
Zitat von
HopiNethou
Bild Nr. 3: Da hätt' ich wieder ne Frage an QuHno... Du hast nen Graufilter angesprochen. Bei den paar heftigen Sonnentagen hab ich überlegt, ob der mir vielleicht hilft bei meinem Kontrastproblem.
Kurze Antwort: Nein! Er setzt lediglich die Gesamthelligkeit herunter und verändert nicht den Kontrast an sich. Das hilft einem z.B. die Tiefenschärfe besser zu korrigieren.
Beispiel: Man nimmt ein seehr kleines Objekt, wie z.B. eine Libelle auf einem Blättchen auf. Wenn es sehr hell ist, hat man 2 Möglichkeiten:
- Die Zeit zu verkürzen, was recht sinnvoll ist, da sich das Tierchen ja evtl bewegen könnte
- Die Blende dicht zu machen, was aber in diesem speziellen Fall recht lästig ist, da das den Schärfentiefen-Bereich erweitert und man will ja schließlich nicht den Hintergrund aufnehmen.
Was also tun, wenn die Zeit schon auf minimal steht und man dennoch die Blende zudrehen muss, obwohl man das nicht will?
Richtig! Ein Graufilter mit einem Verlängerungsfaktor einsetzen (Verlängerungsfaktor 2 = Blende eine volle Stufe weiter auf bei gleicher Belichtungszeit)
So erhält man die volle Kontrolle über den Schärfenbereich.
Wann sind solche Korrekturfilter überaupt sinnvoll im Einsatz?
AAAlso.... (weit aushol, denn jetzt müsste ich echt ein ganzes Buch schreiben, aber das hat Ansel Adams schon gemacht...) ... immer dann, wenn man etwas vorher korrigieren muss oder einen bestimmten Effekt erreichen will. Versuch mal im nächsten Photoladen, ob die da noch die nette Filter-Werbebroschüre von Hama haben, die war immer recht gut und mit vielen Anwendungsbeispielen versehen.
Ich hab versucht, deine Tipps umzusetzen, aber befriedigende Ergebnisse waren bisher noch nicht dabei.
Sind es bei mir auch nicht immer (s.o.)

Okay... Für die Styroporgeschichte habe ich eindeutig zu wenig Hände!
Jetzt weißt Du auch, warum Profifotografen meistens einen Assistenten dabei haben

Aber bei Portraits und solchen Stillleben eventuell?
Da auf alle Fälle!
Nur wenns nicht anders geht, außer (0-Haze)UV Filter, der kann eigentlich immer davor bleiben, das schont auch die erste Linse im Objektiv

Auf alle Fälle immer! Du willst doch keine Spiegelungen innerhalb des Objektivs haben und Schräglicht direkt ins Objektiv kann Photos recht "flach" machen.
"andere" Konstruktionen?)
Lichtwannen! Noch mehr Licht!
Die Grille (oder was das ist...) hat ja ne ähnliche Farbe wie der Hintergrund und bei viel Licht gehen die Details schnell mal flöten.
Zeit 1/2 bis 1 1/2 Stufen kürzer bei gleicher Blende und gut. Anscheinend misst die Kamera nicht ganz korrekt oder ist im falschen Programm, wenn bei viel Licht die Details in der Überbelichtung verloren gehen.
(Ich hätt noch etwas weniger Draufsicht probiert)
Die Kamera auf den Boden gelegt und eine Seitenansicht hätte zum einen das Verwackungsrisiko verringert und zum anderen einen echt dramatischen Effekt ergeben können
Ich häng nochmal einen Nah-Versuch an. Die Blütenblätter im Vordergrund sind mir unscharf geraten. Wie verhindere ich das?
Scharf stellen?

Aber im Ernst: In diesem Fall stimmte die Schärfenebene von der Ausrichtung nicht mit der Ebene der Blüte überein, die Kammera hätte ein wenig weiter nach unten gekippt werden müssen.
Ganz davon ab: Makrofotografie ist so mit das Schwierigste überhaupt, was es im Bereich der Fotografie gibt. Kannst Du bei deiner Kamera auf "Arbeitsblende" umschalten? Dann hättest Du die vollständige visuelle Kontrolle über den Schärfenbereich...
Ansonsten: Mit Zeitautomatik arbeiten (wenn sich sowohl Zeit als auch Blende manuell steuern lassen: Mach das. Am Anfang wirds zwar 1000 Mal schief gehen, aber auf Dauer lohnt es sich) auf die Mitte des Tiefenbereichs scharf stellen und mehrere Aufnahmen mit leicht veränderten Blendenwerten bei angepassten Zeitwerten (Blende 1/2 Stufe zu, Zeit 1/2 Stufe länger und umgekehrt).
Große Blendenzahl (z.B. 60) = großer Schärfentiefe-Bereich.
Kleine Blendenzahl (z.B. 1,2) = kleiner Schärfentiefe-Bereich
Ansonsten, bei viel Geld:
Macroaufnahmen mit Teleobjektiven machen und einen Makroring zwischen das Objektiv und die Kamera setzen, damit kann man die Schärfe feinfühliger einstellen. Hat aber den Nachteil, dass einem dabei mindestens eine Blendenstufe in der Helligkeit flöten geht.
Der Hintergrund ist auch eher suboptimal,
Das, teure(r) Freund(in), ist und bleibt dem Geschmack der Betrachter überlassen und ist somit einer Diskussion unwürdig

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