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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spam filtern



--RAVEN--
20.03.02, 19:15
Spam nervt!!

Hier findet ihr ein paar Anreize und Ideen, um dem Werbemüll in eurer Mailbox Herr zu werden. Expemplarisch wird das Vorgehen mit dem Freemailer GMX erläutert. Vorab: Für den Verlust von wichtigen Mails übernehme ich keine Haftung! Welche Filterregeln man wie einsetzt muß wohlüberlegt sein.

Was ist Spam?

Die meisten Leute, die eine Email-Adresse seid längerem verwenden und auch im Internet aktiv sind, kennen das Problem: Unerwünschte Werbemails in der Mailbox! Aufdringlich, nervtötend und in rauhen Mengen.

Woher haben die meine Emailadresse?

Auf dem Weg durchs Internet hinterläßt man nahezu unweigerlich des öfteren seine Mailadresse, sei es in Gästebüchern, in Foren, im Usenet oder einfach auf seiner eigenen Homepage. Die Adressensammler verwenden ähnlich wie Suchmaschinen Programme, die automatisch das Web oder Newsgroups abklappern und alles speichern, das wie eine Emailadresse aussieht. Einmal in den Fängen der Spammer erhöht sich die Zahl der Werbemails kontinierlich, da die Adressen für gutes Geld weiterverkauft werden.

Wie können die Spammer ihre Mails versenden?

Meist mißbrauchen sie fehlerhaft konfigurierte Mailserver oder Freemailer, bei denen die Identität bei der Anmeldung nicht überprüft wird. Häufig agieren sie auch aus Ländern, in denen es keine Gesetze gegen unerlaubte Emailwerbung gibt.

Dies kann problematisch für Betreiber von schlecht konfigurierten Mailservern werden, denn sie werden schnell in sog. Schwarze Listen aufgenommen, in denen bekannte Spam-Domänen aufgelistet werden, so daß gut gepflegte Maildienste/Server keine Mails mehr von diesen Domänen akzeptierten.

Der Trick mit 'unsubscribe'

Ein gerne verwendeter Trick in Spammails ist es, am Ende der Mail eine Möglichkeit zu bieten sich aus der Liste austragen zu lassen. Wenn es ein seriöses Unternehmen ist, das dies anbietet funktioniert das auch (es gibt natürlich auch Erotikseiten, die in diese Kategorie fallen ;) ). Allerdings sind Spammer bereits dadurch, das sie ihrer illegalen Tätigkeit nachgehen mehr als unseriös. Am leichtesten lassen sich die Tricks durchschauen, wenn die Anwortmailadresse bei einem Freemailprovider liegt, also z.b. folgendermassen aussieht: unsubscribe_now@yahoo.co.uk

Wenn man nun auf die Spammail aus dunklen Kanälen antwortet und sich aus der Liste austragen lassen will, wird man zum 'Premium-Kunden' der Spammer, denn eine verifizierte Emailadresse (also eine, die tatsächlich verwendet wird) ist ziemlich viel Geld wert, wenn man sie weiterverkauft. Und genau das wird mit ihrer Emailadresse geschehen, wenn man antwortet.

Also Spam löschen, filtern und einige durchkommende Spammails zähneknirschend akzeptieren, aber niemals auf eine unseriöse Email antworten, denn damit erreicht man das genaue Gegenteil, man bekommt nur noch mehr Werbung in den elektronischen Briefkasten.

--RAVEN--
20.03.02, 19:16
Wie kann ich die Werbeflut eindämmen?

Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten um die unerwünschten Mails fernzuhalten, besonders wenn man einen Freemailer verwendet, bei dem man schon serverseitig filtern lassen kann, wie z.B. GMX, an dem ich das Vorgehen exemplarisch erläutern werde. Bei anderen Anbietern läßt es sich ähnlich realisieren.

Bei GMX kann man detaillierte Filterregeln definieren und auf einfachste Weise komplette Domänen, von denen man unerwünschte Mails erhält, aussperren.

Betrachten wir zuerst den einfachen Mailfilter, zu finden unter Optionen / AntiSpam. Hier können wir wie schon erwähnt komplette Domains samt Subdomains oder auch nur einzelne Emailadressen filtern lassen.

Um eine Mailadresse in die Liste aufzunehmen, muß man sie einfach in den Kasten unerwünschte Absender eintragen und speichern. Emailadressen direkt auszufiltern ist aber sehr uneffektiv, da eine Spamadresse in der Regel nur einmal Verwendung findet.

Sinnvoller ist es, falls man von der Domain ohnehin keine ernsthaften Mails erwartet, sie permanent zu sperren. Hier bieten sich zwei Möglichkeiten: Die Sperrung der Domain oder die Sperrung der Domäne zuzüglich aller Subdomains.

Die Sperrung der Domain erreicht man bei GMX mittels %@spamversand.com alle Subdomains setzt man mit %spamversand.com auf die Ausschußliste, man deckt damit also auch ...@spam.spamversand.com, ...@nervmich.spamversand.com, usw. mit ab. Empfehlenswert ist die letzte Variante, da sie mehr Eventualitäten abdeckt. Ähnliche Schutzvarianten werden auch von vielen anderen Freemailprovidern angeboten.

Wichtig ist hier auch, den kompletten Mailheader anzuschauen, denn die Absenderadresse die das Mailprogramm anzeigt ist leicht zu fälschen und wenig aussagekräftig. Die Mailadresse, die man gegebenenfalls findet, sollte man dann in die Ausschußliste aufnehmen.

Mit der Zeit wird der Spamschutz immer besser, je mehr Domänen man berücksichtigt.

--RAVEN--
20.03.02, 19:18
Trotzdem immer noch zuviel Spam in der Mailbox?

Nun kommen wir zu den Filterregeln, die GMX anbietet. Mit deren Hilfe kann man gezielt nach Mustern in Spammails suchen und sie ausfiltern.

Häufig kennzeichnen Spammer ihre Mails relativ eindeutig, indem sie im Betreff nach dem eigentlich Text viele Leerzeichen und dann eine Zahlenkombination folgen lassen. Das sieht dann in etwa so aus:

Free Porn!!! 6347
(Anm.: Die Leerzeichen zwischen dem Betreff und der Zahl müßt ihr euch denken, denn ich habe nicht rausbekommen, wie ich Leerzeichen via VB erzwingen kann...)

Diese Mails kann man recht leicht ausfiltern: Wir wählen Filterregeln / Neue Filterregel definieren und legen einen Namen fest wie LeerzeichenSpam. Dann wählen wir die Bedingung: 'Betreff enthält' und fügen in das Textfeld 12-14 Leerzeichen ein. Unten wählen wir als Aktion 'Mail löschen'. Speichern und fertig ist unsere erste Filterregel.

Länderdomänen ausschließen

Trotzdem dürften sicher noch einige Spammails in der Mailbox landen. Weitere Abhilfe schafft es, nach den Absenderländern der Spammer zu filtern. Ein großer Teil des Spams trägt die Endungen:*.ru oder *.ro Teilweise wird auch gerne *.kr, *.cn, *.dk, *.bu und *.jp verwendet.

Falls man keine regulären Mails aus Russland, Rumänien, Bulgarien usw. erhält, kann man diese Länder getrost ausfiltern. Wir definieren uns wieder eine neue Filterregel und wählen 'Absender enthält' und geben .ru in die Textbox ein. Dann wählen wir als Verknüpfung 'oder' und wieder 'Absender enthält' und hacken diesmal .ro ein.

Schließlich wieder 'Mail löschen' als Akion und das speichern der neuen Regel nicht vergessen! Auf diese Art kann man einfach einen guten Teil der Werbung loswerden. Man sollte wie erwähnt natürlich keine Landesdomänen aussperren, aus denen man erwünschte Mails bekommt!

Erstmal auf Probe filtern

Die obigen Filterregeln sollte man am Anfang einige Wochen 'auf Probe' laufen lassen, d.h. die Mails nicht sofort löschen lassen, sondern die Option "verschieben in: Unerwünschte Nachrichten" wählen. In diesem Verzeichnis dann auch gelegentlich nachschauen, ob etwas unbeabsichtigt 'unter die Räder' gekommen ist und dann gegebenenfalls die Filterregeln weniger streng wählen.

--RAVEN--
20.03.02, 19:20
Asiatische Werbung gefällig?

Einige Glückliche erhalten für den asiatischen Raum bestimmte Werbmails, die auf einem europäischen Mailclient nur als wilder Zeichenwirrwar dargestellt werden. Diese kann man aber auf eine einfache Weise ausfiltern: Wir wählen 'Betreff enthält' und kopieren ein häufig vorkommendes exotisches Zeichen in die Textbox. Vier bis sechs solcher Regeln mit 'oder' verknüpft sollten das meiste abblocken.

Häufig vorkommende Zeichen sind unter anderem: Ñ Ê Ð Ï Ã ç




Soweit, sogut :) Ich hoffe mit diesem kleinen Tutorial bleibt eure Mailbox sauber :D

JensusUT
21.03.02, 07:30
Cool :)
Die Tips hätte ich schon mal früher lesen sollen.
Ich wäre noch dafür, die lästigen Absenderadressen aus meinem Thread (https://www.supernature-forum.de/showthread.php?s=&threadid=8823) hier gesammelt einzufügen, vielleicht finden sich ja noch mehr Adressen.
Ansonsten schönes Tut, vor allem, weil dieses Thema hier noch nicht zur Geltung kam (oder?)

Killerkuno
21.03.02, 09:20
Sehr guter Beitrag denn ich denke das Problem hat fast jeder.

Evil90210
22.03.02, 18:50
aber auch ziemlich scheisse, die ganze ländercode ru zu sperren. Viele einschlieslich mich benutzen den fremail anbieter mail.ru. Also wären wir dann alle ziemlich gearsch. Wenn wir z.B dir eine email senden würden. Dann würde man auch nicht wissen ob die mail überhaupt angekommen ist. Und von einer anderen email adresse zu senden, da kommt auch so schnell niemand druf.

--RAVEN--
23.03.02, 12:05
@Kuno und JensusUT
Danke für die Blumen :) Und Jensus im speziellen für's Probelesen.

@Evil90210
Jup, schon richtig, aber ich bekam die letzten 6 Jahre keine Mails aus Russland, außer jede Menge Spam. Da wird sich höchstwahrscheinlich auch nix dran ändern. Von dem her...
Wie oben bereits erwähnt, muß man die Regeln entsprechend an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Leider gibt es keine ultimativ perfekte Lösung. Das Filtern von oben ist auch nur Stückwerk, aber bei 5-15 Spam-Mails pro Tag verliere ich lieber eine richtige Mail im Jahr und habe dafür Ruhe in der Mailbox.

crazyfury
25.03.02, 17:46
ich benutzte ein Programm das sich Mailwasher nennt.

Dieses Programm kann, wenn es richtig konfiguriert ist an den Absender einer Spammail eine Mail schicken mit dem Absender: "Mail Delivery Subsystem" und dem Betreff: "Returned mail: User unknown"

So eine mail erhält man normalerweise, wenn man z.B. an eine emailadresse schreibt die es nicht mehr gibt.

http://www.mailwasher.net/

falls interesse besteht kann ich ja mal beschreiben wie man es konfiguriert

Greetz c

--RAVEN--
25.03.02, 19:33
Hört sich interessant an. Wenn du Zeit hast, kannst du ja was schreiben. Interessenten gibt es hier sicher genug :)

crazyfury
26.03.02, 00:25
ok Leute dann erkläre ich mal 'kurz' wie man das Programm konfiguriert:



damit das Programm richtig funktionieren kann brauchst Du erst einmal alle Daten deines emailaccounts(deineAdresse@anbieter.de, smtp- und pop3-server und natürlich Dein Passwort).

Also nachdem Du das Programm installiert und gestartet hast rufst Du unter Tools --> Accounts auf und klickst dann auf add.
ganz oben unter 'mail account' einfach ein beliebigen accountname eintragen.


Dann bei 'Server Information' im ersten Feld deine emailadresse eintragen. Im nächsten Feld dann den Smtp server angeben.
In dem 3. Feld den pop3 server.In die letzten beiden Felder noch den Benutzername (User name) und das Passwort. dannach einfach 2x auf ok klicken und dann 'check mail' ausführen.

dann werden alle emails aufgelistet die sich in deinem Postfach auf dem Server befinden.

wenn Du jetzt eine Spammail endeckst kannst Du bei Bounce und/oder delete ein häckchen machen. dannach einfach auf 'process mail' klicken und der absender der Spammail erhält
eine email das deine adresse nicht mehr gültig sei.


falls der smtp-server einen fehler meldet mußt Du als smtp-server den deines Internetprovider angeben.

Wenn Du also z.B. eine emailadresse bei Web.de (smtp.web.de) hast und Zugang zum Internet über T-online, dann trage unter 'smtp server' anstatt 'smtp.web.de' 'smtp.t-online.de' ein.

Ich weiß nicht genau warum das so sein muss aber ich vermute das der Providermailserver einem mehr Rechte gibt als ein dritter.



nun Ich hoffe geholfen zu haben und hoffe das meine Erklärung nich zu unverständlch war.

noch fragen???

MFG CrazyFury

JensusUT
26.03.02, 08:20
Hm, das ist ein guter Tip.....
Da werde ich mich heute abend gleich mal ransetzen :)

PS
Jesus rulz!!!
Da fehlt ein n und ein UT am Ende

(Scherz :))

Devlin
10.05.02, 03:47
...ich benutze den Mailwasher auch und bounce damit. Frage: Bringt es was? Nehmen Dich die Spammer dann wirklich von der Liste oder verkaufen sie Dich nur noch teurer, weil sie das Bouncen quasi als Bestaetigung der Gueltigkeit der Emailadresse ansehen?

Mit anderen Worten: Ist IRGENDJEMAND durch das Bouncen schon IRGENDWELCHE Spammer losgeworden? :-)

Finde, wir sollten das mal genauer untersuchen. Mit den Ergebnissen dauert es natuerlich so seine Zeit.


Gruss Devlin

Luki
15.05.02, 21:28
Der mit Abstand beste Emailspamfilter den es gibt ist meiner Meinung nach SpamWeasel - okay, da er sehr detailiert konfiguriert werden kann, muss man erst eine Menge einstellen um ihn optimal zu nutzen.... - jedoch ist das Programm trotz der vielen Funktionen klein und sehr speicherschonend...

http://www.mailgate.com/products/img/spamweasscreen.gif

Download: http://www.mailgate.com/files/spamweas/sweasx86.exe

Key gibt es hier: http://www.mailgate.com/products/spamweas/sw_reg1.asp 4free, wenn man sich registriert!!!

Welche Programme kennt ihr noch?

schönen Gruß
Lukas

Devlin
16.05.02, 05:11
Luki,

ich zweifle immer noch, ob die Filter weit genug gehen. Das gilt selbst fuer Tools a la Mailwasher etc, die den Spam direkt beim Provider pruefen und ggf. sofort in der Mailbox loeschen.

Moechte daher auch in diesem Forum noch einmal meine "radikalen" Ueberlegungen zum Besten geben :-)

1. Header einer typischen Spam-Mail

Return-Path: <RBB-958_ms-9512085@cabo.200direct.com>
X-Flags: 0000
Delivered-To: GMX delivery to ...xxx...@gmx.de
Received: (qmail 23361 invoked
by uid 0);
9 May 2002 21:00:07 -0000
Received: from ensenada.stationsnetwork.com (64.156.12.218)
by mx0.gmx.net (mx003-rz3)
with SMTP;
9 May 2002 21:00:07 -0000
Received: (qmail 4584 invoked from network);
9 May 2002 21:00:39 -0000
Received: from unknown (HELO cancun.stationsnetwork.com) (10.9.9.215)
by 0
with SMTP;
9 May 2002 21:00:39 -0000
Message-ID: <1020974609.816@cancun.stationsnetwork.com>
Content-Transfer-Encoding: 8bit
Content-Type: multipart/alternative; boundary="_----------=_1020974609816"
MIME-Version: 1.0
Date: Thu, 09 May 2002 13:03:29 PDT
From: Software Secrets <editor-0348@cancun.stationsnetwork.com>
To: Dev Lin <...xxx...@gmx.de>
Subject: WARNING: Reading this could change your life!
Precedence: bulk



2. Prinzip Mailwasher

Die Bounce-Funktion aus dem Mailwasher finde ich im Prinzip gut. Man muss den verdaxxmten Spammern weh tun, damit sie aufhoeren ;-)

Leider ist die Bounce-Funktion nicht ausgereift. Im o.g. Beispiel sendet sie die Mail als unzustellbar zurueck...aber nur an die in der Email angegebene Antwortadresse "RBB-958_ms-9512085@cabo.200direct.com". Diese Adresse ist natuerlich regelmaessig ein Fake. Es gibt sie entweder gar nicht oder sie wird zumindest nicht vom Besitzer gelesen.

Daher reicht es nicht aus, wenn die Spammail dorthin gebounced wird. Zusaetzlich koennte IMHO Folgendes geschehen. Ein Whois auf cabo.200.direct.com ergibt:

*************************
Delta Internet Services
1400 Parkmoor Avenue
San Jose, CA 95126-3429
US

Pyryemybida, Paul ppyryemybida@CONCENTRIC.COM
(714) 490-2000 (FAX) (714) 778-1064

NS1.DELTANET.COM 207.155.184.100
NS0.DELTANET.COM 207.155.183.90

DELTANET-BLK-1
Updated: 07-May-2001
Source: whois.arin.net
*************************

Ein Whois auf ensenada.stationsnetwork.com ergibt:


**********************************
Level 3 Communications, Inc.
1025 Eldorado Boulevard
Broomfield, CO 80021
US

level Communications ipaddressing@level3.com
+1 (877) 453-8353

NS1.LEVEL3.NET 209.244.0.1
NS2.LEVEL3.NET 209.244.0.2

LC-ORG-ARIN
Updated: 30-May-2001
Source: whois.arin.net
****************************

Und schliesslich ... ein Whois auf concentric.com ergibt:

*************
XO Communications
1400 Parkmoor Avenue
San Jose, CA 95126-3429
US

DNS and IP ADMIN hostmaster@CONCENTRIC.NET
(408) 817-2800
Fax- - - (408) 817-2630

NAMESERVER1.CONCENTRIC.NET 207.155.183.73
NAMESERVER2.CONCENTRIC.NET 207.155.184.72
NAMESERVER3.CONCENTRIC.NET 206.173.119.72
NAMESERVER.CONCENTRIC.NET 207.155.183.72

XOXO-BLK-10
Updated: 04-Feb-2002
Source: whois.arin.net
*************************


Mein Vorschlag ist daher:

a) Die email als unzustellbar an die Antwortadresse RBB-958_ms-9512085@cabo.200direct.com zu bouncen.
b) Die email mit dem Vermerk "Don't Spam Me!" an die Adressen ppyryemybida@CONCENTRIC.COM, abuse@CONCENTRIC.com, hostmaster@CONCENTRIC.net, ipaddressing@level3.com, abuse@level3.com sowie abuse@ensenada.stationsnetwork.com zu bouncen.

Dies macht Sinn, da man nicht genau feststellen kann, ueber welchen Provider gespammt wurde. Zumindest werden alle beteiligten Provider auf diese Weise informiert und es besteht die Chance, dass sie sich darum kuemmern, das Spammen ueber ihren Service zu verhindern.

Mailwasher muesste daher um diese Funktionen erweitert werden.



3. Vereinigt = Stark

Da oftmals auch einige der beteiligten Provider unserioes sind und die Spammer unterstuetzen, bringt es wahrscheinlich zum Teil nichts, eine solche Bouncemail zu senden. Jedenfalls dann, wenn es nur einer macht. Anders saehe es vermutlich aus, wenn dies VIELE der Angespammten machen wuerden.

Wenn etwa ein groesserer Prozentsatz aller Angespammten rigoros an alle Beteiligten zurueckbouncen wuerde, dann wuerde das fuer alle Beteiligten eine erhebliche Netzlast (Kosten) und bei den Mails an abuse etc. ggf. auch administrativen Aufwand verursachen. Ich koennte mir vorstellen, dass in einem solchen Fall zumindest einer der Beteiligten in der Kette die Nase voll hat und den eigentlichen Spammer fortan ausperrt.

IMHO muesste es daher so ein Tool in der Art von Mailwasher geben, dass o.g. Aufgaben ausfuehrt. Fuer Outlook Express sollte es wegen der erheblichen Verbreitung ein entsprechendes PlugIn geben. Es muesste einfach einen roten Button im Mailprogramm geben, den man anklickt, wenn man eine Spammail bekommt und diese auswaehlt. Anschliessend wuerde alles automatisch ablaufen und die Mail wuerde gebounced und in den Papierkorb verfrachtet.

Es muss deshalb alles so einfach wie moeglich ablaufen, damit die Leute das PlugIn auch wirklich benutzen.

Dass man ein sinnvolles Tool (wenn es denn gut ist) weit verbreiten kann, hat XP Antispy gezeigt.

4. Please Comment

Was meint ihr? Koennte so ein Tool funktionieren und waere es sinnvoll? Oder sprechen mehr Gruende dagegen als dafuer?

Moeglicherweise habe ich auch wichtige Sachen uebersehen und es wuerde deshalb eh nicht funktionieren. Aber ich aergere mich wirklich ueber Spammer und irgendwer muss doch mal was tun...


Gruss Devlin (frustiertes Spamopfer ;-)

P.S.: Allen, bei denen das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist, empfehle ich die Verwendung von Emailadressen der Marke spamgourmet.com. Naehere Infos gibt es bei www.spamgourmet.com.

JensusUT
16.05.02, 07:35
So ein Mist!
Ich hatte grade 20 min eine Antwort geschrieben, da bricht hier im Netz alles zusammen und sie ist wech!
Dreck. Kurz: Gute Idee, Devlin, aber die vielen verschiedenen Mailproggies dürften der grösste Hinderungsgrund sein.

Ich halte es mit der Spamliste und habe aus dem CCB mal ein paar Beiträge kopiert....Es geht da um The Bat und eine Spamliste.


Ich verwalte meine SPAM-Liste in einer Textdatei. Ist IMHO übersichtlicher und ich kann sie für alle Accounts nutzen. Ich habe je eine Textdatei für Absender-Adressen, die ich filtere und eine für Schlüsselwörter wie Lolita, SEX etc. So eine Datei lässt sich ja ziemlich schnell öffnen. Am besten über Quicklaunch oder RunIt.

Wird das mit der externen SPAM-Liste auch in der Hilfe beschrieben? Hab ich noch garnicht gefunden.
@MaxTroy: Ja, wird es. Unter TheBat!-Filtersystem->Selektive Übertragung
Zitat:
Eine wirksame Maßnahme gegen unerwünschte Emailzusendungen (Spam) läßt sich unter der Filter-Option Selektive Übertragung einrichten, die direkt auf dem Server greift und The Bat! davon abhält, bestimmte Nachrichten vom Server herunterzuladen. Nachrichten, die den angegebenen Kriterien entspricht wird entweder ingnoriert oder schon direkt auf dem Server gelöscht

Auf der ersten Registerkarte legen Sie fest, welche Teile einer Nachricht auf die gesuchten Zeichenketten hin evaluiert werden sollen.

Auf der zweiten, erweiterten Registerkarte bestimmen Sie, was mit der Nachricht geschehen soll und welcher Art die Übereinstimmung zu sein hat.
Sie können die Evaluierungszeichenfolgen auch in einer Textdatei speichern und deren Inhalt über Laden der Evaluierungs- Zeichenfolge(n) aus Datei einlesen. Das Format der Textdatei ist jeweils ein Eintrag pro Zeile.

Ich füge mal eine Textdatei an.... Keinesfalls ungeprüft übernehmen, und ich habe sie noch nicht auf "Dubletten" geprüft....
Der Orginalthread: http://www.cc-community.com/phpBB/viewtopic.php?t=39233

--RAVEN--
16.05.02, 08:08
In wie weit das Bouncen sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen. Aber die automatischen Mails an den Netzbetreiber, bzw. Domaininhaber wären wohl sinnvoll. Ich gehe mal davon aus, das die meisten serverseitigen Spam-Opfer nichts davon mitbekommen, das ihre Rechner missbraucht werden. Dem könnte man so vorbeugen.
Für die technische Implementierung sollte man sich jemanden suchen, der schon Erfahrungen auf dem Gebiet hat. Wieso nicht die Leute von Mailwasher kontaktieren?

Luki
16.05.02, 12:31
Hi Devlin,

Spamweasel ist eigentlich komplett ausgereift, man kann selbst beliebige Filter erstellen für Mailheader, body und Attachments - da bleibt eigentlich kein Wunsch offen!!


Zu deiner Idee:
Es wäre interessant herauszubekommen, wie wirksam deine gute Idee ist:

1.) Dont spam me - klappt nicht, da Spammer sehen, aha der liest seine Email (Bestätigung) also bekommt er nochmehr... - im Prinzip ist das eine Bestätigung, was sich viele Spammer wünschen, ist leider wirklich so - und so eine Mail landet dann bei denen im Papierkorb.... - Spammmern weh tun klappt so glaube ich nicht

Wenn müsste schon eine gut gefälschte Email vom Maildeamon@gmx.de z.B. zurückkommen, die dem Spammer erzählt, das die Emailadresse nicht existiert - dann hat man vieleicht Glück und fliegt raus aus der Mailingliste...

-> sieht Programm "Bounce Spam Mail"

2.) die Emails, die du ausserdem an abuse@... senden möchtest, -> werden die gelesen, ich weiss es nicht, müsste man überprüfen, den meisten ist das eigentlich viel zu aufwendig, so ein Service für die Kunden zu betreiben...

3.) Spamming ist in der EU gesetzlich verboten, da gibt es herrliche Paragraphen, damit sollte man auf jeden Fall drohen...

4.) Ansatzmöglichkeit wäre auch die Spamemail selbst nach Emailadressen zu durchsuchen, da sehr oft eine angegeben ist, wo man dann z.B. Produkte bestellen kann:

an die sollte man vieleicht so antworten:
Noch einmal Spam von Ihnen und ich trage ihre Emailadresse in sämliche Spam-, Werbe- , Massmail und Erotiknewsletter ein!!!
tschüss ;)

aufpassen sollte man hier das man nicht an removeme@bla.de antwortet, da man dort meist nur noch mehr spam bekommt!!

das sind meine Gedanken dazu ;)

Gruß Lukas

Devlin
16.05.02, 13:33
@Luki Stimme Dir zu und habe es ja auch geschrieben, dass man an den Spammer selbst nur den Vermerk "unzustellbar" bouncen soll.

Nur an die anderen Beteiligten soll ein begleitender Vermerk gehen, der natuerlich durchaus etwas ausgereifter als "Don't Spam Me!" ausfallen kann. Ein Hinweis auf die Rechtslage ist vielleicht nicht verkehrt.

Die Vielzahl der verfuegbaren Mailprogramme sehe ich nicht als Hinderniss an, da man das Antispam Tool ja auch als Vorschaltloesung a la Mailwasher benutzen koennte.

Gruss Devlin

Devlin
04.06.02, 01:57
Hmm...

da scheint jemand meine Idee schon frueher gehabt zu haben (insbesondere was das Beschweren bei Upstream Providern und das Durchsuchen des Headers angeht).


Siehe: http://www.spambouncer.org/

Leider ist das Programm wohl nur fuer den Einsatz auf Unix Servern gedacht :-(

Gruss Devlin

Luki
09.06.02, 19:24
hier gibts auch sowas: http://www.schutzsoftware.info/?id=40 nur ist das kostenpflichtig, und ich habe nicht die geringste Ahnung ob und wie es funktioniert!

Firmengründer
29.06.04, 20:34
Hallo,

ich habe zu diesem Thema eine Frage.

Ich selbst leite eine Firma schon seit mehreren Jahren, und ich habe neulich alle meine Kunden mit Werbung angefaxt, und dabei übersehen das einer keine Faxe wollte.

Jetzt ist es so, das Gesetzt untersagt diese Art der Werbung auch per E-Mail.

Ich hatte wegen meines Faxes eine Anwaltsgebühr der Gegenseite von ca 470 Euro zu zahlen, sowie meinen Anwalt mit ca 200 Euro.

Meine Frage ist nun, das wenn ich nun per E-Mail versende, steht ja auch mein Briefkopf drin. Das bedeutet ich würde mich wie es mir mit dem Fax passiert ist, ebenfalls strafbar machen.

Was ist aber wenn ich mich als Fake-Firma ausgebe, die Werbung für ein anderes Unternehmen (also für mich) macht, somit würde das bedeuten, das ich als Werbenutzende Firma offiziell nichts mit dem Versender zu tun hätte. Das würde bedeuten man könnte mich nicht belangen. Ich sage noch dazu, das ich das nicht böswillig machen möchte, sondern nur zu meinem eigenen Schutz vor weiteren Anwaltsgebühren falls ich wieder einen Kunden übersehen sollte der es dann gleich mit Anwalt unterbindet.

Meine Frage ist nun, das wenn ich eine mail als Quasi-Firma versende, könnte man nicht sehen das es Werbung von mir ist, ABER es steht ja im Email Header die IP des Versenders drin, also meine.

Wie sieht da die Sachlage aus, ist dieses so ohne weiteres möglich über die IP auf mich zurückzukommen und mich wieder gerichtlich zu belangen?

Ich bin kein Spammer wie von euch erwähnt, ich würde diese Möglichkeit nur nutzen um mich künftig vor Anwaltsgebühren zu schützen. Diese eine Werbung war nach meinem 5. Geschäftsjahr das erste Fax das ich ohne Bestellung oder dergleichen an meine Kunden versendet hatte. es war das erste Fax mit ausdrücklicher Werbung, und schon hatte ich eine Unterlassungsklage am Hals.

Ich bitte um ernste Antworten, da mir auch persönlich dieses Thema sehr ernst ist.

Ich selbst bin auch vollgebombt mit Spam-Werbung, da meine Firma inzwischen weltweit verknüpft ist, und somit hier und da meine Email-Adresse auch schon verkauft wurde. Nur wenn ich jetzt jedesmal den Header einer Email Ausdrucke, so hätte ich am Tag ca 500 Blatt Papierverbrauch und mein Anwalt würde damit reich werden.

ca 250 Emails am Tag
Streitwert laut Telekommunikationsgesetz 10.000 EUR
Ergibt eine Anwaltspauschale von rund 470 Euro brutto (also inkl. MWST)

das würde bedeuten mein Anwalt würde am Tag 117.500 EURO verdienen.

Wie leicht ist es über den rechtlichen Weg die IP Adresse nachzuforschen. Wäre dieses in meinem Fall möglich? Bitte um ernste Antworten!

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Martin

Supernature
29.06.04, 20:48
Es wird ein Gesetz erlassen, um den bösen Buben das Handwerk zu legen, und der kleine Mann von nebenan muss drunter leiden, wenn er mal einen Moment nicht aufpasst - dieses Lied kann ich mitsingen ;) (https://www.supernature-forum.de/showthread.php?s=&threadid=35029)
Bei einem Fax ist die Sache recht einfach, die absendende Nummer steht oben drauf, und der Absender war in diesem Fall ja auch leicht zu ermitteln.
Bei Werbemails ist das nicht so einfach, weil man mit der IP-Adresse alleine nichts anfangen kann - der Geschädigte müsste Strafanzeige erstatten, damit Dein Provider dann auf behördliche Weisung Deine Daten rausgeben muss. Den Aufwand scheuen dann doch die meisten - die Gefahr, dass sich dieser Fall wiederholt, ist also deutlich geringer. Dennoch rate ich Dir davon ab.
Mein Tipp: Erstell Dir einen Newsletter-Service, in den sich interessierte Kunden eintragen können.
Denn auch, wenn Du nicht direkt verklagt wirst - ein Kunde, der sich durch die Werbemails belästigt fühlt und schlecht über Deine Firma spricht, kann Dich mehr als 500 € kosten :).