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Thema: Ich versuche seit Tagen... ot: Dieser Text stammt eigentlich aus einem anderen Bereich des Forums. Der Auslöser für diesen Text, war vor Allem zu ...
  1. #91
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    ot:
    Dieser Text stammt eigentlich aus einem anderen Bereich des Forums. Der Auslöser für diesen Text, war vor Allem zu erklären, warum ich ein eher verständnisvoller Mensch gegenüber Gewalttätern bin.


    Zitat Zitat von Grainger
    Vielleicht wären seine (Schpaiks) Beiträge für mich verständlicher, wenn sie nicht immer drei Seiten lang wären und er öfter mal in knappen Sätzen genau das schreibt, was er auch meint. - Denn seine Romane zu lesen, zu analysieren und dann möglicherweise noch hinein interpretieren zu müssen, was er denn vielleicht (oder auch nicht) gemeint haben könnte ist schon (zu) anstrengend.
    Lange Beiträge kommen bei mir recht häufig vor. Ja! Mein Filtersystem im Kopf funktioniert nicht so, wie es sein sollte. Knackend auf den Punkt kommen ist anscheinend nicht Meins. Bedaure ich durchaus selbst.
    Anderseits denke ich, dass jedes Geschehnis eine Vorgeschichte hat. Von nix kommt nix. Ob es das Wetter ist, ob es eine menschliche Tat ist, ob da ein Sack Reis umfällt oder was auch immer.
    Es regnet hier jetzt, weil.... - Da überfährt jemand nen Radfahrer, weil.... - Da fällt ein Sack Reis um, weil...., da schafft jemand seine Prüfung nicht, weil...., etc.; Von nix kommt nix. Alles hat eine Geschichte. Dieser Sack Reis wäre niemals umgefallen, würde es ihn nicht geben. Warum gibt es ihn? (und so weiter)

    Und ja, ich stemme mich (im Normalfall) gegen platte Aussagen. Nur festzustellen das eine Situation Scheiße ist - oder gar gefährlich - reicht mir einfach nicht. Ich möchte wissen wie diese Situation entstanden ist. Wie bitte kam es dazu, das die Situation jetzt so Kacke ist?

    Meine Texte zu Susanna:

    Meine ältere Schwestern ist als Kind vergewaltigt worden. Mir wurde dies zeitnah nicht mitgeteilt. War ich wohl noch zu jung oder man darf über so etwas nicht sprechen oder warum auch immer. Aber das veränderte Verhalten meiner Schwester ist mir durchaus bewusst gewesen.
    Als ich dann 13/14 war (den genauen Zeitpunkt weiß ich nicht mehr), hörte ich ein Gespräch von Verwandten mit, die sich darüber unterhielten. Im Nachhinein ein extrem unglücklicher Zeitpunkt für mich. Ich hatte gerade erst angefangen, Mädchen als "nicht mehr doof" zu empfinden.
    Wie ich inzwischen weiß, ist das für kleine Brüder, durchaus üblich, sich diese Schuld mitanzukreiden, da man ja zu der Spezies Mann (bzw. sich dazu entwickeln wird) gehört, die so etwas getan hat.

    Im Zusammenspiel mit meiner Anomalie (die ja immer wieder für unkontrollierte Handlungsweisen sorgt) und dem Wissen, das ich ein potentieller Vergewaltiger sein könnte, habe ich jede sexuelle Handlung (mit Weibchen die zu mir nach Hause kamen) bis Mitte meines 27. Lebensjahres in den Sand gesetzt. Bis ich an eine geraten bin, die das nicht hat gelten lassen. - Mit der lebe ich übrigens immer noch zusammen.

    Ganz klar bin ich heute schlauer als damals. Nicht nur, weil ich mich sozusagen Zwanghaft mit Vergewaltigungen und inzwischen auch mit Gewalt an anderen Menschen seit rund 30 Jahren auseinander setze. Auch weiß ich inzwischen, das ich eben eine gewisse Grundschuld noch immer empfinde. Und ihr könnt wahrscheinlich nicht einmal erahnen, wie tief mich die (inzwischen) diversen Anzeigen wegen sexueller Belästigung trafen.
    Inzwischen bin ich schlauer! Meine Handlungsweisen werden fehlinterpretiert. Eine Frau/Mädchen/Kind in irgendeiner Form belästigen zu wollen (in einen bedrohlichen Zustand zu bringen), ist nicht meins. Das will ich absolut nicht, weil ich weiß, wie sich das auswirken kann.
    Es gelingt mir aber anscheinend immer wieder.

    Cesar hat in einem anderem Bereich geschrieben, das er seine Mutter noch nie so hat heulen hören. Ich kenn das. Ich habe ne Schwester gehabt, die das über Jahre immer wieder gemacht hat.

    Sokoban hat ne schicke Signatur. Da steht offen und ehrlich drin, wie Vergewaltigung im deutschen Rechtssystem gehandhabt wird. Und mit was es verglichen wird in der Wertigkeit.

    Meine persönliche Einstellung zu Vergewaltigern ist ziemlich rigoros. Von Todesstrafe halte ich nix. Tod und weg, ist mir zu billig. Lebenslange Qual, wie dem Opfer bevorsteht, ist das Mindeste.



    Ich bin, seit dem ich hier bin, eigentlich immer wieder aus dem Bereichen, die sich um Gewalt oder eben Vergewaltigung drehten ganz freiwillig ausgestiegen. Eben weil ich weiß, das ich nicht darauf kann. (Ich weiß alles über dieses Thema und eigentlich will ich gar nichts darüber wissen)
    Inzwischen bin ich schlauer, bin gesetzter und arbeite auch an meinen Verhaltensweisen.
    Und dann rutschten wir mit dem Fall Susanna aber genau wieder in den Fall meiner persönlichen Hölle.

    Und klein Schpaik rutschte wieder in einen extremen emotionalen Zustand.

    Das kann alles mögliche sein. Ließt man vielleicht auch aus den Texten, das ich dann auch mal furchtbar Theatralisch sein kann. Bin ich. Immer mal wieder.
    Euphorie gibts von mir auch im Forum. Allerdings nur im SRC-Bereich. Depressionen habe ich hier schon festgehalten. Verzweiflung pur und all den anderen Scheiß.

    Bin ich, bin ich, bin ich...

    Lange Zeit habe ich geglaubt, das ich einfach nur zu schwach, zu 'weibisch' wäre (weil mir das mein Umfeld eingeredet hat) wegen meiner Gefühle. Inzwischen weiß ich, das Aufgrund meiner Präfrontaler-Cortex Störung, ich häufig Gefühle sehr viel intensiver erlebe, als andere Menschen. Also ja, ich bin zu schwach. Häufig sind meine Gefühle - laut Diagnose/Gehirnscan - zwischen vier und zehnmal so stark wie bei anderen Menschen. Wenn mein Kopf Hormone ausschüttet, kennt dieser oft kein Halten mehr Der haut raus, was er hat. - Ganz klar, nicht immer. Aber wenn das Eine auf das Andere trifft, klein Schpaik sich nicht unter absoluter Kontrolle befindet, dann tigger ich aus.

    Absolute Kontrolle über mich, muss ich da Draußen haben. Ein (inzwischen 197,2 cm) großer Mann, bei rund 107 Kilo Lebendgewicht, der in Aggression oder andere Emotionen verfällt, kann niemand gebrauchen. Am allerwenigsten ich.

    Hier im Forum ist das anders. Da bin ich dann zu Hause vor dem Rechner. Eigentlich empfinde ich es als durchaus unhöflich euch mit mir und meinen eventuellen Zuständen zu konfrontieren, aber ich muss damit auch immer irgendwo hin. Und es ist keinesfalls so, das ich für mich denke "oh Gott, mir geht es Scheiße, jetzt nerve ich mal die Leute im Forum!".
    Den Kontrollverlust gab es davor meist schon oder er entsteht eben im Schreiben.
    Wenn es mir selbst auffällt, das ich jetzt gerade "verfallen bin", höre ich grundsätzlich auf zu schreiben. Ich habe inzwischen einen ganzen 'Schrank voller Texte', die unvollendet sind und die nie veröffentlicht wurden.
    Aber es fällt mir eben leider nicht immer auf. Und wenn ich mittendrin bin, gibt es einfach kein Halten mehr.

    Mein Vorteile sind ganz klar:
    - Ich weiß, dass das so ist. Völlig egal wie unzufrieden ich damit bin, es wird immer wieder passieren. Meine einzige 'Waffe' dagegen ist es, euch darüber zu informieren. Durch meine Reizfilterschwäche/Reizüberflutung kommt es unweigerlich irgendwann zu einer Kernschmelze in mir. Meine Aufgabe ist es, euch und andere so wenig wie möglich damit zu kontaktieren. Gelingt mir jedoch nicht immer.
    - Mein grundsätzliches Wesen ist höflich und freundlich zu anderen Menschen zu sein. Selbst wenn ich wegflippe, neige ich nicht zu groben und/oder obzönen Unhöflichkeiten.
    - Ich habe, wenn ich jetzt mal so grob hochrechne, inzwischen mehrere Tausend Extremst-Gefühlszustände (üb)erlebt. Ich denke, das ich inzwischen nen geballten Erfahrungsschatz habe, was extreme Gefühle angeht. Sobald ich es selbst merke, habe ich gewisse Strategien entwickelt, diese Zustände zu überstehen.

    Die Gefühle/Emotionen sind, nur weil ich es bemerke, keinesfalls weg. Aber ich weiß inzwischen, das ich nur durchhalten muss, so gut es geht aus der Gesellschaft bzw. von Menschen fern bleiben muss und möglichst häufig schlafen muss. Nach dem Schlafen geht es mir häufig besser. Nicht immer gleich beim ersten Mal, aber durch den Schlaf regeneriert sich anscheinend der Teil in meinem Kopf, der für Ausgleich sorgt.




    Der Text dort oben ist - wie ganz am Anfang erwähnt - eigentlich für einen anderen Bereich des Forums geschrieben worden. Ich bitte also die Häufung von Argumenten, die innerhalb diesen Bereiches durchaus schon gefallen sind, zu entschuldigen.

    Mich persönlich hat es sehr getroffen, das ein anderer User davon gesprochen hat, das ich einen Entschuldigungsgrund suche für den Täter einer Vergewaltigung.

    Wie oben erwähnt, hat meine Entwicklung von Kind, Teenager in Richtung Mann jedoch mit so etwas angefangen. Wobei ich nie nach einer Entschuldigung gesucht habe, sondern immer nur nach einer Begründung. Wie kann so etwas geschehen, was muss in Menschen passieren, damit sie zu solchen Taten fähig sind. Etwas was sich sozusagen nahtlos damit vermischt hat, mit der Suche nach dem funktionieren des Menschen um mich selbst zu begreifen.
    Geändert von Schpaik (24.06.18 um 23:52 Uhr)
    Timelord bedankt sich.

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  3. #92
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Ich bin durch Zufall über etwas gestolpert. Da ich nicht so genau weiß, wo ich damit hin kann, schreib ich das einfach mal hier mit hinein.

    Ich hatte als Außenseiter in der Klasse 1 - 4 einen besten Freund.
    Markus Megalli (Marcus? Marckus, Markus? Meggali? Megali? - ich weiß es nicht mehr. Falls irgend jemand von euch jemanden kennt oder von dieser Person weiß, ich wäre äußerst dankbar für jeglichen Hinweis!)

    Dieser hat mir (da warn wir beide dritte Klasse) ne Platte (Schallplatte) geschenkt. Wobei "überlassen" ist wahrscheinlich das bessere Wort der Wahl. Seine Version war zu zerkratzt, er hatte ne neue bekommen und ich bekam eben höflicher Weise seine alte Scheibe.
    Marcus (Markus?, Marckus?) war ein gewollter Perfektionist in seinen jungen Jahren. Selbst kleinste Kratzer passten nicht.

    Aller Wahrscheinlichkeit - ich selbst habe auch schon gesucht - gibt es diese Person nicht mehr. Er wurde damals direkt nach der vierten Klasse in ein Psychozentrum eingewiesen. Ein Spezialist in der Zählung der Kalorien. Mit elf. In einer veganen Familie. (!)

    Aber ich schweife ab.

    Zurück zu der Platte die er mir gab.
    Ganz klar war das einfach ne Übergabe von nicht mehr benötigtem Material. Ein Geschenk sieht anders aus. War mir durchaus klar.

    Aber die Scheibe war auf Deutsch. Von einem deutschen Interpreten. Zudem eigentlich (damals) Indiziert. Konnte man also so auf dem allgemeinen Markt so überhaupt nicht beziehen. Und sie beinhaltete Rock.

    So im Nachhinein könnte diese Platte mich durchaus in meiner frühen Tee-Nager-Zeit als ausschlaggebendes Argument für meinen weiteren Werdegang recht beeinflusst haben.

    https://www.supernature-forum.de/com...ml#post1149987

  4. #93
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Eigentlich versuche ich gerade eine PN zu beantworten. Zum Vorfall von Letzten hier im Forum. Ja, ich bin schon wieder mal ausgeflippt. *seufz*

    Die PN wird irgendwie immer länger. Lest selbst:



    Hallo,

    danke für die PN.

    Ich habe völlig überreagiert. Das ist leider etwas, was mir immer wieder passiert. Auch deswegen habe ich sozusagen meinen eigenen Thread, in dem ich gleich noch etwas schreiben möchte. Damit du es vielleicht besser verstehst, was mit mir los war. Eigentlich noch ist, aber ich bin dann doch schon ein wenig herunter gefahren:

    ==Hintergrund==

    Je nach Zählung habe ich sechs bis 10 Geschwister. Ich komme an Stelle drei. Und auch wenn ich Kinder in großer Anzahl als vermeidungswürdiges Objekt betrachte, so komme ich doch mit einzelnen Individuen dieser Spezies überraschend gut klar.
    Oder auf gut deutsch: Ich wollte immer Kinder haben.

    1991 habe ich bei meiner Musterung vom Klinefelter-Syndrom erfahren. Über die körperlichen Auswirkungen hat man mich damals in Kenntnis gesetzt. Aber eben auch, das mein Körper keine Keimzellen produziert. Also nix mit eigenen Kindern. Das war damals noch nicht ganz so schlimm. Ich war noch Schüler und hätte mit Kindern noch nicht soviel anfangen können.

    Also nicht, das mich das unberührt gelassen hätte. Ich war durchaus ziemlich down. Meine Beziehung ging dann (wegen anderer Gründe) ein paar Monate später in die Brüche. Erst fast genau acht Jahre später kam ich dann wieder mit einer Frau zusammen. (sehr glücklicher Zufall) Diese suchte mich aus, weil ich ziemlich groß und blond bin und sie sich für sich große blonde Kinder wünscht.
    Der eigentliche Plan war, zusammen eine gesicherte Existenz aufzubauen um dann vielleicht ein Kind zu adoptieren oder ähnliches. Leider ging es mit mir immer weiter bergab. Eben weil ich das immer wieder habe, was auch zu dieser PN führt. Dauerhafte Erfolgslosigkeit führt zu massiven Frust und Verzweiflung. Besonders dann, wenn man keinen Ansatzpunkt hat, wie das passieren kann. Erst 2010 hatte ich dann durch einen spezialisierten Facharzt ne Diagnose in der Hand, die mir neue Ansatzpunkte zu mir selber gab. Leider ging es trotz Diagnose die nächsten vier Jahre eher bergab. Erst als ich einer Mutter bei der Tafel begegnete, die zwei Söhne mit Klinefelter hat, die mich dann über die Bürokratie und weitere Möglichkeiten, bzw. über Dinge die ich einfordern muss, aufklärte, kam sozusagen wieder Leben in mich. Aber Bürokratie brauch. Vorallem Zeit. Etwas, was mir inzwischen nicht mehr unbegrenzt zur Verfügung steht.

    Ende 2015 stellte meine Freundin und ich in einem sehr ernsten Gespräch fest, das wir keine Lebenspartner mehr sind. Sie will noch ein Kind, in meiner wirtschaftlichen Situation ist das völlig utopisch. Tatsächlich wohnen wir auch immer noch zusammen und sind ziemlich beste Freunde. Aber wir wohnen eben deswegen noch zusammen, weil mir der Staat (diesbezüglich die ARGE) keine Wahl lässt. Meine wirtschaftliches Dasein ist äußerst prekär.

    Ich habe sie damals aufgefordert, sich nen anderen großen Kerl zu suchen. Mit dem ein Kind groß zu ziehen. Eben, weil das mit mir auf natürlichem Weg nicht funktioniert und alle anderen Möglichkeiten (z.B. Klonen) nicht erlaubt oder eben zu teuer sind.
    Und ich möchte nicht, das meine körperliche Unfähigkeit sie von ihrem Lebensziel abhält.

    Anderseits brech ich sofort in Tränen aus, bei den Gedanken, das sie nicht mehr da ist. Der Verlustschmerz ist riesig. Schon alleine bei der Vorstellung. Zudem ist sie einfach in ganz vielen Dingen meine Bezugsperson. Niemand kennt mich so gut und meine Behinderung. Sie weiß, wie sie mich wieder runter fahren kann, wenn ich mal wieder ausflippe. Trotz all meiner Unzulänglichkeiten glaubt sie an mich und hat immer zu mir gehalten.

    Vor ein paar Wochen gab es ein kleines Familientreffen. Da erfuhr ich dann auch, das mein ältester Bruder, der nie ein Baby zeugen wollte, inzwischen Vater geworden ist. Sprich: Alle meine Geschwister haben inzwischen Kinder.
    Paulina, die Katastrophe zwei Wohnungen über mir ist gerade mit ihrem dritten Kind Schwanger. Joanna, eine schwere Alkoholikerin, die den Großteil ihres Lebens in Notunterkünften haust, ist zum zehnten Mal schwanger. Obwohl sie weiß, das die Babies ihr sofort nach der Geburt weggenommen werden. Alle Welt bekommt Kinder. Selbst die in meinen Augen ungeeignetesten Menschen.

    Vor ein paar Tagen erzählt mir dann meine Freundin, das sie ernsthaft befürchtet in die Menopause gekommen zu sein. Sie ist völlig am Boden zerstört und ich kann nichts machen. Der mir liebste Mensch ist traurig und verzweifelt, weil sie ihr großes Lebensziel - eigentlich das Ziel jeden Daseins der Lebewesen dieser Erde - nicht mehr erfüllen kann. Obwohl sie jemanden gefunden hat, mit dem sie Kinder haben will. Der ihre Kinder haben will, völlig egal von wem.

    Ich war also Emotional schon auf ziemlich dünnen Eis. Dann habe ich irgendwo gelesen, das Desperado nen Scherz macht über seinen Enkel. Amon ist gerade zum zweiten Mal Vater geworden und ich freue mich für beide ehrlich.
    Und dann kam der Witz übers Klonen.

    Da bin ich dann vor Selbsthass explodiert.

    Und dann ist es auch zu spät. Dann tritt nämlich ein Effekt auf, der sich trocken Störung der Impulskontrolle nennt. Etwas, was wohl immer wieder auftreten wird in gefühlten extremen emotionalen Zuständen.

    Es ist ganz klar in den letzten acht Jahren besser geworden. Aber hier im Forum stehen diverse Beiträge von mir, wo ich die Kontrolle verloren habe. (Manche Texte sind auch komplett gelöscht worden.) In dem Moment wo ich dann solche Sachen (oder auch viel zu lange Texte) aufschreibe, ist das so gut und richtig und ich kann keinen Fehler in meinem Verhalten feststellen. Manchmal ist es auch gar keiner wie ich dann an den Reaktionen feststelle. Dann habe ich, obwohl ich die Kontrolle verloren habe, nichts falsch gemacht.

    In diesem speziellem Fall kann keiner etwas dafür. Weder habe ich je die Wahl gehabt, noch kann irgend jemand anderer etwas dafür, das ich nie die Wahl gehabt habe. Es ist ein genetischer Defekt, der sich bei meiner Zeugung ereignet hat.

    Deswegen auch die etwas längere Aufzählung da oben. Ich explodiere nicht aus dem Nichts heraus. Es hat immer eine Geschichte. Es hat immer einen Hintergrund. Aber woher sollt ihr den Wissen?

    Schöner wäre es natürlich alle Male, wenn so etwas nie passieren würde. Tut es aber. Das Einzige was ich aus meiner Sicht dann tun kann ist, hinterher die Verantwortung zu übernehmen und/oder Aufklärung zu betreiben. Auch oder eben weil ich niemandem weh tun oder Beleidigen möchte.

    Zitat Zitat von PN
    Das du es falsch verstanden hast, ist natürlich suboptimal, da ich dir nicht weh tun möchte. [...] Außerdem, hab ich mich je über deine Behinderung lustig gemacht? Wie kommst du darauf, dass ich jetzt damit anfange?
    Gar nicht. Die Herleitung steht oben. Im Moment des Kontrollverlustes war ich nicht mehr in der Lage deinen Beitrag so aufzunehmen, wie du ihn gemeint hast. Und ich lese ja auch fast alle deinen anderen Beiträge und müsste wissen, dass deine Beiträge häufig als Scherz geschrieben oder du eben aus einer guten Laune heraus hier und da recht flappsig antwortest. Und woher zum Teufel solltest du wissen, das der unerfüllte Kinderwunsch meiner Ex mich wahnsinnig belastet? Kannst du gar nicht.

    In dem Moment (man kann auch sagen: in solchen Momenten) habe ich jedoch eine andere Wahrnehmung. Nehme auch Dinge oder Worte viel zu sehr persönlich oder münze sie auf mich, obwohl ich gar nicht gemeint bin. Dadurch verändert sich mein Verhalten zu etwas, was ich selbst so meist nicht darstellen möchte.

    Das tut mir aufrichtig Leid! - Ich kann jedoch keine Garantien aussprechen, dass so etwas nie wieder passiert.

    Nicht, das es mir egal ist oder ich überhaupt nichts tue. Seit nunmehr fast zwei Jahren erhalte ich Hilfe über eine asp, habe an einer anderen Stelle einen festen Rechtsbeistand, seit Anfang des Jahres mache ich eine kognitive Verhaltenstherapie, etc. Insgesamt ist sich mein gesamtes Umfeld darüber einig, das ich tatsächlich Fortschritte in meinem Lebensaufbau mache. Aber wie bei vielen anderen Menschen auf dieser Welt, ist mein Leben keinesfalls einfach. Ich selbst versuche so viel wie irgend möglich über mich selbst zu lernen. Zur Zeit lese ich das hier. In der Hoffnung, das mal ordentlich in den Griff zu bekommen.

    Es gibt Fälle, da merke ich das inzwischen hin und wieder selber und stelle dann mein Schreiben bzw. die Tätigkeit ein, die ich gerade ausführe. Auch bin ich inzwischen vorsichtiger geworden und melde hier und da meine eigenen Beiträge, weil ich mir unsicher bin. Und eigentlich kann ich fast immer Nachvollziehen, was passiert ist, wenn ich dann doch mal die Kontrolle verloren habe. - Aber eben danach und manchmal ist es dann einfach zu spät.

    Noch habe ich nicht wieder in den Thread gesehen. Das wird wohl auch noch ein paar Tage dauern. Ich bin noch nicht soweit, um die Reaktionen und wahrscheinlich die Kritik die da steht, offen und ehrlich auffassen zu können. Dafür schäme ich mich zur Zeit noch viel zu sehr. Was eigentlich auch albern ist. Ich mache das ja nicht freiwillig. Aber eigentlich tut es mir wahnsinnig Leid, das ihr das immer wieder abbekommt.

    Soweit von mir erstmal

  5. #94
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Herzlichen Glückwunsch Schpaik! - Du regst dich auf und du merkst es selbst. Bevor du den Beitrag losgeschickt hast. *uff*
    Ich muss jedoch trotzdem damit irgendwo damit hin. - Aber hier bin ich ja..



    Nach wie vor kann ich das da oben Bedenkenlos so unterschreiben. Boah muss ich wütend gewesen sein.

    Als Randbemerkung: Mir ist irgendwie nicht in die Wiege gelegt worden, das ich Missstände unkommentiert lasse. Bei Mania-Exchance gibt es eine Kommentar-Funktion. Diese nutze ich. Also bei Streckenbauern, wo ich noch hoffe. Bei einigen ist nicht nur Hopfen und Malz, sondern auch Gärung und Wasser verloren. Und ich muss das wissen! Meine ersten Versuche im Streckenbau waren unter aller Sau! - Verbesserte sich übrigens eklatant als ich Kontakt zum SRC bekam.

    Meine Auflage von Mania-Exchange-MasterAdmins ist, meine Texte auf Englisch zu verfassen. Wurde mir PN verdeutlicht, nachdem sich jemand beschwert hat.
    Ich kann kein englisch. Lesen ein wenig, aber mein Kopf scheint eher nicht für Fremdsprachen geschaffen zu sein. Ich nutzt ein Übersetzungsprogramm. Sprich: ich schreibe meine Texte erst auf deutsch, setze eine Linie und darunter kommt dann das, was mein Translator ausspuckt.

    Tatsächlich haben wir jedoch sozusagen einen guten Leumund. MP4 hat uns alle hart getroffen. Mania-Exchange besonders hart. Ihre gesamte Datenbank war sozusagen für die Tonne. Nix funktionierte mehr. Wie bei uns auch.
    Da ich jedoch über deren Seite inzwischen diverse Maps für unsere Server ausgewählt hatte, bot ich denen an, die Maps, die dankenswerterweise Schleck umgewandelt hat - also alle die bis dato bei uns liefen und von denen ich wusste, das ich die über deren Seite gezogen hatte - diesen auch zu zuschicken.

    Linkin Alex war mein Ansprechpartner. Wenn ich mich recht erinnere waren das knapp 500 Maps die wir denen übermitteln konnten für MP4, während sie selbst noch händeringend nach Möglichkeiten suchten ihre Datenbank von über 400.000 Strecken anzupassen.

    MP4 ist jetzt eineinhalb Jahre her. MP3 ist Geschichte. Ich kann immer noch kein Englisch. Meine Prägung was Streckenbau angeht läuft jedoch auf SRC hinaus. Also den Standard der hier 2006-07 im SRC entwickelt worden ist.

    Und ich lese immer wieder, das die Leute danach sozusagen hungern, das ihre Maps bewertet werden. - Und dann sage ich denen das. Und dann gibt es Beschwerden. Nicht bei mir. Bei Mania-Exchance. Die beschweren sich bei der Obrigkeit, das ich zum einen auf deutsch Antworte (darunter ist immer der übersetze englische Text) und das ich deren Strecken kritisiere.

    Dieser ganze Bereich der Streckenvorstellung ist eigentlich nur auf ignorieren oder Lobhudelei ausgelegt. Kritik schreibt eigentlich niemand. Und wenn es dann jemand tut (ich zum Beispiel), dann wird sofort die Administration bemüht. Weiß ich von einem der Admins. Dieser stellte mir gegenüber auch klar, das meine Kritik absolut "legitim jedoch auch eher selten sei. Sofern ich sie auch in englisch verfasse, ist das alles soweit okay".

    Tatsächlich fliege ich jedoch hier und da mal ohne irgend etwas gefahren zu sein, raus. Auf ein paar Servern bin ich total gebannt. - Das aktuellste Beispiel wäre ein Belgier, der einen Short-Fun-Speed-Server betreibt. Sein englisch war leider so schlecht, das nicht einmal mein Übersetzungsprogramm das verstehen konnte. Als Abschlusssatz stand dann da: "Your are big Fool!!!" - Also das ich ein großer Narr bin, konnte ich dann irgendwie heraus lesen.

    Mir ist jedoch völlig unklar wegen was?
    Das ich Prinzipien habe beim Streckenbau? - Das ich nicht so gut fahren kann wie Menschen, die 20 Jahre jünger sind als ich? - Das ich schlicht bereit bin Kritik zu üben?

    Kotz! ich heule schon wieder verbal rum. Wäre ich cool, dann hätte ich das mit nem Schulterzucken abgehackt. Bin ich nicht! Ich versuche durch Kritik zu lernen. Dafür benötige ich jedoch einen Lösungsansatz. Eine 'Breitseite' und dann Kontaktabruch lässt mich immer mit Fragen zurück.




    Ne, bin ich immer noch nicht. Einfach mit den Schultern zucken und abwinken und vergessen. Bin ich nicht. Diese Unterschiede in der menschlichen Kommunikation stellen mich so ganz grundsätzlich vor recht große Rätsel.

    Wobei...

  6. #95
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Wobei... ich denke, das meine Verunsicherung und die damit einhergehende Hyperaktivität (siehe meine Aktivität in den letzten acht Stunden hier im Forum) durch eine Telefonnummer zustande kommt.

    Ein Mädchen, welches ich seit 2014 kenne, mit dem es niemals einen Nenner gab, diese mich auch regelmäßig wegen irgendwas angemotzt hat, hat mir vorhin ihre Nummer gegeben.

    Ach Mist. Sorry, ich denke immer noch im Rahmen von Jungs und Mädels. Also ne Frau mit drei Kindern (zwei davon sind erwachsen) hat mir ihre Nummer gegeben. "Och, falls du mal reden willst!"

    Ich bin verwirrt! - Anscheinend nachhaltig. Ich sitze hier immer noch und schreibe. Ist das letzte Mal vor genau zwei Monaten vorgekommen. (Siehe weiter oben)
    Tatsächlich bin ich stark verunsichert!


    Öh.. ich verberge meine Behinderung nicht. Ich gehe viel eher damit sehr konfrontativ um. (konfrontativ?) Ich gehe auf die fünfzig zu und habe das Gehirn eines 17-Jährigen. Und leider auch wohl viel zu häufig das Verhalten von dieser pubertierenden Spezies Mensch.
    Wobei, also ja, natürlich habe ich mehr Lebenserfahrung als ein Teenager. Bleibt nicht aus. Zudem habe ich Scheiß genug erlebt für drei Leben. Kein Arzt ist sich bisher so sicher, ob jenes oder dieses in meinem Kopf meine Kindheit, meine Erlebnisse oder eben meine Anomalie ist.

    Um grundsätzliche Missverständnisse vorzubeugen, bzw. eventuelle Arbeitgeber vorzuwarnen, gehe ich IMMER direkt auf Aufklärungskurs. Wobei das natürlich seine Schwächen hat, da ich mich schlussendlich nicht erklären kann. Nicht nur, weil ich selbst viel zu dicht mit mir stehe, auch ist die Wissenschaft noch gar nicht soweit.

    Ich habe seit ziemlich genau einem Jahr eine Therapie in der PTA-Uni-Hamburg. (Einmal die Woche) Diese haben nach drei Monaten bekennen müssen, das es für mich (und Klinefelter ist gar nicht so selten) keinerlei Therapieansatz haben. Gibt es nicht.
    Gegeben haben sie mir Lösungsansätze von Borderline. 120 kopierte DIN-A4 Seiten. - Damit war ich in drei Stunden durch. Die dort angesprochenen Lösungsansätze (um ja nicht Selbstmord zu begehen) hatte ich eigentlich schon alle durch. Das habe ich alles längst aus mir selber selbst gemacht.

    ot:
    Erinnerung: Irgendwo hatte ich das hier auch schon (mehrmals) aufgeschrieben. Bis zu meinem 19. Lebensjahr hatte ich vier Selbstmordversuche. (eigentlich nur dreieinhalb..aber wir wollen hier nicht kleinlich sein) - die Direktive danach war immer festgeschrieben: Aufgeben gilt nicht! - und so schwer es auch manchmal war, ich habe - wie man lesen kann - durchgehalten.


    Dann bekam ich Björn. (Name mit Absicht verfälscht und unkenntlich gemacht!)
    In den ersten zwei 'Sitzungen' habe ich ihn erschlagen. Sozusagen. Er hat geflennt. - Ja, ich auch. Raus damit. Endlich jemand nackte Wahrheiten erzählen kann, darf,... Er muss unbedingt an seiner Körperhaltung arbeiten. Er musste (mit dem richtigem Namen lässt sich das nachlesen) raus mit dem Rotz.
    Also gut, ich muss ihn Siezen. Fällt mir schwer. Geht soweit aber. Eben weil er sich nicht pikiert gezeigt hat, das ich mich über ihn schlau gemacht habe. Er ist eine eigentlich genauso arme Ratte wie ich. Er ist halt nur in seinem Gebiet schlauer. Schreibt immerhin an seiner zweiten Doktorarbeit. Und ich bin was mich selbst angeht immer wieder doof wie Brot.

    Inzwischen weiß ich, das ich eigentlich gar nicht soviel dafür kann. Nach diversen Studien sind unseren Verhaltensweisen nur durch etwa 20% davon geprägt, was wir in der Schule oder ähnlichen Institutionen lernen und die restlichen 80% kommen durch Nachahmung und Persönlichkeit. Nachahmung kenne ich. Habe ich oft versucht, bin häufig daran gescheitert. Inzwischen weiß ich ja nu auch warum.

    Und wie ich bjönr auch sagte, das er mir im Grunde nix Neues erzählt, das habe ich alle schon einmal gehört, selbst entdeckt, in Gedichten oder Geschichten niedergeschrieben, hier und da selbst darüber erzählt habe...

    ... er hat eine aus meiner Sicht unnachahmliche Art MIR MICH selbst vor Augen zu führen.

    Ich bin sooooo doooof, ich bin sooo unfähig. *rumheul* - Und wir sind noch lang nicht durch mit sooo doooof und sooo unfähig.
    Das Problem ansich ist längst erkannt worden. Ich kann nicht einfach mit einem Schulterzucken einfach weiter gehen. Es ist mir einfach nicht egal.
    So auf Anhieb hätte ich auch keinen Lösungsansatz. Eben weil es mir nicht egal ist. Meine Unfähigkeit bezieht sich eigentlich darauf, das ich mir nicht bewusst sein kann, das ich nicht relevant bin. Und ich bin nicht relevant. - Wobei ich mich hier selbst beiße.

    Ich bin da ernsthaft im Zwiespalt. Das sage ich jedoch auch, wenn man mich fragt.


    Und dann gibt mir die Frau ihre Nummer?

    Ich bin verwirrt.

    (Ergänzung 1: Dieses Mädchen kenne ich seit 2014. Unabsichtlich. Wir haben zusammen bei der Tafel gearbeitet. Ein bisschen mehr als Luft war ich für sie dann schon, aber eine sehr viel höhere Klassifizierung als Schleppscherge habe ich damals nicht erhalten. Zwischenzeitlich (auf der Weihnachtsfeier 2016) habe ich auch irgend etwas getan, womit sie mir direkt mit einer Klage drohte. - Was ich damals getan habe, weiß ich bis heute nicht. Vielleicht lässt sich das demnächst aufklären.)

    Ergänzung 2: Der Text da ist in etwa das, was die Leute da, wo mir die Frau begegnet ist, auch wissen. Also auch diese Frau.

    Ich bringe euch sozusagen nur auf den aktuellen Stand der Dinge.

    Und dann gibt mir diese Kleine einfach ihre Nummer. Ohne das ich gefragt habe. - Öh... ich bin fast 20 Jahre älter als sie. Ich bin viel weniger erwachsen als sie. - "Falls du mal reden möchtest!"

    Ich bin verwirrt.
    Geändert von Schpaik (22.12.18 um 06:20 Uhr) Grund: Ergänzung 1 / Ergänzung 2

  7. #96
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Und dann schnappte mein kleiner Bruder sich mich und sagte: 'Schpaik, du fährst mal wieder die Hyper-Schiene. Hier. Kümmer dich um deine Nichte."

    Und dann lag die da. In meinem Arm. Und schläft.

    Mein Bruder ist voll doof!
    Amon und HeikeFy bedanken sich.

  8. #97
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Mir geht es heute besser. Also so im Vergleich zu den letzten acht Tagen. Was der genaue Auslöser war, für die ständige Berg- und Talfahrt meines Kopfes der letzten Woche, könnte ich gar nicht beschreiben. Ich weiß es schlicht nicht mehr.

    Also ganz klar: Ich stehe unter (vergleichsweise) gewaltigem Stress. Wegen vieler Kleinigkeiten und dieser einen großen Sache. Ich habe mich auf eine Ausbildung (mal wieder) beworben. In diesem speziellem Fall beim Zoll. Für den mittleren Dienst. (mehr lässt mein Schulzeugnis nicht zu)
    Wie viele andere große 'Firmen' haben diese Leute dort eine lange Vorlaufszeit. Stichtag für die Einstellung im August 2019 war Ende September letzten Jahres. Den schriftlichen Test habe ich inzwischen absolviert. (Steht glaube ich auch schon oben mit drin.) Für den mündlichen Teil habe ich noch keine Einladung erhalten. (Dieser kommt bestimmt! - Laut Anmerkung auf dem schriftlichen Teil MUSS ein schwerbehinderter Antragsteller zur mündlichen Prüfung zugelassen werden.)

    Was mir jedoch zur Zeit großes Kopfzerbrechen macht ist die Einladung jetzt zum Mittwoch hin. In der Einladung steht wörtlich:
    ...zur Vorbereitung auf das mündliche Auswahlverfahren ist es vorgesehen, dass der Vorsitzende der Auswahlkommission unter Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung mit Ihnen vorab ein Gespräch führt.
    [...]
    Hierbei soll insbesondere auf evtl. notwendige Nachteilsausgleiche im mündlichen Auswahlverfahren eingegangen werden.
    Anmerkung zur Schwerbehindertenvertretung: Bevor ich mich dort beworben habe, hatte ich Kontakt zur stellvertretenden Schwerbehindertenvertretung. (Der eigentliche Mensch war Aufgrund seiner Schwerbehinderung seit geraumer Zeit nicht im Dient.) Insgesamt drei Mal. Eben wegen meiner Behinderung, aber eben auch wegen meiner Zweifel, zudem bin ich nicht mehr der Jüngste.
    Dieser freundliche Mensch hat mich durchaus gefördert und mir auch sehr geholfen mit Tipps und Ratschlägen. Es ist sozusagen ein gewisses Vertrauensverhältnis aufgebaut worden.

    Nun haben wir in Hamburg gerade die besondere Situation, das die Zollämter Hamburg-Hafen und Hamburg-Stadt zusammengelegt werden. Schwerbehindertenvertreter werden gewählt.
    Diese nun neue Institution hat jedoch noch keine Wahlen diesbezüglich abgehalten. Also wird der Schwerbehindertenvertreter der übergeordneten Dienstelle bei diesem Gespräch anwesend sein.
    Für das Gespräch stehen max. 60 Minuten zur Verfügung.
    In den drei Telefonaten mit meinem vorherigen Ansprechpartner komme ich auf etwa fünf Stunden Gesprächsdauer.

    Aller Wahrscheinlichkeit nach, werde ich wohl auch aufgefordert, meine psychische Behinderung darzulegen. Etwas, was mir sehr viel Sorgen bereitet. (Also auch meinen Stress erhöht!) Also eben auch gerade aus dem Gesichtspunkt heraus, das es mir doch oft schwerfällt, die wichtigen von den unwichtigen Eckpunkten auseinander zu halten.
    Was kann ich sagen? Was sollte ich definitiv sagen? Was sollte in keinem Fall erwähnen?

    Es handelt sich ja sozusagen um ein Verkaufsgespräch. Bei dem ich mich anpreise. - So etwas lag mir noch nie. Ich bin ja eigentlich der absolute Anti-Verkäufer.



    Und dann schwebt da bei mir ständig im Hintergrund, wie das mit den anderen Menschen aussehen wird. Die zweijährige Ausbildung sieht vor, das ich in zwei Blöcken zu etwa sechs Monaten in jeweils einen der drei Ausbildungsstandorten (Plessow, Sigmaring, Rostock) verweilen werde.

    Diverse zwischenmenschliche Probleme entstehen mit mir aus dem Problem heraus, wie Menschen funktionieren und auf welche Erfahrungswerte sie zurück greifen. (Ich bin seit fast einem Jahr in Therapie und habe zur Zeit drei Sozialpädagogen mit denen ich regelmäßig spreche. Und aus den Gesprächen mit denen kommen dann solche Erkenntnisse. )
    Jemand der mich nicht ein wenig besser kennt, wird meine Verhaltensweisen und das was ich sage mit seinen Erfahrungswerten über andere Menschen vergleichen. ICH BIN aber nicht wie andere Menschen.
    Natürlich mache ich Fehler. In aller erster Linie bin auch ich natürlich zunächst ein Mensch. Aber meine Herangehensweise, meine Überlegungen und auch meine persönlichen Erfahrungen sind häufiger anders, zudem verarbeitet mein Gehirn diverse Dinge anscheinend anders.

    Dies alles birgt leider Gottes eine Menge Potential zu zwangsläufigen Missverständnissen. Nicht zu vergessen - wie man auch bereits hier im Forum beobachten konnte - reagiere ich hier und da auf eigentlich Pille-Palle-Ereignisse, bei denen sich kein anderer auch nur Gedanken drüber machen würde, als hätte man mir einem spitzen Gegenstand in den Fuß gestochen. (Ich arbeite daran!)

    In den letzte acht Tagen, war eine der Phasen die ich durchleben musste von rund 30 Stunden, wo mir mein Gehirn diverse Begebenheiten aus meinem Leben gezeigt hat, wo es eben aus diesen 'Missverständnissen' zu gewaltigen Problemen in meinem Leben kam. Angefangen in meiner Kindergartenzeit in Aldersbach.

    Ich finde selbst, das es eigentlich ziemlich doof klingt und mein formulierendes Bewusstsein nimmt es auch gar nicht so wahr, aber gerade die letzte Woche war wohl extrem anstrengend für mich. Mehr als drei Stunden am Stück schlafen, bekomme ich anscheinend nicht hin. Nicht, dass das nun so ungewöhnlich ist. Ich habe über diesen Zustand nie auch nur einen Gedanken verschwendet. Also bis zu dem Zeitpunkt, als ich gefragt wurde. (Also eigentlich dann auch nicht. Erst im Nachhinein.) - Für die Anmeldung der Therapie kam unter anderem die Frage, wie gut ich schlafe. Meine Antwort war: Gut - es hat sich nichts signifikant verändert.

    Die Antwort ist soweit richtig. Ich schlafe seit Jahren/Jahrzehnten eher schlecht. Oder eben nicht gar nicht. Dass das ein Zeichen von seelischem Stress ist, kam mir vorher nie in den Sinn.
    Vermutlich (es ist keine gesicherte Erkenntnis!) hängt das auch unmittelbar mit meiner Kindheit zusammen. Wenn man in einer Umgebung aufwächst die eigentlich eine ständige Gefahr bedeutet, dann kann man später als Erwachsener nur noch sehr schwer erkennen, wo die eigenen Warnsignale ihre Lampen einschalten. 'Die brannten doch eh die ganze Zeit.'
    In unserer heutigen Zeit würde wohl von fehlender Aufmerksamkeitspflicht der Eltern sprechen. Nach dem was ich weiß, konnten meine Eltern auch Aufgrund ihrer eigenen Kindheit das eher schwerlich sehen. Zudem war das Leben für diese zwei in meiner Kindheit durchaus auch nicht einfach. Zu viele falsche Entscheidungen.
    Zudem hat Vater Staat mit seinen diversen falschen Entscheidungen einfach zu meine anhaltenden Notsituation beigetragen.

    Auffällige Kinder werden heutzutage im Kindergarten, spätestens in der Schule entdeckt.
    In der ersten Klasse waren wir 45 Kinder. In der Parallelklasse waren es 40. Unsere Lehrerin hatte ein massives Alkoholproblem. (weiß ich heute - damals habe ich das nicht wahrgenommen)
    Als es auf die Hauptschule ging, (fünfte Klasse) waren das damals sieben Parallelklassen mit rund 35 Schülern. Nach der fünften gingen viele auf die Realschule oder auf ein Gymnasium. Aber anstatt dann mit sieben Klassen zu einer gemäßigten Anzahl an Schülern weiter zu machen, wurden einfach zwei Klassen aufgelöst. Damit hatten wir dann fünf Klassen zu jeweils etwa 35 Schülern.
    Warum? Weil der bayrische Staat nicht mehr Geld locker gemacht hat für mehr Lehrer.
    Es geht immer um die leidige Kostenfrage. Sehe ich ja auch heute noch.

    Das die nicht sehen konnten, das ich auch schon damals 'anders' war, ist mir heute durchaus klar. Da waren viel zu viele Kinder anders.
    Das übliche Mittel um 'andere Kinder' Gesellschaftskonform zu bekommen war eigentlich immer nur MEHR DRUCK oder eben IGNORIEREN.

    Das ich diese Zeit damals überlebt habe, ist wahrscheinlich dem Zufall geschuldet. In drei Selbstmordversuchen ist es mir nicht einmal geglückt. Anderseits sind meine körperlichen Warnsignale, das ich mich nicht wohlfühle, das ich mit der Situation nicht umgehen kann, das ich nicht weiter weiß, etc. auch völlig kaputt gemacht worden. Eine vernünftige Selbsteinschätzung war nicht mehr gegeben.

    Daran arbeite ich jetzt rund dreißig Jahre später. Ich muss lernen - auch deswegen mache ich diese Therapie - damit ich persönlich spüre, wann ich mich eigentlich nicht mehr wohl fühle in dieser oder jener Situation.
    Das nun mein Kopf mit den diversen Ausschüttungen von Hormonen im falschen oder übertriebenen Verhältnis oftmals daherkommt, macht die Sache nicht einfacher. Anderseits gibt es Klinefelter die ein wunderbares und ausgeglichenes Leben haben. Mich also nur auf meine Behinderung heraus zu reden, wäre der falsche Ansatz.

    ot:
    Danke, dass ich das hier aufschreiben darf! - In den letzten acht Tagen bin ich vergleichsweise Amok gelaufen. Heute geht es mir den Umständen entsprechend. Aber da war noch ganz viel Chaos in meinem Kopf. Einigen Dingen konnte ich durch den Text dort oben zu Laibe rücken. Andere Sachen wollte ich einfach aufschreiben, weil sie mir seit Tagen auf der Seele liegen und ich nicht weiß, wohin damit.

    P.S.
    Einen lieben Dank an Cesar!

  9. #98
    jeder nach seiner Façon Avatar von Schpaik
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Ich hatte heute Vormittag meinen mündlichen Einstellungstest. Dieser verlief in drei Phasen.

    Zunächst eine Gruppendiskussion mit den restlichen anwesenden Bewerbern. (eine fehlte - also nur zu viert)

    Dann eine fiktive Situation mit einer Person, als würde ich mit dieser schon geraume Zeit zusammenarbeiten und dieser würde sich innerhalb seiner Möglichkeiten als Querschläger in seiner Gruppe arbeiten um sich selbst zu erhöhen und alle anderen schlecht aussehen lassen. Meine imaginäre Aufgabe war es dann sozusagen mit dieser Person ein klärendes Gespräch zu führen um ihn wieder in die Arbeitsgemeinschaft einzufügen.

    Und dann das eigentliche Bewerbungsgespräch mit persönlicher Vorstellung um dann unterschiedliche Fragen zu beantworten von vier Fragestellern aus unterschiedlichen Bereichen dieses Vereins.

    Mir persönlich unangenehm war vor allem der Punkt, das man mich für den letzten Punkt zu aller erst heran gezogen hat. Nicht wegen der Fragen, sondern eben weil es mir eher selten gegeben ist, simple Fragen knackend kurz und bündig auf den Punkt zu bringen. (zwei reine ja oder nein Fragen gab es)
    Vor allem auch deswegen, weil sie uns von Anfang an Mut gemacht haben, das die gesamte Prozedur für alle Teilnehmer gegen 12 Uhr (also noch vor der Mittagspause) vorbei sein sollte.
    Die grobe Einschätzung wie lange diese Vorstellungs- und Fragerunde dauert, wurde mit 15 bis (in den seltensten Fällen) 35 Minuten angegeben.

    Meine Sitzung dauerte 137 Minuten.

    Spannend fand ich, das ich eigentlich nirgendwo lügen musste. Bei einigen Fragen musste ich nachfragen um den genaueren Sinn, bzw. die Absicht hinter der Frage zu erkennen. (Wobei die Frage nicht umformuliert wurde.) Seltsam fand ich die Fragen, ob ich etwas gegen Uniformen oder das tragen von Mützen habe. (ich trage seit einer verlorenen Wette aus dem Jahr 1991 immer ein Cäppi, ne Mütze oder ähnliches, wenn ich das Haus verlasse)
    Seltsam fand ich auch die Frage: "Ihr Vorgesetzter kommt zu ihnen und sagt mir, das eine Stelle an der schweizerischen Grenze gerade massiv unterbesetzt ist. Ob ich nicht vielleicht.. eventuell.. höflich nach meiner Mitarbeit und Bereitwilligkeit fragen...., wäre nur für ein Jahr..."
    An der Stelle musste ich dann laut lachen. Meine Antwort war: "Ich nehme ihn kurz in den Arm und frage, wann muss ich die Koffer packen?"
    ot:
    Als Staatsdiener kann ich mir nur sehr bedingt aussuchen, wo ich eingesetzt werde. ---- wobei das bei mir noch ein wenig anders ist. Falls die mich einstellen, habe ich aufgrund meiner Schwerbehinderung ganz andere Rechte, aber darauf wollte ich an dieser Stelle nicht herumreiten. Aber die Art und Weise, wie sie diese Situation vorgetragen hat war einfach süß.


    Beim Thema "Aufzählung der Aufgaben des Zolls" habe ich gefühlt versagt. Ich sehe den ganzen Verein als recht homogene Masse, die an der Gleichberechtigung und für den Schutz der Allgemeinheit zuständig ist. Mal abgesehen davon, das fast die Hälfte der deutschen Staatseinnahmen von der Zollbehörde kommt. (laut deren Internetpräsenz)

    Überfordert war ich mehr oder weniger mit der Frage, warum ich zum Zoll will. Das war mit einer der längsten Antworten, da es viele unterschiedliche Gesichtspunkte gibt. Je nachdem, von welcher Seite man meine Person und die Institution Zoll betrachtet.
    Genauso kompliziert war für mich die Frage, wo ich Unterschiede zwischen der freien Wirtschaft und dem Beamtenstatus sehe. Zum Glück fiel mir auf, das diese Frage nicht speziell auf mich gemünzt, sondern allgemein gehalten war.

    Erschlagen habe ich die vier Prüfer jedoch wahrscheinlich mit den Antworten, als ich gefragt worden bin, welche wirtschaftlichen bzw. welche zollrelevanten Probleme es derzeit gibt oder welche Probleme es in nächster Zeit gibt/geben wird.

    Ob meine Antworten gut oder schlecht waren, kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen, aber gerade durch dieses Forum bin ich dann doch recht gut informiert, kenne häufig pro und contra und habe wahrscheinlich diese vier Menschen schlicht erschlagen.







    Wissen tue ich seit heute, das 758 Bewerbungen beim Zoll in Hamburg eingegangen sind. Für 100 bis 120 Stellen. Je nachdem wie viele von der Bundesfinanzbehörde genehmigt werden.
    720 Menschen sind zum schriftlichen Test eingeladen worden. Davon haben knapp 450 Bewerber den schriftlichen Teil bestanden. Ohne jetzt zu wissen, wie ich selbst abgeschlossen habe (das wird nicht verraten, warum auch immer??), fand ich persönlich diesen schriftlichen Test für wesentlich zu einfach. Zwei der 10 allgemeinen Fragen habe ich falsch, beim Blättern (es waren 57 DIN-A-4 einseitig bedruckte Seiten, die nicht getrennt werden durften) könnte mir durchaus der ein oder andere Fehler unterlaufen sein.
    In den letzten zwei Mathe-Fragen habe ich mich ungewöhnlich schwer getan. Bis mir dann die Mathe-Regel "Punkt-vor-Strich" wieder einfiel. Dann war das alles Lösbar.

    Nachdem ich fertig war, fing ich von vorne an. Alles noch einmal nachkontrollieren. Und danach: zurücklehnen (normaler Weise rauche ich dann gemütlich eine bzw. ich versuche mich ja an meine Dampfe zu gewöhnen), zwei Minuten die Augen schließen, an etwas völlig anderes denken (was mir irre schwer fällt.. hat sich jedoch gerade hier im Forum sehr bewährt.. Sprich: ich bin genauso vorgegangen, wie ich es hier im Forum mit längeren Texten von mir mache... genauso übrigens wie jetzt hier in diesem Fall tue) und dann habe ich auf die Uhr geschaut.

    Von den mir zugestandenen 4,25 Stunden waren noch 2,25 Stunden übrig. - Und ja, dann bin ich ein wenig panisch geworden. Ich habe die 57 Zettels noch zweimal durchkontrolliert. Die Zeit war da und ich vermutete hintergründige und gemeine Fallen.
    Also nicht, das ich nicht gut bin, aber SO GUT?
    Ich habe extra auch noch jede Rückseite kontrolliert, aber da war nicht mehr. Ich hab den Spaß dann also nach rund zweieinhalb Stunden abgegeben.

    In dieser Fragerunde heute kam dann auch auf, wieso ich glauben könnte, das ich diese schwierige und hoch komplizierte Ausbildung zum mittleren Zollbeamten bestehen könnte.
    Da hätte ich vielleicht, so im Nachhinein einfach mal meinen klugscheißerischen Schnabel halten sollen! Aber ich habe der Frau, die mich fragte bzw. der Prüfungskommission so ziemlich das, was ich da oben schrieb, erzählt. Dem Prüfungsvorsitzenden hat dies definitiv gefallen. Soweit mir bekannt, ein ehemaliger Oberst der Bundeswehr, aber die Quelle ist schwach.

    Wenn der schriftliche Teil schon so Pille-Palle ist, kann die Ausbildung auch nicht so sehr viel schwerer sein. Die Zielsetzung des Zolls ist es ja, die Auszubildenden durchzubringen und nicht nur die Besten 5 zu übernehmen. (Also.. öh.. denke ich. Eine klare Aussage habe ich noch nirgendwo erhalten.)

    Von einer anderen Fragestellerin kam dann jedoch auch noch einmal die Frage auf, warum ich mir bitte sehr sicher wäre, das ich diese Ausbildung bestehen könnte.
    Das bin ich nicht und das kann ich auch gar nicht sein. Die Erkenntnis, warum dies so ist weiß ich jedoch auch nur, weil es dieses Forum gibt. Über dieses Problem bin ich durch den Versuch einen sinnvollen Beitrag zu posten, bei den Recherchen zu einem Thema gestolpert.

    "Der einzelne Mensch stellt sich sehr häufig die Zukunft vor, indem er auf seine eigene Erfahrungen und Erlebnisse aus seiner Vergangenheit zurück greift. Wenn die Vergangenheit nur negativ gesehen wird, kann die Zukunft nur negativ sein!"

    Etwas, was ich genauso empfinde. - Von meinen persönlichen Erfahrungswerten, werde ich diese Möglichkeit in den Sand setzen, wie so ziemlich alles andere auch in meinem Leben.
    Ich weiß heute jedoch wesentlich genauer was ich bin. Mein Kopf kann sich Nichts wirklich positives Vorstellen. Alleine schon, das ich mich beworben habe und heute dort war (sehr zeitig), ist der unwiderlegbare Beweis dafür, das ich den Kampf noch nicht aufgegeben habe.

    Ich weiß jedoch inzwischen sehr viel genauer - auch durch dieses Forum - dass das eigene Gehirn/das Bewusstsein eigentlich sehr schlicht und sehr manipulierbar ist.

    Fakt ist: Ich bin unglücklich!
    Fakt ist jedoch auch, wenn ich mich nicht bewege, wird sich dieser Zustand aller Wahrscheinlichkeit nicht ändern. Eventuell sogar verschlimmern. Ich muss also dagegen etwas tun.
    Dieses "etwas dagegen tun" reißt mich jedoch unweigerlich aus meiner imaginären Wohlfühlzone. Die ja eigentlich keine ist. Es ist ein Arrangement mit einer unzufriedenstellenden Situation. Tatsächlich sorgen meine Bemühungen für Situationsänderungen jedoch dafür, das ich mich noch sehr viel weniger wohl fühle. Zudem kommt, das mein Kopf mir nur Scheitern in jeglichen Versuchen vorgaukelt.

    Die Situation KANN sich ändern. Das ist die Hoffnung. Da ich jedoch in diesem Punkt auf andere angewiesen bin, gibt es keine Garantie. Eine Erkenntnis die nicht zu meiner psychischen Stabilität beiträgt.

    Hab ich bei dieser persönlichen Fragerunde zu viel geredet. Ganz klar! - Wie es meine Art ist.
    Etwas, was ich von vornherein versucht habe klarzustellen. Alles ist interdisziplinär. Auf vermutlich einfache Fragen kann ich meist nicht mit einfachen Antworten dienen. Eben weil die scheinbar einfachen Fragen viel zu umfassend sind.

    Das ich keine weiterführende Fragen von dem Menschen - der mich über Schwarzarbeit befragt hat - bekommen habe, verwundert mich ein wenig. Nach seiner eigentlich sehr gezielten Fragestellung hörte er auf. Abrupt.

    Diese vier Menschen aus der Prüfungskommission sitzen noch bis Mitte April jeden Tag zusammen. Schreiben ihre Bemerkungen auf und vergeben Punkte auf ihren Zetteln und bewerten pro Tag bis maximal acht Bewerber.
    Die Punktezahl aus dem schriftlichen Test wird mit den Punkten der persönlichen Eindrücke dieser vier Menschen zusammengezählt (aller Wahrscheinlichkeit mit einem Koeffizienten behandelt) und dann wird der ganze Spaß ausgewertet.

    Dies darf in keinem Fall (wie ich inzwischen weiß) auf einem Rechner ausgeführt werden, der mit dem Netz (in welcher Form auch immer) verbunden ist. Alleine schon aus datenschutzrechtlichen Gründen.
    Da jedoch alle genehmigten PCs mit dem Netz verbunden sind, wird die Auswertung dauern. Muss ja von Hand ausgeführt werden.

    Auf gut Deutsch: Ich darf jetzt noch mindestens bis Ende April in meinem eigenen Saft schmoren, mich meinen eigenen persönlichen Höllen, die mir mein Kopf eingibt, hingeben, bevor ich eine greifbare Aussage habe.

  10. #99
    ist wieder öfter hier Avatar von gisqua
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Zitat Zitat von Schpaik Beitrag anzeigen
    Auf gut Deutsch: Ich darf jetzt noch mindestens bis Ende April in meinem eigenen Saft schmoren, mich meinen eigenen persönlichen Höllen, die mir mein Kopf eingibt, hingeben, bevor ich eine greifbare Aussage habe.
    Wenn Du bei niedriger Temperatur schmorst, kann nur ein gutes Ergebnis dabei rauskommen.
    Ich drück mal die Daumen.
    Schpaik und Mohima bedanken sich.

  11. #100
    Bekennender Nacktspießer! Avatar von Mohima
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    ot:
    Zitat Zitat von gisqua Beitrag anzeigen
    Wenn Du bei niedriger Temperatur schmorst, kann nur ein gutes Ergebnis dabei rauskommen.
    Pulled Schpaik!

  12. #101
    assimiliert Avatar von Timelord
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    AW: Ich versuche seit Tagen...

    Auf jeden Fall: Toi, toi, toi!
    Schpaik bedankt sich.

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