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Thema: Totenkult um die «blonde Venus» - Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe New York (dpa) - Niemand hat Marilyn Monroe derart nüchtern und detailliert beschrieben, wie Thomas Noguchi. «Die Organe sind in ...
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    R.I.P. Avatar von RollerChris
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    Totenkult um die «blonde Venus» - Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe


    New York (dpa) - Niemand hat Marilyn Monroe derart nüchtern und detailliert beschrieben, wie Thomas Noguchi. «Die Organe sind in normaler Position und Beziehung zueinander», notierte er. Der Körper sei 166 Zentimeter lang und wiege 53 Kilogramm. Das Gewicht ihres Herzens gab er mit 300 Gramm an, das ihres Gehirns mit 1440. An keinem Körperteil und keinem inneren Organ konnte der Pathologe eine «nennenswerte Schädigung» entdecken. Im Magen und im Blut fand er allerdings die Reste von Barbitursäure, Grundstoff vieler Schlaf- und Narkosemittel.

    Damit trug der ärztliche Leichenbeschauer von Kalifornien vor 40 Jahren zwar zur wissenschaftlichen Klärung der Ursache des Todes von Marilyn Monroe bei. Doch die Frage «Freitod oder Mord?» konnte Noguchi nicht beantworten. Gerade deshalb ist sein Autopsiebericht, der heutzutage auf Fan-Webpages abrufbar ist, fester Bestandteil eines fast beispiellosen Kults, der in diesem Jahr höchstens noch durch den Rummel um den 25. Todestag von Elvis Presley am 16. August übertroffen wird.

    In Scharen ziehen wieder Anbeter zu dem kleinen Friedhof im Westwood Village Memorial Park bei Los Angeles, um Blumen vor der schlichten Grabkammer mit der Aufschrift «Marilyn Monroe 1926-1962» niederzulegen. Radiostationen in aller Welt spielen wieder Elton Johns und Pete Seegers Monroe-Balladen. Fernsehsender nehmen einmal mehr «Manche mögen's heiß» oder «Blondinen bevorzugt» ins Programm. Zweifellos verkörpert Monroes Leben - die moderne Geschichte vom Aschenputtel, das zum Hollywoodstar und Idol der Männerwelt wird - eine Variante des amerikanischen Traums. Doch obendrein halten die offenen Fragen um ihren geheimnisumwitterten Tod den Mythos Marilyn am Leben.

    In ungezählten Chatrooms, Talkshows, Artikeln und rechtzeitig wieder aufgelegten Büchern wird vier Jahrzehnte nach dem Tod der «blonden Venus», der «amerikanischen Göttin der Liebe», wie die Schriftstellerin Joyce Carol Oates sie nannte, wieder einmal diskutiert, ob die Monroe nicht Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Dafür werden die drei prominentesten amerikanischen Toten der 60er Jahre wieder für kurze Zeit zu neuem Leben erweckt.

    Die Schauspielerin war als erste gestorben, in der Nacht zum 5. August 1962, im Schlafzimmer ihrer Wohnung in Brentwood, unweit von Hollywood. Keine 16 Monate später war John F. Kennedy in Dallas einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Und im Frühsommer 1968 hatte ein Attentäter Robert F. Kennedy erschossen - ausgerechnet im Hotel «Ambassador» in Los Angeles, wo die Monroe, als sie 20 war und noch Norma Jean Baker hieß, ihr Debüt als Mannequin für Bademode hatte.

    Dass sich einst zwischen diesen drei charismatischen Gestalten des freien Westens - der Hollywood-Aphrodite, dem 35. Präsidenten der USA und dessen Bruder und Justizminister - eine Affäre voller sexueller Besessenheit abspielte, wird immer wieder kolportiert. Auch Oates schlachtet in ihrem vor zwei Jahren erschienen Wälzer «Blond» die angebliche Dreiecksbeziehung bis hin zu frei erfundenen Peinlichkeiten aus. In einer Szene muss die «blonde Darstellerin» den Präsidenten oral bedienen, während der am Telefon Anweisungen zum Vorgehen gegen Fidel Castro gibt. Anschließend fällt Bruder Robert über sie her.

    1986 hatte die BBC in einer Aufsehen erregenden Dokumentation die These nahe gelegt, Amerikas Schönheitsgöttin könnte kurz nach einem Abschiedsbesuch Roberts umgebracht worden sein, weil sie das Ende der Affäre mit den «Kennedy Boys» nicht habe stillschweigend hinnehmen wollen. Kurz vor dem 30. Todestag veröffentlichten die beiden amerikanischen Journalisten Peter Brown und Patte Barham mit ihrem Buch «Marilyn - Das Ende wie es wirklich war» neue Indizien für eine Verwicklung der Kennedys und für Vertuschungsversuche des Geheimdienstes CIA.

    Nach einer anderen Version soll gar die Mafia für den Tod Monroes verantwortlich gewesen sein. Sie habe den Star umgebracht und Spuren in Richtung der Kennedy-Brüder gelegt, um deren Vorgehen gegen das organisierte Verbrechen zu blockieren. Versuche von Ermittlungsbeamten, den Fall neu aufzurollen, wurden 1981, 1985 und 1992 von Gerichten mit der Begründung unterbunden, es gebe keine ernsthaften Zweifel an einem Selbstmord.

    Zu jenen, die nicht an Verschwörungstheorien glauben, gehört auch der Dramatiker Arthur Miller, Monroes dritter und letzter Ehemann. Er beschrieb die gefeierte Diva in seiner Autobiografie als verunsicherte, von Zweifeln an ihren schauspielerischen Fähigkeiten geplagte Frau. Monroe selbst hatte mehrfach beklagt, dass die Filmindustrie sie auf die Rolle des erotischen Dummchens festgelegt und ihr ernste Rollen verweigert habe. Hollywood sei «ein Ort, wo sie dir 1000 Dollar für einen Kuss geben, aber nur 50 Cents für deine Seele». Wenige Wochen vor Monroes Tod war ihre Karriere scheinbar am Ende. Wegen notorischer Unzuverlässigkeit bei den Dreharbeiten zu ihrem letzten, nie vollendeten Film hatte die 20th Century Fox sie hinausgeworfen.

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  3. #2
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Totenkult um die «blonde Venus» - Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe

    Ich habe den Kult um MM nie verstanden. Als Schauspielerin bestenfalls drittklassig und als Frau absolut nicht mein Typ.

  4. #3
    Elder Statesman Avatar von little tyrolean
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    AW: Totenkult um die «blonde Venus» - Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe

    Original geschrieben von Grainger
    Als Schauspielerin bestenfalls drittklassig und als Frau absolut nicht mein Typ.
    Zum ersten Teil des Satzes muß ich dir widersprechen, wenn MM auch nicht die ganz große Schauspielerin war,
    so war sie doch besser als viele ihrer ebenfalls berühmten Zeitgenossinnen.

  5. #4
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Totenkult um die «blonde Venus» - Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe

    Original geschrieben von little tyrolean


    Zum ersten Teil des Satzes muß ich dir widersprechen, wenn MM auch nicht die ganz große Schauspielerin war,
    so war sie doch besser als viele ihrer ebenfalls berühmten Zeitgenossinnen.
    Dann waren die eben viertklassig
    Unter Blinden ist halt die Einäugige Königin !

  6. #5
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    AW: Totenkult um die «blonde Venus» - Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe

    Dafür konnte die aber super singen

    Gruss
    Tim

  7. #6
    assimiliert
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    AW: Totenkult um die «blonde Venus» - Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe

    @Grainger: War halt eine ganz andere Zeit.

    Frauen hatten wie Männer eine Rolle die sie ausfüllen mussten. Ein schöner Vergleich sind die StarTrek-Filme finde ich. Der alte Kirk war ein emotionsloser Primitivling.
    Heutzutage dürfen Helden auch Gefühle zeigen.

  8. #7
    chronische Wohlfühlitis Avatar von Slaughter
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    AW: Totenkult um die «blonde Venus» - Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe

    Ich hab gestern ne Doku über sie gesehen, sie hat echt ein bewegtes Leben geführt ... Und als Schauspielerin war sie keinesfalls drittklassig...

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