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Thema: [Musik] Das Rock- und Pop ABC George Harrison 1943 - 2001 "Sie ignorierten mich." John Lennon und Paul McCartney "waren zweifellos talentiert und bildeten ein gutes ...
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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    George Harrison

    1943 - 2001



    "Sie ignorierten mich." John Lennon und Paul McCartney "waren zweifellos talentiert und bildeten ein gutes Duo. Ihr Ego war aber so groß, dass kaum Raum für andere blieb", erzählt George Harrison im November 2000 in einem Interview und offenbart dabei, was ihn wohl sein Leben lang gewurmt hat: dass er nie als eigenständiger Musiker angesehen wurde.
    1943 in Liverpool geboren, gründet er mit John Lennon und Paul McCartney Ende der 50er Jahre die Beatles (sh. auch: http://www.supernature-forum.de/show...=261770#261770 ). Drei Jahre jünger als der charismatische Lennon und musikalisch weniger genial als McCartney, steht ihm die Rolle des Leadgitarristen und Backgroundvokalisten zu, der ab und an auch mal ein eigenes Lied einbringen darf. Eine Tätigkeit, mit der er immer unzufriedener ist: wirkt sein erstes Lied, "Don't Bother Me" (auf dem '63er "With The Beatles") noch etwas hölzern, bringt er es bis zur Trennung zu Klassikern wie "While My Guitar Gently Weeps" (White Album, 1968), "Something" und "Here Comes The Sun" (beide "Abbey Road," 1969), die zu den beliebtesten der Band gehören.

    Da er sein Material meist nicht durchsetzen kann, widmet er sich anderen Dingen. 1965 fällt ihm bei den Dreharbeiten zum Film "Help" der damals in Europa praktisch unbekannte Sitar in die Hände. Er nimmt Unterricht beim indischen virtuosen Ravi Shankar, setzt es kurz darauf in (Lennons) "Norwegian Wood" ein und löst somit eine Mode aus. Gefolgt von vielen anderen Bands, verwenden es die Rolling Stones für "Paint It Black;" Harrison selbst schreibt einige Lieder für das Instrument, unter anderen "Within You Without You" auf "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" (1967).

    Es ist sein erster Kontakt mit der indischen Kultur, die ihn stark in ihren Bann zieht. 1966 reist er mit den anderen Beatles nach Indien und verbringt einige Wochen in der kommerziell-religiösen Gemeinschaft des Popgurus Maharishi Mahesh Yogi. Mit Hilfe von Freunden wie Cannabis, LSD und Pilzen driften er und die Band in transzendentale Welten ab und werden zu Vorreitern der psychedelischen Bewegung. Während bei den Anderen das Interesse nach ein paar Jahren schwindet, bleibt Harrison bis heute ein Anhänger der Hare-Krishna-Bewegung.

    1968 schreibt er den Soundtrack zum (nie fertig gestellten) Film "Wonderwall" und liefert somit den Titel zu einem der erfolgreichsten Lieder von Oasis; endgültig auf eigenen Beinen steht er jedoch erst zwei Jahre später, als er nach der Trennung der Beatles sein Soloalbum "All Things Must Pass" veröffentlicht. Nicht nur der Titel bezeugt den Frust, der sich jahrelang angesammelt hat: aus drei LPs bestehend, ist es eine der umfangreichsten Veröffentlichungen, die es jemals an die Spitze der weltweiten Charts geschafft haben. "Bei ihm lagen 80 Lieder in der Schublade, die er bei den Beatles nie hatte loswerden können," berichtet Phil Spector, der Starproduzent der Platte. Im Anschluss an Lennons "Plastic Ono Band" mit der gleichen Grundbesetzung eingespielt - neben Spector Ringo Starr, Klaus Voormann (Bass) und Bill Preston (Klavier und Orgel) - plus Gästen wie Eric Clapton und ein noch unbekannter Phil Collins, enthält es neben Klassikern wie "My Sweet Lord", dem Titeltrack und dem mit Bob Dylan geschriebenen "I'd Have You Anytime" 16 weitere, eher gediegene Lieder, die die ersten zwei LPs füllen; auf der dritten befinden sich dagegen vier gelungen improvisierte Rocksongs, die während einer Jam Session live aufgenommen wurden.

    1972 organisiert er das "Konzert für Bangladesh" um Geld für die Opfer einer verheerenden Überschwemmung zu sammeln; mit Gastauftritten von Bob Dylan, Ringo Starr, Ravi Shankar und Eric Clapton wird es zu einem der berühmtesten der Rockgeschichte. Es ist der Höhepunkt seiner Karriere als Musiker, anschließend geht es rapide bergab: Im gleichen Jahr brennt seine Ehefrau, das Modell Patti Boyd, mit seinem bis dahin besten Kumpel Clapton durch (der für sie einen seiner größten Hits, das schmalzige "Wonderful Tonight" schreiben wird), die Alben, die er in den folgenden Jahren aufnimmt, sind immer weniger erfolgreich. "Die Leute wollen nur Beatles-Lieder hören" erklärt er verbittert Mitte der 70er Jahre während einer US-Tournee. Am frustrierendsten dürfte aber ein lange debattiertes Gerichtsurteil sein, dass 1976 in "My Sweet Lord" ein Plagiat von "He’s So Fine" der Chiffons sieht und der Band eine Wiedergutmachung zuspricht.

    Wieder sucht Harrison andere Tätigkeitsfelder. 1978 heiratet er Olivia Arias, kurz danach kommt Sohn Dhani zur Welt. Seine Produktionsfirma 'Handmade Films' finanziert (unter anderen) Monty Pythons "Das Leben des Brian", "Live at the Holliwood Bowl", "Time Bandits" und deren Beatles-Satire "The Rutles: All You Need Is Cash." In den 80ern ist er auch in Hollywood tätig - neben "Porky's" versucht er, Madonna und Sean Penn gemeinsam vor die Kamera zu kriegen. 1980 erscheint zudem seine Autobiographie "I Me Mine", mit der er sich den Unmut John Lennons zuzieht - dessen Name fällt im Buch kein einziges Mal.

    Auf den '82er Flop "Gone Troppo" folgt fünf Jahre später überraschend ein Superhit: das von Jeff Lynne produzierte "Cloud Nine" ist sein größter Erfolg seit "All Things Must Pass" und enthält mit der Single "I Got My Mind Set On You" einen Chartbreaker. Mit erneuertem Vertrauen in seine musikalischen Fähigkeiten spielt er mit Lynne, Bob Dylan, Tom Petty und Roy Orbison in der Supergroup Travelling Wilburys, die mit "Vol. I" (1988) und "Vol. III" (1990, ohne den in der Zwischenzeit verstorbenen Orbison) weltweit Erfolge feiert.

    Wiederversöhnt, tourt er 1992 mit Eric Clapton durch Japan. Das dabei aufgenommene "George Harrison Live in Japan" ist bislang sein letztes Album. Den Rest der 90er verbringt er hauptsächlich mit verschiedenen Beatles-Projekten, darunter die im Jahr 2000 veröffentlichte Autobiographie "Beatles Anthology" und das Best-Of "1". Doch kommt er vor allem wegen einer Bluttat in die Schlagzeilen: In der Nacht zum 30. Dezember 1999 dringt ein Geistesgestörter in sein 120-Zimmer-Anwesen bei London und sticht mehrmals auf ihn ein. Nach einem Kampf schafft es Harrisons Frau, den Angreifer zu überwältigen; der Musiker ist zwar schwer verletzt, kommt aber mit dem Leben davon. (Der Täter wird im November 2000 von einem Gericht für nicht verhandlungsfähig erklärt und für unbestimmte Zeit in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen).

    Zum 30. Jubiläum erscheint im Januar 2001 eine Neuauflage von "All Things Must Pass", digital abgemischt und mit einigen Bonustracks. Im Winter 2001 soll ein neues Soloalbum mit dem Arbeitstitel "Volume One" folgen. Angeblich spielt Harrison die meisten Instrumente selbst. "Auf diesem Album wird man Gitarre, Bass und Schlagzeug, aber keine Computer hören", erklärt er in einem Interview im Dezember 2000. "Heutzutage kann jeder mit einem Computer Musik machen. Das Allerschlimmste sind Drum Machines. Sie sind eine Krankheit, die sich auf der Welt immer mehr verbreitet. Ich hasse sie und sie machen mich krank." Offensichtlich ist dem im Februar 2001 58-jährigen die Lust zu Kämpfen nicht abhanden gekommen. Wie aber komponierten Lennon und McCartney 1967? All you need is love...

    Am 30. November 2001 wird bekannt, dass der an einem Hirntumor Leidende am Vortag im Hause eines Freundes in Los Angeles gestorben ist. Einem engen Freund zufolge waren seine Frau und sein Sohn in den letzten Stunden bei ihm. Diese erklärten gegenüber der Presse: "Er ging von dieser Welt, wie er in ihr gelebt hat: Im Glauben an Gott, ohne Furcht vor dem Tode, und in Frieden, von seiner Familie und Freunden umgeben." Seine letzte Botschaft an die Welt sei gewesen, was er oft zu sagen pflegte: "Alles kann warten - alles bis auf die Suche nach Gott und die Liebe zu den Mitmenschen."

    Diskographie:

    1968 - Wonderwall Music
    1969 - Electronic Sound
    1970 - All Things Must Pass
    1971 - The Concert For Bangla Desh (mit diversen anderen Solisten)
    1973 - Living In The Material World
    1974 - Dark Horse
    1975 - Extra Texture
    1976 - The Best Of..
    1976 - Thirty Three & 1/3
    1979 - George Harrison
    1981 - Somewhere In England
    1982 - Gone Troppo
    1987 - Cloud Nine
    1989 - The Best Of Dark Horse
    1991 - Live In Japan
    2002 - Brainwashed
    2004 - The Dark Horse Years 1976 - 1992


    laut.de
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    Eloy


    Biografie:
    Orgelorgien, pumpender Bass, ewig lange Lieder und Fantasy- bzw. Science-Fiction-Texte. Handelt es sich um King Crimson? Oder Emerson, Lake and Palmer? Nein, so was gibt es auch in Deutschland, so was trägt den Namen Eloy.
    Die Bezeichnung geht aus H.G. Wells "Time Machine" hervor und steht für eine menschliche Rasse, die in 800.000 Jahren lebt und von der in einer Zeitmaschine reisenden Hauptfigur entdeckt wird. "Bei unserer Gründung war es für eine deutsche Band sehr schwierig, mit Eigenkompositionen einen Plattenvertrag zu bekommen. Wir standen vor einer unbekannten Zukunft, ein bisschen wie die Rasse in Wells Geschichte. Daher die Namensgebung", steht dazu auf der Homesite der Band.

    1969 entstanden, haben Eloy eine lange Liste an veröffentlichten Alben und verschlissenen Mitgliedern hinter sich. Angelpunkt der Aktivität ist der Hannoveraner Frank Bornemann, der als Gründer der Band zunächst Gitarre spielt, nach und nach aber auch Gesang, Songwriting, Führung und Produktion übernimmt.

    Die erste Phase geht bis 1975. Es entstehen vier Alben, die Gruppe erhält einen Vertrag bei EMI. Bornemann produziert bei den Aufnahmen zu "Floating" nebenbei auch "Fly To The Rainbow" von den Stadtkollegen Scorpions. Die letzte Veröffentlichung "Power And The Passion" verkauft sich 30.000 mal, bedeutet aber auch gleichzeitig das vorläufige Ende.

    1976 formieren Eloy sich neu und beginnen ihre erfolgreichste Phase. Bis 1979 entstehen weitere vier Alben; das letzte davon, "Silent Cries And Mighty Echoes" ist Eloys meistverkauftes. Anschließend erfolgt ein erneuter Umbruch, mit "Planets" und Time To Turn" erscheint eine zweiteilige Science-Fiction-Geschichte. "Metromania" besiegelt mal wieder das Ende der Gruppe, die sich mit einer erfolgreichen England-Tournee verabschiedet.

    Bornemann widmet sich erstmals der Produktion, eine Aktivität, die er bis heute ausübt. Schon Ende der 70er Jahre gründet er das Horus Sound Studio in Hannover und gilt zwanzig Jahre später als Entdecker der Guano Apes. Seiner Dienste bedienen sich neben zahlreicher Hardrockbands aber auch die Donots und Reamonn.

    Eloy läuft als Projekt nebenbei weiter. Bei "Ra" und "Destination" schrumpft die Band zu einem Duo zusammen, wobei Drumcomputer und andere elektronische Hilfsmittel die fehlenden Musiker ersetzen. Ein großes Hallihallo gibt es 1993, als viele der ehemaligen Mitglieder zusammen kommen, um alte Lieder für die Best-Ofs "Chronicles I" und "II" auf zu nehmen. Wieder zur Gruppe gewachsen, veröffentlichen sie zum 25. Jubiläum "The Tides Return Forever" und geben eine Reihe von Konzerten in Deutschland.

    Nach "Ocean 2" gelten die Anstrengungen einer Neuveröffentlichung alter, digital neugemischter Alben, die 1999 beginnt. 2003 erscheint mit "Timeless Passages" eine Best-Of mit neugemischten Liedern aus dem Zeitraum 1975 bis 1998.


    Discografie:
    1971 - Eloy
    1973 - Inside
    1974 - Floating
    1975 - Power & The Passion
    1976 - Dawn
    1977 - Wings of Vision
    1977 - Ocean
    1978 - Silent Cries and Mighty Echoes
    1978 - Live
    1980 - Colours
    1982 - Planets
    1983 - Time to Turn
    1983 - Performances
    1984 - Metromania
    1985 - Codename Wildgeese
    1988 - Ra
    1992 - Destination
    1994 - The Tides Return Forever
    1999 - Ocean II - The answer

  4. #78
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    Eric Clapton


    Eric Clapton (g, voc), 1945 in Ripley (England) unter dem Namen Eric Patrick Clapp als uneheliches Kind geboren, wuchs bei seinen Großeltern auf. 1963 brach er sein Studium an einer Kunstschule ab, um sich einer ersten Band anzuschließen, der damals auch Brian Jones angehörte. Er hielt sich dort aber nur 14 Tage um sich dann den Yardbirds und später den Bluesbreakers von John Mayall anzuschließen. Diese Phase dauerte immerhin anderthalb Jahre. In dieser zeit perfektionierte er sein Gitarrenspiel bis zur Vollendung. 1966 bildete er mit Jack Bruce und Ginger Baker das Trio Cream. Diese Formation setzte als erste wohl Maßstäbe, die sich wohl als ehesten mit den Worten "Supergroup" einordnen ließ. Diese Formation zerfiel aber bereits 1969 wieder und auch die nächste band Blind Faith scheiterte nach einer LP. Zu unterschiedlich waren in beiden band die Ansichten von Clapton und seinen Mitstreitern. 1969 schloß sich Clapton für kurze zeit Delaney & Bonnie für eine Europa Tournee an, die er zu großen Teilen selber finanzierte. Aus drei weiteren Mitgliedern dieser band formatierte er 1970 das Ensemble Derek and the Dominos. Es entstand das wohl bekannteste Album seiner frühen Jahre "Layla". Mit wechselnden Formationen und Musikern ging er auf Tourneen und es entstanden zahlreiche Studioalben mit diesen. U. a. arbeitete er in diesen jahren mit John Lennon, Stephen Stills, Howlin Wolf, Billy Preston, Duana Allman und Pete Townshend zusammen. Den zunehmenden Druck versuchte er mit einem intensiven Drogenkonsum auszugleichen.. Er sagte über diese Zeit später selber: "ich habe in einer Wolke aus rosa Baumwolle" gelebt. Er ließ sich dann über eine neuartige Akapunktur Therapie behandeln. Das Album "461 Ocean Boulevard" schien seine Genesung zu bestätigen. Die darauf folgenden Tourneen durch den USA und Europa waren alle ausverkauft und zeigten einen gereiften Musiker. Immer wieder arbeitete Clapton sowohl bei eigenen Plattenprojekten mit prominenten Solisten zusammen als auch bei Plattenprojekten anderer Kollegen mit.
    'Clapton Is God' sprühten Mitte der sechziger Jahre unbekannte Fans auf die Wände in London. Das ehrte den damals jungen Gitarrero einerseits, sprach aber auch Bände über den Eindruck, den Clapton schon seit den Sechzigern bei Musikfans nahezu jeder Coleur hinterließ. Damals - wir erinnern uns - waren es vor allem Live-Gigs, auf denen Musik stattfand. Und speziell Clapton gehört seit je her zu jenen Gitarristen, die eine Bühne in eine Inkarnation von Blues und Rock verwandelten. Daran hat sich auch nach über 30 Jahren nichts geändert. Die Bühne ist und bleibt Claptons Heimat, hier entfaltet er sein übergroßes Talent, seine überschäumende Spielfreude und generell seine musikalische Überlegenheit. Vituosität, Gefühl und Atmosphäre - niemand übertrifft Eric Clapton, wenn es um Bühnenpräsenz geht. Das Liverepertoire Claptons scheint unerschöpflich zu sein, das bezeugen besonders seine Livealben immer wieder.
    One More Car / One More Rider legt davon eindringliches Zeugnis ab. Auf zwei CDs packt Eric Clapton nicht nur sein Können aus, sondern hat zudem jede Menge Jahrhunderthits dabei: Tears In Heaven, My Father's Eyes und Change The World bilden die Speerspitze seiner herausragenden Balladen, Cocaine und Layla und Sunshine Of Your Love heißen die rockigen Klassiker, die Clapton schon früh zu einem Idol werden ließ. Die Aufnahmen zeigen Mr. Slowhand at his best: entspannt, locker und bluesig ohne Ende. Eine längst fällige Clapton-Perle, der im Jahre 1992 der legendäre MTV-Mitschnitt Unplugged vorausging.

    Diskographie: (Soloalben)

    1970 - Eric Clapton
    1970 - Layla
    1970 - In Concert
    1971 - Pop History
    1972 - History Of Eric Clapton
    1973 - Rainbow Concert
    1973 - E.C. Was Here
    1973 - Guitar Boogie
    1974 - 461 Ocean Boulevard
    1975 - The Best Of
    1975 - There's One In Every Crowd
    1975 - The Blues World Of Eric Clapton
    1976 - No Reason To Cry
    1977 - Slowhand
    1979 - Just One Night
    1980 - Backless
    1981 - Another Ticket
    1982 - Time Pieces
    1982 - Steppin' Out
    1983 - Money & Cigarettes
    1983 - Behind The Sun
    1984 - Backtrackin'
    1986 - August
    1987 - The Cream Of Eric Clapton
    1988 - Crossroads (4er Box)
    1989 - Journeyman
    1989 - Homeboy (OST)
    1990 - The Layla Sessions - 20th Anniversary Edition (3erBox)
    1991 - 24 Nights
    1992 - Unplugged
    1992 - Rush (OST)
    1994 - From The Cradle
    1995 - Crossroads 2 (live 4er Box)
    1998 - Pilgrim
    1999 - Chronicles
    2000 - Riding With The King
    2001 - Reptile
    2002 - One More Car, One More Rider
    2004 - Me & Mr. Johnson
    2004 - Crossroads Guitar Festival (DVD)
    2005 - Back Home
    Geändert von rsjuergen (24.08.05 um 17:29 Uhr)

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    Slipknot


    Biographie

    Wenn man aus einem Nest wie Des Moines, Iowa, stammt, wie der Slipknot-Neuner, ist es keineswegs leicht, auf sich aufmerksam zu machen. Okay, das ganze Dorf kennt einen zwar schnell, aber das bringt, global gesehen, gar nix. Dabei kommt die Metalcombo Slipknot wirklich mit den besten Eigenschaften daher. Ihr Soundcocktail ist schlicht böse, aggressiv, beängstigent und auf jeden Fall durchgeknallt.

    Auf grellen Overalls hat jedes Mitglied seine Nummer verewigt (0 bis 8) und passend zum Liedgut schocken Slipknot mit schrillen Halloween Sci-Fi-Masken, die sie als eine Erweiterung ihrer Persönlichkeiten ansehen.

    Soweit zum Image. Nachdem sie sich 1995 gegründet haben, bringen sie ein in Eigenregie
    produziertes Album heraus, das aber nicht zu den erhofften "Connections" im Musik-Biz führt.
    Mit "Slipknot" und Vertragspartner Roadrunner kommt 1999 der Karriere-Boost. Zur allgemeinen Überraschung sind in den USA bis zum jetzigen Zeitpunkt schon über 100.000 Exemplare des zweiten Albums abgesetzt! Eine Slipknot-Manie setzt in der Folgezeit fast wie von Geisterhand ein und mittlerweile kann man auf Konzerten viel Freaks mit dem Schriftzug des Neuners sehen. In dieser Beziehung sind sie hipper als die meisten Bands der deftigeren Sorte.

    Album Nummer drei ist ja der Sage nach der entscheidende Output in der Karriere einer Band und da Nummero zwei so heftig einschlägt, steigen die Erwartungen an den Nachfolger um einen enormen Prozentsatz nach oben. Doch bevor es so weit ist, machen die Neun Chaoten mehrmals negative Schlagzeilen. Die Besucher bei Rock am Ring/Rock im Park zum Beispiel waren wohl wenig angetan, als die Band ohne Angabe von Gründen einfach nicht erscheint. Stattdessen haben sie wohl eine Baggerfahrt durch die Eiffel eingeschoben und sich aus dem Staub gemacht.

    Zu diesem Zeitpunkt laufen schon die Vorbereitungen zur Veröffentlichung des neuen Albums. "Iowa", so der schlichte Titel, verursacht im Vorfeld mächtig Wirbel. Um den Rummel ordentlich anzuheizen, werden sämtliche Kopien der Platte zurückgehalten und auch die Presse erhält das Teil erst ganz kurz vor der Veröffentlichung. Der Erfolg bleibt nicht aus und "Iowa" verkauft sich wie Eier zu Ostern. Was die Qualität des Outputs betrifft, sind die Meinungen jedoch gespalten.

    2002 kommt der Chaotentrupp dann wieder auf Tournee nach Deutschland. Das Hamburg-Konzert im Docks gerät allerdings zum Debakel. Nachdem die angekündigten zwei Vorbands (Straight, American Head Charge) ausfallen, dauert der Auftritt von Slipknot nur etwa 50 Minuten (inklusive zehnminütigem Intro!). Als die Fans schließlich aufgefordert werden, nach dieser Kurzeinlage die Halle zu verlassen, beginnen einige Fangruppen zu randalieren. Vor der Halle verschaffen enttäuschte Fans ihrem Unmut Luft, indem sie Slipknot T-Shirts verbrennen.

    Doch es kommt noch viel schlimmer. Nach dem Amoklauf von Erfurt berichten Boulevardzeitungen, der Täter sei ein großer Fan der Fratzenmänner gewesen. Prompt nehmen große Musiksender Slipknot aus ihrem Programm und die Band muss sich die gleichen Vorwürfe gefallen lassen, wie Rammstein und Marilyn Manson nach dem Massaker von Littleton. Nun ja, wer glaubt, an solchen Taten sei nicht lasche Waffengesetzgebung, Leistungsdruck und Vereinzelung des Menschen schuld, sondern "gewaltverherrlichende Musik", der muss schon ziemlich simpel gestrickt sein.

    Diskographie

    1997 - Mate, Feed, Kill, Repeat
    1999 - Slipknot
    2001 - Iowa
    2002 - Disasterpieces
    Geändert von Astrominus (08.02.04 um 20:23 Uhr)

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    KoRn


    Biographie

    Im Alternative-Bereich haben Korn fett zugeschlagen: Steiler Karriereschub, von der Highschool direkt in die Billboards. Zu Recht, denn im Dschungel der Crossover- und Hardcore-Bands fanden die fünf Freunde aus Bakersfield in Kalifornien zu ihrem unverwechselbar bösen und durchgeknallten Sound.

    Aber die Korns brauchen dazu kein Make-Up und bunte Kontaktlinsen, die sind wirkliche Freaks. Die beiden Riff-Künstler James "Munky" Shaffer und Brian "Head" Welch fahren quietschende und ächzende Panzergitarren an die Soundfront und werden dabei von der heftigen Rythmsection von Fieldy am Bass und David an den Drums kräftig in den Arsch getreten. Der unverwechselbare Kornsound macht sich an runtergestimmten Gitarren und Fieldys Slap-Bassspiel fest. Sänger Jonathan Davis kommt aus der Klassik und erreicht ein erstaunliches stimmliches Spektrum vom affektierten Chorknaben bis hin zur sprechsingenden Kreissäge. Seine düsteren und zynischen Lyrics schaffen es scheinbar perfekt, den "Kids In America" aus den ungeliebten, gebeutelten Herzen zu sprechen.

    Die Bandgeschichte beginnt irgendwann Anfang der Neunziger Jahre in eben jenem kalifornischen Kaff Bakersfield, in denen die Körner beschließen, die Bierdosen gegen Instrumente auszutauschen. Sie ziehen nach LA und verdienen sich, wie es das große Buch vom Rock-Biz von jedem Newcomer verlangt, erst einmal die Sporen mit vielen, vielen Liveauftritten. Irgendwann landen sie beim Immortal-Label und bringen dort 1994 ihr selbstbetiteltes Debut heraus, das ein mittelschweres Erdbeben in der Metalwelt auslöst und heute als Geburtshelfer und Klassiker des NuMetal gilt. Songs wie "Shoots And Ladders" oder "Blind" kennt jeder Metalhead, der Cap und schlabbrige Hosen trägt.

    Korn hüllen sich und ihre Hörer in eine selten dagewesene Finsternis. Das spricht die Jugendlichen an, sie können sich mit dem von Korn gezeichneten Bild des vernachlässigten Mittelstandskids, dass mit seinen Ängsten allein steht, bestens identifizieren. Korn legen mit "Life Is Peachy" und "Follow The Leader" zwei weitere NuMetal-Hämmer nach. Letzeres Album bedeutet für sie auch den kommerziellen Durchbruch, die Videos zu "Got The Life" und "Freak On A Leash" laufen auf MTV auf Heavy Rotation. 1998 stellen sie außerdem die "Family Values Tour" auf die Beine, auf der sie unter anderem mit Limp Bizkit, Rammstein und Ice Cube die Bühne teilen.

    Doch irgendwie schaffen es Korn nicht, ihre Wut und damit ihre Originalität zu konservieren. In den folgenden Jahren macht Fronthemd Jonathan Davis durch seine Alkoholsucht von sich reden, die er therapiert, indem er Prozac-abhängig wird. Vor der Presse redet er lieber über seine Vorliebe für Pornos als über die Musik. Das geht auch an der Band nicht spurlos vorüber. Auf den nächsten Alben "Issues" von 1999 und dem 2002er "Untouchables" wirken Korn trotz des weiterhin sehr hohen Niveaus wie ein Schatten ihrer selbst. Die Fans scheint das nicht zu stören, "Issues" schafft es in den deutschen Albumcharts bis auf Platz Neun, "Untouchables" toppt die Charts sogar. Das hiphop-lastige Soloprojekt von Basser Fieldy "Fieldy's Dreams" ist dagegen nicht von großem Erfolg gekrönt. Er veröffentlicht 2002 sein "Rock'n'Roll Gangster", das in Kritikerkreisen weitgehend durchfällt.

    Korn verfügt jedoch über eine sehr loyale Fanschar, da sie den Ruf haben, stets um den Kontakt mit den Anhängern bemüht zu sein (ein Fan durfte gar ihr "Issues"-Cover designen) und sehr intensive Liveshows zu spielen. Ihr bis dato letztes Album veröffentlichen die Fünf Ende 2003 mit "Take A Look In The Mirror", das leider den musikalischen Trend der zwei Vorgängeralben fortsetzt und in niveauvolle Belanglosigkeit abgleitet.

    Diskographie

    1994 - Korn
    1996 - Life is Peachy
    1998 - Follow the Leader
    1999 - Issues
    2002 - Untouchables
    2003 - Take A Look In The Mirror
    Geändert von Astrominus (08.02.04 um 20:18 Uhr)

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    Drowning Pool


    Biographie

    In den siebziger Jahren lief im Kino "Drowning Pool", ein von der Kritik als durchschnittlich empfundener Film von Regisseur Stuart Rosenberg, mit Paul Newman in der Hauptrolle. Zig Jahre später kommt Steve Benton beim Genuss dieses Oeuvres auf die Idee, seinen Kumpels Mike Luce und C.J. Pierce vorzuschlagen, ihre Kombo ebenfalls Drowning Pool zu nennen. Ort des Geschehens ist Cowboy City Dallas, Texas. Luce und Pierce kommen ursprünglich aus New Orleans im US Staat Louisiana. Dort jammten sie einige Jahre zusammen, konnten aber keine geeigneten Mitstreiter finden und versuchten daher ihr Glück in der Heimat von Dubya Bush.

    Zusammen mit Benton, aber ohne Frontmann und Sänger tritt das Trio im Großraum Dallas auf und spielt sich die Finger klamm. Bis Dave Williams auf den Plan tritt. Der trägt dank Dimebag Darrell den Spitznamen "Stage", weil er auf der Bühne anscheinend abgeht wie Nachbars Waldi auf Pheromonen. Als komplette Mannschaft unter dem Banner Drowning Pools nimmt man verschiedene Demo Tapes auf. Eines davon fällt Sevendust in die Hände, davon sehr angetan laden sie DP auf eine gemeinsame Tour ein. Auch Kittie und Hed (PE) nehmen die Band als Support Slot in Anspruch.

    Der Lokalsender KEGL vergönnt Drowning Pool verstärkt Airplay, sie können sich sogar in den Top 10 Charts des Senders etablieren. Wind-up Records nehmen schließlich DP unter Vertrag und schickt sie mit dem Produzenten Jay Baumgardner, der zuvor schon Papa Roach und Orgy unter die Arme gegriffen hatte, ins Studio. Ihr Debut Album Sinner wird in den USA früher veröffentlicht als in Europa und erreicht auf Anhieb Platinstatus. Eine weitere Auszeichnung ist der Billboard Music Award für die Single bzw. Video "Bodies" als Best Hard Rock New Artist" und die World Wrestling Federation wählt den Song für ihr Summer Slam Kasperletheater. Der Track "Follow" konnte auf dem Soundtrack zum Playstation Spiel "Tony Hawk 3" unterschlüpfen. Höchste Auszeichnung dürfte allerdings die Einladung gewesen sein, mit dem Madman an den Ozzfest 2000 Festivals teilzunehmen.

    Auch am Ozzfest 2002 nehmen Drowning Pool wieder teil, bis es zu einem Unglück kommt: Mitte August wird DP-Sänger Dave Williams tot im Tourbus aufgefunden. Über nähere Umstände und Todesursache ist noch nichts bekannt, obwohl in Fan Kreisen darüber Spekuliert wird, dass er sich "tot gekifft" hat.

    Diskoraphie

    2002 - Sinner

    Quelle : Laut.de

  8. #82
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    50 Cent



    50 Cent wurde vor 26 Jahren, als Curtis Jackson in den Straßen von Queens /NY geboren und wuchs dort auf. Hineingeboren in eine notorische Drogen-Dynastie und noch bevor er ein Teenager war, verlor 50 erst seinen Vater und dann seine Mutter. Er fand bei seinen Großeltern zwar schnell ein Heim, aber der damals rastlose 50 hing lieber auf der Straße rum. In seinem Fall war das die allbekannte New York Avenue, heute bekannt als Guy R. Brewer Boulevard. Schnell machte er sich dort als hungriger Rapper einen Namen. Zu diesem Zeitpunkt war Rap allerdings nur ein Teil des Rumhängens und er hätte mit den damaligen Skills bestimmt keinen Plattenvertrag bekommen. Die Geburt seines Sohnes allerdings ließ 50 schnell erwachsen werden. Seine Einstellung zum Rap wurde ernster und bald schon warf das Label JMJ von Run DMC DJ Jam Master Jay ein Auge auf ihn. 50 Cent hatte somit seinen ersten Plattenvertrag in der Tasche. Bei dem Label und unter Jam Master Jays Aufsicht lernte 50 wie man Takte zählt und Songs strukturiert.

    Die Trackmasters, bekannt durch diverse Platinalben (J Lo "Jennie From The Block, Space Jam Allstars "Hit `Em High", ), wurden auf ihn aufmerksam und stellten ihn 1999 bei Columbia Records vor. Daraufhin sperrte man ihn 2 ½ Wochen in ein Studio außerhalb von NY. Das Ergebnis waren ganze 36 produzierte Songs. Sein Debüt "Power Of A Dollar" wurde allerdings nie veröffentlicht. Promo bekam das Album dennoch. Das Blaze Magazine handelte 50s potentielles Debütalbum sogar als Klassiker. Auf der damals für viel Wirbel sorgende Hymne "How to Rob", stellte sich 50 als einen hungrigen irreredenden Aufsteiger dar, der davon träumt, berühmte Rapper zu bestehlen. Dieser Track hatte heftige Resonanzen zur Folge. Darüber lachen konnten nämlich schlussendlich nur 50 Cent und seine Fans. Betroffene, unter anderem Jay-Z, Big Pun und Sticky Fingaz, fanden die ganze Sache gar nicht witzig und äußerten sich in ihren Songs mit Dissattacken. Ein halbes Jahr nach Fertigstellung des Albums wurde 50 Cent sogar vor dem Haus seiner Großeltern angeschossen. 9 Schüsse streckten ihn nieder, einer davon traf ihn direkt im Gesicht. Ob dieser Zwischenfall in Verbindung mit "How to Rob" stand, wurde nie geklärt. Während sich 50 in den darauffolgenden Monaten erholte, verlor er seinen Plattenvertrag bei Columbia Records. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, folgte er hartnäckig seiner Berufung. Ohne Einkommen und ohne der Hilfe eines Labels produzierte er einen Track nach dem anderen. Mit seinem Freund Sha Money XL nahm er über 30 Songs auf, die ausschließlich auf Mixtapes erschienen. 50´s Bekanntheitsgrad in den Straßen von New York wuchs.
    Mit der Unterstützung seiner Crew G-Unit ließ 50 sich nie beirren und zahlreiche neue Songs entstanden. Im Frühling 2001 veröffentlichte er sein neues Material auf der LP "Guess Who´s Back?". Aber nicht auf herkömmliche Art und Weise. Die Tracks entstanden durch die Wiederverwertung von Songmaterial namenhafter Künstler wie Jay-Z und Raphael Saadiq. Das "red", "white" und "blue" Bootleg wurde veröffentlicht.
    ... das Unglaubliche ließ nicht lange auf sich warten; Eminem hörte eine der energiegeladenen Scheiben. Er war so beeindruckt, dass er 50 eine Woche nach Veröffentlichung, in einer Radiosendung als seinen momentanen Lieblings-Rapper bezeichnete. Dr. Dre bestätigte Em in seiner Meinung und beide boten 50 Cent einen Vertrag bei Shady Records an. Hip hop Geschichte war geschrieben.

    Bei soviel Wertschätzung der ganz Großen zögerte 50 Cent nicht lange und unterschrieb beim Dream Team. In dieser Zeit wurde 50 zu einem der gefragtesten Newcomer im Rapbusiness. Er ruhte sich nicht lange auf seinen Lorbeeren aus und veröffentlichte eine weitere Bootleg-CD "No Mercy, No Fear". Die CD enthielt neben den Ganzen Adaptionen auch einen komplett neuen Track, "Wanksta",. So wie dieser Track gebaut war, ist er bestimmt nicht für Radiorotationen produziert worden. Aber die Heads konnten die offizielle Veröffentlichung nicht erwarten und so wurde der Track innerhalb weniger Wochen, die meist gefragteste Single in New York. Daraufhin erschien "Wanksta" auf dem Platin-Soundtrack zu Eminem´s Film Debüt "8 Mile".
    Mit einer so fetten Reputation und einer Menge Street-Hits in der Tasche, ist 50 eindeutig der Künstler, den es 2003 zu schlagen gilt. Auf 50s ersten offiziellem Album "Get Rich or Die Trying" sind 16 in Beton gegossene Tracks vertreten, die alle unter der Anleitung des Dream Teams Dre und Eminem gebastelt wurden. Die erste Single aus dem Album wird "In Da Club" werden. Ein Track bei dem der Name Programm ist und mit Sicherheit die Peeps "In Da Club" zur Party animieren wird. Das Video zur Single verdeutlicht wer 50 Cent ist; ein Rapsoldat der in jeder Situation und Liga ganz weit vorne mithalten und sogar dominieren kann.
    Mit ansteckendem Flow und bösartig witziger I-don't-give-a-fuck personality, besteht kein Zweifel, dass 50 Cent ganz nach dem Titel seiner Platte, "Get Rich or Die Trying", handeln wird.

    Diskographie:

    1999 - Power Of The Dollar
    2002 - Guess Who's Back
    2003 - Get Rich Or Die Trying
    2003 - New Breed (Kanada)
    2003 - P.I.M.P. (Australien)
    2004 - Maximum 50 Cent

    50cent.de

  9. #83
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    Soulfly



    1996 ist kein gutes Jahr für den Sänger, Gitarristen und Songwriter Max Cavalera. Im August stirbt sein Adoptivsohn und Freund Dana. Ende des Jahres trennt sich der Brasilianer im Streit von seinem Stammes-Clan Sepultura, einer der angesagtesten Metal-Bands. Zusammen mit seinem Bruder Igor hat er die Kult-Thrasher 1984 in Belo Horizonte gegründet.

    Kurzzeitig sieht es so aus, als wolle Cavalera seine Musiker-Karriere endgültig beenden und sich aus dem Biz verabschieden. Doch bald beginnt er, seinen Frust musikalisch zu verarbeiten und läutet mit einem "New Tribe" seine Post-Sepultura-Ära ein: Soulfly spielen ein aggressiv-explosives Hardcore-Gemisch, das nahtlos an die Sepultura-Platte "Roots" (1996), die verstärkt auf Groove und Tribal-Elemente setzt, anknüpft.

    Mit dem Namen Soulfly verbindet Cavalera den Tod aller Menschen, die ihm nahe standen: Vater, Zieh-Sohn und Freunde. Spiritualität wird im Cavalera-Clan, der sich inzwischen in Phoenix/Arizona nieder gelassen hat, groß geschrieben. Als waschechter Brasilianer ist für Cavalera neben Tribal-Denken, Religiosität und harter Mucke auch der Fußball eine großes Thema.

    Obwohl Max Cavalera inzwischen über vier Millionen Platten verkauft hat, ist sein Sound nicht bei allen Metal-Freunden beliebt. Denn er schert sich wenig um Genre-Grenzen. Maxens Motto lautet: "Musik muss sich weiter entwickeln". Beispielsweise outet sich der brasilianische Volksheld als Hip Hop-Fan. Den politischen Aussagen der Szene kann der Familien-Vater einiges abgewinnen.

    Seine musikalische Offenheit (privat hört er u.a. U2, Paul Simon oder Dead Can Dance) demonstriert Cavalera, der in Hotels gerne als Muhammad Ali eincheckt und sich mit seiner Frau und Managerin Gloria auch mal über die Setlist streitet, auf zwei Alben. Beide Scheiben können eine ellenlange Liste prominenter Gast-Musiker, wie Fred Durst, Chino Moreno, Tom Araya oder Sean Lennon aufweisen.

    Polterte das Debut-Album spontan und voller ungebändigter Aggressionen los, kanalisiert Cavalera auf "Primitive", dessen Titel als Gegenpol zur alles beherrschenden Elektronik gedacht ist, die musikalischen Ausbrüche. In Mike Dolling (git), Joe Nunez (dr, per) und Marcello Rapp (ba, per) hofft er nun die richtigen Tribal-Rabauken gefunden zu haben. Nunez verlässt die Band allerdings im September 2001. Fürs erste hilft Ex-Drummer Roy Mayorga, der inzwischen bei Medication die Stöcke schwingt, aus.

    Mit ihm beginnen Soulfly die Arbeiten an ihrem dritten Album. Im Februar kehrt Mayorga Medication endgültig den Rücken und gehört wieder fest zum Line-Up. Die Platte "3" erscheint am 24. Juni 2002 und kommt diesmal ohne großes Gäste-Line-Up (mit Ausnahme von Christian Machado von Ill Nino) aus. Auf einem der Tracks ("Tree Of Pain") ist auch Frontmann Cavaleras Sohn Richie zu hören. Mit einer Schweigeminute ("9-11-01") zollen Soulfly den Opfern der Terroranschläge von New York und Washington ihren Respekt.


    DISKOGRAPHIE:

    2004 - Prophecy
    2002 - 3
    2000 - Primitive
    1998 - Soulfly

  10. #84
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    Sepultura



    1984 beginnt in Belo Horizonte die Geschichte der wohl bekanntesten und erfolgreichsten brasilianischen Band der Rockgeschichte. Zu diesem Zeitpunkt gründen sich Sepultura (zu deutsch: "Grab"), damals bestehend aus den Brüdern Max (Gesang/Gitarre) und Igor Cavalera (Schlagzeug), Jairo T. (Leadgitarre) und Paulo Jr. (Bass) und spielen damals – dem Namen entsprechend – Death Metal.

    Ihr erster Tonträger erblickt 1985 das Licht der Welt. Es ist eine Split-LP mit der brasilianischen Band Overdose. Die 4 Songs, die von Sepultura stammen, werden innerhalb von zwei Tagen aufgenommen und produziert. Und so klingt es auch. Einfach noch nicht ausgereift genug, genauso wie ihr 1986 erscheinendes Debutalbum "Morbid Visions" (das immerhin schon eine Woche Entwicklungszeit beanspruchte...). Sepultura scheinen das zu erkennen und schicken ihren Gitarristen Jairo T. in die Wüste. Statt dessen kommt Andreas Kisser in die Band, was sich als großer Gewinn heraus stellen sollte.

    1987 der Durchbruch: Ihr zweites Album "Shizophrenia" kommt auf den Markt. Es schlägt in den USA und auch in Europa ein wie eine Bombe. Verdientermaßen, denn auf diesem Album ist erstmals das große Potential Sepulturas zu erkennen, was nicht zuletzt am Gitarristenwechsel liegt. Auch das Nachfolgealbum "Beneath The Remains" wird ein voller Erfolg.

    1990 lassen sich Sepultura in Phoenix, Arizona nieder, statt wie vorher in Brasilien, und produzieren 1991 ihr Album "Arise", auf dem einige ihrer größten Hits zu finden sind, wie z.B. der Titeltrack. Diesem Speed Metal-Lied gelingt das eigentlich Unmögliche: Es schafft den Weg in die Charts einiger Länder, das Video wird auf MTV gespielt und vor allem in Spanien ist es laufend im Radio zu hören. Und wer den Song kennt, weiß, was daran denkwürdig ist...

    "Chaos A.D." von 1993 ist für Sepultura der Wegweiser in eine andere (Musik-)Richtung. Es bleibt zwar Heavy Metal, während allerdings vorher der Bass noch im Hintergrund steht, kommt er auf diesem Album deutlich zum Vorschein. Dafür wird das rasend schnelle Schlagzeug auf gewöhnliche Geschwindigkeit herunter gefahren. In den Texten prangern Sepultura nun die Missstände in Brasilien an.

    Dieses führen Sepultura auf ihrem 1996 erscheinenden Album "Roots" noch konsequenter fort. Sie lassen die Musik der Ureinwohner Brasiliens in ihre Arbeit einfließen und so entsteht die wohl erste Mischung aus Weltmusik und Heavy Metal. Aber es funktioniert, was die Qualität und der kommerzielle Erfolg auf der ganzen Welt – vor allem in Europa – beweisen.

    Ende 1996 wird die Musikwelt schwer erschüttert: Sepultura trennen sich auf hässliche Weise von ihrem Sänger Max Cavalera. Die Lebensgefährtin von Max, Gloria, managte damals die Band und das schon seit einigen Jahren. Die anderen drei Bandmitglieder wollen sie allerdings loswerden und konfrontieren Max mit ihren Gedanken über einen Managerwechsel. Max reagierte ablehnend auf die Forderungen. Daraufhin verkünden die restlichen Bandmitglieder auf einer Pressekonferenz, dass Max nicht mehr Mitglied bei Sepultura ist. Max, der kurze Zeit später die Tribal-Thrasher Soulfly gründet, verlautbart in Interviews, dass er glaubt, dass die anderen Mitglieder nur neidisch seien. Alles andere als eine freundliche Trennung...

    Jeder glaubte damals, dass mit dem Weggang von Max Cavalera, dem charismatischen Frontmann der Band, das Ende der Band besiegelt sei. Statt dessen gründen sie nach langer Suche mit dem Sänger Derrick Green eine neue "Sepulnation" und bringen 1998 relativ überstürzt das Album "Against" heraus, auf dem u.a. Metallicas Jason Newsted mit in die Basssaiten greift. Nach der Teilnahme an der "Tattoo The Earth"-Festivaltour 2000 wird in Rio de Janeiro - erstmals seit 1989 geht man wieder in Brasilien ins Studio - der von rüdem Hardcore beeinflusste Nachfolger eingespielt. Dort treten sie auch auf dem Rock in Rio-Festival vor 150 000 Zuschauern auf. Nation, produziert von Steve Evetts (Hatebreed) und abgemischt von Steve Thompson (hed P.E.), erscheint im März 2001.


    DISKOGRAPHIE:

    2003 - Roorback
    2002 - Under A Pale Grey Sky
    2002 - Chaos DVD
    2001 - Nation
    1998 - Against
    1996 - Roots
    1993 - Chaos A.D.
    1991 - Arise
    1989 - Beneath the Remains
    1987 - Shizophrenia
    1986 - Morbid Visions
    1985 - Beastial Deavastation ( Split mit Overdose)

  11. #85
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    (The) Offspring



    Mitte der 80er Jahre besucht Bryan Holland, Spitzname Dexter, die Pacifica Highschool in Garden Grove in Kalifornien. Sein festes Ziel ist, Arzt zu werden. Auch der Sport zählt zu seinen Leidenschaften, nicht umsonst ist Holland Mitglied im Leichtathletikteam der Pacifica High. Dort steht auch Greg Kriesel unter Vertrag, dessen Vater, Investmentbanker, eine Karriere als Jurist für ihn vorsieht. Durch Dexter kommt Greg K zum Punk, denn eigentlich interessiert ihn Musik nicht so besonders. So lernt er Hollands Lieblingsbands T.S.O.L. und The Adolescents kennen.

    Beide gründen 1984 mit zwei anderen Läufern des Teams ihre erste Band Manic Subsidal. Instrumente besitzt keiner, geschweige denn Ahnung vom Spielen. Nach einer Weile läuft die Sache runder und Gigs finden in Kriesels Haus statt. Im Frühjahr beginnt Holland ein Studium in Molekularbiologie an der University of Southern California und Kriesel studiert Jura an der Long Beach State University. Mittlerweile hat Holland eine Reihe von Songs geschrieben und die Band plant, in ein billiges Studio zu gehen. Dummer Weise springt ein Gitarrist vorher ab, aber mit Kevin Wassermann ist schnell Ersatz zur Stelle. Der ist zu diesem Zeitpunkt bereits 21 Jahre alt und für die noch jüngeren Bandkumpels der Garant für die Alk-Logistik. Der vierte im Bunde, Ron Welty, wird Holland durch seine Stiefschwester vorgestellt. Der sechzehnjährige Welty bettelt um die Stelle als Banddrummer, die er letztendlich auch bekommt.

    1987 bringen The Offspring in Eigenregie eine 7inch Single in einer Auflage von 1000 Exemplaren heraus, auf der sie fast zweieinhalb Jahre lang sitzen bleiben. Zwei Jahre später ergattert die Band einen Deal mit dem Punklabel "Nemesis". Der Produzent Thom Wilson nimmt mit ihnen die 7inch Single "Baghdad" und das selbstbetitelte Debutalbum auf.

    Bei der Aufnahme eines Stückes für eine "Flipside"-Compilation entsteht der Kontakt zu Brett Gurewitz, Gitarrist von Bad Religion und Eigentümer des Labels "Epitaph Records". 1992 kommt schließlich bei Epitaph das Album "Ignition" heraus. The Offspring befinden sich nun in bester Gesellschaft von Rancid, Pennywise und NoFX. Das Jahr 1994 markiert mit den Singles "Come out and Play" und "Self Esteem" den Durchbruch für die Band. Smash avanciert mit über neun Millionen verkauften Einheiten zur erfolgreichsten Independentplatte. 1995 wird das Debutalbum über das eigens aus der Taufe gehobene "Nitro" Label wiederveröffentlicht.

    Mit dem Erfolg wachsen die Begehrlichkeiten bei den Majors und das Buhlen um The Offspring nimmt seinen Lauf, aus dem Sony Music Tochter Columbia Records als Sieger hervorgeht. Der Wechsel wird von den Credibility-bewussten Labelmates, von denen sich Pennywise besonders hervortun, harsch kritisiert. Punk gehört ihrer Meinung nach zum Underground. The Offspring lassen sich davon nicht beirren und vollziehen den Wechsel. Mittlerweile hat die Band den Status der kommerziell erfolgreichsten Punkkombo untermauert.


    DISKOGRAPHIE:

    2003 - Splinter
    2000 - Conspiracy Of One
    1998 - Americana
    1997 - Ixnay On the Hombre
    1994 - Smash
    1992 - Ignition
    1989 - The Offspring

  12. #86
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    Terrorgruppe



    Im Februar 1993 treffen sich zufällig drei Kreuzberger Punks in einem Berliner Pfandleihhaus. Eigentlich wollen sie ihre Instrumente verpfänden, spontan entschliessen sie sich jedoch anders und gründen statt dessen eine Band. Die Namen: Archi "MC" Motherfucker (Vocals, Gitarre), Johnny Bottrop (Gitarre) und Hermann v.Hinten (Schlagzeug). Kurz darauf wird man mit Ice Tüte auch auf der Suche nach einem Bassisten fündig. Die Band: Terrorgruppe.

    Ab April 93 beginnt man zu proben und alsbald veröffentlicht die Band ihre ersten selbstproduzierten EPs. Im Herbst 94 wechselt der Bassist, der neue hört auf den schönen Namen Zip Schlitzer. Im Winter desselben Jahres bekommt die Terrorgruppe dann auch einen Plattenvertrag beim Berliner Label Gringo Records.

    Anfangs noch eine reine Punkband, entwickelt die Terrorgruppe ihren Stil von Platte zu Platte weiter. Ska, Reggae und Pop kommen hinzu und die Band nennt das ganze Aggropop. Textlich immer respektlos ("Keine Airbags für die CSU") und bewusst naiv bewegt sich die Terrorgruppe öfters an der Grenze zur Zensur. Nach dem 11. September zählen die Berliner zu den wenigen, die sich trauen, der Tragödie eine humoristische Seite abzutrotzen: Sie wollen "Bin Laden verklagen, weil er unseren schönen und geschmackvollen Bandnamen so diskreditiert hat".

    Auch live wissen die Jungs zu überzeugen, bis heute haben sie um die 500 Konzerte gespielt und wurde von einigen Fanzines zur besten Live-Band Deutschlands gekührt. Neben Deutschland beehrte die Band auch schon Spanien, Frankreich, Italien, Holland, Tschechien, Polen, Ungarn und die USA. Am Ende des Jahrtausends wechselt die Band dann nicht nur den Schlagzeuger - für Hermann v. Hinten kommt Steve "Maschine West" - sondern auch das Label. Jetzt sind sie bei Epitaph - einem ordentlichen Punklabel. Auch der Bass wird nochmal in andere Hände gegeben. Seit 2001 zupft Slash Vicious aus dem bürgerlichen Reinickendorf die vier Saiten.

    Anfang 2002 kann auch die Terrorgruppe dem Lockruf der Fans (und natürlich auch des Geldes) nicht länger widerstehen und bringt nun endlich ein Live-Album unter die Massen. Obwohl die Punker auf ihrer Website die Besucher nach einem geeigneten Titel für eine Live-CD fragen und einige grandiose Vorschläge wie "Regentropfen die an dein Fenster klopfen", "UGA BUGA - lustige Sexpraktiken wilder Negerstämme!" oder "Fuck the Fucking Fuck Fuckers!" zur Abstimmung stellen, wird es leider keiner dieser Titel – die Terrorgruppe entscheidet sich um, nimmt das Ruder der Titelfindung selbst in die Hand und tauft den Tonträger auf den langweiligen Namen "Blechdose".

    Kaum hat man dreimal Oi gerufen, da sind auch schon zehn Jahre vorbei, und die Terrorgruppe kann Kerzen auf dem Geburtstagskuchen ausblasen. Die Kreuzberger beschenken ihre Fans mit einem Deluxe-Doppel-CD-Sampler, der auf den Namen "Aggropop Now!" hört und die internationale Punkelite vereint. Dem folgt im Herbst 2003 "Fundamental", das erste Studioalbum, das die Drei-Akkord-Artisten auf ihrem Kleinstlabel Aggropop heraus bringt.


    DISKOGRAPHIE:

    2004 - Schöne Scheisse
    2003 - Fundamental
    2002 - Blechdose
    2000 - 1 World - 0 Future
    1998 - Kleiner hilft Euch
    1997 - Terrorgruppe über Amerika
    1997 - Nonstopaggropop 1977 - 1997
    1996 - Musik für Arschlöcher
    1996 - Melodien für Milliarden
    Geändert von klaus (01.04.05 um 02:30 Uhr)

  13. #87
    Rockopa und Kawa Biker Avatar von Asia
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    ASIA





    Ursprung geht auf das Jahr 1980 zurück,nachdem YES sich zerstritten haben und ein weiter Musizieren
    unmöglich erscheint.
    Steve Howe (Acoustik Guitars) Ex Yes
    Geoff Downes (Keyboards/Backing Vokales) Ex Buggle, Yes
    John Wetton (Bass/Vokales) Ex King Crimson,Roxy Music und Uriah Heep
    Carl Palmer (Drums/Percussion) Ex Emerson, Lake & Palmer

    die Urbesetzung der gegründeten Band: ASIA

    für das Debütalbum benötigten die Musiker fast ein Jahr und erschien 1982 unter dem Titel ASIA mit
    dem Single-Hit >>Heat Of The Moment <<.
    Neun Wochen stand dieses Debütalbum an der Spitze der amerikanischen Billboard Charts und war 1982, das meistverkaufte Album.

    1983 erscheint das zweite Album " Alpha " es ist eine softere Ausgabe des ersten Albums und konnte
    nicht ganz den Erfolg des Debütalbums wiederholen.
    Hiernach findet auch der erste Wechsel statt. John Wetton verläßt die Band und wird durch
    Greg Lake (Vokales/Bass und Guitars) Ex Emerso, Lake & Palmer ersetzt.

    Diese Umbesetzung bleibt bis 1985 , dann steigt Bassist John Wetton wieder rechtzeitig zu den Aufnahmen zu " Astra " ein.
    Jetzt steigt Mitgründer Steve Howe aus und das Ringelein der Umbesetzungen ist im vollen Gange, soads 1986 das offizielle Ende der Band angebeben wird. Alle Mitglieder waren an anderen Projekten mehr intressiert.

    Doch 1990 kamen Carl Palmer, John Wetton und Geoff Dowens wieder als ASIA zusammen und spielten neue Produkte bis heute ein.

    DISKOGRAPHIE: (ohne Samplers und Best Off )

    1982 Asia
    1983 Alpha
    1985 Astra
    1992 Aqua
    1994 Aria
    1996 Arena
    1999 Axioms
    2001 Aura
    Geändert von AlterKnacker (14.02.04 um 18:20 Uhr)

  14. #88
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    Scooter




    Scooter, das sind eingängige, gerne bereits bekannte Melodien auf einfachen Techno-Beats, garniert von H.P. Baxxters charakteristischem teutonisch-englischen Shouting, dessen Klang die Ärsche der Massen bewegt und jeden Anglisten in die Verzweiflung treibt.
    Die kommerzielle Karriere von Scooter hängt eng zusammen mit der noch beeindruckenderen Erfolgsgeschichte ihrer Hamburger Plattenfirma Edel. Dort jobbt Baxxter 1993, seinerzeit noch auf den bürgerlichen Namen Hans-Peter Geerdes hörend, als Promoter. Den Verantwortlichen des Labels kommt zu Ohren, dass ihr Telefonvermarkter gemeinsam mit Rick Jordan in den 80ern bereits mit einem Wave-Projekt namens "Celebrate The Nun" zwei Alben produziert und es in Hannover zu lokaler Berühmtheit gebracht hat. Diese Referenz beschert den beiden den Auftrag, einen Remix der holländischen House-Produktion "Vallee de Larmes" anzufertigen. Gemeinsam mit Baxxters Cousin Ferris Bueller machen sie sich an die Arbeit und taufen ihr Projekt wegen der Jahrmarktklänge der Vorlage auf den Namen Scooter.

    Der Titel floppt - aber bereits mit ihrer zweiten Single schaffen Scooter 1994, nicht zuletzt dank der cleveren Edel-Vermarktung den ultimativen Durchbruch: "Hyper Hyper". Die Techno-Szene windet sich vor Schmerz und schmäht die "drei Einzeller im Hyperspace" (Prinz) als "Techno-Deppen persönlich" (Frontpage). Doch der Massenmarkt sitzt nicht in trendigen Großstadtclubs, sondern in Provinz-Discos und Golf GTIs, und Scooter haben das früher als alle anderen begriffen. Sie machen Musik, die genau dort prächtig funktioniert: die Single stampft bis auf Platz zwei der deutschen Charts und erreicht Platin-Status.

    Was Scooter von den meisten Kommerz-Dance-Projekten unterscheidet, ist die Fähigkeit, diesen Triumph in schneller Folge scheinbar beliebig zu wiederholen: Ob Billy Idol, Kiss oder Bots - alles wird gnadenlos erfolgreich durch den Scooter-Mixer gedreht und zu Gold oder Platin gepresst. Auch live begeistern die drei die Massen, rund eine viertelmillion Fans pilgern jährlich zu Scooter-Konzerten, allein zum 98er-Gig in Moskau kommen 17.000 Menschen.

    Als Ferris Bueller 1998 keine Lust mehr hat, wird er nahtlos vom Hamburger House-DJ Axel Coon ersetzt. Keyboarder Axel Coon kehrt seinem Verein Anfang März 2002 den Rücken, um sich zukünftig vermehrt dem DJ-ing und dem Remixen zu widmen. Ersetzt wird er durch den Produzenten und DJ Jay Frog, der schon bei der "Push The Beat For This Jam - The 2nd Chapter"-Tour zeitweise den Ersatzmann für den erkrankten Coon spielte. Der Stil bleibt, der Erfolg auch: Scooter sind ein Phänomen, an das man sich im Rückblick auf die späten Neunziger noch lange erinnern wird. Ob man mag oder nicht.

    Diskographie:

    1995 - ...And The Best Goes On
    1996 - Our Happy Hardcore
    1996 - Wicked
    1997 - Age Of Love
    1998 - No Time To Chill
    1998 - Rough And Tough and Dangerous - The Singles 94/98
    1999 - Back To The Heavyweight Jam
    2000 - Sheffield
    2001 - Versuchter Mord aus niederen Motiven in Tateinheit mit Beleidigung
    2002 - Encore - Live And Direct
    2002 - Push The Beat For This Jam - The Singles 1998-2002
    2002 - 24 Carat Gold
    2003 - The Stadium Techno Experience

    laut.de

  15. #89
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    Ringo Starr



    Ringo Starr, bürgerlich Richard Starkey (dr, voc) 1970 in Liverpool als Sohnes eines Dockarbeiters geboren, galt im Quartett der Beatles (sh. auch http://www.supernature-forum.de/show...=261770#261770 ) als Antithese zu John Lennon. Mit dem Unschuldsblick eines traurigen Vogels saß er hinter seinem Schlagzeug, als gehe alles um ihn herum gar nichts an. Als ihm sein Stiefvater 1958 ein Schlagzeug schenkte, beschloß er, bei einer der zahlreichen Liverpooler Skifflebands einzusteigen. Er schlug sich durch bis zur damaligen lokalen Attraktion Rory Storm and the Hurricanes, mit der er auf Tournee nach Hamburg ging. Dort lernte er die Beatles kennen und schloß sich 1962 den Pilzköpfen an, kurz nachdem sie ihren ersten schallplattenvertrag erhalten hatten.
    Die ersten Aufnahmen (bis 1965) unterlegte er mit einem schrillen, zischenden Beat, indem er bevorzugt Becken und Snaredrum anschlug und sich dabei einen eigenständigen, soliden Sound erarbeitete. Ab 1965 - auch aufgrund der verfeinerten Studiotechnik - waren Baßtrommel, Tom-Tom und weitere Perkussioninstrumente weit besser zu hören als auf den älteren Aufnahmen. Den berühmten Puddingsound erreichte Starr, indem er Leinentücher auf die Felle seiner Trommeln legte. Das ergab im Spiel einen dumpfen, wabernden Klang. Als Vocalist spielte er bei den Beatles keine Rolle, nur in wenigen Songs (z.B. Yellow Submarine, Good Night und Octobus's Garden) war seine Stime solistisch zu vernehmen. Dafür spielte Starr bereits zu Beatles Zeiten in verschiedenen Filmen in kleinen Nebenrollen mit, ohne jedoch mehr als freundliche Aufmerksamkeit zu erregen.

    Nach der Trennung der vier holte er seine Gesangsambitionen auf zwei Solo-LP#s nach, zunächst mit einer peinlichen Reprise abgedroschener Big-Band Schlager (Sentimental Kourney), dann mit einer Kollektion trivialer Western-Songs (Beaucoups Of Blues), deren Qualität nicht den Country Songs gleichkam, die der Carl Perkins Fan Starr verschiedentlich auf Beatles Platten vorgetragen hatte.
    In den folgenden Jahren begnügte er sich als Session Musiker für George Harrison, Nilsson oder Leon Russell. 1973 produzierte Richard Perry seine dritte Solo LP, für die Lennon, McCartney und Harrison Songs beisteuerten und ihn auch solistisch unterstützten. Das Nachfolgealbum Goodnight Vienna tönte wie eine ungeschickte Restverwertung aus vorangegangenen Sessions.

    Lediglich eine Live Tour mit der All-Starr-Band bescherte ihm 1989 einigen Erfolg, der aber wohl auch wegen der klangvollen Namen seiner Bandmitglieder, Dr. John, Billy Preston, Joe Walsh, Rick Danko, Levon Helm, Nils Lofgren, Jim Keltner und Claronce Clemons zu verdanken war.

    Bekannter war Starr in all den Jahren seiner Nachbeatles Ära eher als Partygänger, Talkshow-Gast und Gelegenheits-Filmkomiker (u.a. Caveman 1981).

    Diskographie:

    1970 - Sentimental Journey
    1970 - Beaucoups Of Blues
    1973 - Ringo
    1974 - Goodnight Vienna
    1974 - Blast From Your Past
    1975 - Rotogravure
    1977 - Ringo The Fourth
    1978 - Bad Boy
    1981 - Stop And Smell The Roses
    1983 - Old Wave
    1990 - Ringo Starr and The All-Starr Band
    1992 - Time Takes Time
    1993 - And His All Starr Band - Live From Montreux
    1998 - Storyteller VH-1
    1998 - Vertical Man
    1999 - I Wanna Be Santa Claus
    2003 - Ringorama
    2005 - Choose Love
    Geändert von rsjuergen (17.06.05 um 21:21 Uhr)

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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    Udo Lindenberg



    Udo Lindenberg (voc, dr, g, p, sax) 1946 in Gronau geboren, begann als einer der ersten, die Gruft zwischen Rock-Underground und Schlagermarkt in der Bundesrepublik mit deutschen Songtexten zu überwinden - wohl auch unter dem Eindruck seines ersten geflopten Albums "Lindenberg" (1971) noch in englisch gesungen. Statt wie das Gros der schlager-Reimer plakative Leerformeln von Liebesglück und Abschiedsschmerz aneinanderzureihen, statt wie die meisten Polit-Rocker altbackene Agitprop-Parolen zu dreschen, erzählte der Drummer in trockenen Keller-Jargon Geschichten von sich und aus seinem Milieu. Das kommt ehrlich 'rüber und wird anerkannt. Sein Weg begann mit elf Jahren in einer Dixielandband. Mit 15 arbeitete er in der Düsseldorfer Altstadt als Kellner und trommelte, wo immer er ein unbesetztes Schlagzeug fand. Später tingelte er in Frankreich, Nordafrika und paukte sich bis zu namhaften Jazz- und Rock-Combos wie den City Preachers, Emergency, Inga Rumpfs Atlantis und Klaus Doldingers Passport hoch. Mit Eindrücken und Bildern aus diesen Wanderjahren waren seine späteren Lieder prall gefüllt. Seinen ersten größeren Erfolg feiert Udo Lindenberg 1973 mit seiner dritten Platte "Alles klar auf der Andrea Doria". Danach geht es Schlag auf Schlag. Im Anschluss an die erste Deutschland-Tour mit dem neu gegründeten Panikorchester wird 1974 "Rudi Ratlos" zur Single und "Ball Pompös" zur LP des Jahres gewählt. In den folgenden Jahren verhilft Lindenberg Ulla Meinecke zu einem glänzenden Debut ("Von toten Tigern und nassen Katzen", 1977), geht mit Eric Burdon auf eine von Peter Zadeck inszenierte Tour (1979) und macht erste Gehversuche als Filmproduzent ("Panische Zeiten", 1980). In dieser Zeit schreibt Udo einige der schönsten deutschen Rocksongs. Mit zeitkritischem Geist brachte er immer wieder seine linke Gesinnung zum Ausdruck ohne sich dabei von einer Partei vor den Karren spannen zu lassen. Kein Thema war ihm zu heikel um nicht in einem Song abgehandelt zu werden. In seiner aktivsten zeit von 73 bis Ende der 80iger erschien in manchem Jahr gleich zwei Alben und auch seine gigantischen Liveshows waren immer wieder ausverkauft. Dabei gehörte Lindenberg zu den wenigen deutschen Rockbarden, der auch hier voll überzeugen konnte.
    Seine Zielrichtungen dabei waren immer klar umrissen: gegen Faschismus und Neonazismus, gegen den NATO-Doppelbeschluß, für Integration der ausländischen Mitbürger, gegen Spießertum und für freizügige Beziehungen der Menschen untereinander bis hin zur Bejahrung von Bi- und homosexuellen Beziehungen. Kultstatus besaß Lindenberg vor der Wende besonders unter Jugendlichen in der DDR, denen er immer wieder Songs, wie "Mädchen aus Ostberlin" oder "Rockarena in Jena" widmete.
    In den letzten Jahren kam kaum noch neues auf dem Markt, hauptsächlich Sampler und unveröffentlichtes Material aus früheren Jahren wurde nun recycelt, große Würfe gelangen ihn nicht mehr. Auch widmete er sich zunehmend seinem "Hobby" der Malerei. 1996 stellte er erstmals im Hamburger Erotic Art Museum seine "Arschgesichter und andere Gezeichnete" aus. In diesen Tagen erscheint seine Autobiographie "Panikpräsident".

    Diskographie:

    1971 - Lindenberg
    1972 - Dauemen im Wind
    1973 - Alles klar auf der Andrea Doria
    1974 - Ball Pompös
    1975 - Votan Wahnwitz
    1976 - Galaxo gang
    1976 - No Panic
    1976 - Panik-Udo
    1976 - Sister King Kong
    1977 - Panische Nächte
    1978 - Lindenbergs Rock-Revue
    1978 - Dröhnland Symphonie
    1979 - Der Detektiv
    1979 - Livehaftig
    1980 - Panische Zeiten
    1980 - Profile
    1981 - Udopia
    1982 - Intensivstationen
    1982 - Keule
    1983 - Odyssee
    1984 - Götterhämmerung
    1984 - Lindstärke 10
    1985 - Honky Tonky Show
    1985 - Radio Eriwahn
    1985 - Sündenknall
    1986 - Phönix
    1986 - Horizonte
    1987 - Alles klar
    1987 - Feuerland
    1988 - CasaNova
    1988 - Gänsehaut
    1988 - Hermine
    1989 - Bunte Republik Deutschland
    1990 - Die Story
    1990 - Live In Leipzig
    1990 - Sonderzug nach Pankow
    1990 - Wendezeiten
    1991 - Desperado
    1991 - Gustav
    1991 - Ich will dich haben
    1991 - Unter die Haut
    1992 - Die großen Erfolge
    1992 - Panikpanther
    1993 - Benjamin
    1993 - Riskante Spiele
    1993 - Zärtliche Rocksongs
    1994 - Alles unter Kontrolle
    1994 - Sonderzug nach Pankow
    1995 - Kosmos
    1996 - ...und ewig rauscht die Linde
    1996 - Live '96
    1997 - Belcanto
    1997 - Udo Lindenberg und das legendäre Panikorchester - Live
    1998 - Raritäten
    1998 - Zeitmaschine
    1999 - 30 Jahre Lindenberg
    2000 - Das Beste... mit und ohne Hut
    2000 - Der Exzessor
    2000 - Greatest Hits (Time Life)
    2000 - Ich schwöre!
    2001 - Balladen
    2002 - Atlantic Affairs
    2003 - Das Beste... mit und ohne Hut - Die Zweite
    2003 - Panik Präsident
    2004 - Kompletto

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