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Thema: [Musik] Das Rock- und Pop ABC Die Höhner 1972 gründeten die Ur-Höhner Peter Werner und Janus Fröhlich die Band. Die zwei Musikstudenten hatten überlegt, wie sich ...
  1. #16
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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    Die Höhner



    1972 gründeten die Ur-Höhner Peter Werner und Janus Fröhlich die Band. Die zwei Musikstudenten hatten überlegt, wie sich ein bißchen Geld nebenbei verdienen ließe, und sahen im Karnevalsforum genügend Spielfläche dafür.
    Peter hatte bei seinen Schwiegereltern in Belgien, die dort einen Bauernhof besitzen, aus dem Fenster beobachtet, wie dort Hühner wild über den Hof liefen und eine gewisse Hackordnung festgestellt. Wäre das nicht auch ein Bandname? Wie verrückte Hühner einen Höhnerhoff zu gründen. Janus war sofort einverstanden. Die übrigen Bandmitglieder Walter Peltzer und Rolf Lessenich ebenfalls. Ihre ersten Auftritte absolvierten sie sogar in Hühnerkostümen.
    Eine Mordsarbeit für die Mütter der jeweiligen Musiker, die Kostüme nähten mit echten Hühnerfedern dran. Die Federn wurden aber bei jedem Auftritt weniger. Die Reinemachfrauen fluchten sehr über die Höhner, denn jedesmal, wenn sie die Bühne fegten, hüpften die Federn über die Besen. Sie sprachen dann nicht von dem Bandnamen "De Höhnerhoff", sondern sagten, diese verrückten Hühner waren wieder da. So entstand der Bandname De Höhner, und im Laufe der Jahre fiel auch das De weg.

    Die Höhner formierten zwei Jahre nach den Bläck Fööss in einer Zeit, die man in der Kölschen Musikszene als Pionierzeit bezeichnen kann. Genau wie bei den Fööss liegen auch die Wurzeln der Höhner im Karneval. Mit der Zeit entwickelten die Höhner sich musikalisch weiter, was vor dem Hintergrund, daß die beiden Gründungsmitglieder studierte Musiker sind nicht weiter verwundert.
    Das Musikalische Repertoire der Höhner ist sehr weitreichend und gefühlvolle Balladen, sowie klassiche Karnevalslieder beherrschen die sechs mühelos. Es ist sicher nicht vermessen zu behaupten, daß Höhner mitlerweile im Karneval die erfolgreichste Kölsche Band geworden sind.
    Personell geshen gab in der Geschichte der Höhner so viele Unstrukturieungen, wie bei kaum einer anderen Kölschen Band.

    Bis 1977 spielte die Band in der Besetzung Rolf Lessenich, Walter Pelzer, Peter Werner und Janus Fröhlich. Der erste Personalwechsel erfolgte 1977, als Peter Horn, die "kölsche Antwort auf Jimi Hendrix", für Rolf Lessenich in die Band kam. 1980 schied auch Walter Pelzer aus, und mit Franz-Martin "F.M." Willizil und Günther Steinig wurde die Band zum Quintett aufgestockt. 1986 verabschiedete sich Peter Horn, eher der typische Sänger und Songwriter, und mit Henning Krautmacher stieß ein geborener Entertainer zu den Höhnern. Das Publikum akzeptierte den neuen Frontmann von Anbeginn und die Band war plötzlich auch auf überregionalem Parkett eine Zugnummer. 1990 ersetzte Hannes Schöner den ausgeschiedenen Günther Steinig. Anfang 1998 wurde Peter Bauchwitz als sechster Mann bei den Höhnern verpflichtet. Der Jahrtausendwechsel brachte die bis dato letzte personelle Veränderung mit sich: Für "F.M.", der die Band verlassen hatte, um sich vornehmlich seinem Privatleben zu widmen, kam Anfang 2000 mit Ralf Rudnik ein weiterer Vollblutmusiker zu den Höhnern.
    Mitlerweile haben auch die Höhner ihr 30jähriges Jubiläum mit einem Riesenkonzert in der Kölnarena gefeiert und die Jubiläums-CD verkauft sich mit zunehmendem Erfolg.


    Diskographie (nur CD's, keine LP's)

    10 Johr Stimmung (1990)
    Kumm loss mer fierre - Live (1991)
    Höhner Aktuell (1992)
    Wartesaal der Trلume (1994)
    Höhner Classic (1994)
    Made In Kölle (1996)
    Weihnacht' doheim un' üvverall (1996)
    Best Of (25 Jahre) (1998)
    Die Karawane zieht weiter (1998)
    Classic Gold (1999)
    2, 3, 4, (2001)
    Die ersten 30 Jahre (2002)
    Classic Andante (2003)

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  3. #17
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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    MOLLY HATCHET




    Der ungewöhnliche Name der Band, die sich 1971 formierte, geht auf die angeblich besonders liebeshungrige Dame Miss ‘Molly Hatchet’ zurück, die im 17. Jahrhundert lebte und ihren jeweiligen Liebhaber nach geleistetem Liebesdienst köpfen ließ. Nach sechs Jahren kontinuierlicher Aufbauarbeit unterschrieb die Gruppe ihren ersten Plattenvertrag und konnte vom selbstbetitelten Erstwerk, das 1978 veröffentlicht wurde, nahezu eine Million Exemplare verkaufen. Noch im gleichen Jahr tourten Molly Hatchet mit Aerosmith sowie Bob Seeger und ließen bereits zwölf Monate später Flirtin’ With Disaster (1979) folgen. Auch das dritte Album Beatin’ The Odds (1981) avancierte zum Topseller, fand über zwei Millionen Käufer und stieg in den Billboard Charts bis auf Platz 25. Als unverkennbares Markenzeichen entwickelte sich der aus der Feder des amerikanischen Fantasy-Zeichners Frank Frazetta stammende und regelmäßig auf dem Coverartwork der Alben wiederkehrende Krieger. Auch ihr viertes Werk Take No Prisoner (1981) schaffte es direkt in die Billboard Charts. Zwei Jahre später präsentierten Molly Hatchet mit ihrem nach langer Krankheit genesenen Frontmann Danny Joe Brown den hervorragenden Longplayer No Guts...No Glory, (inklusive der Hymne ‘Fall Of The Peacemakers’). Das ‘84er Opus The Deed Is Done stieß erstmals auf zwiespältige Reaktionen. Während manche dem Album attestierten, konsequent am Bluesrock- und Boogie-Feeling festzuhalten, bemängelte andere den allzu glatt polierten Sound. Doch schon mit dem in Dallas und Jacksonville aufgezeichneten Livealbum Double Trouble Live (1985) konnten Molly Hatchet die Fangemeinde wieder hinter sich vereinen. Erst vier Jahre später erschien das achte Album Lightning Strikes Twice. Dann folgte eine fast 7jährige Pause, die 1996 mit Devil’s Canyon endete. "Es war nach all den Jahren immer noch ein großartiges Gefühl, eine Gitarre in die Hand zu nehmen, sie an den Verstärker anzuschließen und dann loszulegen", freute sich Ingram über das gelungene Comeback. "Devil´s Canyon brachte uns auf die Landkarte der Rockmusik zurück. Wir wussten nicht, was wir zu erwarten hatten. Wir reanimierten unsere Spielfreude und versuchten, das Bestmögliche aus uns herauszuholen. Die Reaktionen waren überwältigend. Mit einer solch positiven Resonanz hatten wir nicht gerechnet." Knapp zwei Jahre und unzählige Konzerte später legten Molly Hatchet ihr elftes Album Silent Reign Of Heroes vor, gefolgt von einer 18monatigen Welttournee und dem stimmungsvollen Kingdom Of XII. "Silent Reign Of Heroes war zwar nicht unbedingt ein düsteres Album, aber durchaus eines, das die dunklere Seite der Band repräsentierte", vergleicht Ingram die beiden bis dato letzten Studiowerke. "Mit Kingdom Of XII regierte wieder der pure Spaß. Wir machten uns keinerlei Gedanken über Art und Richtung der Songs, sondern spielten einfach aus dem Bauch heraus. Es ist ein Album für Biertrinker, für Leute die Spaß daran haben, die Rebellenflagge wieder zu hissen." Schon wenige Wochen nach Veröffentlichung standen Molly Hatchet in Deutschland wieder auf der Bühne, um die Aufnahmen für ihr neues Livealbum Locked And Loaded zu komplettieren.

    Die aktuelle Besetzung besteht aus Phil McCormack (Gesang), Bobby Ingram (Gitarre), John Galvin (Keyboards, Gesang), Russ Maxwell (Leadgitarre), Jerry Scott (Bass) und Shawn Beamer (Schlagzeug).

    Diskographie:

    1978 - Molly Hatchet

    1979 - Flirtin’ With Disaster

    1980 - Beatin’ The Odds

    1981 - Take No Prisoner

    1983 - No Guts ... No Glory

    1984 - The Deed Is Done

    1985 - Double Trouble Live

    1989 - Lightning Strikes Twice

    1991 - Greatest Hits

    1996 - Devil’s Canyon

    1998 - Silent Reign Of Heroes

    2000 - Kingdom Of XII

    2003 - Locked And Loaded


    Die aktuelle Deutschland-Tournee, zusammen mit wohl einer der legendärsten Rock-Bands überhaupt (Deep Purple), geht am 02.12.03 in Cottbus in der Messehalle zu Ende.

  4. #18
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    RUSH


    Gründungsjahr: 1969
    Musikrichtung: Progressive Rock
    Herkunft: Kanada




    Die Kanadier Rush sind das Erfolgreichste, was das Land je an Musikern hervorgebracht hat. Drei Grammy Nominierungen, sowie mehrere Versionen des Juno´s (kanadischer Grammy) konnte die Band schon in ihrer mittlerweile über 20 jährigen Laufbahn ihr Eigen nennen. Die musikalischen Multitalente glänzen nicht nur durch musikalisches Können, sondern auch durch Songwriting der Extraklasse! Während sich Gitarrist Alex Lifeson und Bassist, Keyboarder und Sänger Geddy Lee um die Musik kümmern, übernimmt Drummer Neil Peart die hochgelobten Lyrics.

    Der Grundstein für Rush wurde 1968 in Willowdale, Kanada, von den Nachbarn Alex Lifeson und John Rutsey erschaffen. Ihr erste Band hörte zunächst auf den Namen Projection, ehe der ältere Bruder von John die Jungs nur wenige Monate später dazu bewegen konnte den Namen in Rush zu ändern. Mit der Namensänderung kam auch die erste Veränderung im Line Up: Bassist Jeff Jones trat der Band bei, jedoch nur für die Dauer von ca. einem Monat, ehe er durch Geddy Lee ersetzt wurde. Anfang 1969 kam stiße Lindy Young zur Band. Die Band spielte die nächsten sechs Monate nicht wirklich viel, sodass Geddy Lee Rush im Frühling 1969 verließ um seine eigene Band mit dem Namen Ogilvie zu gründen. Gleichzeitig gaben sich seine ehemaligen Kollegen von Rush einen neuen Namen: Hadrian.

    Schon im Juli 1969 wurde aus Ogilvie die Band Judd, der auch Lindy Young schließlich beitrat. Doch es war alles nicht das Wahre, im Spätsommer des Jahres trennten sich sowohl Judd als auch Hadrian. Doch mit dem Ende beider Bands fing die Karriere einer neuen Band an: Da die Jungs nicht aufs Musikmachen verzichten wollten, wurde Rush reformiert. Mit dabei: Alex Lifeson, John Rutsey und Geddy Lee.

    Bis ins Jahr 1974 hat sich bei der Band dann nicht mehr viel getan, bis auf das zwischenzeitlich mit Mitch Bossi ein zweiter Gitarrist der Band beitrat, nur um sie später wieder zu verlassen.
    1974 sollte aber für Rush ein ganz besonderes Jahr werden: Gründungsmitglied John Rutsey verließ die Band und wurde durch Neil Peart ersetzt - es sollte der letzte Line Up Wechsel überhaupt bei Rush werden. Zusammen mit Neil Peart spielte man das Buddy Holly Cover "Not Fade Away" ein - ein Song, den man zurecht als erstes Lebenszeichen von Rush bewerten kann. Ihr darauffolgendes erstes Album "Rush" wurde die meistverkaufteste Debütscheibe in ganz Kanada, die dazugehörende Tour führte sie durch ganz Nordamerika und die Band spielte im ganzen Jahr um die 200 Konzerte.

    1975 kam die Band das erste mal in Kontakt mit den Juno Awards: Sie gewannen den "Most Promising Group of the Year" Award.

    Ein Jahr später veröffentlichte die Band ihr Album "2112" und schaffte damit den Durchbruch in den amerikanischen Charts. Die Scheibe knackte zudem als erstes Rush Album die "Eine-Million-Verkaufte-Exemplare"-Grenze. So wie es damals üblich war, war auch Rush eine sehr fleißige Band und spielten innerhalb weniger als einem Jahr ihr drittes Album "A Farewell to Kings" ein, welches 1977 veröffentlicht wurde. Auf der Scheibe war auch ihre erste Single, die in den internationalen Charts Erfolg hatte: "Closer to the Heart". Dazwischen erschien schon ihr erstes Livealbum "All The World´s A Stage" - eines von insgesamt Vier.

    Zwischen 1974 und 1980 erschienen insgesamt Acht Rush Alben: "Rush", "Caress of Steel", "Fly By Night", "All The World´s A Stage", "2112", "A Farewell to Kings", "Hemispheres" sowie "Permanent Waves". Rush haben sich in der Zwischenzeit zwar einen Namen gemacht, aber der richtige Durchbruch in den Charts gelang ihnen in Deutschland z.B. nicht.

    1980 wurde der Band große Ehre zu Teil: Nicht nur die Band als Ganzes, sondern auch jedes einzelne Mitglied der Band wurde in fast jeder Kategorie des "Sounds and Melody Makers" (Großbritannien) in die Top Ten gewählt. Ein Jahr später wurde "Moving Pictures" veröffentlicht, welchem ein zweites Livealbum ("Exit...Stage left") folgte. Auf ihrer "Signals"- Tour durch Großbritannien im Mai 1983 durfte die Band in einer ausverkauften Wembley Arena, sowie fünf Shows in der ausverkauften Radio City Hall in London spielen. Rush waren bis dato die erste Rockband die eine solche Serie ausverkaufter Nächte in der Radio City Hall hatten.

    Aufgrund der vielen Touren durch die ganze Welt, dauerte es für Rushverhältnisse relativ lange bis das nächste Album kam: 1984 mit "Grace Under Pressure" das Studiocomeback der Band. Ein Album, welches wie fast jedes der Band durch brilliante Lyrics sowie flexiblen, abwechslungsreichen Prog Rock untermalt wurde.

    Bis zum Jahr 1990 erschienen noch die Alben "Power Windows", "Hold Your Fire", das dritte Livealbum "A Show of Hands" und "Presto" sowie "Chronicles", eine Videokollektion, welche sowohl in Kanada als auch in Amerika Goldstatus erlangten. 1990 sollte sich zu einem sehr erfolgreichen Jahr für Rush entwickeln, denn neben den gestiegenen Verkaufszahlen der Alben wurde die Band "Group of the Decade" und mit dem "Mayor´s Award" der Toronto Music Awards ausgezeichnet.

    Vor allem "Presto" wurde für die Band immer mehr zu einem Meilenstein, denn im März 1991 wurde die Scheibe mit dem Juno Award für "Best Hard Rock/Metal Album" geehrt. Nachdem 1991 das Album "Roll the Bones" erschien wurde die Band ein Jahr später mit dem "Harold Moon Award" ausgezeichnet. Eine besonders große Ehre, da der Award der wohl prestigeträchtigste Songwriter Award Kanadas ist.

    Zwei Jahre bzw. fünf Jahre später erschienen "Counterparts" und ihr 21. Gold Album "Test For Echo" - dazwischen ein Haufen von Ehrungen, vor allem in Kanada wurde die Band mit Lobpreisungen, Auszeichnungen etc. überhäuft. So wurde die Band 1994 in die Juno Hall of Fame aufgenommen. Für "Test For Echo" wurde die Band 1996 sogar mit dem "Best Rock Act of the Year" vom Performance Magazine ausgezeichnet. EIn Jahr später ernennt ihr Heimatland Kanada sie zu "Officers of the Order of Canada".

    1998 erscheint ihr viertes Livealbum "Different Livestages". Zwischen "Test For Echo" und dem Nachfolger "Vapor Trails" vergehen sechs Jahre, und vor allem für Neil Peart sind es schwere Jahre, da er sehr daran zu knabbern hat, das sowohl seine Frau als auch sein Sohn sterben.

    Rush haben vor allem hier in Deutschland viel mehr Aufmerksamkeit verdient, klasse Songwriting und sehr gutes Musikspiel (Geddy Lee spielt Live Bass, mit den Füßen Keyboard und singt dabei), wie Rush es machen, ist leider viel zu selten.

    © 2002/2003 by Metal1.info Onlinemagazin



    Die letzte Rush Album erschien am 24.11.2003 mit dem Tripel-Live-Album "Rush in Rio".


    Diskographie:

    1974 - Rush

    1975 - Fly By Night

    1975 - Caress of Steel

    1976 - All The World's Stage - Live

    1976 - 2112

    1977 - A Farewell to Kings

    1978 - Hemispheres

    1980 - Permanent Waves

    1981 - Moving pictures

    1981 - Exit...Stage Left - Live

    1982 - Signals

    1984 - Grace Under Pressure

    1985 - Power Windows

    1987 - Hold Your Fire

    1988 - A Show Of Hands - Live

    1989 - Presto

    1991 - Roll The Bones

    1993 - Counterparts

    1996 - Test For Echo

    1998 - Different Stages - Live 96/97

    2002 - Vapor Trails

    2003 - The Spirit Of Radio, Greatest Hits 1974-1987

    2003 - Rush in Rio - Live

  5. #19
    assimiliert Avatar von rsjuergen
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    Elton John




    Elton John (bürgerlich: Reginald Kenneth Dwight; voc p) geboren 1947 im englischen Pinner, wurde in einer kritischen Phase der Rockmusik bekannt, als sich gegen Ende der 60iger die ersten großen Supergruppen auflösten. In dieser Atmosphäre des neuen "Super-Star" Kultes, der Esotherik und des Glamour gelang Elton John 1970 ein glänzender Start, innerhalb eines Jahres konnte er fünf LP's in den US-Hitparaden placieren, die ihn als nahezu perfekten Songschreiber und Interpreten auswiesen.. Dabei wurde er (und wird) von seinem langjährigen (seit 1968) Texter Bernie Taupin konsequent unterstützt. Taupins texte ließen Elton John in verschiedenen Rollen auftreten, so als Astronaut (Rocket Man), Bandit (Balled Of A Well Known Gun), Negersklace (Slave), Kettensträfling (Rotten Peaches), Indianer (Indian Sunset), Hippie Hasser (Texan Love Song). Am besten lag ihm wohl die Rolle des Rock'n'Roll Stars, die er auf der Bühne bis zur Groteske ausspielte. Dem drohenden künstlerischen Fiasko (Folge der schnellen Veröffentlichung mehrerer Alben in einem Jahr), entging John durch Drosselung seiner Produktivität, Einschränkung seiner Konzerttermine sowie Abbau der Pressetermine. 1976 gab Elton, erschöpft vom Tourneezirkus, ständig kursierenden Gerüchten nach und bestätigte, dass er bisexuell sei. Diese Offenheit verdunkelte vorübergehend sein Image in Amerika und führte zu einer Stagnation der Plattenumsätze. 1979 ließß er sich als erster westlicher Popstar live in der UdSSR hören. Durch diverse persönliche Erlebnisse entschloß er sich 1990 einer umfassenden und monatelangen Alkohol- und Drogentherapie zu unterziehen. Die folgende Produktionspause überbrückte die Plattenfirma mit Best Of Samplern und dem Album "Two Rooms".
    Sein größter Erfolg stand ihm aber noch bevor. Anläßlich der Trauerfeier von Lady Di sang er seinen Textmodifizierten Song "Candle In The Wind". Dieser Song verkaufte sich innerhalb von 37 Tagen mehr als dreißigmillionenmal und war damit die meistverkaufte Single aller Zeiten. Für den Song "Circle Of Life" erhielt er den Oscar als besten Soundtrack.
    Auch heute gehört Elton John immer noch zu den produktivsten Rockkünstlern weltweit, obgleich ihm allein seine Einnahmen aus dem Tantiemen Millionenhohe Einkünfte jedes jahr garantieren, hält er nicht ein, neue Platten zu produzieren und sich weiterhin dem Tourneestress zu unterziehen.

    Diskographie:

    1969 - Empty Sky
    1970 - Tumbleweed Connection
    1971 - 17 - 11 - 70
    1971 - Madman Across The Water
    1971 - Friends (OST)
    1972 - Honky Chateou
    1973 - DonÄt Shoot Me, I'm Only The Piano Player
    1973 - Goodbye Yellow Brick Road
    1974 - Caribou
    1974 - Greatest Hits
    1975 - Rock Of The Westies
    1975 - Captain Fantasic & The Brown Dirt Cowboy
    1976 - Here And There
    1976 - Blue Moves
    1977 - Greatest Hits Vol. 2
    1978 - A Songle Man
    1979 - Victim Of Love
    1980 - 21 At 33
    1981 - Fest. John Lennon & The Muscle Shoals Horns
    1981 - The Fox
    1982 - Jump Up
    1983 - Too Low For Zero
    1984 - Breaking Hearts
    1985 - Ice On Fire
    1986 - Leather Jackets
    1987 - Live In Australia
    1987 - Greatest Hits Vol. 3
    1988 - Reg Strikes Back
    1989 - Sleeping With The Past
    1989 - The Complete Thom Bell Sessions
    1990 - To Be Continued
    1992 - The One
    1993 - Duets
    1995 - Made In England
    1996 - Love Songs
    1997 - The Big Picture
    1999 - Aida
    1999 - The Muse
    2000 - The Road To El Dorado (OST)
    2000 - One Night Only
    2001 - Songs From The West Coast
    2003 - Greatest Hits 1970 - 2002

  6. #20
    assimiliert Avatar von rsjuergen
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    Silly




    Silly, 1978 als Familie Silly in Berlin (Hauptstadt der DDR) gegründet, waren eine Kultband aus der Spätphase der DDR. Vor allem aber waren sie die band von Tamara Danz. Die Bestzung waren Thomas Fritzsching (g, voc perc), Mathias Schramm (bg, voc), Uli Mann (kb, voc), Manfred Kusno (kb) und Michael Schafmeier (dr). Diese taten sich nach einigen Erafhrungssammeln in anderen Bands zusammen um Funk und Reggae mit deutschen Texten zu musizieren, dazu heuerten sie Tamara Danz als "Frontfrau" an. Die studierte Philologin, die ebenfalls in anderen Bands erste Erfahrungen gesammelt hatte stimmt zu.Sie galt als rigeros, konsequent und so wenig easy going wie ihre Musik.

    Nach einem Silly-Schlagererfolg als Vertreter der DDR beim Festival "Bratislavska Lyra" 1981 mit dem Song "Gut' Nacht, Amigo" und der LP "Tanzt keiner Boogie", die zuerst im Westen erschien und 1981 auf Amiga in der DDR nachgezogen wurde, entschied sich Silly zu einer härteren Gangart. Mann und Kusno verließen die Band, für die Rüdiger "Ritchie" Barton (kb) kam. Das Album "Mont Klamott" mit den "Liebeswakzer" und "Bataillon d'Amour anvancierte zur Platte des Jahres und zur Bückware - in der DDR ständig ausverkauft. Der überragende Beitrag zur entwicklung der DDR-Rockmusik in den letzten Jahren ihres Bestehens wurde von der Gruppe Silly geleistet. Eine ganze LP-Auflage wurde bei Amiga eingestampft, weil sich Tamara Danz und ihre Gruppe.
    1984 kam Herbert Jungk ans Schlagzeug, 1988 Hans-Jürgen "Jack" Reznieck an den Bass. Als sechstes Mitglied stieß Uwe Haßbecker (g) von Stern Meißen zur Band. 1989 erschien nach drei Jahren Pause das Album "Februar". In einem Konzert gegen Gewalt protestierte Tamara Danz neben anderen prominenten Künstlern gegen Polizei- und Stasigewalt bei Übergriffen auf Demonstranten am 7. und 8. Oktober 1989.
    Als Musikerin fiel ihr die Wende schwer. Silly versuchte in einem Studio in Bayern eine Platte aufzunehmen und gaben nach dem dritten, wegen unüberbrückbarer Differenzen mit dem kommerzdenkenden Produzenten auf. Die von ihm gewünschten Songs waren "infantile scheiße, bei denen sich die Füßnägel hochrollen" meinte Tamara Danz später.
    Tamara Danz starb 1996 an Lungenkrebs, mit ihr Silly!

    Diskographie:

    1981 - Tanzt keiner Boogie
    1983 - Mont Klamott
    1985 - Liebeswalzer
    1986 - Bataillon d'Amour
    1989 - Februar
    1993 - Hurensöhne
    1995 - Best Of Silly
    1996 - Paradise
    1997 - Best Of Silly 2
    1999 - Unplugged
    2000 - Zwischen unbefahrenen Gleisen

  7. #21
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    Queen


    Ende der 60er Jahre spielen Brian May (Gitarre) und Roger Taylor (Drums) in der Londoner College-Band Smile, bis ein Kerl namens Frederik Bulsara die beiden überzeugt, statt geradlinigem Rock doch etwas Neues, eine Mischung aus Rock und Operette zu kreieren. Die drei machen sich ans Werk, finden in John Deacon einen Bassisten, und noch 1970 entstehen ihre ersten Kompositionen, mit denen in und um London getourt wird. Durch ihre Liveshows machen sie sich schnell einen Namen.
    Bulsara, der sich fortan Freddie Mercury nennt, stellt auf der Bühne sein schauspielerisches Talent unter Beweis und kümmert sich außerdem um das optische Erscheinungsbild der Band, welches sich zur damaligen Zeit stark von Heavy Rock-Bands der Marke Led Zeppelin unterscheidet. Mit Glitzerhemden, Frauenkostümen, Schminke und Nagellack suchen Queen wie die neuen Glamrock-Stars David Bowie und T. Rex die Provokation.

    Anfang 1972 gelangt ein Demotape der Band in die Hände eines EMI-Scouts, der Queen nach einem Livetest für ein Album unter Vertrag nimmt. Die erste Single "Keep Yourself Alive" steigt in Japan in die Top Ten ein, geht in Europa aber unter, das Album "Queen I" erweist sich immerhin als Achtungserfolg. 1974 erscheint "Queen II" und die Band supportet Mott The Hoople auf UK-Tour. Von nun an geht es Schlag auf Schlag: "Killer Queen" vom "Sheer Heart Attack"-Album avanciert zum Hit, die Band tourt was das Zeug hält und erspielt sich Fans auf allen Erdteilen. "Bohemian Rhapsody" wird zur besten Single 1976 gekürt, ein Jahr später komponiert Mercury mit "We Are The Champions" eine Art "My Way" für Stadionkonzerte.

    Anfang der Achtziger kooperieren Queen mit David Bowie für den Welthit "Under Pressure". Das dazugehörige '82er Album "Hot Space" wird für die beinharte Fan-Fraktion allerdings zum Härtetest. In München, dem Herzen des Disco-Beats aufgenommen, lassen Queen die synthetischen Eindrücke der allabendlichen Partynächte merklich in ihren Rocksound mit einfließen. Bei Presse und Fans stößt diese Entscheidung auf wenig Gegenliebe. Neben unerwarteten Discofunk-Ausflügen wie "Staying Power" und "Back Chat" ist mit "Life Is Real" auch eine leise Piano-Hommage an den kurz zuvor erschossenen John Lennon auf dem Album enthalten.

    Die Charts erobern Queen schon zwei Jahre später mit dem "The Works"-Album und den Welthits "Radio Ga Ga" und "I Want To Break Free" zurück. Der letztere, von John Deacon verfasste Song, wird zur Hymne der südafrikanischen Widerstandsbewegung gegen die Apartheid. Anfang 1985 geben Queen zwei umjubelte Konzerte in Brasilien, die als "Rock in Rio" in die Geschichtsbücher eingehen. Es ist das größte Festival seit Woodstock. Im Juli treten sie bei Bob Geldofs Live Aid auf und spielen in London vor über 70.000 Zuschauern. Auf der "Magic Tour 1986" sind Queen das letzte Mal live zu sehen. Auf dem Mannheimer Maimarktgelände erleben 80.000 Menschen ihren Auftritt, es ist die größte jemals erzielte Zuschauermenge eines Konzerts in Deutschland. Das dazugehörige Album "A Kind Of Magic" schreibt die Band für den Film "Highlander".

    1987 und 1988 gehen die Bandmitglieder vor allem Soloaktivitäten nach. Roger Taylor gründet die Band The Cross und Mercury kooperiert mit der Sopranistin Montserrat Caballé für ein Album. Der Song "Barcelona" wird zum Eröffnungstitel der Olympischen Spiele 1992 ausgewählt. Tourpläne für das erfolgreiche Queen-Album "The Miracle", das 1989 erscheint, werden wegen des fortgeschrittenen schlechten Gesundheitszustandes von Freddie verworfen. Der Frontmann zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und begibt sich mit der Band schon ein Jahr später erneut ins Studio, um "Innuendo" aufzunehmen.

    Das letzte Queen-Album verkauft sich im Zuge der gleichnamigen, an den Bombast des Kultsongs "Bohemian Rhapsody" erinnernden Single weltweit prächtig. Die schlimmen Befürchtungen über Mercurys Gesundheitszustand bewahrheiten sich am 23. November 1991, als der Sänger per Pressemitteilung bekannt gibt, an der Immunschwäche AIDS zu leiden. Tragischerweise verstirbt Freddie Mercury bereits am folgenden Abend im Beisein seines Lebensgefährten Jim Hutton an einer Lungenentzündung.

    Zu seinem Gedenken organisieren die übrigen Bandmitglieder am Ostermontag 1992 im Londoner Wembley Stadion ein Tribute Concert, an dem Acts wie Guns'N Roses, George Michael oder Elton John ihre Queen-Favorites zum Besten gaben. 72.000 Zuschauer im Wembley Stadion und rund 1.5 Milliarden an den Fernsehgeräten erleben das Spektakel weltweit. 1995 erscheint an Freddies Todestag mit "Made In Heaven" das vorerst letzte Queen-Album mit sehr melancholischen Songs, die kurz vor seinem Tod entstanden und die dieser bereits im Rollstuhl einsingen musste.

    Als Anfang des 21. Jahrhunderts das DVD-Zeitalter eingeläutet wird, müssen natürlich auch alte Queen-Videos in die digitale Remasters-Mangel. So erscheint mit "Live At Wembley Stadium" der Mitschnitt der beiden umjubelten '86er Konzerte in London, angereichert mit neuen Interviews der verbliebenen Bandmitglieder sowie mit Regisseur Gavin Taylor und Tour Manager Gerry Stickells, die Einblicke in den Aufbau der Shows geben. Auch die DVDs "Greatest Video Hits 1" und "Greatest Video Hits 2" sind neben den bekannten Clips randvoll mit haufenweise Archivmaterial, das teilweise sogar erstmals zu sehen ist.

    Diskographie

    1973 - Queen
    1974 - Queen II
    1974 - Sheer Heart Attack
    1975 - A Night at the Opera
    1976 - A Day at the Races
    1977 - News of the World
    1978 - Jazz
    1979 - Live Killers
    1980 - The Game
    1980 - Flash Gordon
    1981 - Greatest Hits
    1982 - Hot Space
    1984 - The Works
    1986 - A Kind of Magic
    1986 - Live Magic
    1989 - The Miracle
    1991 - Innuendo
    1991 - Greatest Hits II
    1992 - Live at Wembley
    1995 - Made in Heaven
    1997 - Queen Rocks
    1999 - Greatest Hits III

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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    Jimi Hendrix




    Als am 18. September 1970 James Marshall Hendrix in London unter tragischen Umständen starb, war die Rockmusik um einen ihrer kreativsten und innovativsten Köpfe ärmer. Jimi Hendrix, der am 27. November 1942 in Seattle, der späteren Hauptstadt des Grunge, geboren wurde, hatte die Rockmusik und die Hörgewohnheiten seiner Zeitgenossen revolutioniert wie keiner vor oder nach ihm. Vom schwarzen Rhythm 'n' Blues kommend, gelang es ihm die elektrische Gitarre auf einzigartige Weise "zum Sprechen" zu bringen. Was früher als störend und fremd in der Musik empfunden wurde, erhob Jimi Hendrix zur Kunstform. Rückkopplungen, unvorhersehbare Frequenzüberlagerungen, die Geräusche manipulierter Verstärker und den verzerrte Auswurf seiner Gitarre integierte er zu einem bis dahin nicht gekannten komplexen Ganzen, das die Grenzen der Rockmusik transzendierte.

    Angefangen hatte seine musikalische Karriere wie die vieler Kinder: sein Vater schenkte ihm seine erste Gitarre, wenn man eine einsaitige Ukulele als Gitarre bezeichnen möchte. 1959 kaufte sich Jimi Hendrix dann seine erste E-Gitarre; das Instrument, welches zu seiner zweiten Seele werden sollte. In den frühen 60er Jahren spielte er in verschiedenen Rhythm 'n' Blues Formationen, unter anderem mit solch namhaften Musikern wie Littel Richard und King Curtis. Doch die Show den anderen zu überlassen und selbst im Hintergrund für den richtigen Sound zu sorgen, war nicht die Sache von Jimi Hendrix. So beschloß er auf eigene Faust Musik zu machen und ging nach New York, wo er den Animals-Bassisten Chas Chandler traf, der in dazu ermunterte sein Glück als Solokünstler in London zu versuchen.

    Und hier wurde Jimi Hendrix innerhalb kürzester Zeit zum mit der Zunge und auf dem Rücken Gitarre spielenden Superstar. Zusammen mit Mitch Mitchell am Schalgzeug und Noel Redding am Bass veröffentlichten sie unter dem Titel Jimi Hendrix Experience die Singles "Hey Joe", "Purple Haze" und "The Wind Cries Mary", die 1967 allesamt in den Top-Ten landeten. Alle Hits waren auch auf dem Debutalbum "Are You Experienced?" enthalten, das als ein Klassiker des Psychedelic in die Geschichte einging. In den USA nahm man weiterhin keine Notiz von Jimi Hendrix. Erst als dieser beim Popfestival in Monterey im Juni 1967 seine Gitarre in Brand setzte und damit einen beispiellosen Skandal auslöste, wurde "Are You Experienced?" auch in den Staaten zum Tophit.

    Zwei weitere Alben, "Axis: Bold as Love" und "Electric Ladyland" folgten noch in der kurzen Karriere von Jimi Hendrix, die sich wie das Debut durch eine leicht und verspielt wirkende stilistische Vielfalt auszeichnen. Neben seinem virtuosen Gitarrenspiel waren es vor allem die Ausreizung aller technischen Mittel, wie Wah-Wah-Pedal und den Möglichkeiten zur Klangmanipulation im Studio, die die Tür zur Geräuschmusik der 70er Jahre weit aufstießen. Einen Meilenstein der Rockgeschichte lieferte Jimi Hendrix bei seinem Auftritt in Woodstock 1969, wo er das Festival mit seiner eigenwilligen Interpretation des "The Star-Spangled Banner" beendete.

    Was folgte waren eine Reihe von Umbesetzungen der Hendrix Experience und ein ruheloses Leben, sowohl musikalisch als auch privat. Und so ranken sich heute noch Legenden darum, welchen Weg er mit seinem geplanten Album "First Ray of the New Rising Sun" wohl beschritten hätte.


    DISKOGRAPHIE:

    1967 - Are You Experienced?
    1967 - Axis: Bold As Love
    1968 - Electric Ladyland
    1968 - Smash Hits
    1970 - Band Of Gypsys

    nach seinem Tode:

    1966 - Get That Feeling (mit Curtis Knight)(London)
    1966 - Flashing (mit Curtis Knight)(London)
    1970 - In The Beginning (Polydor)
    1970 - Cry Of Love (Polydor)
    1970 - Historie Performances Recorded At The Monterey International Pop Festival 1967 (Reprise)
    1970 - In Memoriam (London)
    1970 - I'm A Man (Stateside)
    1970 - On The Killing Floor (Stateside)
    1970 - Experience (OST)(Entertainment)
    1970 - Jimi Plays Berkeley (Barclay)
    1971 - Isle Of Wight (Polydor)
    1971 - Rainbow Bridge (Reprise)
    1971 - Jimi Hendrix (Pantonic)
    1971 - The Eternal Fire Of (mit Curtis Knight)(Hallmark)
    1971 - Rare Hendrix (Trip)
    1971 - Roots Of Hendrix (Trip)
    1972 - The Wild One (mit Curtis Knight) (Hallmark)
    1972 - More Experience (OST)(Ember)
    1972 - Birth Of Success (MFP)
    1972 - In The West (Polydor)
    1972 - Faces & Places (Byg)
    1972 - Together (Maple)
    1972 - War Heroes (Polydor)
    1972 - Friends From The Beginning (mit Little Richard)
    1972 - At His Best Vol. 1 bis 3 (Saga)
    1972 - In The Beginning (Shout)
    1973 - Loose Ends (Polydor)
    1973 - Jimi Hendrix (OST)(Reprise)
    1973 - Two Great Experience (mit Lonnie Youngblood)(Joker)
    1973 - That Unforgettable (Cobra)
    1973 - Jimi Hendrix'64 (Boulevard)
    1973 - Together With Little Richard (Pickwick)
    1973 - Roots Of Rock (Archive Of Folk & Jazz Musik)
    1973 - Moods (Trip)
    1974 - Looking Back With Jimi Hendrix (Ember)
    1975 - Midnight Lightning
    1975 - Crash Landing (Reprise)
    1980 - Nine To The Universe (Polydor)
    1981 - Cosmic Turnaround (AFE)
    1982 - The Jimi Hendrix Concerts (Columbia)
    1983 - The Single Album (Polydor)
    1986 - Jimi Plays Monterey (OST) (Polydor)
    1986 - Johnny B. Goode (Capitol)
    1988 - Radio One (Castle)
    1991 - Stages Box mit vier CD Live Aufnahmen)(Polydor)
    1992 - The Ultimate Experience (Polydor)
    1994 - Blues (Polydor)
    1995 - Voodoo Soup (Polydor)
    1995 - Hot Trigger (Rough Trade)
    1995 - Experience (Nektar)
    1996 - The Authenthix PPX Studio Recording (SPV)
    1997 - First Ray Of The New Rising Sun (MCA)
    1997 - South Saturn Delta (MCA)
    1998 - BBC Sessions (MCA)
    1999 - Experience Hendrix (MCA)
    1999 - Live At Woodstock (MCA)
    2000 - The Jimi Hendrix Experience Box)(MCA)
    2001 - Voodo Child (MCA)
    2002 - Live At The Isle Of Wight (MCA)
    Geändert von klaus (22.12.03 um 12:08 Uhr)

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    Rolling Stones


    Mick Jagger und Keith Richards gelten als Kern der dienstältesten Rockgruppe der Welt. Schon als Kinder gingen sie in den 50er Jahren zusammen auf die Dartford Maypole County Primary School, hatten aber bis zu ihrem Wiedersehen 1960 keinen engeren Kontakt. Richards studierte bis zu diesem Zeitpunkt zusammen mit Dick Taylor an der Sidcup Art School. Jagger versuchte sich hingegen als BWL-Student auf der London School of Economics und spielte nebenbei mit Taylor (Bass) in der Blues-Band "Little Boy Blue And The Blue Boys". Der gemeinsame Freund Taylor war es, der die beiden auf musikalischem Wege zusammenführte.

    Jagger und Richards trafen 1961 auf den Gitarristen Brian Jones, der bei Alexis Korner's (auch als "Weißer Vater des Blues" bekannt) Band "Blues Inc." unter Vertrag stand. Die beiden Bands jammten zusammen und Jagger, Richards und Jones wurden Freunde. Die anderen Musiker erkannten schnell Jaggers musikalisches und theatralisches Talent und erhoben ihn prompt zum Leadsänger von "Blues Inc.". So entstand das erste Demotape (ein Cover des Muddy-Waters-Klassikers "Soon Forgotten" und drei weiteren Songs), für das sich aber die Plattenfirmen (darunter auch EMI) nicht weiter interessierten. Taylor verließ daraufhin die Band um weiter zu studieren. Die anderen änderten ihren Namen in "The Rolling Stones", frei nach dem bekannten Song von Muddy Waters. Die Gruppe bestand damals aus Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Pianist Ian Stewart, Drummer Mick Avory und Dick Taylor, der kurzfristig den Bass nochmals übernahm.

    Am 12. Juli 1962 hatten sie unter diesem Namen ihren ersten legendären Auftritt im Londoner Marquee Club. Für Dick Taylor kam ein paar Wochen später Bill Wyman an den Bass und nachdem Mick Avory (später bei den Kinks) die Trommeln an Tony Chapman abgab, dieser die Jungs aber nicht überzeugen konnte, stieß der Jazzdrummer und Werbedesigner Charlie Watts von den "Blues By Five" hinzu. Um 1963 hatten die Rolling Stones eine feste Anstellung für 8 Monate im Crawdaddy Club, die ihnen half, ihre Fangemeinde zu vergrößern. Dort wurde Andrew Loog Oldham auf sie aufmerksam, der alsbald ihr Manager werden sollte.

    Dieser Typ verstand zwar nicht viel von Musik, er hatte aber ein begnadetes Händchen im Bezug auf Promotion und Marketing. Er ließ sich von der Vorstellung leiten, die Stones als eine Art Bad-Boy-Alternative gegenüber Muttis Lieblingspilzköpfen zu erschaffen. Er soll später sogar Mick Jagger die Heirat mit seiner Freundin Chrissie Shrimpton untersagt haben, weil dies nicht ins Hallodri-Image passte. Auf seine Anweisung hin wurde auch Ian Stewart am Piano aus der Band geekelt, weil er nicht in das Rocker-Image passte. Stewart ging, blieb aber im engen Kontakt zur Gruppe. Bis zu seinem Tod 1985 galt er als einer der Hauptroadies der Stones und wirkte als Gastmusiker auf einigen Alben mit.

    Oldham war es, der im Juni 1963 den ersten Plattenvertrag der Stones bei Decca unter Dach und Fach brachte. Der selbe Manager bei Decca, der noch vor wenigen Monaten die Beatles abgelehnt hatte, unterschrieb den Drei-Jahres-Vertrag. Kurz darauf kam auch schon die erste Single aus der Presse, ein Cover von Chuck Berry's "Come On" und brachte die erste Notierung der Band auf Platz 21 der UK-Charts. Einige weitere mehr oder minder erfolgreiche Coverversionen folgten, bis die Stones 1964 mit dem Hit der "Valentinos" (darunter auch Bobby Womack) "It's All Over Now" ihre erste Nummer 1 auf der Insel platzierten.

    Am 17. April 1964 erschien der erste selbstbetitelte Longplayer, der noch vorwiegend Fremdkompositionen aus dem R'n'B-Lager enthielt. Nur 2 Songs stammten aus der Feder von Jagger/Richards. Andrew Oldham war es zu verdanken, dass fortan dieses Autorenduo die Kompositionen der Stones dominieren sollte. Er war nämlich davon überzeugt, dass diese zwei das Talent hätten. Natürlich war da auch ein wirtschaftliches Interesse dahinter, denn bei Eigenkompositionen würden die Kassen nur im Lager der Stones klingeln. So veröffentlichten sie im Juni 1964 ihre erste eigene Nummer "Tell Me (You're Coming Back)", die zum ersten Top-40-Hit in den USA avancierte. Ein Erfolgsrezept, das eine Reihe von bedeutenden Jagger/Richards-Singles nach sich zog und im Sommer 1965 mit "(I Can't Get No) Satisfaction" in einem ersten Millionenseller gipfelte. "Satisfaction" war der Wegweiser, der das dynamische Duo von ihren Roots im Rythm'n'Blues zum rauen Rock'n'Roll mit bluesigen Riffs und sarkastisch-zweideutigen Texten lenkte. Die Stones waren jetzt in die Riege der Superstars aufgerückt.

    Zwischen 1966 und 1967 machte sich dieser Rockstar-Status mehr und mehr in den Songs bemerkbar. Brian Jones entdeckte seinen Geschmack an halluzinogenen Substanzen und war z.B. verantwortlich für die exotischeren Einflüsse auf der LP "Aftermath". Auch die psychedelischen Sitar-Parts bei "Paint It Black" tragen später seine Handschrift. Auch die Texte wurden anrüchiger und verstärkten das von Oldham forcierte Bad-Boy-Image der Stones. Als die Stones damals "Let's Spend The Night Together" in der Ed Sullivan Show zum Besten geben sollten, wurde Jagger auferlegt, den Refrain in eine weniger eindeutige Zeile umzudichten, was er aber ablehnte.

    Im Februar 1967 wurden Mick und Keith wegen Drogenbesitzes verhaftet, später auch Brian Jones. Alle drei kamen aber mit einer Bewährungsstrafe davon. Die Drogen ergriffen mehr und mehr Besitz von der Band, schlugen sich aber nicht negativ auf das kreative Output nieder. Sie trennten sich 1968 von Manager Oldham und wurden jetzt von Allen Klein betreut, der wohl mit verantwortlich für die kreative Freizügigkeit in der Gruppe war. Die psychedelischeren Stones-Platten wie "Their Satanic Majesties Request" oder "Beggar's Banquet" erzielten seinerzeit äußerst positive Resonanz bei den Kritikern.

    Mit 1969 brach das Schicksalsjahr für die Stones herein. Brian Jones verließ im Juni die Band, angeblich weil er nicht mit dem dominierenden Songschreiberduo Jagger/Richards klar kam. Einen Monat später ertrank Jones in seinem Swimmingpool. Er wurde alsbald durch Gitarrist Mick Taylor ersetzt. Doch damit nicht genug. Bei einem kostenlosen Konzert am Altamont Speedway bei San Fancisco heuerten die Stones auf Anraten der Grateful Dead die Hell's Angels als Ordner an, um des Publikumsansturms Herr zu werden. Der Plan erwies sich als Fehlschlag, als einer der Angels einen schwarzen Konzertbesucher niederstach, was in dem Live-Film "Gimme Shelter" deutlich zu sehen ist.

    Mick Jagger ward nun des Öfteren im Rampenlicht der High Society gesehen und heiratete das nicaraguanische Model Bianca Perez Morena de Macias. Nach seinem 69er Ausflug ins Filmgeschäft mit dem australischen Western "Ned Kelly" wagte er erneut eine Rolle in Nicholas Roeg's Kultfilm "Performance". Bei beiden Filmen steuerte er auch den Soundtrack bei. Auch Keith Richards hatte '69 eine kleine Rolle in Volker Schlöndorff's Film "Michael Kohlhaas - Der Rebell". Mit dem 70er Release von "Get Yer Ya-Ya's Out" endete der Plattenvertrag mit Decca. Die Gruppe gründete ihr eigenes Label "Rolling Stones Records" als Teil von Atlantic Records. Seit der ersten Veröffentlichung "Sticky Fingers" (mit dem skandalösen Reißverschluss-Cover von Andy Warhol) ist die "Zunge" als Logo auf jeder Platte zu sehen. Gegen die Stones waren Klagen wegen Steuerhinterziehung anhängig und sie flohen ins französische Exil, wo die Doppel-LP "Exile On Main St." entstand.

    1974 übergab Mick Taylor die Stones-Klampfe an Ron Wood, der schon bei Rod Stewart und den Faces unter Vertrag stand. Die Stones begannen sich in den 70ern mehr auf Nebenprojekte zu konzentrieren, wobei Wyman und Wood regelmäßig Soloalben veröffentlichten. Auch Keith Richards jetsettete in der Weltgeschichte herum, er wurde 1977 in Kanada mit seinem Dauergroupie Anita Pallenberg wegen Heroinbesitzes verhaftet und zu Bewährungsstrafe verurteilt. Nach seinem Entzug brachten die Stones 1978 "Some Girls" auf den Markt, ihre Antwort auf Punk, New Wave und Disco.

    Bis 1981 hatte es jede Stone-Single in die Top 10 geschafft und das Album "Tattoo You" war das letzte, das die Charts ganz von oben betrachten konnte. Jagger und Richards gerieten eine Kontroverse darüber, wohin der Weg der Stones führen sollte. Jagger wollte neuere Einflüsse in den Sound integrieren wobei man nach Richards den alten Roots im Rock und Blues treu bleiben sollte. So begann Mick eine relativ erfolgreiche Solokarriere ("She's The Boss", "Primitive Cool") und auch Keith brachte 1988 mit "Talk Is Cheap" ein Solowerk hervor. Obwohl sie 1986 den Grammy für ihr Lebenswerk erhielten, waren die achtziger Jahre wohl die unproduktivste und am wenigsten erfolgreiche Zeit der Gruppe.

    Erst 1989 konnten die Stones mit "Steel Wheels" wieder an alte Erfolge anknüpfen und füllten mit ihrer 140 Millionen Dollar Mega-Tour die Stadien der Welt. Bill Wyman verließ nach dem Release des Live-Albums "Flashback" 1991 die Truppe und verdingte sich als Buchautor ("Stone Alone"). Mit dem 94er "Voodoo Lounge" kam Darryl Jones an den Bass und die Band erreichte erstmals seit 13 Jahren wieder die britischen LP-Charts. Sie waren damals die älteste Gruppe (Durchschnittsalter 50), die jemals den 1. Platz dieser Charts belegte. Daraufhin gab's sogar den Grammy fürs beste Rockalbum. Auch der 97er Longplayer "Bridges To Babylon" und die beiden Live-Alben "Stripped" und "No Security" waren ausgesprochen erfolgreich und garantierten volle Stadien rund um die Welt.

    Diskographie:

    2004 - Live Licks
    2002 - Forty Licks
    1998 - No Security
    1997 - Brifges to Babylon
    1995 - Stripped
    1994 - Voodoo Lounge
    1991 - Flashpoint
    1989 - Steel Weels
    1986 - Dirty Work
    1983 - Undercover
    1982 - Still Life
    1981 - Tattoo You
    1980 - Emotional Rescue
    1978 - Some Girls
    1977 - Love You Live
    1976 - Black & Blue
    1975 - Metamorophosis
    1974 - It's Only Rock And Roll
    1973 - Goats Head Soup
    1972 - Exile On Main Street
    1972 - Jamming With Edward
    1971 - Sticky Fingers
    1970 - Get Yer Ya-Ya's Out
    1969 - Let it Bleed
    1968 - Beggat's Banquet
    1967 - Between The Buttons
    1967 - Flowers
    1967 - Their Satanic Majesties Request
    1966 - Aftermath
    1966 - Got Live If You Want It
    1965 - December's Children
    1965 - The Rolling Stones Now!
    1965 - Out Of Our Heads
    1964 - The Rolling Stones
    1964 - Around And Around
    1964 - 12 x 5
    1964 - No. 2
    Geändert von klaus (01.04.05 um 02:08 Uhr)

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    Böhse Onkelz



    Die wohl umstrittenste deutsche Rockband, die Böhsen Onkelz, wurde 1980 in Hösbach nahe Aschaffenburg von Kevin Russel, Stephan Weidner und Peter Schrorowsky gegründet. Musikalische Vorbilder sind die Sex Pistols, Ramones oder auch die Stranglers. Alle drei kommen aus sozialen Brennpunkten und so ist Ihre Musik. Durch heftige Auftritte und Songs wie "Türken raus" werden die Böhsen Onkelz schnell der rechtsradikalen Ecke zugeordnet. Sie selber sehen sich aber als Punkband. Matthias Gonzo Röhr stösst 1981 dazu. Ende 1981 bekommen sie ihre erste offizielle Aufnahme bei Aggressive Rockproduktionen. 2 Stücke von ihnen kommen auf den Soundtrack zum Untergang Vol. II. Die Böhsen Onkelz fühlen sich in dieser Zeit stark von der OI-Szene angezogen, in England musizierenden Hooligans entsprungen, die in Deutschland aber immer mehr dem Rechtsradikalismus zuzuordnen ist. 1983 ensteht die Demo zu "Der nette Mann", die in der rechten Szene hohen Zuspruch bekommt und nachdem Rockorama die Platte produziert sind die Onkelz die "Kultband der deutschen Skinheadszene". 1985 erscheint "Böse Menschen - Böse Lieder", inhaltlich geht es wie auch bei "Der nette Mann" um Gewalt, Strassenkampf und Alkohol. Die Band bekommt immer mehr Angebote von rechten Parteien, die sie für ihre Zwecke einsetzen wollen, die Onkelz lehnen aber strickt ab. Zu diesem Zeitpunkt ist Kevin eigentlich noch der Einzige, der sich in der Skinheadszene wohlfühlt. Noch im gleichen Jahr nehmen sie für Rockorama das dritte Album auf, die EP Mexico, auf. Sie bekommen für alle drei Alben einmalig 4000,-- DM, vertraglich festgelegt gehen alle Erlöse an den Rockorama-Vertrieb. "Der nette Mann" wird 1986 wegen gewalt- und nationalismusverherlichender Texte indiziert, den Onkelz ist das egal da sie bis auf die 4000,-- DM keinen Pfennig an dem Album verdient haben. 1987 erscheint "Onkelz wie wir" bei Metal Enterprises, ein reines Metal-Album mit dem sich die Onkelz endgültig von der Skinheadszene abwenden wollen. Die Presse ignoriert das aber weitestgehend, nur in einigen Fanzines sind Statements von Stephan Weidner zu lesen. 1988 bekommen sie ihr erstes Interview bei Edgar Küsener, Chefredakteur der Metal Hammer, der 1987 das Album "Onkelz wie wir" als Nazi-Skin-Platte betitelt und damit lapidar abgehakt hatte. Nach seinem Interview erscheint der Artikel "Böse ja, rechtsradikal nein" und er revidiert seine Aussage vom Vorjahr. 1988 erscheint "Kneipenterroristen", eine Platte die schnell 15000 mal verkauft wird. Die Onkelz haben sich eine Fangemeinde im Metalbereich aufgebaut, werden aber von den Medien weiterhin ignoriert. Nach mehreren Jahren der Bühnenabstinenz gibt es wieder öffentliche Auftritte vor durchschnittlich 1000 Zuschauern.
    1990 wird ein der Band sehr nahestehender Freund, Andreas 'Trimi' Trimborn ermordet. Sänger Kevin Russel zieht das endgültig in einen Drogensumpf. Jahrelang hat er nahezu alles "Leichte" konsumiert was benebelt, ab jetzt sind es täglich grosse Mengen Heroin und Kokain. Das Album "Es ist soweit" erscheint, mit Liedern wie "Hast Du Sehnsucht nach der Nadel?" oder "Leiden" hat sich Stephan Weidner, der seit 1983 die Texte der Onkelz schreibt, stark von Kevins Drogensucht inspirieren lassen. Ende des Jahres wechseln die Onkelz zu Bellaphon da sich, wie schon Rockorama, auch Metal Enterprises nicht an vertragliche Lizenzzahlungen hält. Die Presse nimmt langsam Notiz von den Onkelz, sie wirft der Band vor immer noch der rechten Szene anzugehören, die Abwendung nur aus rein marketingtechnischen Interessen inszeniert zu haben. Das beste wäre, diese Nazi-Kombo zu ignorieren. "Es ist soweit" verkauft sich 30000 mal. 1991 erscheint "Wir ham' noch lange nicht genug", 100000 Stück werden in kurzer Zeit abgesetzt, die Popularität der Onkelz steigt. Die Musikindustrie ruft öffentlich zum Boykott der Onkelz auf und fordert, wie auch die Presse, eine Namensänderung. Die Onkelz beugen sich dem Druck aber nicht und sind fest entschlossen, den Namen "Böhse Onkelz" zum Symbol des Umdenkens zu machen. In Zeitungsartikeln der Tagespresse werden sie immer wieder in Zusammenhang mit rechter Gewalt gebracht. Die Artikel sind schlecht bis gar nicht recherchiert, Daten und Fakten werden beliebig verdreht, eingesetzt oder erfunden. Objektive Berichterstattung findet nur in einigen Metal-Magazinen statt, Radio- und Fernsehsender boykottieren sie komplett. Das achte Album "Heilige Lieder" springt trotz diesem Boykott von 0 auf 5 in die Top Ten der LP Charts, die Presse ist empört und der Begriff "Rechtsrock" wird geboren. Die Medien geben den Onkelz die Schuld an den rechtsradikalen Übergriffen in Mölln, Solingen, Hoyerswerda, Hünxe usw. und die Onkelz entschliessen angesichts der Situation zu Stellungnahmen obwohl sie nach ihrem letzten Album und den Reaktionen der Presse keine Interviews mehr geben wollten. Wieder wird der Ruf nach Namensänderung laut dem sie sich erneut verweigern. Die Reaktionen der Presse sind entsprechend, bundesweit sorgen sie dafür, daß der Name "Böhse Onkelz" nun ein Synonym für rechtsradikale Musik zu sein scheint. Ein geplante Tournee kann nur eingeschränkt stattfinden, Hallenpächter werden unter Druck gesetzt, mehr als die Hälfte der Konzerte muss abgesagt werden. Mittlerweile gibt es aber auch namhafte Befürworter der Onkelz aus der deutschen Musikszene und Politik. Sie werden zu einem Anti-Rechts-Festival in Frankfurt eingeladen, andere grosse Künstler sagen daraufhin ab, sie werden wieder ausgeladen und vom Veranstalter wird nachher bestritten sie eingeladen zu haben. Das Konzert findet ohne sie statt. Sie distanzieren sich weiterhin von den rechtsradikalen Geschehnissen in Deutschland und auf dem Album
    "Weiss" veröffentlichen sie mit "Deutschland im Herbst" zum ersten mal einen Song mit ganz klarem Statement gegen die Übergriffe. Die Fangemeinde wächste weiter und die Band polarisiert die deutsche Musikszene wie es bisher keine andere geschafft hat. 1994 folgt eine Deutschlandtournee mit 35 Konzerten und der B.O.S.C wird gegründet, der offizielle Fanclub mit einer Begrenzung auf 2000 Mitgliedern. 1994 macht Kevin einen Drogenentzug in Stephans Keller da vorher mehrere Versuch in Krankhäusern gescheitert sind, er schafft den Entzug, ist abver weiterhin von Ersatzdrogen abhängig. Die Bandmitglieder werden endgültig Berufsmusiker und schliessen daraufhin mit Virgin einen renomierten Vertrag ab. Sie bekommen Gold für 250000 verkaufte "Heilige Lieder" und "Hier sind die Onkelz" steigt von 0 auf 6 in die LP Charts. World of Music (WOM) ruft erneut zum grossangelegten Boykott auf und Virgin-Geschäftsführer Udo Lange, selbst angesehener Mann in der Musikbranche, muss immer wieder in Interviews und öffentlichen Auftritten den Vertrag rechtfertigen. Die Onkelz bleiben für die Presse die "Nazi-Kombo" obwohl sie sich mehr und mehr gegen Rechts engangieren und für wohltätige Zwecke Konzerte geben. Die Göttinger Presse bezeichnet ein Konzert in Nordheim vor 8000 Zuschauschern als "Alt-Nazi-Treff" worauf die Onkelz beschliessen von nun an gegen jede Äusserung die sie in die rechte Ecke drängen will, mit einem Anwalt vorzugehen. Auch gegen Herbert Egoldt (Rockorama) und Ingo Nowotny (Metal Enterprises) gehen sie gerichtlich vor um den Vertreib der alten
    Platten zu verbieten. Das indizierte Album "Der nette Mann" hat mittlerweile Kultstatus. 1996 erscheint
    "E.I.N.S", der Titel soll den Zusammenhalt der Band zeigen, Journalisten machen da raus "Eigentlich Immmer Noch Skins", den Onkelz ist es mittlerweile fast egal. Das Album verkauft sich schnell 400000 mal und startet auf Platz 3 in den LP Charts. Die folgende Tour ist ohne Werbung bereits Monate im voraus ausverkauft und die Onkelz füllen grosse Hallen problemlos. 1997 erscheint das Buch "Danke für nichts", eine lückenlose Biographie der Onkelz die zur Entspannung des Reizthemas Böhse Onkelz beitragen sollte. Erfolglos, das Buch findet bei der Presse kaum Beachtung. 1998 erscheint "Viva los Tioz", das Album verkauft sich innerhalb von 48 Stunden über 300000 mal was Platz 1 in den LP Charts bedeutet, gleichzeitig steigt die Single "Terpentin" auf Platz 7 der Single-Charts ein. Aufgrund der hohen Verkaufszahlen werden sie für den Echo als "beste Rockband national" nominiert, erste Konzerte ausserhalb Deutschlands finden statt. 1999 gründen die Onkelz ihr eigenes Label "Rule23 Recordings" und drehen zum ersten mal einen Videoclip zu der Single "Dunkler Ort". Im März 2000 erscheint das Album "Ein böses Märchen aus tausend finsteren Nächten", wieder von 0 aus 1 in den LP Charts. Eine Handvoll Radiosender spielt Ihre Songs mittlerweile aber der Grossteil boykottiert weiterhin. Der Videoclip läuft nur in der MTV Chartshow, Viva erhält gar keine Kopie. Nach langer Diskussion begleitet MTV die Onkelz bei der Tour 2000 und bringt im Juni 2001 eine Dokumentation in der MTV Masters Reihe. Zwei Tage vor Sendung wird der Redakteurin das Projekt abgenommen, ein Interview mit der Ausländerbeauftragten des Landes Bremen entfernt, statt dessen Interviews mit den Ärzten und einem NPD-Mitglied zugefügt und Statements der Onkelz als Unglaubwürdig dargestellt. Nach Sendung stellen die Onkelz die Zusammenarbeit mit MTV komplett ein.
    Im Februar 2002 veröffentlichen sie ihre Single "Keine Amnestie für MTV" als Antwort auf die MTV Masters Dokumentation. Nicht nur wird der Text des Liedes bis zum Veröffentlichungstag geheim gehalten, sondern man überlegt sich für diesen Tag auch eine begleitende Aktion. Ohne die großen TV-Medien oder die Tagespresse davon zu informieren, fährt Stephan Weidner in Begleitung des Bandmanagements und ca.70-80 Onkelzfans in die Fußgängerzone vor dem Münchener Rathaus vor und lädt einen 40t Sandkipper mit 150 schrottreifen Fernsehern ab. Eine Aktion, die auf die "Verblödung" durch das deutsche Fernsehen aufmerksam machen soll. Der Musiksender MTV berichtet am gleichen Tag über diese Aktion und spielt sie als lächerlichen und albernen Kinderstreich herunter. Eine Woche später steigt die Single auf Platz 2 in die Charts ein. Große Ladenketten wie WOM beginnen nun die Böhsen Onkelz in ihr Programm aufzunehmen und handeln somit entgegen ihren noch vor kurzer Zeit verkündeten "Onkelz? -Bei-uns-niemals"-Strategien. Daß die Onkelz nun auch für große Handelsketten ein nicht mehr zu ignorierender Wirtschaftsfaktor geworden sind, läßt sich nicht mehr leugnen.

    onkelz.de







    1984 Der nette Mann
    1985 Böse Menschen - Böse Lieder
    1985 Mexico
    1987 Onkelz wie wir
    1988 Kneipenterroristen
    1989 Lügenmarsch
    1990 Es ist soweit
    1991 Wir ham' noch lange nicht genug...
    1992 Heilige Lieder
    1992 Live in Vienna
    1993 Weiss
    1993 Schwarz
    1994 Gehasst, verdammt, vergöttert...
    1995 Hier sind die Onkelz
    1996 E.I.N.S.
    1997 Live in Dortmund
    1998 Viva los Tioz
    2000 Ein böses Märchen
    2001 Gestern war heute noch morgen
    2001 20 Jahre - Live in Frankfurt
    2002 Dopamin
    Geändert von Tequilla (15.03.04 um 03:33 Uhr)

  11. #25
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    AW: [Musik] Das Rock- und Pop ABC

    Joe Cocker





    Joe Cocker (voc), 1944 in Sheffield, England geboren, hat es mit seinem an Schallplatten von Ray Charles geschulten Soul-Gesang vom Klempner und Rohrleger zur internationalen Kassenattraktion gebracht. Er war einer Stars des 69er Woodstock festival und der lebende Beweis, dass man aus Sheffield kommen und trotzdem wie ein Schwarzer aus Mississippi singen kann. Jahrelang hatte er für rund 100 Mark die Woche nur in Proletatierkneipen gekreischt und dabei am Abend mehr als fünf Liter Bier getrunken. Doch als er 1969 vom großen Show-Business entedeckt wurde, fand er sich nicht mehr zurecht. In 56 Tagen hetzten ihn seine Manager 1970 durch 48 amerikanische Städte. Cocker sagte später: "Ich hatte keine Ahnung, wie viele von uns jeweils auf der Bühne waren und mit dem Tambourin rasselten". Diese Tournee wurde unter dem Titel "Mad Dogs and the Englishmen" verfilmt und brachte den Produzenten volle Kassen. Für Cocker selbst blieben nach der Tournee 862 Dollar und ein Nervenzusammenbruch übrig. Er zog sich in heimatliche Gefilde zurück und es wurde erstmal Still um ihn. So ging es Jahrelang weiter, neues Comeback mit neuem Album, Tourneen, Drogen und Suff und Rückzug. Trotzdem gelangen ihm immer wieder große Würfe: I Can Stand A Little Rain - mit hervorragenden Sessionsmusikern eingespielt, You Are So Beautiful, When The Night Comes, Night Calls. So schien der Sänger als einer der vitalsten "Untoten" zu sein.

    Diskographie:

    1969 - With A Little Help From My Friends
    1969 - Joe Cocker!
    1970 - Mad Dogs And The Englishmen
    1971 - Cocker Happy
    1972 - Something To Say
    1974 - I Can Stand A Little Rain
    1975 - Jamaica Say You Will
    1976 - Live In LA
    1976 - Stingray
    1978 - Luxery You Can Afford
    1981 - The Platinum Collection
    1982 - Sheffield Steel
    1982 - Space Captain - Live In Concert
    1984 - Civilizid Man
    1986 - Cocker
    1987 - Unchain My Heart
    1989 - One Night of Sin
    1990 - Joe Cocker Live
    1991 - Night Calls
    1992 - The Legend
    1994 - Have A Little Faith
    1994 - Best Of Joe Cocker
    1995 - The Long Way Home (4erBox)
    1996 - Organic
    1997 - Across From Midnight
    1999 - Greatest Hits
    2000 - No Ordinary World
    2000 - Vance Arnold And The Avange 1963
    2001 - Essential
    2002 - Respect Yourself
    2003 - Ultimate Collection 1968 - 2003

  12. #26
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    Metallica


    Metallica wird 1981 von Lars Ulrich und James Hetfield in Los Angeles gegründet. Der Name sollte eindeutig klingen damit ältere Leute sie nicht für ein Jazz-Ensemble halten. Mit dabei sind der Bassist Ron McGovney und als Lead-Gitarrist Dave Mustaine, der später Megadeth gründet. Nachdem sich innerhalb der nächsten 2 Jahre nicht viel tut ziehen sie 1983 nach Los Angeles, dort stösst Cliff Burton zu der Kombo und ersetzt Ron McGovney. Direkt danach schmeissen sie Dave Mustaine auch raus und finden in Kirk Hammet eine neuen Leadgitaristen. Sie gehen nach New York um dort ihre Debut-LP "Kill´em all" aufzunehmen. Der Name ist Programm denn das Album wirbelt das komplette altbackene Heavy-Metal-Genre durcheinander.
    Ein Jahr später, 1984, folgt das zweite Album, "Ride the lightning". Zum ersten mal wird im Heavy-Metal eine Akustik-Gitarre verwendet, zu dieser Zeit eine Sensation. Das Album wird zwar von den meissten Radiostationen ignoriert, hält sich aber dennoch 50 Wochen in Billboard's Top 200 und wird vergoldet.

    Mit dem dritten Album, das 1986 erscheint, definiert Metallica den Begriff Trash-Metal komplett neu. "Master of puppets" ist ein abwechslungreiches Album voller Melodik aber auch unerbittlich hartem Sound. Videos oder Singles werden immer noch nicht produziert, die Band lehnt diese Kommerzialisierung bisher komplett ab, das Album verkauft sich so über 1 Million mal. Ein trauriges Ereignis überschattet das Jahr 1986 aber, Cliff Burton, der Bassist, kommt bei einem Unfall auf der Europatournee ums Leben. Sie bechliessen aber weiter zu machen und finden nach einigen Wochen in Jason Newstead einen Nachfolger.
    1987 kehren sie aus Europa zurück und Spielen Ihre aufgrund des Unfalls verschobenen Konzerte. Nach der Rückkehr in San Fransisco bauen sie Lars Ulrichs Garage zu einem Übungsraum um, spielen ein paar Coversongs ein und veröffentlichen die EP "Garage days re-revistited. Das Album wird in nur wenigen Stunden aufgenommen. Mit Material, das grösstenteils von Fans bei Ihgren Auftritten aufgenommen wurde, veröffentlichen sie 1998 das video Cliff´em All und gehen danach in den USA als Bestandteil der Monsters Of Rock erneut auf Tournee.
    Im Anschluss daran, im September 88, erscheint ihr viertes Album ...And Justice for All, meiner Meinung nach bis heute das was sie je gemacht haben. Die anschliessende Welttournee umfasst allein in den USA 120 Gigs in Stadien und gegen ihre Gewohnheit koppeln sie zum ersten mal Singles aus einem Album aus - "Harvester of Sorrow" und "One" - dazu noch zwei verschiedene Videos zu "One".
    Das "Black"-Album, das 1991 ersheint, wird von Bob Rock produziert, der durch seine Zusammenarbeit mir Bon Jovi sehr bekannt ist. Die Single, "Enter Sandman", wird zum internationalen Hit und genau wie "Sad but True", "Nothing Else Maters" und "Wherever I May Roam" zum Live-Hit. Metallica spielen zwischen August 1991 und Juli 1993 300 Shows rund um die Welt. Ihr Ruf als einer der weltweit besten Live-Acts wird in Stein gehauen - sie sind die Band, die Heavy in den Mainstream brachte.
    1996 erscheint die erste Hälfte ihres neuen gesammelten Materials unter dem Namen "Load"und im Folgejahr der zweite Teil, "ReLoad", was in den USA zum Nr.1-Album wird.
    Mit dem San Francisco Symphony Orchestra wird unter dem Titel S&M 1999 ein Best-Of-Album eingespielt, welches erneut sehr hoch in Charts schiesst.
    Im Jahr 2000 machen Metallica ganz andere Schlagzeilen, aus Angst vor Umsatzeinbussen verklagen sie Napster, die derzeit grösste und verbreitetste Tauschbörse im Internet, weitere Künstler schliessen sich an und die Aktion hat schliesslich einen Teilerfolg, Napster muss seine Pforten schliessen. Nachahmer sind aber schnell gefunden und das eigentliche Ziel, den illegalen Tausch ihrer Musik im Internet zu unterbinden haben sie nicht erreicht, wohl aber die Sympathien einer grossan Anzahl von Fans verspielt. Lars Ulrich dazu wörtlich:" Ich kann auf Fans scheissen, die nicht bereit sind für meine Songs zu zahlen!"

    2001 trennen sie sich von Jason Newstead, dem Bassisten. Spezielle Gründe hierfür werden nicht genannt, eher die gesammte Entwicklung der Band und über die Jahre aufgestaute Differenzen sollen die Ursache sein. Mit Robert Trujillo, der für Ozzy Osbourne und die Suicidal Tendencies gespielt hat, finden sie 2002 einen Nachfolger.
    Nachdem es lange Jahre kein Studioalbum mehr von ihnen gab erscheint nach 6 Jahren "St. Anger" 2003. Die Fans sind schockiert und überrascht zugleich. Der Name St. Anger beschreibt das Album zu deutlich. Eine wütende Platte, aggressiv, schnell und laut. Metallica sagt zu dem Album:"Das erste Album, was wir nüchtern eingespielt haben.", dazu ein Fan:"Wenn das wahr ist, hoffe ich, dass sie bald wieder mit dem Trinken anfangen!" Das Album wird ein weiterer Totalerfolg und ist für den 46. Grammy Award in der kategorie Best Metal Performance nominiert.



    1983 Kill 'Em All
    1984 Ride the Lightning
    1986 Master of Puppets
    1987 Garage Days re-revistited
    1988 ...And Justice for All
    1990 The Good, the Bad and the Live
    1991 Metallica
    1996 Load
    1997 Reload
    1999 S&M
    2003 St. Anger
    Geändert von Tequilla (15.03.04 um 03:39 Uhr)

  13. #27
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    The Beatles




    Die Vorgeschichte:
    The Beatles, traten erstmals am 27.12.1960 unter diesem Namen in Liverpool auf. Zur band gehörten seinerzeit John Lennon (voc, g sh. auch: http://www.supernature-forum.de/show...=271992#271992 ); James Paul McCartney (voc, bg sh. auch: http://www.supernature-forum.de/show...=288345#288345); George Harrison (g, voc sh. auch:http://www.supernature-forum.de/show...=277768#277768 ) und Randolph "Pete" Best (dr). Hierher fanden sie sich über einige Zwischenstationen z.B. John Lennon's Quarrymen denen sich Harrison und McCartney anschlossen, später umbenannt zum Trio Johnny and the Moondogs. Hier stießen dann Pete Best und Stuart "Stu" Sutcliffe (g) hinzu. Fortan nannten sie sich, zum Quintett erweitert "The Silver Beatles". In der Hamburger Äre schied Sutcliffe aus und verstarb 1962 an Gehirntumor. Das nunmerige Quartett begleitete nun des öfteren Tony Sheridan bei Clubauftritten und bei Plattenaufnahmen. Ringo Starr (dr, voc sh. auch http://www.supernature-forum.de/show...=281965#281965 ), geboren als Richard Starkey trommelte im Hamburger Kaiserkeller für die Band Rory Storm And The Hurricans, er ersetzte den kränkelnden Pete Best ab und zu am Schlagzeug und trat 1962, als die Gruppe andgültig nach Liverpool zurückkehrte an dessen Stelle. Zu dieser zeit waren die Beatles bereits in Liverpool und Umgebung die beliebteste Band. Sie bezogen ihr Repertoire vorrangig von ihren Vorbildern Chuck Berry und Little Richard.

    Der Start:
    Brian Epstein, ein vermögender Liverpooler Schallplattenhändler bot sich ihnen 1961 als Manager an und vermittelte ihnen einen Schallplattenkontrakt beim Londoner Musikkonzern EMI. George Martin - eigentlich auf der klassischen Strecke zuhause - fungierte als Sound-Betreuer der Vier. Am 4.10.1962 erschien ihre erste Single, die Eigenkomposition "Love Me Do". die bis auf Platz 17 der englischen Charts kletterte - ein erster Achtungserfolg. Ein viertel Jahr später folgte "Please Please Me" und startete sofort bis auf Platz eins durch. Die ebenfalls 1963 veröffentlichten Titel "From Me To You", "She Loves You" und "I Want To Hold Your Hand" erreichten ähnlich schnell die Spitze. Die letzten beiden Titel erschienen in Deutschland sogar in deutscher Sprache, eine Reminiszenz an ihrer Hamburger Zeit. Das wichtigste aber - der Durchbruch in den USA und der übrigen Welt.

    Beatlemania:
    Sie sorgten fortan für Schlagzeilen, Superlative und Umsatzrekorde. Als die Beatles 1964 zum erstenmal im amerikanischen Fernsehen auftraten, schalteten 72% aller Gerätebsitzer zu den "Beatles". Bis zum Juli 1964 besetzten sie ununterbrochen alle Top-Eins-Plätze der amerikanischen Charts. 60% aller 1964 in den USA verkauften Singles waren Scheiben der Vier - insgesamt 2,5 Millionen pro Monat. Der Filmsoundtrack zum Film "A Hard Day's Night" spielte allein die Herstellungskosten ein bevor überhaupt eine einzige Kinokarte verkauft wurde. Bis 1973 wurden 90 Millionen LP und 125 Millionen Singles verkauft. Diese Pahse der Slapstick-Apotheose fand im Jahre 1965 mit der LP "Rubber Soul" ihr Ende.

    Die Musik:
    Angeregt von Drogengenuß, beeindruckt von Bob Dylan und gereift an der Persönlichkeit ihres musikalisch versierten Produzenten George Martin, begannen die Beatles, mit klassischen Musikformen, exotischen Instrumenten (Sitar) und esoterischen, teilweise sogar fremdsprchiger Lyrik (Michaelle) zu experimentieren. Songtitel wie "Norwegian Wood" und später "Yellow Submarine", "Strawberry Fields Forever", Lucy In The Sky With Diamond" deuteten, trotz gegenteiliger Behauptungen der Bandmitglieder, auf Kenntnisse diverser Rauschmittel hin. "Yesterday" orchestrierten sie mit einem Streichquartett, "Eleanor Rigby" wie ein Weillsches Coublet. "Tormorrow Neber Know" füllten sie mit elektronischen Verfremdungen, den Geräuschen rückwärts laufender Bänder und Multi-Track-Überspielungen. Das Stück signalisierte auch, warum sie nach ihrer bahnbrechenden Tournee in den USA und aller Welt im August 1966 ihr letztes Konzert gaben: Die Musik liess sich nicht mehr adäquat zu dieser zeit mit den vorhandenen Mitteln live umsetzen. Das folgende Werk "Sgt. Peppe's Lonley Hearts Club Band" wurde mit 120 Orchestermusikern, elektronischen Apperaturen, Bläserchören erstellt und erzielte für die LP das höchste Entwicklungsstadium als künstlerisches Medium.

    Das Ende:
    Nach dem Tod von Brian Epstein managten sich die vier Pilzköpfe von nun an selber. Sie gründeten eine eigene Plattenfirma "Apple Corps Ltd", hatten damit aber nicht viel Glück. Ihre Seit 1968 vorgelegten Alben bezeugen die künstlerischen Auseinandersetzungen in der Gruppe und zu Spiegelbildern ihrer privaten Querelen. Insbesondere die verbindung zwischen John Lennon und Yoko Ono, die Forderungen George Harrisons nach mehr musikalischer beteiligung brachten die Gemeinschaft dem Ende entgegen. Trotzdem gelang ihnen mit dem Doppelalbum "The Beatles" (auch "Weißes Album" genannt), gelang ihnen nochmals ein großer Wurf. Dann endlich am 11.04. 1970 kam das offizielle Ende. Alle vier hatten in dieser zeit bereits ihre ersten Soloalben vorgelegt. Man hatte sich nichts mehr zu sagen!

    Immer wieder aufkeimenden Gerüchten nach einer Re-Union war spätestens nach Lennons gewaltsamen Tod 1980 ein Riegel vorgeschoben. Paul, George und Ringo trafen sich zwar noch in den Studios, aber nur um sich gegenseitig bei Soloprojekten zu unterstützen oder alte Aufnahmen zu remastern.

    Diskographie:

    1963 - Please Please Me
    1963 - With the Beatles
    1963 - Introducing The Beatles (nur USA)
    1964 - A Hard Day's Night
    1964 - Beatles For Sale
    1964 - The Beatles' First
    1964 - The Beatles Second Album (nur USA)
    1964 - Meet The Beatles (nur USA)
    1964 - Something New (nur USA)
    1964 - The Beatles Story (nur USA)
    1965 - Beatles'65 (nur USA)
    1965 - Beatles VI (nur USA)
    1965 - Early Beatles (nur USA)
    1965 - Help!
    1965 - Rubber Soul
    1966 - Revolver
    1966 - A Collection Of Beatles Oldies
    1966 - Yesterday And Today (nur USA)
    1967 - Sgt. Pepper's Lonley Hearts Club Band
    1967 - Magical Mystery Tour
    1968 - The Beatles
    1969 - Yellow Submarine
    1969 - Abbey Road
    1970 - Let It Be
    1970 - From Them To You
    1971 - The Early Years
    1973 - The Beatles 1962 - 1966
    1973 - The Beatles 1967 - 1970
    1976 - The Beatles feat. Tony Sheridan
    1977 - Love Songs
    1977 - The Beatles At The Hollywood Bowl
    1978 - The Beatles Collection (14 LP's)
    1979 - Rarities
    1980 - Beatles Ballads
    1980 - Rock And Roll Music Vol. 1
    1980 - Rock And Roll Music Vol. 2
    1980 - The Beatles Box
    1981 - Early Beatles Vol. 1
    1981 - Early Beatles Vol. 2
    1982 - rare Beatles
    1982 - Reel Music
    1982 - 20 Greatest Hits
    1982 - The Beatles Mono Collection
    1982 - The Savage Young Beatles
    1982 - The Complete Silver Beatles
    1983 - 20 Great Hits
    1983 - The Hamburg Tapes Vol. 1
    1983 - The Hamburg Tapes Vol. 2
    1983 - The Audition Tapes
    1984 - The History Of Rock Vol. 26
    1984 - The Beatles: Their Greatest Hits
    1985 - The Beatles Live! At The Starclub, Hamburg Germany, 1962 Vol. 1
    1985 - The Beatles Live! At The Starclub, Hamburg Germany, 1962 Vol. 2
    1987 - Decca Sessions
    1988 - Past Masters
    1988 - The Beatles
    1994 - The Beatles - Live At The BBC
    1995 - Anthologie Vol. 1
    1996 - Anthologie Vol. 2
    1996 - Anthologie Vol. 3
    2000 - 1
    2003 - Let It Be - Naked
    2004 - The Capitol Years Vol. 1
    Geändert von rsjuergen (16.06.05 um 15:36 Uhr)

  14. #28
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    System Of A Down


    Das aus Los Angeles stammende Metal-Quartett SYSTEM OF A DOWN besteht aus den Mitgliedern Serj Tankian (Gesang, Keyboards), Daron Malakian (Gitarre), Shavo Odadjian (Bass) und John Dolmayan (Schlagzeug). Tankian, Malakian und Odadjian sind armenischer Herkunft. Sie begannen 1993 unter dem Band-Namen SOIL aufzutreten, jedoch nannten Sie sich 1995 auf Grund des Gedichtes VICTIMS OF A DOWN von Daron Malakian in SYSTEM OF A DOWN um. Sie stießen bei einem Auftritt in Süd-Kalifornien auf den Schlagzeuger John Dolmayan und nahmen ihn in die Band auf. Im September des Jahres 1997 wurden Sie von Rick Rubin, dem Manager der Plattenfirma AMERICAN RECORDINGS, auf seinem Label unter Vertrag genommen, nachdem er sie mit voller Begeisterung in dem Club VIPER ROOM in Hollywood gesehen hatte. Ihr Debut-Album, welches im Juni 1998 in die Plattenläden kam, wurde von Rick Rubin und Dave Sardy in den SOUND CITY STUDIOS produziert. Durch ihre Mischung aus alternativen Metal, osteuropäischen Einflüssen und Stilelementen aus den verschiedensten Musikrichtungen verdienten sich SYSTEM OF A DOWN in kürzester Zeit große Anerkennung. Auch ihr im September 2001 erschienenes Zweitwerk TOXICITY produzierte Rick Rubin - im Vergleich zum Erstling melodiöser, noch vielfältiger und kein bißchen weniger druckvoll. Insgesamt wurden 33 Songs aufgenommen, von denen nur 15 ihren Weg auf das Album fanden. Ihr neustes Album heißt STEAL THIS ALBUM! und wurde im November 2002 veröffentlicht. Es wurde nach dem Handbuch STEAL THIS BOOK! von Abbie Hoffman benannt, welches in den 60er Jahren entstand und eine Anleitung zur Herstellung von Molotov-Cocktails beinhaltet. Die Art, wie SYSTEM OF A DOWN ihre Alben aufnehmen, beschreibt den Charakter der Band sehr gut. So wurde das erste Album in einem Zelt im Haus von Rick Rubin aufgenommen. Den Song DARTS sang Serj Tankian sogar an den Füßen aufgehängt ins Mikro.

    1998 System of a down
    2001 Toxicity
    2003 Steal this album

  15. #29
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    the prodigy


    biografie:
    Was nach der Veröffentlichung der Debut-Single "What Evil Lurks" im Februar 1991 noch lange nicht abzusehen ist, kommt plötzlich schneller als erwartet: Die Band um Mastermind Liam Howlett wird dank "Charly", der zweiten Single, urplötzlich zum Hitparadenstürmer. Eingängige Melodien (inspirieren lässt sich Howlett von der britischen Underground-Szene um Joey Beltram und Meat Beat Manifesto) kombiniert mit hoch gepitchten Hip Hop-Beats - so einfach ist das Rezept von The Prodigy. Verfeinert wird dies auf dem Welthit "Out Of Space", dessen Refrain der alten Lee Scratch Perry/Max Romeo-Nummer "Chase The Devil" entliehen ist. Bereits mit dem Debutalbum "The Prodigy Experience" nehmen sie vorweg, was später unter dem Namen Big Beat Furore machen sollte. Zwei Alben später treiben Prodigy voll im Trend, produzieren fette Breakbeats mit wirren Gitarrenriffs, treten jedes Jahr auf allen Giganto-Open-Air-Festivals auf und erfreuen dadurch ihre gewaltige Fangemeinde. Auf jeder Platte finden sich diverse chartverdächtige Hits - selbst wenn mal ein Video wie das von "Smack My Bitch Up" keinen Sendeplatz mehr bei MTV erhält. Der Clip beschäftigt sogar das englische Parlament. Auf den Tanzflächen der Clubs sind Prodigy trotzdem der gemeinsame Nenner, auf den sich Rockfans und Raver problemlos einigen können - bei Tracks wie "Firestarter" oder "Breathe" wird's immer eng auf dem Floor.
    Musikalisch gesehen besteht die 1990 gegründete Band eigentlich nur aus Liam Howlett - die restlichen Mitglieder beschränken sich in erster Linie auf Tanz- und Gesangseinlagen. Aber Keith 'Firestarter' Flint, Keeti Palmer aka Maxim Reality und Leeroy Thornhill sind untrennbar mit dem Gesamtphänomen Prodigy verbunden. Denn ein Großteil des Erfolgs beruht auf den energiegeladenen Live-Performances. Kollaborationsangebote von David Bowie, U2 und Madonna haben The Prodigy Mitte der 90er nicht mehr nötig und bringen lieber ihr drittes Album auf den Markt. "Fat Of The Land" wird in Großbritannien die meistverkaufte Platte überhaupt und geht in 22 Ländern auf Platz Eins der Charts. Die Tour in den darauffolgenden 18 Monaten führt das Quartett durch über 50 Länder. Auf dem Roten Platz in Moskau begeistern die dreckigen Grooves der Elektro-Hopper mit Punk-Attitüde 250.000 Fans.
    In den 80ern, lange vor der Prodigy-Zeit, machte sich Liam Howlett bereits als Hip Hop-DJ u.a. mit der Rap-Gruppe Cut To Kill einen Namen, bevor er mit Acid House die Rave-Szene erobert. In den 90ern setzt er dagegen verstärkt auf Breakbeats und Gitarren, wie das Album "Music For The Jilted Generation" zeigt. Dass Howlett, der auch Remixe für Front 242, Jesus Jones und Art Of Noise anfertigt, seine Mixing-Skills nicht verloren hat, beweisen die "The Dirtchamber Sessions", auf denen er seine musikalischen Wurzeln aus dem Plattenkoffer zaubert. Nach dem Ausstieg von Leeroy Thornhill im April 2000 veröffentlicht auch Maxim ein erstes Soloalbum. Der dunkle Cyber-Sound seiner Platte bleibt an den typischen Prodigy-Beats orientiert, betont aber die Black Music-Roots des 1993 zur Band gestoßenen MCs.
    Als Vorbote des sehnlichst erwarteten vierten Longplayers "Always Outnumbered, Never Outgunned", der sich jedoch auf Winter 2003 verschiebt, schicken Prodigy im Juli '01 die Single "Baby's Got A Temper" ins Rennen. Der Sound des Songs erinnert mächtig an "Fat Of The Land". Der dazugehörige von Traktor gedrehte Clip beschäftigt (wegen Drogenverherrlichung) einmal mehr die englischen Medienwächter. Howlett, der Chef einer der wichtigsten Elektro-Combos der 90er und mittlerweile Ehemann von All Saints-Sängerin Natalie Appleton sagt übers neue Album: "Statt meine Plattensammlung als Quelle für Sounds und Samples zu nutzen, habe ich diesmal versucht, andere Musiker zu integrieren und viele Instrumente selbst einzuspielen." So waren Pitchshifter-Gitarrist Jim Davis und angeblich sogar Liam Gallagher im Studio zu Gast. Davis soll das Trio auch auf Tour begleiten.
    Im Juni 2003 präsentiert Keith Flint seine neue Band, kurz Flint betitelt, auf einem Londoner Showcase. Mit Davis, zwei Drummern namens Tony Howlett (!) und Kieran Pepper sowie einem ungenannten Bassisten zimmern sie außerdem ein Debutalbum ein, das Killing Joke-Produzent Youth produziert. Eine Single namens "Asteroid", die "Smack My Bitch Up"-Regisseur Jonas Akerlund gedreht hat, soll im Sommer erscheinen.

    diskografie:
    presents The Dirtchamber Sessions Vol. 1

    (1999)
    The Fat Of The Land
    (1997)
    Music For The Jilted Generation
    (1994)
    The Prodigy Experience
    (1992)

    offizielle homepage:
    http://www.theprodigy.com/
    Geändert von l°zildjian°l (24.12.03 um 08:06 Uhr)

  16. #30
    treuer Stammgast Avatar von l°zildjian°l
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    nirvana


    biografie:
    Der Verantwortliche, der 1992 bei MTV den Song "Smells Like Teen Spirit" auf Heavy Rotation setzt, ist sich damals wohl kaum bewusst, dass er damit den Schalter für ein neues Zeitalter des Alternative-Rocks umlegen würde. Was immer ihn dazu getrieben hat auf dieses aus dem üblichen Musikvideo-Rahmen fallende Pferd zu setzen, es war ein kommerzieller Glücksgriff sondersgleichen. Mit einem langweiligen Sporthallen-Video, in dem meist ein zerzauster Typ seine schulterlangen, blonden Haare in die Kamera wuschelt und einen einfachen vier Akkord-Riff-Song lustlos hinschmettert, treffen ein paar Gammler aus Seattle seltsamerweise den Nerv der Zeit und werden zu einem Sprachrohr einer ganzen Generation inszeniert.Ob das so gewollt war, ist streitbar. Gitarrist, Sänger und Songwriter Kurt Cobain hat es sich wohl nicht zum Ziel gesetzt, für Millionen von Teenager in ihrer Depri-und-nicht-verstanden-Phase als Role-Model herzuhalten. Andererseits kämpft er seit seinen Anfangstagen als Musiker verbissen, höllisch selbstbewusst ("Ich wusste immer dass ich etwas besonderes mache.") und ohne Rücksicht auf Verluste für ein Leben in Ruhm, Ehre und jeder Menge Rock'n'Roll.
    In seinen High School-Tagen ändern sich seine Vorlieben von Heavy Metal zunächst hin zu amerikanischem Hardcore. Black Flag zählen später neben den Pixies zu seinen absoluten Lieblings-Bands. Über seine Kiffer- und Abhäng-Kumpels lernt Cobain die Heavy Punks der Melvins aus dem nahe liegenden Ort Olympia kennen. Sie sind cool, rauchen eine Menge Joints und haben nichts mit den Leuten aus der Football-Mannschaft zu tun, von denen sich Kurt nach und nach abgrenzt. Cobain himmelt die Melvins an und wird durch sie endgültig vom Punkrock angefixt. Nebenbei spielt er bereits in einigen Punk Bands, darunter bei Fecal Matter, bei denen der Melvins-Drummer Dale Crover Bass zupft. Durch den Melvins-Kopf King Buzzo kommt Kurt 1985 in Kontakt mit dem Bassisten Krist Novoselic, der zwar in relativ behüteten Verhältnissen aufgewachsen ist, aber in Sachen Punk-Rock-Interesse und High-School-Desinteresse mit Cobain auf einer Wellenlänge liegt.
    Sie schließen sich zusammen und durchlaufen dabei eine Vielzahl von Formationen und Bands, bis sie als Skid Row in der Besetzung Kurt (Gitarre, Gesang), Krist (Bass) und Aaron Burckhard (Drums) musizieren. Bei ihren ersten Auftritten spielt die Band bereits erste Versionen von Songs wie "Spank Thru", "Beeswax" oder "Floyd The Barber", die sich später auf dem Nirvana-Debüt "Bleach" wiederfinden. Die Formation bleibt, gemäß ihrem Lifestyle von Drogen und Abgesifftheit (Kurt lebt einige Zeit sogar unter einer Brücke in Aberdeen und ernährt sich hauptsächlich von Fisch, Bier und Süßigkeiten) nicht lange zusammen. Für Burckhard ist Nirvana, wie sich Skid Row mittlerweile nennen, ein Spaß. Für Krist und Kurt ist die Band hingegen alles andere als nur ein Zeitvertreib. "Sie wollten jeden Tag proben. Das war ein bisschen viel.", resümiert Burckhard sein Engagement. Er verlässt Nirvana, und Kurt und Krist stehen ohne Drummer da. Ein Zustand, an den sie sich gewöhnen.
    Kurt zieht nach Olympia, und Nirvana nehmen 1988 mit ihrem alten Kumpel Dale Crover am Schlagzeug ihr erstes Demo auf. Produziert wird es vom Seattler Hausproduzenten Jack Endino, der damals praktisch alles produziert, was auf den Seattle-Label Sub Pop erscheint. Bruce Pavitt und Jonathan Poemann, die Sub Pop-Gründer, werden auf Nirvana aufmerksam und verschaffen ihnen einige Gigs.
    Nachdem Dale Crover mit King Buzzo nach San Francisco zieht, stehen sie wieder einmal ohne Schlagzeuger da. Auf Crovers Tipp wird Dave Foster eingestellt, ein Redneck mit Schnauzbart aus Aberdeen. Von Anfang ist aber klar, dass sein Einsatz nur von kurzer Dauer sein wird. Foster ist zu sehr Macho, zu sehr Proll, als dass er sich mit dem Punkrock-Style von Krist und Kurt, die zeitweise auch zu Dritt mit Novoselic' Freundin Shelli in einem Haus wohnen, anfreunden könnte. Als Foster einen Nebenbuhler krankenhausreif schlägt und für ein Jahr ins Gefängnis wandert, kommt aushilfsweise Aaron Burckhard wieder kurz ins Boot. Chad Channig, der dann für längere Zeit fester Nirvana-Drummer ist, ersetzt ihn. Zwei Monate nach Channings Einstieg nehmen Nirvana ihrer erste Single für Sub Pop auf. "Love Buzz", eine Coverversion von Shocking Blue auf der A-Seite und der eigene Song "Big Cheese" auf der B-Seite. Die 7'' erscheint nur in einer kleinen Auflage von tausend Exemplaren über den legendären Sub Pop-Singles-Club.
    Für lächerliche sechshundert Dollar spielen Nirvana 1989 ihr Debüt-Album "Bleach" ein. Jason Evermann wird auf der Rückseite des Booklets zwar als zweiter Gitarrist genannt, in Wirklichkeit ist auf "Bleach" aber kein einziger Ton von ihm zu hören. Er war nur bei einigen Live-Shows vierter Mann, bevor er Nirvana Ende 1989 verlässt, um bei Soundgarden einzusteigen, die neben Mudhoney eine der wenigen Bands aus Seattle ist, die zu dieser Zeit schon überregionalen Erfolg hat.
    Obwohl alles andere als leicht verdaulich, belegt "Bleach" gute Platzierungen in den College-Radio-Charts und mausert sich zum Liebling der amerikanischen Indie-Szene. Kurts Songwriter-Qualitäten sind auf dem Debüt noch lange nicht auf ihrem Höhepunkt angelangt, lassen aber das Potential, das in ihm steckt, erahnen. Songs wie "About A Girl" gehen schon deutlich in eine ähnliche Richtung, die Nirvana zwei Jahre später weltweit bekannt macht. Noch sind sie in den Staaten aber nicht viel mehr als eine Underground-Tipp.
    Die englische Presse ist da natürlich schon etwas weiter. Angefixt durch andere Seattle-Bands haben die Insulaner Grunge schon längst als das nächste große Ding ausgemacht. Durch den großen Support damaliger Indie-Stars wie Sonic Youth und Dinosaur Jr., werden Nirvana in England schnell zu viel versprechenden Newcomern. Spätestens als Cobain & Co mit Tad auf England-Tour gehen, sind Holzfäller-Hemden in aller Munde.
    Nirvana nehmen zusammen mit Butch Vig, dem Starproduzenten und späteren Garbage-Drummer, ein Demo auf, mit dem sie sich bei verschiedenen Major-Labels bewerben wollen, die sich jedoch schon heftig um die Band reißen. Im Mai 1990 verlässt Chad Channings die Band. Kurt und Krist sind schon lange mit seinem Spiel unzufrieden, da sie es für zu undynamisch halten. Mit Dan Peters von Mudhoney finden sie kurzfristig und für eine Single ("Sliver/Dive") Ersatz.
    King Buzzo spielt dann erneut Schicksalsgeber für Nirvana. Er gibt dem jungen Drummer Dave Grohl, der damals in der Hardcore-Band Scream spielt, die Telefonnummer von Novoselic. Grohl ruft tatsächlich an, obwohl er von Nirvana nicht wirklich begeistert ist: "Sie rissen mich nicht gerade vom Hocker". Als er die Zusage von Kurt und Chris hat, steigt er dennoch mitsamt Drumkit und ein paar Klamotten ins Flugzeug und fliegt nach Seattle. Bei der ersten gemeinsamen Probe läuft alles glatt. "Nach zwei Minuten wussten wir, dass er der richtige Schlagzeuger war", erzählt Novoselic später über Grohls Drumming, dass endlich die gewünschte Härte hat. Grohl zieht zusammen mit Cobain in ein Haus, und bald darauf spielen Nirvana ihre erste Show mit dem neuen Schlagzeuger aus Washington ? nach nur einem Tag ist das Konzert ausverkauft.
    Über Sonic Youth stellen Nirvana Kontakt zu Geffen Records her, bei denen sie im April 1991 einen Deal unterschreiben. Zusammen mit Butch Vig nimmt die Band in Los Angeles ihr zweites Album "Nevermind" auf, das nach einer Europa-Tournee mit Sonic Youth im September 1991 erscheint. Als eine der letzten Bands aus Seattle, die mit einem Major-Album auf den Markt kommt, sind die Erwartungen auf Seiten der Plattenfirma aber eher mittelmäßig.
    "Nevermind" steigt auf Platz 144 der amerikanischen Charts ein und wird bereits im Oktober vergoldet. Das Video zur ersten Single "Smells Like Teen Spirit" (ein Satz den Bikini Kill-Sängerin Kathleen Hanna an Cobains Wand sprüht und damit Kurts Körperdüfte mit dem eines Deodorants vergleicht) läuft auf den Clip-Kanälen rauf und runter und hilft kräftig mit, dass sich das Album nach einer kurzen Tour mit den Red Hot Chili Peppers und Pearl Jam pro Woche unglaubliche 300.000 mal verkauft. Die Platte ist um einiges härter ist als alles was sich damals auf dem Mainstream-Markt tummelt. Sie bringt die Verschmelzung von Punk und Metal, Grunge, den Massen näher und schubst sogar Michael Jackson mit "Dangerous" von ersten Platz der Album-Charts. Führt Alternative Rock davor noch ein Leben in der Nische, haben die Medien danach mit Nirvana und vor allem mit Cobain ihren ersten abgewrackten Rockstar, der sich herrlich medial ausschlachten lässt.
    Zu Beginn spielen Nirvana das Spiel der Stars auch kräftig mit und provozieren, wo sie nur können. Legendär sind ihre effektiv in Szene gesetzten, selbstzerrstörerischen Auftritte, bei denen meist nicht mal ein Becken stehen bleibt. Nirvana pöbeln in TV-Shows und bieten der Welt das Bild, das man von ihnen verlangt. Ihrer Anhängerschaft geben sie ein Gefühl der Identifikation und der Revolte. Cobain macht jedoch nicht auf Verständnis für die gelangweilte Jugend. Er lebt eher genau das aus, was sich viele wünschen: die komplette Verneinung: "Here We Are Now, Entertain Us".
    Als Cobain dann auch noch mit der Hole-Frontfrau Courntey Love anbändelt, hat die Presse ihr Vorzeige-Paar. Im Februar 1992 heiraten Cobain und Love auf Hawaii. Love ist bereits hochschwanger und bringt am 18. August 1992 die gemeinsame Tochter Frances Bean auf die Welt. Zwei Wochen später berichtet das Boulevard-Magazin Vanity Fair, dass Love während ihrer Schwangerschaft Heroin genommen habe. Daraufhin wird den Eltern das Sorgerecht für einen Monat entzogen und erst nach einem heftigen Rechtsstreit wieder zurück gegeben.
    Cobain zieht sich immer mehr zurück und flüchtet sich in Alkohol und Drogen. Er nimmt täglich Heroin für vierhundert Dollar, da der Bankautomat nicht mehr an einem Tag ausgibt. Weil Cobain vollkommen unfähig ist, einen Nachfolger für "Nevermind" aufzunehmen, veröffentlicht Geffen im Dezember 1992 die B-Seiten und Raritäten-Sammlung "Incesticide", um Nirvana im Gespräch zu halten. Es wird auf Wunsch der Band nicht promotet, erreicht aber trotzdem Platz 39 der amerikanischen Charts.
    Bei ihrem dritten Album entscheiden sich Nirvana für Steve Albini als Produzenten. Albini hat sich bereits mit Platten der Breeders oder den Pixies einen guten Namen gemacht. Im Februar 1993 nehmen Nirvana in Minnesota ihr drittes Album auf. Eigentlich ist geplant, ihm den Titel "I Hate Myself And I Want To Die" zu geben. Das empfindet die Plattenfirma aber als zu hart und lehnt es ab. Schließlich tauft man es auf "In Utero".
    Albinis grober Sound stößt bei Geffen ebenfalls auf Ablehnung. Nach dem utopischen Verkaufszahlen des Vorgängers ist der Druck groß, das Album wird von R.E.M.-Produzent Scott Litt noch mal gemixt, da Geffen die urpsrünglichen Aufnahmen unter kommerziellen Gesichtspunkten für untragbar hält. Ab den Sessions mit Albini bis zum endgültigen Release am 21.September 1993 zieht sich der Streit zwischen Band und Firma auf knapp sechs Monate.
    "In Utero" entwickelt sich zum Schlag ins Gesicht von MTV und Radiostationen. Bis auf wenige Songs wie "All Apologies" oder "Pennyroyal Tea" ist es ein verzerrter Wutausbruch, mit dem Cobain dem Pop-Appeal den Riegel vorschiebt. Einen "Smells Like Teen Spirit"-Nachfolger sucht man vergebens, trotzdem schießt die Platte von 0 auf 1 in die Charts.
    Bei der folgenden Tournee lassen sich Nirvana durch die LA Punk-Legende Pat Smear (The Germs, später für eine Platte auch bei den Foo Fighters) an der zweiten Gitarre unterstützen. Die Tour läuft relativ erfolgreich, auch wenn einige Shows nicht ausverkauft sind. Am 18. November 1993 spielen Nirvana ein MTV Unplugged-Konzert, das ein Jahr später als CD veröffentlicht wird. Es zeigt Nirvana von einer unbekannten Seite mit einem ungewöhnlichen Fokus auf Perfektion.
    Am 1.März 1994 spielen Nirvana ihr letztes Konzert im Münchner Terminal Eins. Danach verbringt Cobain mit Courtney Love einige Tage in Rom, wo er wieder einen Zusammenbruch erleidet. Die Mixtur aus Champagner und dem valiumähnlichen Rohypnol wird an die Medien als Überdosis verkauft, ist in Wirklichkeit aber bereits ein geheim gehaltener Selbstmordversuch. Zurück in Seattle verbessert sich Kurts Gemütslage nicht. Am 18. März muss Courtney Love die Polizei in ihr Haus rufen, da Cobain sich im Badezimmer eingeschlossen hat und damit droht, sich umzubringen.
    Der Nirvana-Sänger begibt sich in das Exodus Recovery Center in Marina del Ray bei Los Angeles, um seinen Drogenkonsum und die Psyche in den Griff zu bekommen. Bereits nach zwei Tagen flieht er aus der Anstalt und geht zurück nach Seattle. Dort angekommen, verbarrikadiert er sich am 5. April 1994 in einem Raum über seiner Garage und schießt sich eine Dosis Heroin in den Arm, nach der ein normaler Mensch bereits klinisch tot sein müsste. Mit einer Schrotflinte, die er im März zusammen mit seinem Freund Dylan Carlson gekauft hatte, um sich gegen Einbrecher zu schützen, schießt er sich danach in den Mund. Erst drei Tage später wird seine Leiche von einem Elektriker gefunden. Allen Spekulationen um den Tod Cobains zum Trotz, wird als Todesursache offiziell Selbstmord angegeben.
    Am Abend des 10. April versammeln sich Tausende Jugendliche in der Innenstadt von Seattle, um Abschied zu nehmen. Courtney Love liest dabei den von ihrem Ehemann zurück gelassen Abschiedsbrief vor. Später wird er sogar auf T-Shirts und Poster abgedruckt. Kurt Cobains Leichnam wird eingeäschert, und die Garage, in der sich er sich das Leben nahm, zwei Jahre später abgerissen, um den Ort nicht zu einem Pilgerort verkommen zu lassen.
    Nach Cobains Tod wird neben dem Unplugged-Album auch das Live Video "Live! Tonight! Sold Out!" veröffentlicht. Als 1996 das Live-Album "From The Muddy Banks Of The Whiskah" erscheint, sind die verbleibenden Nirvana-Mitglieder bereits anderweitig beschäftigt. Dave Grohl wechselt bei seiner eigenen Band den Foo Fighters äußerst erfolgreich von den Drums an die Gitarre und den Gesang, während Krist Novoselic mit Sweet 75, von der Außenwelt kaum beachtet, weiter musiziert.
    1997 gründen Grohl und Novoselic zusammen mit Courtney Love ein Nirvana Partnership, um den Nachlass der Band zu verwalten. Die traute Dreisamkeit entwickelt sich allerdings zum Desaster und resultiert in einem endlosen Rechtsstreit zwischen den Parteien Grohl/Novoselic und Love, die darauf pocht, die Songs ihres Ehemannes allein zu verwalten. Erst 2002 erscheint das Best Of-Album und nicht wie eigentlich geplant eine weitere Raritäten-Box. Es enthält mit "You Know You're Right" einen einzigen neuen Song, den Novoselic nach der letzten Nirvana Studiosession in seinem Keller bunkert. Love ist das noch nicht genug und sie veröffentlicht kurz vor Weihnachten 2002 die Tagebücher ihres Mannes. Tagebücher ist jedoch eine falsche Beschreibung, es handelt sich aber eher um eine Ansammlung von Notizzetteln, Songtext-Fragmenten oder wirren Kritzeleien.
    Krist Novoselic gibt 2003 seinen Rückzug von der Musik bekannt und will sich nach misslungenem Comeback-Versuch fortan der Politik widmen. Dave Grohl ist dagegen Rockstar geblieben. Neben seiner Hauptbetätigung bei den Foo Fighters klopft er noch hier und da (z. B. Queens Of The Stone Age und bei Killing Joke) auf die Becken. Seine berühmtesten Zwischeneinlagen sind die bei den Queens Of The Stone Age und bei Killing Joke.

    diskografie
    Nirvana

    (2002 - (Best Of))
    From the Muddy Banks of the Wishkah
    (1996)
    MTV Unplugged In New York
    (1994)
    Live! Tonight! Sold Out!!
    (1994)
    In Utero
    (1993)
    Incesticide
    (1992)
    Nevermind
    (1991)
    Bleach
    (1989)

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