
Zitat von
Blacky89
Nur viele scheinen damit gar kein Problem zu haben und sind gerne Hartzi.
Damit meine ich jene die ständig jammern, aber nicht auf die Idee kommen etwas zu ändern.
Die gibt es unbestritten. Allerdings dürfte ein Teil von denen einfach auch mittlerweile so depressiv sein, daß man ihnen schon fast keinen Vorwurf mehr machen kann. Wenn du immer nur hörst was für ein fauler Jammerlappen du bist, glaubst du's irgendwann selbst bzw. gehst nach dem Motto "Leckt mich doch am Arsch!". Und in den "Unterschichten"-Medien werden ja mit Vorliebe die Klischee-Hartzler vorgeführt, bei denen einem wirklich nur die Galle hochkommen kann. Wenn du dann denkst das das "deine" Schicht ist, kannst du eigentlich schon den Therapeuten buchen.
Dazu noch das Problem in der Zone. Ich gebe zu ich hab's selber lange Jahre nicht nachvollziehen können, da ich die DDR durch viele Besuche selbst erlebt habe. Die BRD ist im Vergleich zur DDR in den meisten Punkten ein Paradies, aber die DDR war halt auch Heimat. Wenn die Leute dann sehen, wie ihre Heimat über Nacht plötzlich weg ist, ist es verständlich das viele damit nicht klar kommen, sich nur als Opfer sehen und passiv werden. Ein Türke hat immer noch die Möglichkeit in seine Heimat zurückzukehren, wenn's ihm hier nicht passt. Ein Ossi kann sich nur Ostalgie-Shows anschauen.
Ich streite nicht ab, daß es viele Leute gibt die könnten, aber nicht wollen, aber es gibt mindestes genauso viele die wollen, aber nicht können. Über Jahre hinweg waren Stütze-Empfänger Freiwild deren Selbstwertgefühl in den Hetzreden der Arbeitgeber, Politiker und Stammtischfürsten niedergewalzt wurde.
Und was das Thema "Ich will auch das was die anderen haben!" angeht - da hast du durchaus recht. Gibt genügend Hartzler die ihr Geld lieber in einen neuen Fernseher anlegen (obwohl der Alte es noch tut), als ihren Kinder mal 'ne neue Winterjacke zu kaufen. Aber wenn wundert's. Die Werbung zeigt vielen wie man als vollwertiger Mensch zu sein hat. Und wenn dann Bildung und Selbstwertgefühl am Boden liegen, versucht man eben sich selbst etwas zu "erhöhen" indem man das Geld was man eigentlich nicht hat, für irgendein Müll ausgibt, weil die Werbung es einem eintrichtert.
Solche Leute bräuchten eigentlich alle Hilfe, aber die einzigen "Coaches" in dem Bereich sind die Dompteure des Privatfernsehns. Natürlich gibt es auch staatliche Beratungsstellen, aber spätestens seit der Diskussion um verwahrloste Kinder, dürfte die Angst zu einer solchen Stelle zu gehen noch größer sein. Zumal die Qualität dieser Beratungsstellen fraglich ist.
Sorry für meine Wutrede hier, ich krieg da jedesmal ein Hals, wenn ich da nur daran denke.
Früher gab es mal eine soziale Partei in Deutschland mit dem Slogan: "Unsere Kinder sollen es einmal besser haben!" Heute gibt es nur noch die Linke und die bestärkt die Leute noch in ihrer Opferrolle. Es ist einfach nur zum Kotzen.
Lesezeichen