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Thema: Umfrage zum Thema Religion Zitat von gisqua - Ist Glauben nur etwas für den "einfachen" Menschen; - bzw.: hat der Glaube für wissenschaftlich Gebildete ...
  1. #31
    Die Ruhe selbst! motz Avatar von Hidden Evil
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von gisqua Beitrag anzeigen
    - Ist Glauben nur etwas für den "einfachen" Menschen;
    - bzw.: hat der Glaube für wissenschaftlich Gebildete einen anderen Stellenwert?
    - oder noch etwas anders gefragt: ist Religiosität bei einem Naturwissenschaftler überhaupt möglich?
    Die ersten beiden Fragen bieten leider die Möglichkeit, Glauben mit Religion zu verwechseln. Religion setzt zwar Glauben voraus, aber Glaube nicht Religion. Sogar Wissenschaftler können glauben, allerdings eher an Überzeugungen und Fakten als an die eventuelle Existenz eines "Schöpfers". Wissenschaftler können auch an das Schicksal glauben und benötigen keine Religion dafür. Wenn man Einsteins These betrachtet, man könne in die Zukunft schauen, dann müsste demnach auch unsere Bestimmung schon festgelegt sein, ergo unser Schicksal.

    Die dritte Frage jedoch lässt wiederum Spielraum für Spekulationen und nicht für ein klares ja oder nein. In manchen Religionen ist man der Überzeugung, die Seele geht in ein neugeborenes Lebewesen über. Betrachtet man als Wissenschaftler die Seele eines Menschen als Energie, so müsste laut Energieerhaltungsgesetz diese Energie nicht einfach verlorengehen, sondern müsste irgendwo hin. (Wobei sich dann die Frage stellt - Da Energie nur umgewandelt und nicht erschaffen oder vernichtet wird: Woher kommen dann die schon vorhandenen Seelen?). Im weitesten Sinne wäre das also denkbar.
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  3. #32
    assimiliert Avatar von Lollypop
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Eigentlich sollte vor allem Anderen erst einmal geklärt werden: welches ist nun überhaupt die richtige Religion, welches Herrgöttchen ist denn nun das einzig und allein seeligmachende?

    Erst wenn die Frage endgültig und Unabänderlich wahr beantwortet ist, kann man weiterfragen. Ansonsten ist jede Antwort Larifari. Falsche Götter sind nicht diskusionswürdig, der Richtige steht nicht fest.

  4. #33
    dem Board verfallen Avatar von Palladin007
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Der Fragebogen ist gedruckt und wir haben fast alle Antworten rein.
    Sogar von dem Philosophie-Lehrer, der so sehr als Argumentations-Guru betitelt wird. Seine Frau meinte erst, es ist ein riesen Fehler, mit solchen Fragen zu einem Philo-Lehrer zu gehen, der schlägt einen mit den eigenen Waffen.
    Das hat er sofort aus dem Stegreif geschafft, aber es war sehr lustig

    Jetzt müssen wir das noch auswerten. -.-



    An die ganze Mannschaft hier, die mir so fleißig geholfen hat, vielen Dank. ^^

    Waren einige interessante Punkte dabei, vielleicht schreibe ich mir mal ein paar raus und fange mit unserer Religions-Lehrerin eine 90 minütige Diskussion an, ob Gott nun existiert oder nicht, bis der Unterricht vorbei ist. ^^

  5. #34
    treuer Stammgast Avatar von Rev. Bumszack
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von gisqua Beitrag anzeigen
    Ich hätte da auch noch einen Punkt für Deinen Fragen-Katalog:

    - Ist Glauben nur etwas für den "einfachen" Menschen;
    - bzw.: hat der Glaube für wissenschaftlich Gebildete einen anderen Stellenwert?
    - oder noch etwas anders gefragt: ist Religiosität bei einem Naturwissenschaftler überhaupt möglich?
    Diese drei Fragen reizen mich sehr zur Beantwortung.
    Der "einfachste" Mensch ist wohl das Neugeborene. Das Gehirn ist so gut wie nicht benutzt, einige Programme sind dort per Genetik hinterlegt, die Speicher sind noch so gut wie leer. Eines der Programme löscht gerade automatisch jeden Gedanken an das Geburts-"trauma". Die Ganglien und Synapsen sind bis auf wenige Hauptwege noch nicht gebildet, da sie erst durch "Denken", also benutzen, aktiviert werden und ihre Verzweigungsarbeit beginnen. Das Menschlein ist auf dem Weg.

    Die ersten Eindrücke werden wohl noch durch die "Programmierung" geordnet und gespeichert. Aber der "Wissenschaftler" in ihm ist bereits voll bei der Arbeit. Die Körperwärme der Mutter wird als angenehmes Gefühl abgespeichert, mal experimentieren, ob's da auch was zu präppeln gibt, war ja früher genauso. Brust gefunden, Essen gefasst, erstes wissenschaftliches Experiment geglückt, Erfolg abgespeichert.

    Die jetzt ungedämpften Geräusche, die an mein Ohr gelangen, kann ich noch gar nicht kennen, ich speicher sie mal ohne Erklärung ab. Um sie später vielleicht doch noch zu gebrauchen, kleb ich für für eine der kommenden Defragmentierungen (-Träume-) einen Aufkleber dran.

    Und so gehe ich systematisch mit allen Informationen um, die mein kleines Gehirnchen erreichen. Die Theorie (-die Annahme-), das Körperwärme = Futter bedeutet, habe ich inzwischen um die Faktoren "mütterlich", "Hautkontakt" und vor allem "Geruch" erweitert, womöglich schon mit weiteren Attributen versehen, damit alles in meine Anfangstheorie hineinpasst. Durch Ausschluss anderer Faktoren (aus dem Versuch, von diesem anderen Riesenbaby, das immer um mich herum ist, Milch zu bekommen, z. B.) bin ich inzwischen fast sicher, dass ich immer nur von einem der beiden bekannten Gerüche Futter bekomme. Futteraufnahme ist wichtig, wie mir mein "Programm" sagt, deshalb bin ich hier sehr genau und erstelle vorsichtshalber mal so eine Art Statistik. Bisher hab ich zwei Menschen kennen gelernt, wovon der eine sich besser anfühlt und besser riecht als der andere, wahrscheinlich, um mir zu sagen, dass es hier Energie zu tanken gibt. Der andere ist auch eher nett, aber jetzt nicht so wirklich nützlich. In vollem Vertrauen zu meinem "Programm" speichere ich auch diese Erkenntnisse zum späteren Gebrauch ab.

    Unsere "wissenschaftliche" Vorgehensweise ist uns also, mehr oder weniger, als Arterhaltungs-"Programm" in die Wiege gelegt. Später werden wir immer auf diese Art Neues aufnehmen und entsprechend markieren, abspeichern.

    Als Erwachsene haben wir den Bogen dann schon so gut raus, dass wir oft gar nicht mehr bemerken, wie "wissenschaftlich" wir eigentlich arbeiten. Dabei müsste es uns doch schon längst klar sein, an Hand der Erfindungen, die wir machen. Ein PC versucht z.B., diese Vorgänge zu imitieren: Eine Statistik zählt die Versuche und ihre jeweiligen Ergebnisse, nimmt die "positiven" Ergebnisse der Versuche als Bestätigung unserer Theorie und die negativen als Widerspruch. Überwiegen die negativen Ergebnisse, muss ich die Theorie überarbeiten oder über Bord werfen. Überwiegen die bestätigenden Ergebnisse, wird die Theorie bestärkt.

    Bekomme ich nur Bestätigungen ohne Widersprüche, kann ich meine Theorie "glauben", was sprachlich etwa die stärkste Form der Vermutung ist. Aber eine Theorie zu 100% zu beweisen, ist eigentlich unmöglich. Es kann ja immer sein, dass ich bei meinem Testaufbau ein oder mehrere Faktoren falsch eingesetzt habe oder noch gar nicht kannte. Wenn z.B. eine noch nie vermutete neue physikalische Kraft mir mein Experiment "Fallobst" (Schwerkraft) versaubeutelt, muss ich die Abweichungen untersuchen, um vielleicht auf die Fliehkraft oder die Corioliskraft zu kommen.

    Habe ich eine Annahme (Theorie), die mich und die Menschen, die ich gerne habe, weiterbringen könnte, kann ich sie vielleicht mal gerade mangels weiterer Kenntnisse nicht "beweisen". Ich "weiß" aber, wenn ich meine Leute einigermaßen heile durchs rote Meer und in fruchtbareres Land führen will, muss ich ihnen beibringen, dass sie sich unterwegs nicht gegenseitig beklauen, die Kamele oder die Frauen wegnehmen, und sich auch sonst halbwegs sozial betragen. Diese "Sozialgesetze" habe ich bereits fixfertig, aber wie bringe ich sie diesen verrohten Halbwilden und Exsklaven bei?
    Als erfahrener Anführer und Kommandant weiß ich, dass für die Schlimmsten nur dann etwas Effekt hat, wenn es noch größer, noch zorniger, noch wilder, noch unberechenbarer ist als sie selbst. Also geh ich mal hoch auf den "Her Sinei" und denk mir da was aus. Wenn ich nun in einem Gewitter und mit viel Brimborium da wieder runter komme, glauben sie mir vielleicht, dass ich da oben mit so einem "Allmachtsdingens" da konferiert habe. Der hat mir gesagt, was ich Euch jetzt sage. Voilà, die zehn Gebote.

    Meine Theorie über die Mosesstory ist mindestens so "glaub"-haft wie jede andere. Wahr muss sie deswegen nicht sein. Wir wissen ja, 100%ige Wahrheit gibt es nicht.
    Wenn ich mir so die Theorien der Apostel oder Propheten jeder Couleur anschaue, und danach mal bei Plato (Höhlengleichnis) vorbei kucke, weiß ich jedenfalls, was "glaub"würdiger ist.
    Wir "wissen" (für mich: = glauben) heute sehr Vieles. Aber ein 100%iges Wissen würde voraussetzen, das wir in jede unserer Theorien Alles einschließen. Das setzte jedoch 100%iges Wissen voraus. Solch ein Versuchsaufbau ist nicht möglich.

    @Palladin: Vielleicht kannst Du Dir aus dieser "Theorie" ein paar Fragen für den Unterricht ableiten. Auf jeden Fall würde ich mich mit dem Lehrer mal über das Höhlengleichnis fetzen. Oder denk mal nach, wie eine erste Begegnung zwischen Neandertalern und Cro-Magnon-Mensch verlaufen sein könnte, die beide zu unterschiedlichen Zeiten aus Afrika los gewandert sind und völlig unterschiedliche Erfahrungen gespeichert hatten. Möglicherweise haben die Neandies Bauklötzer gestaunt über die Fähigkeiten der Cro-Magnon-Menschen. Vielleicht haben sie die als "Götter" angesehen? Dann bräuchtest Du nicht auf den umstrittenen Däniken zurückgreifen, den mit den Aliens.
    Geändert von Rev. Bumszack (19.08.12 um 03:23 Uhr)
    gisqua, Candyman2012, Skalp und 6 weitere bedanken sich.

  6. #35
    z. Zt. im Aussendienst Avatar von gisqua
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    ot:
    @Rev. Bumszack
    Leider kann ich den "Danke" Button nur einmal drücken.

  7. #36
    assimiliert Avatar von Skalp
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von gisqua Beitrag anzeigen
    - Ist Glauben nur etwas für den "einfachen" Menschen;
    - bzw.: hat der Glaube für wissenschaftlich Gebildete einen anderen Stellenwert?
    - oder noch etwas anders gefragt: ist Religiosität bei einem Naturwissenschaftler überhaupt möglich?
    Wenn ich meine Gedanken nicht in Worte fassen kann bediene ich mich an einem Zitat.
    Heute mal aus dem Film Illuminati -

    Camerlengo: Do you believe in God, Sir?
    Robert Langdon: Father, I simply believe that religion...
    Camerlengo: I did not ask if you believe what man says about God. I asked if you believe in God.
    Robert Langdon: I’m academic. My mind tells me I will never understand God.
    Camerlengo: And your heart ?
    Robert Langdon: Tells me I am not meant to . Faith is a gift that i am yet to receive .

    Den Glauben als ein Geschenk zu betrachten das hat doch was.
    Nicht selten beneide ich Menschen die "glauben" können.



    Quelle

  8. #37
    treuer Stammgast Avatar von noctule
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Skalp Beitrag anzeigen

    ...
    Camerlengo: And your heart ?
    Robert Langdon: Tells me I am not meant to . Faith is a gift that i am yet to receive .
    Quelle
    Ich frag mich hier allerdings, ob Robert Langdon in dieser Situation nicht vielleicht "taktisch" antwortet, um das Wohlwollen des Paters zu gewinnen.

  9. #38
    Liebenswerte Berghutze Avatar von Madame
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Ach ja...

    die Sache mit dem Glauben und Wissen

    Zitat Zitat von Gödel
    Jedes hinreichend mächtige formale System ist entweder widersprüchlich oder unvollständig.
    Quelle

    Ich weiss, daß ich nicht alles wissen kann.
    (und andere auch nicht.. )

    Von diesem WISSEN ausgehend , leiste ich mir ein nicht beweisbares Vertrauen in Möglichkeiten die eben nur glaubbar sind.

    Hr. v.Däniken gehört da nicht zu.

    Ich muss auch nicht alles SOOO glauben, wie es mir hie und da präsentiert wird. Auch da hilft Logik und Vernunft schon ein wenig weiter. Es muss aber im Umkehrschluss nicht alles (für mich in diversen Sätzen) unerklärbare als unsinnig deklariert werden.


  10. #39
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Madame Beitrag anzeigen
    Es muss aber im Umkehrschluss nicht alles (für mich in diversen Sätzen) unerklärbare als unsinnig deklariert werden.
    Nur weil etwas (noch) nicht erklärbar ist muss aber auch nicht gleich ein Gottesbeweis sein.
    Unerklärbares ist einfach nur das: unerklärbar. Und das liegt nach meiner Weltanschauung ganz einfach daran, dass wir erkenntnistheoretisch noch nicht weit genug fortgeschritten sind.

    Wenn ich mit die menschliche Vergangenheit so anschaue, dann haben wir für einen sehr großen Teil dessen, was für unsere Vorfahren unerklärbar war, inzwischen durchaus plausible wissenschaftliche Erklärungen gefunden. Und beim Rest ist es nur noch eine Frage der Zeit.

    Die Wissenschaft hat also für eine Vielzahl von Phänomenen, die für unsere Vorfahren zumindest teilweise Beweise göttlichen Wirkens waren, durchaus irdische Erklärungen gefunden. Die Religionen sind aber bisher jeden Beweis für die Existenz irgendeines Gottes schuldig geblieben (ich würde mich ja schon mit einem unwichtigeren Nebengott eines pantheistischen Götterhimmels zufrieden geben).

    Und dabei gibt es Religionen schon sehr viel länger als Wissenschaft im heutigen Sinne, die Religionen hatten also einen Vorsprung von mehreren zehntausend Jahren für ihre Beweisführung.
    Madame, gisqua und Rev. Bumszack bedanken sich.

  11. #40
    Liebenswerte Berghutze Avatar von Madame
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen
    Nur weil etwas (noch) nicht erklärbar ist muss aber auch nicht gleich ein Gottesbeweis sein.
    Unerklärbares ist einfach nur das: unerklärbar. Und das liegt nach meiner Weltanschauung ganz einfach daran, dass wir erkenntnistheoretisch noch nicht weit genug fortgeschritten sind.
    Da gebe ich Dir vorbehaltlos Recht!

    Das pantheistische (als echter Goethe-Fan ) liebe ich ja eh!

    Aber ich geh mal noch weiter - vielleicht sind viele Dinge, die da in den Religionen beschrieben sind, auch NUR einfach nicht RICHTIG formuliert - und haben aber trotzdem ihre Berechtigung ...?

    Und da gibt es einiges was ich durchaus LIEBER GLAUBEN WILL!


  12. #41
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Madame Beitrag anzeigen
    Aber ich geh mal noch weiter - vielleicht sind viele Dinge, die da in den Religionen beschrieben sind, auch NUR einfach nicht RICHTIG formuliert - und haben aber trotzdem ihre Berechtigung ...?
    Sicher hat einiges in den religiösen Beschreibungen seine Berechtigung, schließlich haben die Regeln ja auch das soziale Leben geregelt. Bei den meisten Religionen leider aber auch mit einem ziemlich Maß an Intoleranz allen Andersgläubigen gegebenüber.

    Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Und aus meiner Sicht werfen die weitaus meisten Religionen nur relativ wenig Licht, aber sehr viel mehr Schatten.
    Und da gibt es einiges was ich durchaus LIEBER GLAUBEN WILL!
    Und das ist auch Dein gutes Recht.
    Glücklicherweise Leben wir hier in Deutschland in einer Gesellschaft, in der Dein Glaube die gleiche Daseinsberechtigung hat wie mein Unglaube.

    Und in der wir sogar offen darüber diskutieren können, ohne dass eine(r) von uns Repressalien zu befürchten hat.
    Madame bedankt sich.

  13. #42
    dem Board verfallen Avatar von Palladin007
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Ich hoffe, es stört niemanden, dass ich mich etwas aus klinke.

    Rev. Bumszack hat einen tollen Text geschrieben, aber ich bin einfach extrem unreligiös und vermeide es normalerweise mich mit Religion zu beschäftigen, wenn es nicht nötig ist. :/
    Und da die Umfrage vorbei ist, ist das Thema für mich auch beendet, ihr habt mir dabei echt geholfen. ^^

    Nehmt mir das nicht übel. ^^
    Threepwood bedankt sich.

  14. #43
    Liebenswerte Berghutze Avatar von Madame
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Zitat Zitat von Palladin007 Beitrag anzeigen
    wenn es nicht nötig ist. :/
    Diese Aussage empfinde ich als sehr ... hmmm ... kaufmännisch ..?

    Ich muss nicht immer mit jedem übereinstimmen.
    Aber es geht nicht zwangsläufig alles über etwas, was mir notwendigerweise NUTZEN muss.

    und SOOO kommt mir Deine Aussage da jetzt hier rüber.

    JETZT hier in diesem Thread.
    Hier haben viele Menschen so ihr Herzblut gegeben.
    Auf der einen auf der anderen Seite - aber fair und ehrlich.

    Ich glaube nicht, daß Mensch Religion und Ethik so ohne weiteres trennen kann.
    Von Religion kann ich mich distanzieren. Von Ethik mitnichten.
    Ich habe durchaus den Eindruck, daß dies auch Bestandteil Eures Unterrichts ist.

    beste Grüsse
    Madame

  15. #44
    dem Board verfallen Avatar von Palladin007
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Ok, ich glaube ich hab mich etwas falsch ausgedrückt.

    Ich beschäftige mich gerne damit, habe aber auf Dauer Probleme damit, weil ich einfach den Drang habe, den Gläubigen ihren Irrtum zu erklären.
    Auch kann ich hier nicht wirklich mit diskutieren, weil ich selber nur sehr wenig Grundwissen habe. Ich kann also nur sehr wenig dazu bei tragen.
    Madame bedankt sich.

  16. #45
    dem Board verfallen Avatar von Amon
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    AW: Umfrage zum Thema Religion

    Ich habe mir jetzt auch mal ein bisschen Gedanken zu dem Thema und den vorherigen Beiträgen gemacht und versuche mal die irgendwie auf "Papier" zu bekommen.
    Zitat Zitat von Grainger
    Unerklärbares ist einfach nur das: unerklärbar.
    Dazu fällt mir ein, dass der "Gott" der Lakota "Wakan Tanka" eigentlich genau das bedeutet - wörtlich übersetzt, nämlich "Das große Geheimnis". Wichtig finde ich, dass man das Staunen nicht verliert über die Wunder des Lebens, Universums usw. und das fehlt mir ein bisschen bei den ganz "Wissenschaftsgläubigen", die kommen mir manchmal ein wenig arrogant rüber. Wissenschaft erklärt sicher einiges, wird noch einiges erklären was heute noch rätselhaft ist und es wird auch immer wieder Irrtümer geben und manches was heute als erklärt dargestellt wird, ist in 100 Jahren vielleicht eine lächerliche Theorie.

    Bei manchen Dingen kommt Wissenschaft mMn aber an ihre Grenzen und wird sie, glaube ich, nie erklären können. Ganz einfaches Beispiel Liebe, kommt mir nicht mit Hormonen, Instinkten, Biologie, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin weiß ich, dass da noch mehr ist. Genauso Leben, Gentechnik hin oder her, ich glaube die Wissenschaft wird nie Leben schaffen können. Für manche Dinge braucht es eine andere Sprache und mMn hat Spiritualität durchaus seine Berechtigung. Es gibt einige, ich nenn sie mal Weisheitslehrer, die bringen einfach "Sprüche" da spür ich eine Wahrheit drin, sei es jetzt Buddha, Jesus, Hesse oder auch Menschen die heute Leben.

    Was die großen monotheistischen Religionen angeht, denke ich, dass da einiges veraltet ist sehe da auch einiges an Bumszacks Theorie bzgl. den "einfachen" Menschen gewisse Regeln nahe bringen.

    Ich glaube auch nicht, dass irgendwo Götter oder ein Gott in Person rumsitzen, ich denke dass sind eher Versinnbildlichungen von Energien, beispielswiese "Shiva - der Zerstörer, Brahma - der Erhalter".

    Ich hab vor kurzem mal einen Artikel glaub ich in der Technology Review gelesen, da forscht einer an der Simulation des menschlichen Gehirns, mit dem Supercomputer in Jülich können sie schon 1mm² Hirn/Nervengewebe simulieren und der Forscher glaubt, dass es in ein paar Jahren möglich sein wird ein komplettes menschliches Gehirn zu simulieren und er meint dass es sich dann nicht von einem menschlichen Bewusstsein unterscheiden wird. Ehrlich gesagt glaube ich das nicht. Wenn doch wäre es natürlich auch interessant, welchen Stellenwert hätte dann solch ein künstliches Leben? - ich denke uns macht aber mehr aus als nur biologische Funktionen und unser Hirn.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass nach diesem Leben alles vorbei ist. Seele keine Ahnung wie so etwas aussieht, was ich aber nachvollziehen und spüren kann ist die Lebensenergie, Prana, Chi wie es die Asiaten nennen. Jedenfalls spür ich zumindest manchmal ganz stark welch großen Einfluss meine geistige Befindlichkeit auf meine körperliche Energie hat.

    Soetwas wie "Gott" wrd man nie beweisen können, auch nicht die Nichtexistenz, aber es gibt auf jedenfall Menschen die überzeugt sind "Es" erfahren zu haben. Das kann nur jeder für sich selbst erfahren, wenn man das Bedürfnis, eine "spirituelle Suche" verspürt.

    Sorry dafür, dass das ganze ziemlich ins Unreine geschrieben ist.

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