 1995 veröffentliche CD "Jagged Little Pill" hatte mit den Dance-Jugendsünden der kanadischen Sängerin nichts mehr zu tun. Die Texte stammten alle von ihr - Joni Mitchell nannte sie als ihr Vorbild. Dieses Album wurde weltweit mehr als 14 Millionen mal verkauft, erhielt dafür vier Grammies, dazu den Brit Award und den deutschen Echo.


    Diskographie:

    1991 - Alanis
    1992 - Now Is The Time
    1995 - Jagged Little Pill
    1998 - Former Infatuation Junkie
    1999 - Unplugged
    2002 - Under Rug Swept
    2004 - So-Called Chaos
    2005 - Jagged Little Pill Acoustic
    Geändert von rsjuergen (29.07.05 um 11:48 Uhr)

  14. #13
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    dream theater


    biografie:
    Heavy Metal steht nicht unbedingt in dem Ruf, anspruchsvolle Musik zu sein. Dass dies jedoch durchaus auch der Fall sein kann, beweisen die Schauspieler des Traumtheaters. Bis auf Sänger James LaBrie sind sie allesamt Absolventen der Berklee School Of Music. 1989 veröffentlichten Dream Theater damals noch mit Charlie Dominici als Sänger "When Dream And Day Unite".Ups, die Metalgemeinde war gehörig überrascht. Diese Mischung aus Progressiv-Metal und verspielten, schon fast ins jazzige abdriftenden Elementen, hat bislang noch keine Band zu spielen gewagt. Harter Tobak, fast schon zu hart für den Rest der Welt. Zu Beginn ließ der Erfolg auch auf sich warten. Deshalb verließ Dominici die Band. Nachfolger LaBrie passte wie die Faust aufs Auge zu Dream Theater, auch wenn sein Gesang der einzig wirkliche Schwachpunkt zu sein scheint. Der Zweitling "Images And Words" brachte die unerwartete Popularität. Schuld daran war wieder einmal MTV, die das Video zu "Pull Me Under" rauf- und runterspielten.
    Das Album zum Video war ein Meisterstück in Sachen Songwriting und Spieltechnik. Jedes Instrument bekam in den Liedern (meist mit epischer Länge) seinen Platz zum Austoben. Eine frustrierende Erfahrung für Gitarren-, Bass-, Schlagzeug- und Keyboardschüler, die drastisch ihre Grenzen aufgezeigt bekamen. Mit der 94er Platte "Awake" gingen DT ihren Weg konsequent weiter und vergrößerten ihre Fanschar erheblich.
    Nach der Mini-LP "A Change Of Season" folgte mit "Falling Into Infinity" ein für Dream Theater eher ruhig ausgefallenes Album. Immer noch technisch auf der Höhe, ist ihr Konzept jetzt jedoch einigermaßen ausgereizt und der Ami-Fünfer sollte sich etwas weiter entwickeln, um nicht aus dem Blickfeld zu verschwinden.
    Der bislang vorletzte Akt im Traumtheater nannte sich "Scenes From A Memory", ein Konzeptalbum, das den Faden von "Metropolis Part1" wieder aufnahm. Die Story dreht sich um einen gewissen Nicholas, der von verwirrenden Träumen über ein anderes Leben heimgesucht wird. Es stellt sich heraus, dass er die Reinkarnation eines Mädchens Namens Victoria ist, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelebt hat und nach einiger Verwirrung ermordet wurde. Der letzte Streich folgt sogleich: Sowohl technisch als auch vom Songwriting her stellt das Anfang 2002 erscheinende Album "Six Degrees Of Inner Turbulence" wieder mal so ziemlich alles in den Schatten.
    Vor allem Drummer Mike Portnoy ist dafür bekannt, dass er sich in unzähligen anderen Projekten (Transatlantic, OSI, u.v.m.) austobt, jedoch findet er noch genügend Zeit, um nicht nur an einem neuen Album zu arbeiten, sondern auch mit Queenryche und Fates Warning auf Tour zu gehen. Mit dem Anfang November erscheinenden "Train Of Thought" legen die New Yorker dann ein Album vor, dass so heavy und basslastig wie kein anderes der Band klingt, ohne dabei Zweifel an den technischen Fähigkeiten aufkommen zu lassen.

    diskografie:
    Train Of Thougt
    (2003)
    Six Degrees Of Inner Turbulence

    (2002)
    Scenes From A Memory

    (1999)
    Once In A Livetime
    (1998)
    Falling Into Infinity
    (1997)
    A Change Of Season
    (1995)
    Awake
    (1994)
    Images And Words
    (1992)
    When Dream And Day Unite
    (1989)

    offizielle homepage:
    http://www.dreamtheater.net
    Geändert von l°zildjian°l (24.12.03 um 09:03 Uhr)

  15. #14
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    Michael Jackson





    Bevor der Stern verglüht!

    Michael Jackson (voc, kb) am 29. 08. 58 in Gary, Indiana geboren, sorgte als Kinderstar bei den Jackson Five (später Jacksons) für pikante Kontraste, indem er mit Elan und Einfühlungsvermögen Schlagertexte vortrug, die thematisch weit ausserhalb seines kindlichen Erfahrungsbereiches lagen. 1972 überrasche der Pupertierende mit seiner Freundschafts-Ode an die Ratte Ben, die in dem gleichnamigen Horrorfilm eine tückische Hauptrolle spielte. Nach diesem Superhit nabelte sich das Jungidol stetig von seiner Brüder-Gemeinde ab und stilisierte sich zum triebhaften Entertainer. Gleichzeitig perfektionierte sich der wunderliche Knabe im Studio als Musik Magier. Das Album "Off The Wall" schoß in die Hitparaden. Hier wird besonders das Wirken des Producers Quincy Jones Stilbildend. Die Nachfolge LP/CD "Thriller" wurde zunächst von der Kritik verhalten aufgenommen. Unter multimedialen Promotioneinsatz brach das Werk jedoch binnen zwei Jahren alle Branchen-Rekorde. Es wurde weltweit bislang 53 Millionenmal verkauft. Seit den Beatles vermochte kein anderer Popkünstler dermaßen massenmagnetisch zu wirken. Der 14 Minuten lange Videofilm "Thriller" offenbarte Jacksons als perfekten Tanzakrobaten, dem sogar Altmeister Fred Astaire applaudierte.
    Der monumentale Erfolg des Thriller-Albums hinterliess jedoch nachhalstige negative Komponenten seines zukünftigen Schaffens. Er wollte kein Idol zum Anfassen sein und zog die Kommunikation mit seinen Anhängern über Bildschirm und Laserdisc vor. Fortan machte er durch groteske Geheimniskrämerei und bedenkliche private Schrullen von sich reden, aber auch durch clevere Deals. So kaufte er 1985 für 47,5 Millionen Dollar den lukrativen Song-Katalog der Beatles mit 260 Titeln und stand 1986 Pepsi für 15 Millionen Dollar bei drei Werbespots zur Verfügung. Da er keine Intervies mehr gab, konnten Gerüchte über exzessive Schönheitsoperationen, Hormonbehandlungen, sexuelle Desorientierung und makabre Hobbies ungeniert kursieren.
    Allen Gerüchten zum Trotz, konnte das seiner Reputation im Musikgeschäft keinen Schaden zufügen. Er kassierte Auszeichnungen aller Art Für LP's, Singles und Videos. 1991 führte die Erfolgskette zu einem der lukrativsten Plattenverträge der Geschichte. Für das projektierte Album "Dangerous" und die fünf folgenden Alben verpflichtete sich Sony zu je etwa 18 Millionen Dollar Kasse Vorkasse an Jackson. Aber lediglich Dangerous konnte die Erwartungen noch erfüllen.
    Seine Neigung zu Minderjährigen drohte bereits 1994 ihm zum Verhängnis zu werden, lediglich die seinerzeitige Rechtslage und ein Vergleich mit der Familie des Kindes bewahrten ihm vor Schlimmeren. Der Skandal hinterließ tiefe Spuren, zunächst zog sich der Sänger aus dem öffentlichen Leben zurück und überraschte wenig später mit der Heirat der Elvis Tochter Lisa Marie. Aber das Paar trennte sich bereits Anfang 1996. Aber das mit großen Aufwand produzierte Doppelalbum "History" wies bereits die Richtung - nach unten. Die Nachfolge CD "Blood On The Dancefloor" erreichte gerademal noch Platz 24 der US-Charts und flopte im Verkauf. Auch sein vorletztes Album Invincible flopte und nach den neuerlichen Skandal um Kindesmissbrauchsvorwürfe dürfte klar sein, dass sich kaum jemand um sein neuestes Album "Number Ones" interessieren wird.

    Discographie:

    1972 - Ben
    1972 - Got To Be There
    1973 - Music & Me
    1973 - Album
    1975 - Forever Michael
    1979 - Off The Wall
    1980 - Superstar
    1981 - One Day In Your Life
    1982 - Thriller
    1984 - Farewell My Summer Love
    1986 - Anthology
    1987 - Bad
    1991 - Dangerous
    1995 - HIStory
    1997 - The Best Of Michael Jackson & The Jackson Five
    1997 - Blood On The Dancefloor
    2001 - Invincible
    2003 - Number Ones
    2004 - The Ultimate Collection
    2005 - The Essential Michael Jackson
    Geändert von rsjuergen (29.07.05 um 11:51 Uhr)

  16. #15
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    Pink Floyd




    Pink Floyd, das 1965 von vier Schulfreunden in Cambridge, England gegründete Quartett bestand zunächst aus Syd Barrett (voc. lg); Roger Waters (voc, bg); Rick Wright (p, org) und Nick Mason (dr). 1968 wurde Barrett durch David Gilmour ersetzt. Anders als die meisten Rockbands, die ihren Gitarrenverstärkern in der Regel nur simple Rückkopplungsgeheul entlockten, erschlossen Pink Floyd - drei hatten am Londoner Polytechnikum studiert - das ganze Arsenal elektronischer Sinustöne und Sägezahnklänge für die Popmusik. Mit den Science Fiction Hörbildern ihrer Stücke "A Saucerful Of Secrets", "Set The Controls for The Heart Of The Sun"; "Astronomy Dominé" und "Insterstellar Overdrive", zu denen sie phantastische Lichtshows zelebrierten, musizierten sie 1967/68 in eine neue Musik-Epoche.
    Ihren größten Kommerzerfolg lancierten Pink Floyd 1973 mit dem Rock Meisterwerk "Dark Side Of The Moon", einem düsteren Tongemälde über die Pressionen des Alltagslebens und die Reaktionen darauf: Entfremdung, Verdrängung, Schizophrenie. 1980 stellte diese LP einen neuen Rekord als Longseller mit 302 Wochen in den Billboard-Charts auf. 1988 war sie bereits die 700. Woche in den Charts und wurde bis 1994 13 Millionen mal verkauft. Die Gigantonomie der "Dark Side" sowie die auf den folgenden LP's "Wish You Were Here" und "Animals" begleitenden Tourneen wurde eher noch größer. 1979 gelang den Musikern wohl mit "The Wall" ihr letzter großer Wurf. Thema blieb die Isoliertheit und Bedeutungslosigkeit des (jungen) Menschen in der Massengesellschaft. Trotz Boykotts vieler Rundfunksender (u.a. BBC), konnte sich die LP als auch die Singleauskopplungen lange Zeit in den Charts halten, allein die LP belegte 15 Wochen lang die erste Chartsposition und wurde in dieser zeit allein acht Millionen mal verkauft. Die volle Bühnenshow wurde aufgrund des Aufwands in nur vier Städten weltweit gezeigt: London, New York, Los Angeles und Dortmund. Die danach produzierten Alben konnten nicht mehr an den Erfolgen dieser jahre anknüpfen. Auch Umbesetzungen und Zoff mit dem Ausgeschiedenen David Wright trugen ihren teil dazu bei.

    Diskographie:

    1967 - Piper At The Gates Of Dawn
    1968 - A Saucerful Of Secrets
    1969 - More (OST)
    1969 - Ummagumma
    1970 - Atom Heart Mother
    1970 - The Best Of Pink Floyd
    1971 - Relics
    1971 - Meddle
    1972 - Obscured By Clouds
    1973 - Dark Side Of The Moon
    1976 - Wish You Were Here
    1977 - Animals
    1979 - The Wall
    1980 - First Eleven (Box mit den ersten elf LP's)
    1981 - A Collection Of Great Dance Songs
    1983 - The Final Cut
    1983 - Works
    1987 - A Momentary Lapse Of Reason
    1988 - Delicate Sound Of Thunder
    1992 - Shine On
    1994 - The Division Bell
    1995 - Pulse
    2000 - Is There Anybody Out There? - The Wall Live 1980-81
    2000 - Wish You Were Here - 25th. Anniversary Edition
    2000 - In London 1966-67
    2001 - Echoes
    2002 - Interstellar Overdrive
    2003 - Dark Side Of The Moon (DVD)
    2004 - Critical Review: Inside Pink Floyd 1967-1974
    2005 - Inside Pink Floyd: A Critical Review 1975-1996
    Geändert von rsjuergen (29.07.05 um 11:56 Uhr)

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