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Alt 12.08.06, 11:27   #1 (Permalink)
Franz
 
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[Firewall] Jetico - eine kleine Anleitung

Da es offenbar bisher noch keine dt. Anleitung zur Konfiguration der Firewall Jetico gibt,
und das Programm selber, zumindest in der Beta - Phase, noch kein Multilanguage besitzt,
kann ein kleines Tutorial über die Einstellungsmöglichkeiten und Regelwerk der FW in dt. Sprache
den Jetico - Nutzern hoffentlich hilfreich sein.

Übrigens gibt es das Tutorial auch als PDF - Datei (ca. 1 MB).

Zuerst widme ich mich ich der Übersetzung der Begriffe, Anzeigen und Funktionen der Firewall.
Dann arbeiten wir uns durch die Regel - Konfiguration manuell und mittels Wizard durch,
denn so, denke ich, lernen wir am besten den Aufbau und Wirkung der Optimal Protection.

Bevor ich anfange, möchte ich kurz auf die Installationsroutine von Jetico eingehen:

Nachdem man den Willkommensbildschirm, die AGB und den Installationspfad bestätigt hat, wird gefragt, ob - noch vor dem Neustart des PC - der Konfigurationsmanager von Jetico gestartet werden soll.
Wir bestätigen das mit dem Haken und schon kann's losgehen.
Für das Willkommensschildchen bedanken wir uns mit dem "Weiter" - Button.

Zu Beginn sollten die beiden Hauptzonen für die Firewall bekannt gegeben werden, in der sich der PC aufhält.
Die Trusted zone und Blocked zone stehen hier für die generelle Zugriffmöglichkeit auf und von (entfernten) Computer, Domain, Netzwerk und Router.

Zunächst können wir die Trusted zone - den vertrauenswürdigen Bereich - festlegen, in dem der PC
erst einmal uneingeschränkt mit evtl. anderen vorhandenen PCs/Router kommunizieren darf. Jetico bietet hier eine Defaulteinstellung an.
In der Hilfe von Jetico wird auf die verschiedenen Möglichkeiten der Schreibweise von IP Adressen eingegangen
(unter Using Jetico Firewall -> Configuration Wizard - setting Trusted and Blocked zones).


Je nach PC- Standort (z.B., in einer Domäne) (Computer Name), in einem Netzwerk oder hinter einem Router (Network address) oder nur zu einem PC (z.B. FTP) (Single IP address) tragen wir die jeweiligen bekannten IP Adressen ein, zu denen der PC ein Vertrauensverhältnis hat.
Jetico gibt, falls vorhanden, die IP Adressen (z.B. die interne IP des Routers) an, die er "gefunden" hat.
Mit Add (hinzufügen), Remove (entfernen) und Edit (bearbeiten) können hier die IPs angeglichen werden.

Nachdem wir auf "weiter" geklickt haben, das Ganze nochmal für die Blocked zone.


Nur werden hier die IP Adressen gesetzt (z.B. von entfernen Servern), mit denen der PC nicht kommunizieren soll.

Natürlich können später im Programm jederzeit die Zonen bearbeitet werden:
Start -> Programme -> Jetico Personal Firewall -> Configuration Wizard

Nach dem Neustart des PCs kommt jetzt das Feintuning.
Und hier meldet sich schon die erste Abfrage der FW, da sie im Default Modus, besser im Lernmodus, ist.

Bevor wir zu den detaillierten Einstellungen und Regeln kommen, vorweg der optische Aufbau von Jetico:

Mit einem Doppelclick auf das Icon im Systray öffnen wir das Programmfenster.

Inhalt des Hauptmenüs:

1. Die Menüleiste und Toolbar:

  • File

    Open – öffnet abgespeicherte Sicherheitsrichtlinien
    Save – speichert geänderte Richtlinien
    Save as – speichert ein neues Sicherheitsprofil ab
    Revert to factory settings – setzt alle Einstellungen zurück (auf Default)
    Reload – aktualisiert die Konfiguration
    Exit – schließt das Programmfenster ohne abspeichern
    Shutdown firewall – deaktiviert die Firewall
  • View

    Refresh – aktualisiert das aktuelle Tab
    Best fit – scaliert im aktuellen Tab den Inhalt auf die Fenstergröße
    Auto Best fit – automatische Scalierung
    Toolbar – Toolbar anzeigen ja/nein
    Status bar - Stausanzeige anzeige ja/nein
  • Options

    General – zeigt die Allgemeinen Einstellungen an
    Module – zeigt die geladenen Module/Filter an
    Log – zeigt die Größe des Logfiles an
  • Help
    Contents - Hilfe
    About - Info über Jetico
In der Toolbar werden über Icons die häufig benutzten Werkzeuge aufgerufen.
  • Policy
    Optimal Protection - bestmöglicher Schutz (Lernmodus)
    Allow all - Alles erlauben
    Block all - Alles blockieren
Der Modus, in dem die Firewall betrieben wird. Default ist Optimal Protection

Die Reiter/Anzeigen:


Traffic Monitor


Hier wird der gesamte (Incoming / Outgoing) Netzwerkverkehr in Echtzeit aufgenommen.
Das obere Fenster zeigt den eingehenden, das untere den abgehenden Verkehr an.
Grün sind erlaubte Prozesse und rot die geblockten.
Ganz unten kann der genaue, aktuelle Verkehr (in Bytes und Paketen) abgelesen werden.


Applications


gibt eine Übersicht über die Programme, die mit anderen PCs kommunizieren (und Zugriff auf das Internet haben) dürfen.
Alle Programme und Prozesse (z.B. Dienste) werden hier detailliert gelistet und verwaltet.
Über Rechtsklick auf ein gewähltes Programm können folgende Befehle ausgeführt werden:
  • Properties - ruft das Eigenschaftenfenster des Programms auf.
    Copy text (Collapse)[/i] - Unterprozesse der Anwendungen ja/nein (+ -)
    Terminate process - beendet einen gewählten Prozesß

Bei den Applications werden folgende Informationen aufgelistet:
  • Application - Programme
    Process ID - interne Prozeßnummer
    Description - Beschreibung des Programms oder Dienstes
    Version - Versionsnummer des Programms
    Vendor - Hersteller
    Connections - aktive Verbindungen
    Sent - gesendete Pakete
    Received - empfangene Pakete
    Local address - lokale Adresse
    Local port - lokaler Port
    Remote address - Zieladresse
    Remote port - Ziel Port

Log


Der dritte Reiter listet das Log über sämtliche Aktivitäten (rein und raus), die Zugriff auf das Netzwerk haben, namentlich auf.
Zu den einzelnen Fenstern kommen wir aber später.

Anzeigen im Log:
  • Time - Zeitstempel des Zugriffes
    Action - Verhalten der Firewall zu diesem Ereignis
    Description - Beschreibung des Zugriffes
    Size - Größe der gesendeten/empfangenen Daten
    Protocol - Art des Internet Protokolls
    Event - Art des Ereignisses
    Attacker - Anzeige der Adresse (IP) eines Angreifers oder den Namen des Prozeßes, der potentiell gefährlich ist (Spyware, Trojaner z.B.)
    Source address - Herkunftsadresse des Netzpakets
    Destination address - Zieladresse des Netzpakets
    Source port - Ausgangs Port des Pakets (TCP und UDP)
    Destination port - Ziel Port des Pakets (TCP und UDP)
    Application - Aktive Anwendungen
    Local address - Lokale Netzwerkadresse
    Remote address - Remote Adresse
    Local port - Lokaler Port
    Remote port - Remote Port
    Misc - alles was in die anderen Punkten nicht hineingehört.

Im Kontextmenü finden wir:
  • Copy text - kopiert den markierten Text in die Zwischenablage
    Autoscroll (checkable) - wenn Autoscroll aktiviert wird, springt der Cursor nach einer Aktualisierung zum aktuellen/letzten Logeintrag.
    Deaktiviert, bleibt die Log - Anzeige nach einer Aktualisierung wo sie ist.
    Clear log window - löscht alle aktuellen (nicht gespeicherten) Logeinträge
    Default log (checkable) - Aktiviert: der Inhalt des aktiven Logs wird angezeigt
    Select log file - Auswahl und Anzeige einer abgespeicherten Logdatei. Wird der aktuelle Log abgespeichert, wird die ausgewählte Datei an diesen angehängt.

Configuration


Wenn wir jetzt auf den Reiter "Configuration" klicken, sehen wir zunächst auf der linken Browserseite die 3 Hauptrichtlinien: "Optimal Protection", "Allow all" und "Block all".

In der "Optimal Protection" (optimaler Schutz) haben wir den "Root" (das ist die erste, allgemeine Regel und der Anfangspunkt des Regelprozesses) mit den verschiedenen "Tables" (Regeltabellen). Hier werden die Regeln für alle laufenden Prozesse abgelegt, die wir bereits entsprechend erstellt hatten.
Bei "Allow all" und "Block all" haben wir entweder uneingeschränkten oder gar keinen Zugang zum Netzwerk. Hier können IPs, Programme oder Dienste als Ausnahme stehen.

Wenn wir im linken Fenster einen R-Click auf eine der Hauptrichtlinien ("Optimal Protection", "Allow all" und "Block all") machen, haben wir im Kontextmenü folgende Bearbeitungsmöglichkeiten:
  • Insert table Ins - erstellt eine neue Regeltabelle
    Rename - gibt der Tabelle/Regel einen anderen Namen
    Delete - löscht die Tabelle
    Flat View - zeigt nur die Haupttabelle
    Expand - zeigt die Einzeltabellen
Im rechten Browserfenster sind die einzelnen Regeln und die daraus resultierende Aktion der Firewall aufgelistet.
Hier können wir via Kontextmenü alle Regeln bearbeiten:
  • Properties - Eigenschaften des Programms/Ereignisses
    Copy text - kopiert den Text in die Zwischenablage
    Edit - hier kann die Regel bearbeitet werden
    Clone - kopiert eine Regel
    New > - ruft das Untermenü zum Festlegen, welche Art von neuen Regeln erstellt werden soll, auf.
    Delete - löscht die komplette Regel
    Jump to ... - springt zur jeweiligen Untertabelle, der die Regel zugeordnet wurde.
Die Anzeige im rechten Browserfenster:
  • Activity - Zustand des Ereignisses (aktiv/inaktiv)
    Action - Verhalten der Firewall
    Description - Regelbeschreibung
    Log level - Regel Log Stufe
    Size - Dateigröße des Pakets
    Protocol - welches Internet Protokoll benutzt wird
    Event - Ereigniseigenschaft, welche Art von Zugriff
    Attacker - Adresse eines Angreifers
    Source address - Ursprungsadresse (oder Pfad) des Pakets
    Destination address - Zielort/Adresse des Pakets
    Source port - benutzter Port des Pakets (nur bei TCP/UDP)
    Destination port - Ziel Port des Pakets (nur bei TCP/UDP)
    Application - Programm oder Dienst, das die Netzwerkaktivität ausgelöst hat
    Local address - Lokale Adresse
    Remote address - Remote Adresse
    Local port - lokaler Port
    Remote port - Ziel Port
    Misc - alles, was die anderen Listen nicht abdecken (Hash - Anzeige)

Wie nun genau die "Optimal Protection" erreicht wird, erfahren wir im 2.Teil.

Geändert von Franz (18.03.07 um 22:07 Uhr) Grund: Bild-URL's geändert
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