Frauen, Männer und das Autofahren.


Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Klischees lassen wir diesmal beiseite. Wir bleiben bei den Tatsachen, die da wären: Frauen verursachen weniger Unfälle, sie haben die Gesamtsituation im Blick, sie fahren gelassener, unaufgeregter und korrekter als Männer, kurz: sie sind die besseren Autofahrer. Das honorieren inzwischen sogar manche Versicherungen.

Und weil Frauen so gut das beherrschen, was Männer für ihre Domäne halten, schweigen sie nicht länger. Sie gehorchen ihrem angeborenen Fürsorgetrieb und erklären, wie es richtig geht. Damit nichts passiert.

Der so sorgsam Belehrte mag es unfreundlicher ausdrücken: Wenn es um den Fahrstil des Partners geht, nörgeln Frauen bis zur Unerträglichkeit, während Männer die Zeit auf dem Beifahrersitz nutzen, um sich von ihren Strapazen zu erholen.

Das ist übrigens kein Scherz: Nach einer neuen Studie können 39 Prozent der Frauen nicht über den Fahrstil ihres Partners schweigen, aber nur 27 Prozent der Männer mischen sich in die Fahrweise der Partnerin ein. Warum sollten sie auch, da, wie oben beschrieben, Frauen am Steuer einfach mehr drauf haben als Männer.

Da fragt sich nur, warum all die weiblichen Fahrtalente auf dem Beifahrersitz ihre Nerven strapazieren, statt das Steuer selbst in die Hand zu nehmen. Im Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten kann ohnehin nichts mehr passieren. Und wenn doch, dann muss in dem Auto, dessen Kotflügel nicht mehr ausgewichen werden konnte, ein Mann am Steuer gewesen sein....

Humbug, alles Humbug