Omega83:
Generell rate ich von sogenannten "Personal-Firewalls" ab.
Sie geben Ihren Nutzern meist ein falsches Gefühl von Sicherheit.
Der 0815-User (das soll keine Anspielung auf Dich sein) installiert z.B. ZoneAlarm und schaltet sein Hirn aus (Er denkt: Jetzt ist die Firewall drauf, es kann nichts passieren) --- das gleiche gilt fuer Virenscanner.
Potentielle Sicherheitsluecken/Schwachstellen stellen sogenannte Services/Daemonen dar -- das sind Programme/Dienste, die auf x-beliebigen Ports "lauschen" (State: listening) und im schlimmsten Fall Anfragen von allen Clients beantworten.
Ein Beispiel fuer solch ein Programm ist ein HTTPd (z.B. Apache) oder FTPd (z.B. VSFTPd, ProFTPd, WUFTPd, GLFTPd) etc.pp.
Wenn nun ein solcher Service/Daemon eine Schwachstelle aufweist -- diese bekannt ist -- kann sie remote expl0ited (sprich: ausgenutzt) werden und -- je nach Schwachstelle -- beliebiger Code auf dem "offenen" System ausgefuert werden.
Wenn auf Deinem System (ich vermute: OS mit WinNT Kernel) nun kein einziger Dienst Verbindungen von anderen Clients ohne vorherige ReQuests annimmt, ist dein System genauso "sicher" wie mit Personal Firewall..
Diese Loesung hat folgende Vorteile:
-- resourcenschonend
-- man lernt sein Betriebssystem besser kennen und weiß, wo potentielle Schwachstellen sind
Auf einem Windows XP Pro. System sind z.B. per default folgende Ports offen:
#135 [NETBiOS]
#139 [NETBiOS]
#445 [MiCROSOFT-DS]
#1025
Eine Personal Firewall wuerden nun -- je nach Konfiguration -- Anfragen an diese Ports (hinter denen Programme/Dienste stecken) DROP-pen bzw. REJECT-en
Unterschied DROP--Reject:
DROP: Paket wird einfach verworfen, evtl. Firewall log, Absender des Pakets wird nicht informiert
REJECT: Paket wird ebenfalls nicht akzeptiert, evtl. Firewall log, Absender wird informiert
Beides hat Vor- sowie Nachteile, darauf moechte ich aber nicht weiter eingehen (sonst hat dieser Post kein Ende)
Es gibt aber auch die Moeglichkeit, die Programme/Dienste einfach nicht zu starten, sodass diese ebenfalls nicht erreichbar sind und folglich keine Ports offen sind.
Dazu gibt es HowTo's sowie Programme, die diesen Vorgang automatisieren.
Ein gutes, kleines Prog. findet sich hier:
http://www.ntsvcfg.de/
Generell solltest du nur die Services laufen lassen, die du auch kennst und explizit laufen lassen willlst.
Folglich ist eine Personal-Firewall auch nur fuer Anwender, die sich nicht wirklich gut mit Sicherheit auskennen.
Es existiert bei PFs der Muetos (Welcher DAU hat den eigentlich in die Welt gesetzt??) das man mit einer PF "stealth - sprich: unsichtbar) ist.
Das ist jedoch voelliger Unsinn.
Bei eventuell offenen Fragen stehe ich gerne und jederzeit zur Verfuegung.
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