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Thema: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen Griechenland in finanzieller Not, wird dadurch das Ende des Euro eingeleitet? 2009 hat Griechenland nur 88 Milliarden Euro eingenommen, die ...
  1. #1
    Der mit der Posting-MP Avatar von matsch79
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    Schlagzeile Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen


    Griechenland in finanzieller Not, wird
    dadurch das Ende des Euro eingeleitet?


    2009 hat Griechenland nur 88 Milliarden
    Euro eingenommen, die Ausgaben betrugen
    aber 120 Milliarden. Für die nächsten Jahre sehen die Prognosen
    nicht anders aus. Experten sprechen eher von höheren Zahlen
    als von kleineren.

    Für diese Schulden, die zum Teil von den anderen Euroländern
    versucht werden zu kompensieren sind auch noch Zinsen und
    Tilgung zu zahlen. Momentan sind das allein für diesen Posten
    etwas 90 Milliarden Euro. Deutschland plant zur Zeit 8 Milliarden
    Richtung Griechenland zu schicken. Wofür frage ich euch!
    Nur damit sie mit dem deutschen Geld die Zinsschulden für
    vergangene Kredite zahlen können? Das ist doch alles Irrsinn!
    Laut einem Pressebericht steht Griechenland bei fast 600
    Gläubigern in der Kreide.

    Es ist auch am Horizont nicht zu erkennen, daß Griechenland
    je selbst aus der Situation herauskommt, weswegen darüber
    nachgedacht wird ( einen Teil der ) Schulden zu erlassen und
    abzuhaken. Das Geld wird man also nicht wieder sehen.
    Um das ganze dann zu einem Abschluß zu bringen, sprechen
    Experten laut davon, Griechenland aus dem Euro auszuschließen
    und die alten Drachmen wieder einzuführen.

    Das wäre doch mal ein guter Anfang. Dann könnte sich wieder
    jeder um sich selbst kümmern, denn auch Deutschland geht es
    nicht so blendend, daß es die Regeln des EURO-Bündnisses
    mit Leichtigkeit einhält. Nein, wir verletzen sie sogar regelmäßig
    und machen auch mehr Neuschulden als erlaubt.

    Griechenland also raus aus dem Euro, die zig Milliarden Richtung
    Afrika noch einsparen, die wir gar nicht haben und uns auch von
    anderen Ländern leihen als Kredit als Bonus zur Neuverschuldung,
    dann könnte es fast etwas werden. FAST, denn neben Griechenland
    gibt es nich Irland, wo es ähnlich aussieht. Auch Irland macht jedes
    Jahr mehr Schulden als Einnahmen und kommt allein da nicht mehr
    raus, weil nicht genug Industrie etc vorhanden sind um Geld in die
    Staatskassen zu bringen. Ein Ausschluß aus dem Euro wäre auch
    hier der einzige richtige Schritt, vermelden die Wirtschaftsexperten.

    Und wenn Irland dann wirklich in ein paar Jahren rausfliegt dann
    steht schon der nächste Kandidat auf der Liste. Portugal kämpft
    mit sich selbst verbittert darum, die Regeln des Euros einzuhalten.
    Schaffen wird es das allerdings nach derzeitigem Stand nicht, nicht
    ohne Hilfen der anderen Länder. Im Moment verweigert Portugal
    diese Hilfen noch, wenn es jedoch im Bündnis bleiben möchte, führt
    früher oder später kein Weg daran vorbei und dann ist es das nächste
    Faß ohne Boden, das nächste Land, das die Schulden ( auch an die
    BRD ) nicht zurückzahlen kann.
    Es fliegen dann also Griechenland, Irland und vielleicht in fünf
    Jahren Portugal raus.

    Wird man dann erkennen, daß das alles nichts war und über die
    Abschaffung des Euros nachdenken oder werden die Politiker
    alles schön reden und um jeden Preis daran festhalten wollen.
    Warten wir es ab.

    Ich wäre ja aufgrund der vielen Nachrichten dafür, den Euro
    lieber früher als später abzuschaffen und auch gleichzeitig
    den Leuten in Berlin den Hahn für finanzielle Auslandshilfen
    zuzudrehen, damit wir uns selbst erst einmal wieder erholen
    können und nicht jedes Neugeborene gleich circa 35000 Euro
    Schulden hat.
    Geld ist nicht alles, aber irgendwann muß der Irrsinn auch mal
    wieder ein Ende finden.
    Nach Griechenland schicken sie 8 Milliarden die sie nie wieder
    sehen und hier diskutieren sie über drei Euro für die Hartz-IV-
    Empfänger, die aber im Land blieben, da die Leute ja hier ihr
    Essen kaufen und nicht in Griechenland.

    Was denkt ihr darüber, wie würdet ihr es handhaben?

    Dieser Beitrag enthält einige zusammengewürfelte Inhalte
    aus verschiedenen Artikeln. Wer mehr dazu lesen möchte
    findet einiges aktuelles dazu hier:
    Griechenland Umschuldung google News


    _____________________
    Bis zum nächsten Beitrag
    matsch79


    "Was immer du schreibst...schreibe kurz, und sie werden es lesen, schreibe klar,
    und sie werden es verstehen, schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten!"
    Joseph Pulitzer
    Geändert von matsch79 (23.02.11 um 12:46 Uhr)

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  3. #2
    Außer Betrieb Avatar von QuHno
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Naja, man kann es aber auch so shen, dass derzeit den Griechen mit jeder Milliarde, die ihnen gegeben wird, weiter das Hemd aus der Hose gezogen wird, denn die Zinsen dafür richten sich nach der Bewertung einer privaten Rating Agentur. Das bedeutet: Griechenland wird derzeit dazu verdonnert, sich kaputt zu sparen. Sie können auf diese Art und Weise überhaupt nicht von ihren schulden herunter kommen. Es wäre evtl besser gewesen, ihnen einen Schuldenerlass zu gewähren und dafür Auflagen wie z.B. eine Reduzierung der Rüstungsausgaben zu fordern.

    BTW: Ich möchte nicht, dass die Eurozone aufgelöst wird und wir wieder die D-Mark bekommen, denn der derzeitige Kurs der Bundesbank lautet: Alles kaputt sparen. Nur nichts ausgeben.

    Tut mir Leid, aber das ist genau so hirnrissig wie es bei einigen Unternehmen gemacht wird:

    Wir entlassen Arbeitnehmer, investieren nicht in Innovationen weil das ja alles Geld kostet und wundern uns, warum zwar der kurzfristige operative Gewinn hochgeht, jedoch die Firma längerfristig dennoch Konkurs anmelden muss.

    Immer daran denken: Ein Staat kann keine Menschen entlassen, er kann ihnen nur das Leben zur Hölle machen und ich bedauere derzeit die griechische Bevölkerung, denn ein arbeitsloser Mensch dort kann vom Hartz IV Satz nur träumen, selbst einige Arbeitende dort hätten den (inklusive der Nebenzahlungen wie z.B. Miete und Heizkosten) gerne.

    BTW: 8 Milliarden auf die 4.755.108 ALG II Empfänger (Stand Dezember 2010) bedeuten für ein Jahr 140 €uro mehr pro Monat, die allerdings deren Lage auch nicht langfristig verbessern und dank Einkauf von Billigprodukten aus dem Ausland auch zum größten Teil nicht hier bleiben.

  4. #3
    Bundesliga-Tippkönig Avatar von Blacky89
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Ich kann die Rechnung, die hinter der ganzen Sache stehen sollte nicht mehr so ganz nachvollziehen.

    Kaum noch ein Staat der nicht verschuldet ist, Schulden Schulden über alles, die Frage ist hierbei, bei wem ?

    - die Banken ?
    Nein, kann nicht sein, oder warum gab es eine Bankenkrise ?
    Oder haben die entsprechende Staaten einfach nur Schulden abbezahlt.
    Nein, kann auch nicht sein, da ja neue Schulden aufgenommen wurden um die angeschlagenen Banken zu unterstützen.

    - Unternehmen ?
    Unternehmen die staatliche Aufträge bekommen gibt es nicht viele.
    OK, man müsste Länder und Kommunen mit einrechnen, dazu Sozialleistungen u.s.w.
    Aber horten diese wenigen Unternehmen wirklich alle Geldreserven der Welt ?
    Ich glaube kaum.


    Das große Problem ist, das die Gelder die dort fließen nicht mehr "real" sind.
    Damals gab es die Lohntüte da war Bares drin, gleiches galt für Rechnungsbezahlungen u.s.w., es gab nur Bargeld.
    Heutzutage läuft alles auf dem elektronischen Weg.
    Es wird mit Geldern gerechnet, die es noch gar nicht gibt, das geht über mehere Stationen.
    Einfach nur noch ein hin und her geschiebe, bis einer übrig bleibt der die miesen verbucht bekommt ?!?


    Ich habe noch einen wertvollen Ratschlag meines Großvaters im Ohr, "Geld das Du nicht hast, kannst Du nicht ausgeben", genau das sollte jeden durch den Kopf gehen, wenn er mal wieder vor dem super-krassen-mega-tollen vermeidlichen Schnäppchen steht, welches bequem auf 250 Monatsraten abzuzahlen ist !

  5. #4
    chronische Wohlfühlitis Avatar von S4sH
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Das EU-Rettungspaket:

    Es ist ein trüber Tag auf Rhodos. Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt.
    Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump.
    An diesem Tag fährt ein reicher Deutscher durch Rhodos und hält bei einem kleinem Hotel an.
    Er sagt dem Eigentümer, dass er gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten, und legt als Kaution einen 100€ Schein auf den Tresen.

    - Der Hotelier gibt ihm einige Schlüssel.

    - Als der Besucher die Treppe hinaufgegangen ist, nimmt der Eigentümer den Geldschein, rennt zum Metzger und bezahlt seine Schulden.

    - Der Metzger nimmt das Geld und bezahlt den Bauern seine Schulden.

    - Der Bauer geht zu seiner Stammkneipe um seine Schulden dort zu zahlen.

    - Der Wirt gibt den Schein einer Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.

    - Die Hure rennt zum Hotelier um ihre ausstehende Zimmerrechnung zu bezahlen mit dem 100€ Schein.

    - Der Hotelier legt den 100€ Schein wieder zurück auf den Tresen.

    In diesem moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt - und verlässt Rhodos.

    Niemand produzierte etwas. Niemand verdiente etwas. Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.

    So,nun wisst Ihr Bescheid - so einfach funktioniert das EU-Rettungspaket!

  6. #5
    z. Zt. im Aussendienst Avatar von gisqua
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Danke

    Das ist total verblüffend und wir suchen schon den ganzen Morgen nach dem "Fehler".
    Geändert von gisqua (02.08.11 um 09:00 Uhr)

  7. #6
    chronische Wohlfühlitis Avatar von Pixel-Toast
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Ich kenne mich nicht so mit der Wirtschaft aus, oder anders gesagt, bin ich momentan so Politik-Faul, dass ich keinen Überblick so richtig aktuell hab, trotzdem stelle ich mal die Frage in den Raum, ob es sich für uns wirklich lohnen täte, wenn zu mindestens wir wieder die deutsche Mark einführen würden.

    Es bleiben weiterhin große Schulden, das Land wäre auch weiterhin verschuldet und ob sich die DM bei einer solchen Wirtschaft, wie wir sie zur Zeit auf der ganzen Welt erleben, gegen den Euro und dem USD durchsetzen kann, bezweifele ich auch.

    Wäre zwar geil, mal wieder so ein 50DM Schein in der Hand, doch ich glaub kaum, dass es soweit kommt.

    Das Griechenland und die andern Kriesenländer uns alle ziemlich in den Mist geritten haben, da braucht man glaube ich kein Wort mehr drüber verlieren.
    Die Schulden werden sie noch unzählige Generationen weiterführen und wenn es sich dann bessert, kommt eh wieder das nächste Elend.

  8. #7
    imacer

    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    ob es sich für uns wirklich lohnen täte, wenn zu mindestens wir wieder die deutsche Mark einführen würden
    Wenn wir aus dem Euro-Pakt aussteigen würden und wieder unsere alte Währung hätten, würde es der Deutschen Wirtschaft ganz bestimmt gut bekommen. Die vielen Milliarden die wir nun an Krediten und an Bürgschaften (von denen sicher einiges fällig wird) gegeben haben, hätten wir uns mit einer eignen Währung erspart. Die Schweizer leben auch gut mit dem Franken und die Größe einer Währung sagt nichts über die Härte aus.
    Zu Zeiten der DM hatten die Exporte der deutschen Wirtschaft in den Euro-Raum einen größeren Anteil an den Gesamtexporten als zu Zeiten des Euro.
    Das oft heruntergebetete Argument, wir profitierten davon ist also haltlos, wenigstens in diesem Punkt.

    Gerade zu solchen Zeiten könnte sich die Währung eines wirtschaftlich starken und relativ wenig verschuldeten Landes wie Deutschland durchsetzen.
    Man braucht sich nur die Kursverläufe der stabileren Währungen (norwegische Krone, kanadischer Dollar, Schweizer Franken, australischer Dollar) im Vergleich zum Euro, Yen und US-Dollar ansehen.

    Die angehäuften Schulden (welchen Landes auch immer) werden nie zurückbezahlt werden können. Ausschlaggebend ist allein, dass die Zinsen weiter bedient werden und dass für neue Anleihen (um alte abzulösen) weiterhin genug Abnehmer zu finden sind.

    Kaum noch ein Staat der nicht verschuldet ist, Schulden Schulden über alles, die Frage ist hierbei, bei wem?
    Die Staaten haben Schulden bei denen, die die Staatsanleihen kaufen.
    Das sind andere Länder, Versicherungen, Banken, Pensionskassen und natürlich auch Privatanleger.

  9. #8
    imacer

    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Wäre zwar geil, mal wieder so ein 50DM Schein in der Hand, doch ich glaub kaum, dass es soweit kommt.

    den Wunsch kannst du dir dennoch erfüllen...

    Politisch durchsetzbar ist es mit der Regierung sicher nicht, die lassen sich doch alle beluden...von wegen, zum Wohle des Volkes

  10. #9
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Zitat Zitat von Pixel-Toast Beitrag anzeigen
    Es bleiben weiterhin große Schulden, das Land wäre auch weiterhin verschuldet und ob sich die DM bei einer solchen Wirtschaft, wie wir sie zur Zeit auf der ganzen Welt erleben, gegen den Euro und dem USD durchsetzen kann, bezweifele ich auch.
    Ohne die DM (bzw. Deutschlands Beteiligung an der Eurozone) gäbe es gar keinen Euro.

  11. #10
    imacer

    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Der Euro könnte durchaus weiter bestehen, wenn Deutschland nun ausstiege....rein hypothetisch.
    Rückblickend hast du natürlich recht, in der Anfangszeit wurden die meisten Fehler gemacht und Deutschland war mit vorn dabei.

  12. #11
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Zitat Zitat von imacer Beitrag anzeigen
    Der Euro könnte durchaus weiter bestehen, wenn Deutschland nun ausstiege....rein hypothetisch.
    Wenn Deutschland aus dem Euro aussteigt, folgt uns Frankreich auf dem Fuss.
    Und dann ist Schluss mit dem Euro.

    Ich habe ohnehin den Eindruck, dass Deutschland und Frankreich nur darauf warten, dass der jeweils andere zuerst aussteigt, um eine Ausrede für den eigenen Ausstieg zu haben.
    Rückblickend hast du natürlich recht, in der Anfangszeit wurden die meisten Fehler gemacht und Deutschland war mit vorn dabei.
    Die Einführung des Euros ist das beste Argument für Volksentscheide in der jüngeren Geschichte Deutschlands. Hätte man damals eine Volksabstimmung durchgeführt, hätten wir heute noch die DM als Währung.

    Da ich aber fest von einem Scheitern der Eurozone (eventuell der gesamten EU) in den nächsten paar Jahren (maximal) ausgehe, werden wir in nicht all zu ferner Zukunft wieder die DM haben.

    Natürlich werden wir beim Rücktausch des Euro in die DM dann ein zweites Mal kräftig übers Ohr gehauen. Und selbstverständlich werden uns die behördlichen Statistiker wieder vorrechnen, dass das nicht der Fall ist.

  13. #12
    imacer

    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Wenn Deutschland aus dem Euro aussteigt, folgt uns Frankreich auf dem Fuss. Und dann ist Schluss mit dem Euro.
    Durchaus denkbar. Daher wäre es evtl sinnvoller, die labilen Staaten würden wieder zur alten Währung zurückkehren oder man hebt einen 2. Euro aus der Taufe, quasi der Nord- und Südeuro. So könnten die schwachen Staaten sich bündeln und reformieren und die stärkeren trügen nicht die derzeitige Belastung.

    Natürlich werden wir beim Rücktausch des Euro in die DM dann ein zweites Mal kräftig übers Ohr gehauen. Und selbstverständlich werden uns die behördlichen Statistiker wieder vorrechnen, dass das nicht der Fall ist.
    Dann tausche doch vorher dein Geld in Gold oder CHF, solange du noch etwas dafür bekommst

    Bin auch gespannt, wie es weitergeht. Eine Einführung der damaligen Währungen kann ich mir momentan auch nur schwer vorstellen, so groß die Probleme auch sein mögen in diesem heterogenen Staatenverbund.

  14. #13
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Zitat Zitat von imacer Beitrag anzeigen
    So könnten die schwachen Staaten sich bündeln und reformieren und die stärkeren trügen nicht die derzeitige Belastung.
    Auch aus zwei Einbeinigen wird man keinen Balletttänzer machen können.
    Es bringt nichts, wenn die Schwachen mit den Schwachen und die Starken mit den Starken solidarisch sind.

    Allerdings will ich auch gar nicht mit den PIIGS solidarisch sein.
    Dann tausche doch vorher dein Geld in Gold oder CHF, solange du noch etwas dafür bekommst
    Gold ist kaum noch zu kriegen (was momentan verkauft wird, sind zum größten Teil Goldobligationen und das ist ein Tausch von Papiergeld gegen Papierurkunden). Ich überlege ernsthaft, mir ein Postsparbuch in der Schweiz zuzulegen (das kann nämlich jeder machen) und da meine paar gesparten Kröten anzulegen.
    Bin auch gespannt, wie es weitergeht. Eine Einführung der damaligen Währungen kann ich mir momentan auch nur schwer vorstellen, so groß die Probleme auch sein mögen in diesem heterogenen Staatenverbund.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so weiter geht wie bisher.

    Die paar Netto-Einzahler in den EU-Haushalt und in den Euro-Rettungsfond können auf Dauer niemals zusätzlich zu den eigenen Defiziten auch noch die Defizite der Schweinestaaten finanzieren. Das klappt einfach nicht.

    Und die Bürger in den (noch) wohlhabenderen EU-Staaten werden das wohl auch auf Dauer nicht mit machen. Sarkozy gibt in Interviews inzwischen offen zu, dass es dem französischen Steuerzahler kaum noch zu vermitteln ist, dass er den Gürtel enger schnallen soll damit es den PIIGS besser geht.

    Da die EU keine einheitliche Finanz-, Steuer- und Wirtschaftspolitik hat, war bei der Euro-Einführung eigentlich auch klar, dass es zwar eine gemeinsame Währung geben soll, aber jeder Teilnehmer der Eurozone selbstschuldnerisch haftet. So ist das auch in den entsprechenden Staatsverträgen fixiert.

    Deswegen ist die Teilnahme Deutschlands am Euro-Rettungsfond vermutlich auch verfassungswidrig, da sie gegen geltendes Recht und geltende Staatsverträge erfolgt. Muss man natürlich abwarten, wie das Bundesverfassungsgericht entscheidet, denn:

    Coram iudice et in alto mare in manu dei soli sumus.
    (Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand.)
    Geändert von Grainger (02.08.11 um 22:53 Uhr)

  15. #14
    imacer

    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Auch aus zwei Einbeinigen wird man keinen Balletttänzer machen können. Es bringt nichts, wenn die Schwachen mit den Schwachen und die Starken mit den Starken solidarisch sind.
    Vollkommen richtig, solange aber die dreibeinigen die einbeinigen stützen, werde diese auch nie laufen lernen.
    Ohne den wirklichen Zwang sich radikal zu wandeln, werden die Länder nie wirtschaftlich auf die Beine kommen.
    Es geht also nicht darum, dass sich die Schwachen gegenseitig stärken, sondern ihnen die Transferleistungen der Starken zu nehmen und ihnen eine eigene Währung zu geben, die ihnen die Abwertung ermöglicht.
    Als zweites geht es noch darum, Deutschland (und die anderen Geberländer) von der Last zu befreien, die sich die PIIGS selbst eingehandelt haben.
    Dort läuft es ja nicht erst seit 2008 schlecht, das ist über Jahrzehnte gewachsen.

    Gold ist kaum noch zu kriegen (was momentan verkauft wird, sind zum größten Teil Goldobligationen und das ist ein Tausch von Papiergeld gegen Papierurkunden). Ich überlege ernsthaft, mir ein Postsparbuch in der Schweiz zuzulegen (das kann nämlich jeder machen) und da meine paar gesparten Kröten anzulegen.
    Mit entsprechendem Aufschlag oder Wartezeit ist doch noch an Gold zu kommen? Die paar Gramm wird es schon noch geben, da du ja selbst von "paar..Kröten" sprichst.
    Alternativ wären mit physischem Gold hinterlegte ETF's, Silber, Platin oder Aktien entsprechender Minengesellschaften.
    Erfüllt nicht ein Fremdwährungskonto denselben Zweck wie ein Postsparbuch in der Schweiz? Letzten Endes geht es doch "nur" um den Werterhalt der Ersparnisse und da kämen viele Sachanlagen in Frage, solange sie nicht in Euro notieren...

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so weiter geht wie bisher.

    Die paar Netto-Einzahler in den EU-Haushalt und in den Euro-Rettungsfond können auf Dauer niemals zusätzlich zu den eigenen Defiziten auch noch die Defizite der Schweinestaaten finanzieren. Das klappt einfach nicht.
    Beides ist momentan noch schwer vorstellbar, andererseits läuft es ja auch schon viele Jahre so.
    Griechenland und Italien sind doch schon seit Ewigkeiten stark verschuldet und selbst in Japan lebt es sich gut mit hohen Staatsschulden.
    Die haben nun keine Transferunion, aber Schulden alleine sind nicht das Problem, solange Zinsen gezahlt werden und neue Käufer für Anleihen gefunden werden, die alte ablösen.
    Geld (zumindest Buchgeld) ist weltweit im Überfluss vorhanden, es muss ja irgendwo hin fließen, das Spiel kann also noch eine Weile weitergehen...oder es kracht gewaltig, was aber sicher von Seiten der Wirtschaft (sind wir ja alle irgendwie) noch der Politik gewünscht ist.

  16. #15
    Praktizierender Atheist Avatar von Grainger
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    AW: Wirtschaftslage in Griechenland und die Folgen

    Zitat Zitat von imacer Beitrag anzeigen
    Es geht also nicht darum, dass sich die Schwachen gegenseitig stärken, sondern ihnen die Transferleistungen der Starken zu nehmen und ihnen eine eigene Währung zu geben, die ihnen die Abwertung ermöglicht.
    Den Schwachen die Unterstützung der Starken zu nehmen, um sie Selbstständigkeit zu lehren?

    Damit habe ich kein Problem, die PIIGS aber vermutlich schon. Eigene Währung hatten sie vorher schon, ging auch nicht viel besser. Nur sind sie mit der Einführung des Euro scheinbar kreditwürdig geworden (was sie vorher in dem Ausmaß niemals waren) und diese neu gewonnene Kreditwürdigkeit haben sie bis zum Erbrechen gnadenlos genutzt. Vermutlich in dem Glauben, dass ginge ewig so weiter.
    Mit entsprechendem Aufschlag oder Wartezeit ist doch noch an Gold zu kommen? Die paar Gramm wird es schon noch geben, da du ja selbst von "paar..Kröten" sprichst.
    Geh mal zu Deiner Bank und mache denen klar, dass Du 2-3 kg Gold physikalisch erwerben willst: "Sie brauchen es auch nicht einzupacken, ich nehme es gleich so mit!"
    Alternativ wären mit physischem Gold hinterlegte ETF's, Silber, Platin oder Aktien entsprechender Minengesellschaften.
    Das ist keine Alternative, denn da kriege ich auch nur Papier für Papier. Tatsächlich ist die einzige Alternative, die Wertgegenstände (egal ob Edelmetalle, Diamanten, Schmuck, Antiquitäten, usw.) mitzunehmen und sie selbst am Ort Deines Vertrauens aufzubewahren.

    Wenn es ganz hart kommt, haben eines morgens die Banken geschlossen und man kommt noch nicht mal an seine Schließfächer (wie damals in Argentinien). Da nützen Dir irgendwelche Edelmetall-Zertifikate gar nichts.
    Erfüllt nicht ein Fremdwährungskonto denselben Zweck wie ein Postsparbuch in der Schweiz?
    Nein, denn so kann ich immer noch in die Schweiz fahren und mein Geld abheben. Selbst wenn in Deutschland die Banken nichts mehr raus rücken komme ich in der Schweiz vielleicht noch an mein Geld.

    Es sei denn, man macht auch die Grenzen dicht oder verbietet den Import von Fremdwährungen.
    Beides ist momentan noch schwer vorstellbar, andererseits läuft es ja auch schon viele Jahre so.
    Griechenland und Italien sind doch schon seit Ewigkeiten stark verschuldet und selbst in Japan lebt es sich gut mit hohen Staatsschulden.
    Früher haben Griechenland und Italien (eigentlich alle PIIGS mit Ausnahme von Irland) ihre Währungen auch regelmäßig abgewertet. 20% Abwertung bedeutet auch 20% weniger Staatsverschuldung. Der Hauptgrund, warum diese Länder vor Einführung des Euro als nicht besonders kreditwürdig galten.

    Japan ist ein Fall ähnlich wie Deutschland: hinter der auch recht hohen Staatsverschuldung steht eine hochleistungsfähige Volkswirtschaft, dass kann man z.B. mit Griechenland überhaupt nicht vergleichen.
    Die haben nun keine Transferunion, aber Schulden alleine sind nicht das Problem, solange Zinsen gezahlt werden und neue Käufer für Anleihen gefunden werden, die alte ablösen.
    Die PIIGS haben aber inzwischen Schwierigkeiten, ihre Zinsen zu bedienen.
    Geld (zumindest Buchgeld) ist weltweit im Überfluss vorhanden, es muss ja irgendwo hin fließen, das Spiel kann also noch eine Weile weitergehen...oder es kracht gewaltig, was aber sicher von Seiten der Wirtschaft (sind wir ja alle irgendwie) noch der Politik gewünscht ist.
    Buchgeld ist auch deswegen vorhanden, weil die angeblich leistungsfähigste Volkswirtschaft der Welt die Druckerpressen angeschmissen hat. US$ gibt es in Hülle und Fülle. Die Geldumlaufmenge sollte aber in einer gesunden Relation zur Wertschöpfung stehen.

    Eine der weniger bekannten Definitionen von Inflation ist, wenn die Geldumlaufmenge einer Nation schneller steigt wie die Wertschöpfung durch das Bruttosozialprodukt (was bei näherer Überlegung auch absolut logisch erscheint). Nach dieser Definition haben wir in Deutschland z.Z. eine Inflationsrate von ~10%.

    Denn durch die Eurozone ist ja nicht nur die Geldumlaufmenge in Deutschland Ausschlag gebend, sondern die in der EU. Und wenn nun eines unserer Partnerländer die Druckerpressen anwirft (und das ist jedem der PIIGS zuzutrauen), heizt das natürlich auch die Inflation in Deutschland an.

    Die in Griechenland gedruckten Euroscheine gelten hier genauso als Zahlungsmittel wie die in Deutschland gedruckten.

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