WOW! Welch weltbewegende Erfindung! Akustische Energie in elektrische umwandeln, wer hätte das gedacht!
Man nehme einen ordinären Dynamischen Lautsprecher für wenige Cent und messe, was an dessen Anschlüssen anliegt wenn man ihn anschreit und staune: Spannung! Da fließt sogar Strom!
Man kann natürlich auch einfach metallisierte Folien nehmen und diesen mit einer leichten Spannung vorspannen um kapazitiv akustische Energie in elektrische umzuwandeln - was seit ca. 100 Jahren bekannt ist, in jedem Studio Kondensatormikrofon gemacht wird. Dann noch ein paar exotische Konstruktionsmerkmale hinzu gepackt, mit den Zinkoxid Drähten kann man, wenn man es richtig macht, gleich den Gleichtrichter ersetzen, wurde schon in den alten Kristalldetektoren (Effekt entdeckt 1874, Anwendung 1905) herum gemacht, und fertig ist die Weltsensation. Zumindest wenn man der Beschreibung der PC-Welt Glauben schenkt, siehe Nachtrag.
Was wäre unser Leben ohne Zinkoxid?
PS:

Zitat von
PC-Welt
100 Decibel (entspricht normalem Verkehrslärm)
Vielleicht in Korea - ich jedoch möchte nicht Lärm ausgesetzt sein, bei dem ich ständig Gehörschutz tragen muss (Ab 80 dB (A)). Setzt man sich einer Dauerbelastung mit dem Pegel aus, ist man in wenigen Jahren taub. Hier die
Zahlen aus Deutschland.
Nachtrag, nun ernsthaft:
Hab mal gerade nachgesehen, auf welchem Gebiet der Prof. unterwegs ist und hege die Befürchtung, dass die Fuzzies von der PC-Welt exakt
garnichts verstanden haben. Eigentlich dreht es sich um die Anwendung von piezoelektrisch aktiven Nano-Drähten, Wänden und sonstigen Strukturen, welche senkrecht aus einer Oberfläche heraus wachsen und nicht um 2 Drähte, die zwischen 2 Elektroden gespannt sind. Der Kunststoff dient dabei bestefalls Träger, hat aber mit dem Prinzip an sich nichts zu tun.
Das Ganze ist in der Tat eine
kleine Sensation, weniger wegen des Piezoeffekts, der ist schon lange bekannt, als mehr deswegen, weil der (Samsung) Forschergruppe der Nachweis gelungen ist, dass das selbst bei Strukturen funktioniert, die gerade einmal wenige Nanometer Durchmesser haben, und speziell dass man sie
auf Graphit basierten Substarten relativ einfach und vor allem stabil erzeugen kann.
Hinzu kommt der Nachweis eines Gleichrichter Effekts (basierend auf dem Schottky Effekt, entdeckt 1938), welcher es ermöglicht, ohne zusätzliche Elektronik bei wechselnden drücken
Gleichspannung zu erzeugen.
Linkliste seiner Werke für ein Peer Review
Direktlink:
Controlled Growth of Semiconducting Nanowire, Nanowall, and Hybrid Nanostructures on Graphene for Piezoelectric Nanogenerators, PDF, ca. 3,5MB - leider zu kurz ...
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