Welcher Virenprüfer ist der beste - Versuch einer fairen Antwort
VORWORT: Auf diese Frage von Little Tyrolean folgt nun die Diskussion
unter 'Sicherheits-Fanatikern', denn die meisten wollen eigentlich nur
den PC nutzen, sehen Virenprüfer und Firewalls zu Recht als lästige aber
unvermeidliche Mehrarbeit an und stellen daher die einfache Frage
'Welche Soft soll ich denn nun nehmen?'
1. Für Normalanwender sind alle gängigen Virenprüfer geeignet, wenn sie
- eine Monitoring-Funktion besitzen (automatische Kontrolle von Copy.. usw.)
- regelmässig aktualisiert werden, dh. mindestens monatlich besser wöchentlich
- wildeste und/oder kriminelle Webseiten gemieden werden.
2. Firmen arbeiten mit unterschiedlichen Virenprüfern auf Servern und
Arbeitsstationen. Dies entspricht auch meiner langjährigen Erfahrung
mit F-Prot, Thunderbyte, Dr.Solomon's, TrendMicro, McAfee-Viruscan und
AVP/KAV, wonach aktuell jede Software leichte Lücken haben kann.
3. Anwender, die sich in gefährdeter Umgebung bewegen zB. viel Mail-
verkehr, Tester usw. bevorzugen zZ. AVP/KAV, weil die Aktualität der
Schädlingsserkennung und die Bereitstellung neuer Signaturen derzeit
noch immer bestechend gut ist. Aber auch bei AVP ist nichts auszu-
schließen, deshalb ist auch hierfür eine aktuelle Datensicherung sinnvoll.
Die Reinigung befallener Dateien soll bei AVP/KAV nicht so gut wie bei
NAV sein, aber Vorbeugen ist sowieso besser als Heilen.
4. Wizard vom Trojaner-Board hat dankenswerter Weise darauf hin-
gewiesen, dass eine gute Heuristik-Funktion der Virenprüfer (zusätz-
liche Prüfung auf Verdacht schädlicher Routinen) mit möglichst wenig
Fehlalarmen zwingend ist, denn dies ist die letzte 'Stopp-Stelle' bei
neuen oder unbekannt veränderten Schädlingen. Leider wird diese
Eigenschaft bei aktuellen Tests zB. Virus-Bulletin (fast?) gar nicht
berücksichtigt.
Im Falle "PC-Welt-CD 07/2002 - Trojaner enthalten" hätte allerdings
eine weitere Sicherung gehalten, nämlich die PersonalFirewall,
a) weil von einer geeeigneten PersonalFirewall ein Trojaner als neue
Internet-Anwendung erkannt wird und geblockt werden kann
b) weil der Trojaner Serverrechte anfordert und die bei mir geblockt werden.
Also bleibt bis zum Ablauf der Lizenz bei euren Virenprüfern und
orientiert euch dann neu.
Geändert von SilverSurfer99 (23.07.02 um 12:24 Uhr)
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Wahl des Antivirenprogramms weniger wichtig ist, solange man eines von den führenden Programmen einsetzt. Wichtig ist, dass man es einsetzt!
Weitere Infos zur Auswahl der geeigneten Antivirensoftware unter http://www.comsafe.de
Naja, die Frage ist ja immer aktuell .
Und wenn Google meint, dass wir bei dieser Frage die erste Anlaufstelle sind, ist das doch ein tolles Kompliment .
Meine persönliche Meinung: Das was mein System sauber hält. Welches das ist kann schon einmal wechseln, wir wollen es den Virenschreibern ja nicht zu einfach machen
Man kann aber im Prinzip so ziemlich jedes nehmen was bei AV Comparatives nicht besonders negativ aufgefallen ist, die Top 10 sind durch die Bank nicht soo schlecht, wenngleich keins einen 100% Schutz bietet und auch nicht bieten kann.
So lange man das im Hinterkopf behält und nicht als Administrator surft (auch unter Vista oder Windows7 mit eingeschalteter UAC nicht als Administrator surfen!) und seine Software aktuell hält, ist man eigentlich ziemlich gut geschützt.
Ich hoffe, daß ich mit meinem AVG Antiviren Programm nicht die falsche Wahl getroffen habe.
Obwohl AVG in vielen Tests "durchfällt",
ist bis jetzt nichts hereingekommen noch hinausgegangen, was nicht hätte sein dürfen.
Dazu noch ein hervorragender und sehr schneller Kundendienst - was will ich mehr?
Ich hoffe, daß ich mit meinem AVG Antiviren Programm nicht die falsche Wahl getroffen habe.
Glaub ich nicht. Ich nutze selbst privat den "bezahlten" AVG, also die Vollversion des Virenscanners. Bisher null Probleme. Auch der Rest der Familie fährt AVG (Free-Version) und hatte bisher keinen Ärger.
Ganz im Gegensatz zu Kasperky. Den haben wir in der Firma für rund 800 Euronen pro Jahr. Soll den Server und die Clients schützen. Bei einem hat der kläglich versagt, die Kiste wurde zur Spam-Schleuder. Gemerkt hat es Kasperky erst, als ich bereits ne Mail vom Provider hatte, dass über den Firmenaccount massiv gespammt wird. Kaspersky hat schlicht einen sich als Rootkit tarnenden Trojaner durchgelassen, der tagelang massiv gespammt hat. Nach ca. 3-4 Tagen hat es Kaspersky dann "endlich" gemerkt und massiv geblockt. Entfernen oder unschädlich machen konnte der allseits hochgelobte Kasperky das Mistvieh nicht- und das bei dem Client, der die Gehaltsüberweisungen macht. Da kommt Freude auf.
Mittels Gmer, Prozessexplorer und anderer "Feinheiten" konnte ich den Trojaner dann ausfindig machen und seine Spamaktivitäten "abschalten" - hat richtig Lanue gemacht am letzten Tag vor Weihnachten 2009 - ich hätte kotzen können.
Sprich: Es gibt nicht das ultimative Antivirenprogramm. Der "Virenprogrammierer" ist immer eine Stufe weiter als der Programmierer der Anti-Virensoftware.