Folgendes Thema steht heute bei mir in der Lokalzeitung:
Banken und Nutzer von Verkaufsplattformen klagen über geschickte Betrüger.
Da hat z. B. jemand einen PC bei eBay verkauft an eine Person aus Schottland. Diese wollte ihn angeblich für eine Computerschule in Afrika nutzen und würde ihn persönlich abholen.
Kurz darauf kam ein Scheck über die Verkaufssumme.
Wenige Tage später der Rücktritt, das mit der Computerschule würde leider doch nichts werden.
Da er aber nicht wolle, dass dem Verkäufer ein Schaden entstünde, könne der Verkäufer 25% behalten, den Rest möchte er doch bitte zurück überweisen.
Und ab hier wird es besonders perfide.
Schecks können vom Aussteller "zurückgegeben" werden, sie sind dann nicht mal mehr das Papier wert.
In Deutschland beträgt die Frist für diese Rückgabe 20 Tage.
Diese Frist war oben bei dem PC-Kauf auch schon abgelaufen, der PC-Verkäufer wähnte sich auf der sicheren Seite.
Was der ahnungslose Käufer nicht wusste:
In Großbritannien und den Commonwealth-Staaten ist die Frist 6 Monate, die USA hat sogar ein volles Jahr.
In einem anderen Beispiel wollte ein Brite ein Auto bei Auto-Scout kaufen und es auf der Durchreise nach Afrika gleich abholen.
Polizei?
Die deutsche fühlt sich nicht zuständig, da der Gerichtsstand in Großbritannien wäre und die britische unternimmt nichts, da ja kein Brite geschädigt wurde.
Klage?
Sinnlos, das Konto existiert nicht mehr, die Inhaber-Adresse zu der Mail-Addy war gefälscht.
Fazit:
Hände weg von Schecks bei Online-Verkaufs-Plattformen.
Der grösste Anteil an geplatzten Schecks ist inzwischen auf solche betrügerische Machenschaften zurückzuführen.
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