Der US-amerikanische Autovermieter Budget ist am Ende. Gemeinsam mit mehreren Tochterfirmen hat das Unternehmen am Montagabend Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Konkursgesetzes gestellt.

Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit nannte das Unternehmen die andauernde Rezession in der Reisebranche und die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September. Ob die Pleite des Budget-Mutterunternehmens auch Auswirkungen auf die Geschäfte des Unternehmens in Deutschland haben wird, ist bislang noch unklar. Eine Sprecherin der Budget Deutschland GmbH versuchte, entsprechende Vermutungen zu dementieren: "Die Budget Deutschland GmbH ist ein eigenständiges Unternehmen und gerade dabei, sich neu aufzustellen".

Budget betreibt weltweit 6.500 Pkw- und Lkw-Vermietstationen. Das Europa-Geschäft steckt tief in den roten Zahlen und deshalb hatte Budget bereits vor Monaten hier seinen Rückzug in die Wege geleitet. Ferner führt Budget seit fünf Jahren einen Rechtsstreit mit Sixt über das Ende der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. Als Sixt in Europa auf Expansionskurs ging, hatte Budget den Kooperationsvertrag aufgekündigt und Schadenersatz gefordert. Experten rechnen damit, dass der Insolvenzantrag von Budget einen Vergleich mit Sixt beschleunigen könnte.

Sixt hält sich unterdessen mit Aussagen über mögliche Konsequenzen aus der Budget-Pleite zurück. Ein Sixt-Sprecher sagte am Dienstag, Sixt werde den Markt genau beobachten. Dazu, ob Sixt möglicherweise Stationen oder Fahrzeuge von Budget in Europa übernehmen will, machte er allerdings keine Angaben.