Mit der neuen Radeon 9000-Serie sucht ATI den Anschluss an den Konkurrenten Nvidia GeForce4. Zwei weitere Varianten der neuen Grafikkarte sollen gegen Ende des Jahres in die Läden kommen. Mit der Radeon 9000 verspricht ATI, erstmals eine Karte mit allen Funktionen von DirectX 8.1 für den Massenmarkt zu liefern. Gleichzeitig unterstützt der Chip alle Funktionen der noch nicht veröffentlichten neunten Auflage der bekannten Multimediaschnittstelle für Windows-Rechner. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit für 3D-Spiele.



Verbesserte Videowiedergabe
Erstmals nutzt ATI auch seine Shader-Technologie, um die typischen MPEG-Artefakte verschwinden zu lassen. Die "Fullstream" getaufte Funktion soll vor allem die Wiedergabe von stark komprimierten Videos verbessern. Der Radeon 9000 Pro, der im August ausgeliefert werden soll, ist mit 275/275 MHz etwas höher getaktet als der 9000er, verfügt aber über die gleiche Funktionalität. Dazu zählt voller Support für die von DirectX 8.1 geforderten Pixel-Shader in Version 1.4 und die Vertex-Shader 1.1. Im Lieferumfang enthalten sind ferner Anschlüsse für DVI-I, VGA- and TV-out.

3D-Bereich weiter ausgebaut
Trotz der neuen Funktionen belegt die neue Radeon in den Benchmark-Messungen der Hardware-Spezialisten von "tecchannel" keinen vorderen Platz. Hier führt weiterhin das Flaggschiff von Nvidia, die GeForce 4 Ti(tanium), die Auswahl der besten Grafikkarten für Home-PCs an.


Fazit:
Vollständige Pixel- und Vertex-Shader wie beim Radeon 9000 gibt es bei Nvidia erst ab dem GeForce4 Ti 4200, und da bewegen sich die günstigsten Preise derzeit um 160 Euro. Mit Preisen um 130 Euro ist aber der GeForce4 MX der direkte Konkurrent des Radeon 9000. Die MX-Ausgabe kann ATI in vielen Tests schlagen. Einzig im Angebot der Shader-Effekte bietet der Radeon 9000, der laut ATI rund 150 Euro kosten soll, eine günstige Alternative zur GeForce4

Quelle: T-Online
Das Wichtigste gleich vorweg: Nur der Radeon 9700 (Codename: R300) erfüllt die technischen Anforderungen von DirectX 9. Der Radeon 9000/ Pro (Codename: RV250) ist wie der 8500 (Codename: R200) ein DirectX-8.1-Grafikchip.

Beide neuen Grafikchipsätze wurden vom eingekauften ArtX-Designteam entwickelt. Das Team wirkte auch an der Grafikeinheit des Gamecube von Nintendo mit. Technisch gibt es nur minimale Unterschiede zwischen dem Radeon 9000/Pro und dem 8500. Einer der wichtigsten ist, dass der Radeon 9000/Pro nur noch Pixel mit einer statt zwei (Radeon 8500) Texturen pro Takt bekleben kann. Durch eine so genannte Loopback- Funktion werden dann notwendige Multi-Texturing- Effekte durchgeführt. Der entstehende Leistungsverlust zwischen gleich getakteten 9000-Pro- und 8500-Karten variiert je nach Spiel und Auflösung zwischen 0 und 30 Prozent. Die Radeon 9X-Karten werden mit 64 MB DDR- SDRAM, DVI-I, VGA und TV-Ausgang ausgestattet. 9000- Karten sind mit 250/400 MHz (Chip/RAM) getaktet, 9000- Pro-Karten mit 275/550 MHz. Der Endkundenpreis liegt zwischen 150 und 190 Euro liegen.

Einen Monat, bevor Microsoft DirectX 9 veröffentlicht, möchte Ati die Radeon 9700 in den Handel bringen. Die vorläufige Oberklasse im Grafiksegment hat 107 Millionen Transistoren im Chip integriert, die Matrox Parhelia hat im Vergleich "nur" 80 und die Geforce4 Ti- 4600 63 Millionen. Die Radeon 9700 wird im 0,15er- Fertigungsprozess hergestellt und wahrscheinlich mit 325 MHz (Core und Speicher) getaktet. Die genannten Daten überfordern die Leistungsaufnahme aus dem AGP, weshalb ein Floppy-Stromanschluss auf Radeon- 9700-Karten untergebracht wird. Natürlich besitzt das neue Ati-Schlachtschiff eine programmierbare T&L- Einheit (Vertex Shader). Pixel und Vertex Shader (beide Version 2.0) sind abwärtskompatibel zu DirectX 8. Preise stehen noch nicht fest.

Quelle: PCGAMES
Hört sich ja ganz gut an